Schon lange erforschen die Wissenschaftler auf der ganzen Welt die Ursachen für die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Eindeutige Ergebnisse gibt es bis heute nicht. Verschiedene Forscher und Forscherinnen vertreten die Ansicht, dass einzig und allein die Genetik für die Entwicklung von Charaktereigenschaften, Vorlieben und Talenten ausschlaggebend ist, andere sind der Meinung, dass die Umwelteinflüsse die Persönlichkeit des Menschen, mit seinen Stärken, Schwächen und Eigenheiten, formen. Diese Anlage-Umwelt-Diskussion existiert schon eine Zeitlang.
In meiner Arbeit möchte ich im Speziellen die Faktoren darstellen, die für die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit maßgeblich sind. Die Wissenschaft unterscheidet hierbei primäre und sekundäre Einflüsse.
Zu den primären Einflüssen zählen die genetischen Faktoren, das Training und die psychologischen Charakteristika des Menschen. Des weiteren wurde durch verschiedene Untersuchungen ein Alters-Effekt festgestell, der in der folgenden Arbet ebenfalls kurz beschrieben wird.
Als sekundäre Einflüsse nennen die Forscher unter anderem die kulturelle Wichtigkeit, die effektive Ausbildung und die Unterstützung der Familie.
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
2) Die primären Einflüsse
2.1. Genetische Faktoren
2. 2. Training
2.3. Psychologische Faktoren
2.4. Der Alters-Effekt
3) Sekundäre Einflüsse:
3.1. Kulturelle Wichtigkeit
3.2. Ausbildungsmittel
3.3. Unterstützung der Familie
4) Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit und analysiert das Zusammenspiel von genetischen Anlagen, Training, psychologischen Aspekten und sozialen Rahmenbedingungen im Erwachsenenalter.
- Genetische Determinanten der sportlichen Leistungsfähigkeit
- Die Bedeutung von Training und die Rolle der 10-Jahres-Regel
- Psychologische Charakteristika erfolgreicher Sportler
- Der Einfluss des Geburtszeitpunkts auf die sportliche Karriere (Alters-Effekt)
- Sekundäre Einflüsse wie Ausbildungsumfeld und familiäre Unterstützung
Auszug aus dem Buch
2. 2. Training
Bedeutende Ergebnisse brachte hierbei die Untersuchung der motorischen Fähigkeiten. Hierzu wurden Vergleichsstudien mit Profisportlern und Hobbysportlern durchgeführt. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die kognitiven Fähigkeiten gelegt. Es gab keine Abweichungen bei den Reaktionszeiten, aber die Leistungen unterschieden sich bei Aufgaben, die das Finden von komplexen Informationsverarbeitungsstrategien erforderten.
Das bedeutet, dass Profisportler eher in der Lage sind auf Spielzüge des Gegners zu reagieren (vgl. Baker/Horton 2004, S.214-216).
Viele Forscher glauben sogar, dass nur ein wirklich qualifiziertes und regelmäßiges Training zu elitären Leistungen führt. Sie betonen, dass der Sportler mindestens 10 Jahre lang ein hartes Training benötigt um Profisportler zu werden. Diese 10-Jahresregel lässt sich auf verschiedene Bereiche anwenden, z. B. Musik, Mathematik, Schwimmen oder Tennis. Folgende 6 Eigenschaften unterscheiden nach dieser 10 Jahres-Regel den Experten vom Amateur:
1. Experten haben mehr spezifische Kenntnisse.
2. Experten können die Bedeutung der verfügbaren Information besser erfassen.
3. Experten nutzen die Information effektiver.
4. Experten erkennen komplizierte Strukturen des Spieles schneller.
5. Experten sind eher in der Lage strategisch zu denken.
6. Experten treffen schneller passende Entscheidungen.
Diese Unterschiede sind laut Forschern aber unabhängig von den genetischen Anlagen. Vielmehr lassen sich die Kenntnisse der Experten auf ihre intensive Ausbildung zurückführen. Die Existenz eines Sportler-Gens konnte bis heute von den Forschern nicht bestätigt werden. (vgl. Baker/Horton/Robertson/Wilson 2003, S. 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einleitung: Die Einleitung umreißt die klassische Anlage-Umwelt-Debatte und führt in die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Einflussfaktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit ein.
2) Die primären Einflüsse: Dieses Kapitel behandelt die biologischen und psychologischen Grundlagen sowie den Einfluss von Training und dem Geburtszeitpunkt im Jahresverlauf.
3) Sekundäre Einflüsse:: Hier werden externe Faktoren wie die kulturelle Bedeutung von Sportarten, die Qualität der Ausbildung und das soziale Umfeld durch die Familie beleuchtet.
4) Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass sportliche Höchstleistung kein angeborenes Talent allein ist, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus Training, psychologischer Verfassung und externer Unterstützung erfordert.
Schlüsselwörter
Sportliche Leistungsfähigkeit, Genetik, Training, 10-Jahres-Regel, Psychologie, Motivation, Alters-Effekt, Ausbildung, Profisport, Familiäre Unterstützung, Talententwicklung, Expertenwissen, Sportwissenschaft, motorische Fähigkeiten, Coaching.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, welche Faktoren maßgeblich dazu beitragen, dass Menschen ein hohes sportliches Leistungsniveau erreichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit gliedert sich in primäre Einflüsse wie Genetik, Training und Psychologie sowie sekundäre Faktoren wie Kultur, Ausbildung und das familiäre Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifikation der entscheidenden Bedingungen, die den Weg von einem Talent zu einem Profisportler ebnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene internationale Studien und wissenschaftliche Ansätze (z.B. von Baker & Horton) zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil differenziert zwischen direkten, persönlichkeitsgebundenen Faktoren und den begleitenden Rahmenbedingungen, die eine sportliche Laufbahn fördern oder hemmen können.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Talententwicklung, sportliche Expertise, Trainingseffizienz und Umwelteinflüsse definiert.
Was besagt die sogenannte 10-Jahres-Regel im Sport?
Sie postuliert, dass ein Sportler etwa zehn Jahre intensives, qualifiziertes Training benötigt, um das Expertenniveau zu erreichen.
Wie beeinflusst der Geburtsmonat die sportliche Karriere?
Der sogenannte Alters-Effekt zeigt, dass Kinder, die früher im Jahr geboren sind, oft physische Vorteile gegenüber gleichaltrigen Kollegen haben und dadurch häufiger gefördert werden.
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- Kerstin Schatzig (Author), 2008, Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung sportlicher Leistungsfähigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121610