Basierend auf der immer höher werdenden Prävalenz des Burnout-Syndroms hat diese Masterarbeit das Ziel, anhand eines dreigliedrigen Methodenteils, ein digitales Burnout-Präventionstraining zu konzipieren, umzusetzen und zu evaluieren. Die erste Studie diente dafür, explorative Inhalte durch Interviews mit Expert*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen zu erhalten. Diese Erkenntnisse flossen in die zweite Studie mit ein, in der die Konzeption des Trainings stattfand. Daraufhin folgte die Durchführung des digitalen Burnout-Präventionstrainings. Für die Evaluation gaben die 26 Teilnehmer*innen ihre Meinung über eine Online-Befragung preis. Diese Ergebnisse wurden dann im Rahmen der dritten Studie analysiert. Die statistische Auswertung der gewonnenen Daten zeigt, dass ein hoher kurzfristiger Lerntransfer vorhanden ist. Es konnte eine negative, signifikante Korrelation zwischen dem steigenden Alter und dem subjektiven Spaß festgestellt werden. Außerdem zeigte sich, dass Personen, die sich mit dem männlichen Geschlecht identifizieren, einen stärkeren subjektiven Lerneffekt hatten. Resultierend aus allen drei Methoden lässt sich sagen, dass das digitale Burnout-Präventionstraining erfolgreich konzipiert, umgesetzt und evaluiert wurde. Die Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge werden zukünftig gewinnbringend in die nächste Trainingsversion integriert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Theoretischer Hintergrund
Stress
Ansätze zur Stressentstehung
Arbeitsbezogener Stress
Burnout
Burnout-Entstehung
Job-Demands-Resources-Modell
Burnout-Inventory nach Maslach
Bio-Psycho-Soziale-Entstehungsmodell
Burnout- Prävention
Hauptwege zur individuellen Belastungsbewältigung nach Kaluza
Gesundheitsgerechter Führungsstil nach Matyssek
E-Learnings
Konzeption von E-Learnings
Evaluation von E-Learnings
Zielstellung der Arbeit
Methodisches Vorgehen I
Forschungsdesign I
Stichprobenbeschreibung I
Erhebungsinstrument I
Untersuchungsablauf I
Vorgehen bei der Auswertung I
Ergebnisse I
Diskussion I
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse I
Interpretation der Ergebnisse und Vergleich mit der aktuellen Literatur I
Kritische Betrachtung der eigenen Arbeit und Vorgehensweise I
Fazit/Implikation für das Forschungsgebiet und zukünftige Arbeiten I
Methodisches Vorgehen II
Forschungsdesign II
Stichprobenbeschreibung II
Untersuchungsmaterial II
Untersuchungsablauf II
Vorgehen bei der Auswertung II
Ergebnisse II
Diskussion II
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse II
Interpretation der Ergebnisse und Vergleich mit der aktuellen Literatur II
Kritische Betrachtung der eigenen Arbeit und Vorgehensweise II
Fazit/Implikation für das Forschungsgebiet und zukünftige Arbeiten II
Methodisches Vorgehen III
Forschungsdesign III
Stichprobenbeschreibung III
Erhebungsinstrument III
Untersuchungsablauf III
Vorgehen bei der Auswertung III
Ergebnisse III
Diskussion III
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse III
Interpretation der Ergebnisse und Vergleich mit der aktuellen Literatur III
Kritische Betrachtung der eigenen Arbeit und Vorgehensweise III
Fazit/Implikation für das Forschungsgebiet und zukünftige Arbeiten III
Diskussion
Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
Interpretation der Ergebnisse und Vergleich mit der aktuellen Literatur
Kritische Betrachtung der eigenen Arbeit und Vorgehensweise
Fazit/Implikation für das Forschungsgebiet und zukünftige Arbeiten
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Masterarbeit besteht darin, auf Basis eines dreigliedrigen methodischen Vorgehens ein digitales Burnout-Präventionstraining zu konzipieren, umzusetzen und zu evaluieren, um Entwicklungsmöglichkeiten für die Zielgruppe zu schaffen.
- Konzeption, Implementierung und Evaluation eines digitalen E-Learning-Programms zur Burnout-Prävention.
- Explorative Experteninterviews mit Fachleuten zur inhaltlichen und didaktischen Gestaltung.
- Analyse der Wirksamkeit durch eine Online-Befragung zur Messung des kurzfristigen Lerntransfers.
- Integration von Resilienzförderung und modernen didaktischen Ansätzen (z. B. Microlearning).
Auszug aus dem Buch
Job-Demands-Resources-Modell
Bakker und Demerouti entwickelten genau zu dieser arbeitspsychologischen Thematik das Job-Demands-Resources-Modell, kurz JD-R genannt. Das JD-R erklärt, unter welchen Bedingungen es zu positiven und negativen Auswirkungen aufgrund vorhandener Arbeitsbedingungen kommt. Die erste Annahme des Modells bezieht sich auf jede Arbeitstätigkeit. Diese kann laut Bakker und Demerouti in die Arbeitsbelastungen (Job Demands) und in die Arbeitsressourcen (Job Resources) untergliedert werden (Bakker und Demerouti, 2014). Die Arbeitsbelastungen definieren sie wie folgt: “those physical, social, or organizational aspects of the job that require sustained physical and psycho-logical (i.e., cognitive or emotional) effort, and are therefore associated with certain physiological and psychological costs“ (Demerouti, Bakker, Nachreiner et al., 2001, S. 501). Beispiele hierfür wären Zeitstress oder fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Die Arbeitsressourcen fügen sich aus den psychologischen, sozialen, körperlichen und organisationalen Aspekte der Arbeit zusammen. Diese Einflussfaktoren stellen dar, ob ein(e) Arbeitnehmer*in aufgrund funktioneller Voraussetzungen die arbeitsbezogenen Ziele erreichen kann. Das kann beispielsweise die Ausführungsbedingungen von Arbeitsaufgaben und deren Folgen beinhalten. Somit spielen ebenfalls die Diversität der Aufgaben und der dafür verfügbare Ausführungszeitraum eine wichtige Rolle. Zu den Folgen gehören unter anderem das Feedback von den Kolleg*innen und der Führungskraft sowie deren Wertschätzung gegenüber der geleisteten Arbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die zunehmende Relevanz von Burnout im Arbeitskontext sowie die Bedeutung digitaler Präventionsmöglichkeiten dargelegt.
Theoretischer Hintergrund: Die theoretische Basis zur Stressentstehung und Burnout-Entwicklung wird erläutert, wobei Modelle wie das JDR-Modell und der gesundheitsgerechte Führungsstil im Fokus stehen.
Zielstellung der Arbeit: Das Ziel der Konzeption, Umsetzung und Evaluation eines digitalen Trainings wird definiert und in Forschungsfragen überführt.
Methodisches Vorgehen I: Das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews zur inhaltlichen Bestimmung des Trainings wird beschrieben.
Ergebnisse I: Die Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden induktiv ausgewertet und kategorisiert.
Diskussion I: Die Ergebnisse werden interpretiert und mit bestehender Literatur sowie theoretischen Ansätzen in Bezug gesetzt.
Methodisches Vorgehen II: Die methodische Umsetzung der Trainingskonzeption nach Kauffeld wird dargelegt.
Ergebnisse II: Die tatsächliche Umsetzung des digitalen Burnout-Präventionstrainings basierend auf den Ergebnissen aus Teil I wird beschrieben.
Diskussion II: Die Ergebnisse der Trainingsumsetzung werden kritisch reflektiert und in den Kontext bestehender Forschung gestellt.
Methodisches Vorgehen III: Das Design der quantitativen Evaluation zur Messung des Lerntransfers wird erläutert.
Ergebnisse III: Die Ergebnisse der Online-Befragung nach der Trainingsdurchführung werden deskriptiv und inferenzstatistisch dargestellt.
Diskussion III: Die Evaluationsergebnisse werden diskutiert und mit dem Kirkpatrick-Modell und dem Transfermodell von Baldwin und Ford abgeglichen.
Diskussion: Eine abschließende Gesamtdiskussion führt die Erkenntnisse aller drei Methoden zusammen.
Schlüsselwörter
Burnout-Prävention, E-Learning, Resilienzförderung, Stressmanagement, Arbeitspsychologie, Job-Demands-Resources-Modell, Didaktik, Evaluation, Lerntransfer, Gesundheitsförderung, Digitale Kompetenz, Experteninterview, Selbstreflektion, Mentale Stärke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, der Umsetzung und der anschließenden Evaluation eines digitalen Trainingsprogramms, das speziell zur Prävention von Burnout am Arbeitsplatz entwickelt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf Stressentstehung, Burnout-Modelle, E-Learning-Didaktik, betriebliche Gesundheitsförderung und Evaluationsmethoden für Weiterbildungsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein wirksames digitales Präventionstraining zu entwickeln. Die zentralen Forschungsfragen beziehen sich auf relevante Inhalte, notwendige Aspekte bei der Umsetzung und die Messung des kurzfristigen Lerntransfers.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verfolgt ein dreigliedriges Vorgehen: Qualitative Experteninterviews zur Inhaltsanalyse, die Umsetzung des Trainings basierend auf diesen Erkenntnissen sowie eine quantitative Evaluation mittels Online-Befragung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das methodische Vorgehen in drei Phasen (Konzeption, Durchführung, Evaluation) sowie die detaillierte Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Burnout-Prävention, E-Learning, Resilienzförderung, JDR-Modell und Lerntransfer aus.
Welche Bedeutung hat das "Job-Demands-Resources-Modell" in dieser Arbeit?
Es dient als theoretische Grundlage, um arbeitsbezogene Belastungen und Ressourcen zu identifizieren, die zur Entstehung von Burnout beitragen oder präventiv wirken können.
Welchen Stellenwert nimmt die Evaluation ein?
Die Evaluation nimmt einen zentralen Stellenwert ein, da sie durch das 4-Ebenen-Modell nach Kirkpatrick und das Transfermodell von Baldwin und Ford objektiv belegt, ob das Training den angestrebten Wissenszuwachs und Lerntransfer erzielt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Konzeption, Durchführung und Evaluation eines digitalen Burnout-Präventionstrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1216445