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Arbeiterbewegung und Reichsgründung

Title: Arbeiterbewegung und Reichsgründung

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Philipp Nolte (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Die Arbeit stellt die Positionen der beiden sozialdemokratischen Arbeiterparteien ADAV und SDAP zur preußisch-deutschen Reichsgründung von 1870/71 sowie den vorangegangen Einigungskriegen vor und vergleicht sie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Überblick über Vorgeschichte und Verlauf der Reichsgründung

Die Einigungskriege

Die Gründung des ADAV

Die Gründung des VDAV und Umwandlung zur SDAP

Die Stellung des ADAV zu den Einigungskriegen

Der italienisch-österreichische Krieg

Der deutsch-dänische Krieg

Der deutsche Bruderkrieg

Der deutsch-französische Krieg bis Sedan

Die Stellung von VDAV und SDAP zu den Einigungskriegen

Der deutsch-dänische Krieg

Der deutsche Bruderkrieg

Der deutsch-französische Krieg bis Sedan

Der deutsch-französische Krieg nach Sedan und die Reichsgründung

Vereinigung von ADAV und SDAP zur SAP

Exkurs: Forschung in BRD und DDR

Quellen- und Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die unterschiedlichen politischen Positionen der entstehenden Arbeiterbewegung gegenüber der deutschen Reichsgründung im Kontext der Einigungskriege zwischen 1864 und 1871. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Arbeiterparteien ADAV und SDAP auf die nationalen Einigungsbestrebungen reagierten und wie diese Haltungen die organisatorische Entwicklung sowie die innerparteiliche Spaltung beeinflussten.

  • Entstehung und Ideologie der Arbeiterparteien ADAV und SDAP
  • Die Haltung der Arbeiterbewegung zu den Einigungskriegen
  • Der Einfluss der "nationalen Frage" auf die Parteibildung
  • Die Rolle prominenter Akteure wie Lassalle, Bebel und Liebknecht
  • Historische Kontroversen in der DDR- und BRD-Forschung

Auszug aus dem Buch

Die Stellung des ADAV zu den Einigungskriegen

Zu den europäischen Einigungskriegen zählt neben den drei deutschen auch der italienisch-österreichische Krieg. Zur Beurteilung dieses Krieges verfaßte Lassalle die Schrift „Der Italienische Krieg und die Aufgabe Preußens“, die auch Auskunft über seine Vorstellung vom Nationalstaat sowie über seine Kriegstheorie gibt. Die übergeordnete Fragestallung Lassalles lautet, auf welche Seite sich die deutschen Demokraten stellen sollten und wie sich Preußen verhalten solle.

Grundsätzlich ist Italien im Recht, denn: „Italien kämpft den gerechtesten und heiligsten Krieg, den je eine Nation kämpfen kann, es kämpft für seine nationale Unabhängigkeit und Existenz.“

Nach Lassalle kämpfen also die Italiener für einen progressiv verstandenen Nationalismus, Österreich dagegen sei „barbarisch“ und „kulturfeindlich“. Es sei ein Zwangsstaat, in dem die Kulturvölker der Deutschen, Italiener und Ungarn an ihrer jeweiligen nationalen Selbstbestimmung gehindert würden. „Österreich ist ein reaktionäres Prinzip, in sich selbst und konsequent. Darum ist es seit seiner Existenz der gefährlichste Feind der Freiheit gewesen.“

Als Grund für die deutsche Uneinheit erkennt Lassalle: „Wenn es irgendeine feststehende Tatsache gibt, so ist es die, dass die deutsche Einheit bisher durch nichts anderes verhindert wurde, als durch den Dualismus von Preußen und Österreich. [...] Österreich muß zerfetzt, zerstückt, vernichtet, zermalmt – wir sprechen natürlich hier immer nur von dem Staatsbegriffe Österreich – seine Asche muß in alle vier Winde zerstreut werden! [...] An dem Tage, wo der Sonderstaat Österreich vernichtet ist, erblassen zugleich die Farben auf den Schlagbäumen Bayerns, Württembergs usw. An diesem Tage – ist Deutschland konstituiert.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die politische Ausgangslage vor 1871, die Entstehung der sozialen und nationalen Frage und führt in das Thema der Positionierung der Arbeiterbewegung zur Reichsgründung ein.

Überblick über Vorgeschichte und Verlauf der Reichsgründung: Detailliert die historischen Ereignisse von 1848 bis 1871, insbesondere die Einigungskriege, und deren Bedeutung für den deutschen Nationalstaat.

Die Gründung des ADAV: Beschreibt die Anfänge des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins unter Ferdinand Lassalle und dessen ideologische Grundsätze.

Die Gründung des VDAV und Umwandlung zur SDAP: Beleuchtet die Entstehung der konkurrierenden Arbeiterbewegung um August Bebel und Wilhelm Liebknecht.

Die Stellung des ADAV zu den Einigungskriegen: Analysiert die Haltung des ADAV zu den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 sowie die Rolle Lassalles und Schweitzers.

Die Stellung von VDAV und SDAP zu den Einigungskriegen: Beschreibt die oppositionelle Haltung von Bebel und Liebknecht gegenüber der preußischen Einigungspolitik.

Der deutsch-französische Krieg nach Sedan und die Reichsgründung: Untersucht die Reaktionen der Arbeiterparteien auf die Kriegführung nach 1870, die Annexion von Elsaß-Lothringen und die Gefangennahme führender Sozialdemokraten.

Vereinigung von ADAV und SDAP zur SAP: Dokumentiert den Prozess der programmatischen Annäherung und die Fusion beider Parteien in Gotha 1875.

Exkurs: Forschung in BRD und DDR: Diskutiert die unterschiedliche wissenschaftliche Interpretation der Arbeiterbewegung in den beiden deutschen Staaten.

Quellen- und Literaturliste: Listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf.

Schlüsselwörter

Reichsgründung, Arbeiterbewegung, ADAV, SDAP, Einigungskriege, Ferdinand Lassalle, August Bebel, Wilhelm Liebknecht, nationale Frage, soziale Frage, Bismarck, Sozialdemokratie, Norddeutscher Bund, preußische Vorherrschaft, Gothaer Programm

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Haltung der frühen deutschen Arbeiterparteien (ADAV und SDAP) zur deutschen Reichsgründung und zu den damit verbundenen Kriegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Konkurrenz zwischen Lassalleanern und Eisenachern, ihre konträren Positionen zur "nationalen Frage" und zum preußischen Staat sowie ihr Umgang mit der Einigungsbewegung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die politische Positionierung der Arbeiterbewegung zur Reichsgründung darzustellen und zu klären, wie diese Haltungen die organisatorische Spaltung und spätere Vereinigung beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Einbeziehung von zeitgenössischen Schriften, Parteidokumenten und wissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Parteigründungen, die Analyse der Haltungen zu den Kriegen (1864, 1866, 1870/71) und die Entwicklung bis zur Gothaer Vereinigung 1875.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeiterbewegung, Reichsgründung, Einigungskriege, ADAV, SDAP und nationale Frage charakterisiert.

Warum stand der ADAV der preußischen Politik teilweise näher als die SDAP?

Der ADAV, insbesondere unter Schweitzer, sah Preußen als handlungsfähigen Faktor zur Durchsetzung der deutschen Einheit und erhoffte sich durch Bismarck Zugeständnisse wie das allgemeine Wahlrecht.

Wie unterschied sich die Position von Bebel und Liebknecht zur "nationalen Frage"?

Bebel und Liebknecht vertraten eine strikt antipreußische und großdeutsche Haltung; sie lehnten den Norddeutschen Bund als Instrument preußischer Machtpolitik ab und forderten eine demokratische Einigung.

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Details

Title
Arbeiterbewegung und Reichsgründung
College
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Course
Seminar
Grade
1,0
Author
Philipp Nolte (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V121645
ISBN (eBook)
9783640258505
ISBN (Book)
9783640259946
Language
German
Tags
Arbeiterbewegung Reichsgründung Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Nolte (Author), 2004, Arbeiterbewegung und Reichsgründung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121645
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