Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Habitation et Sociologie urbaine

Lokalisierung des Sozialen – Peripherisierung im Städtischen?

Segregation, Armut und Ausgrenzung in Stadtquartieren

Titre: Lokalisierung des Sozialen – Peripherisierung im Städtischen?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Karl Krauss (Auteur)

Sociologie - Habitation et Sociologie urbaine
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Politischen und soziologischen Debatten oder Veröffentlichungen sowie Diskussionen in den Medien beschäftigen sich seit einigen Jahren wieder häufiger mit dem Thema der sozialen Ungleichheit. Dieses Phänomen ist nichts neues, allerdings stellte es in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, insbesondere in den europäischen Wohlfahrtsstaaten keine dringliche Problematik dar. Mit der zunehmenden Globalisierung und der damit einhergehenden Transformation der Arbeitsgesellschaft werden die sozialen Unterschiede wieder größer und dringen ins öffentliche Bewusstsein. Wie bei fast allen gesellschaftlichen Phänomenen sind auch die Folgen der zunehmenden sozialen Ungleichheit am häufigsten und ausgeprägtesten in Städten und Großstädten zu beobachten. Hier kommt es häufig zu Ausgrenzung und Stigmatisierung von Teilen der Bevölkerung. In Folge dessen wird von einer „neuen Unterschicht“ oder vom so genannten „Subproletariat“ gesprochen. Soziologen, vor allem Niklas Luhmann, verwendeten in diesem Zusammenhang den Begriff der Exklusion bzw. Vollexklusion. Sind dies nur soziologische Terminologien oder wird damit ein empirisch nachweisbares Phänomen urbaner Gesellschaften beschrieben?

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Modernisierung, Globalisierung, funktionale Differenzierung und Netzwerkgesellschaften

3 Die europäische Stadt im Wandel

4 Armut und Ausgrenzung

5 Ambivalenz der Exklusion

6 Räumliche Segregation benachteiligter Stadtquartiere

6.1 Ursachen und Wirkung sozialer Exklusion im Städtischen

6.2 Ausgrenzende Orte am Beispiel der Hamburger Stadteile St. Pauli und Mümmelmannsberg

7 Slums und informelle Arbeit

7.1 Entwicklung der Slums

7.2 Der informelle Arbeitsmarkt

8 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretisch und empirisch das Phänomen der sozialen Exklusion im urbanen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich moderne gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie Globalisierung und räumliche Segregation, auf die Entstehung von Armut und die Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen in Städten auswirken.

  • Theoretische Grundlagen zur Modernisierung und Netzwerkgesellschaft
  • Wandel der europäischen Stadt und soziale Fragmentierung
  • Soziale Exklusion und räumliche Segregation in deutschen Großstädten
  • Internationaler Vergleich: Slumbildung und informelle Arbeitsmärkte

Auszug aus dem Buch

6.2 Ausgrenzende Orte am Beispiel der Hamburger Stadteile St. Pauli und Mümmelmannsberg

Mit der Frage ob es ausgrenzende Orte gibt, wodurch sie sich kennzeichnen und welcher Hinsicht sie die soziale Lage ihrer Bewohner beeinflussen beschäftigen sich KRONAUER und VOGEL (2004, S.235ff) anhand einer empirischen Studie zweier Hamburger Stadtteile. Die Auswirkungen des Quartiers auf die soziale Lage wird dabei unter zwei Gesichtspunkten betrachtet: als Ressource und als sozialer Erfahrungsraum. Zu den Ressourcen des Quartiers zählen vor allem unterstützende soziale Netze und institutionelle Angebote. Die Zusammensetzung der sozialen Netze spielt es eine große Rolle für die Qualität dieser Ressource. Für die (armen oder arbeitslosen) Bewohner ist vor allem der Kontakt zu Personen, die im Erwerbssystem eingebunden sind wichtig, da diese als Arbeitsvermittler dienen können und leichter materielle Hilfe in einer Notsituation leisten können, als Menschen in einer ähnlichen Lage. Die Heterogenität der Kontaktmöglichkeiten und die Chance auf eine (befristete) Arbeitsstelle hängen insbesondere von der funktionalen Ausrichtung des Quartiers ab. Ein innerstädtisches Viertel, dessen Flächen sowohl zum Wohnen als auch für Handel oder (kleines) Gewerbe genutzt werden, bietet in dieser Hinsicht weit größere Chancen als eine monofunktionale Großwohnsiedlung am Rande der Stadt.

Die institutionellen Angebote, die die soziale Lage der Quartiersbewohner beeinflussen betreffen insbesondere die Verkehrsanbindung (Erreichbarkeit) und das Vorhandensein Schulen, medizinischer Versorgung, Beratungsstellen und Freizeitangeboten in ausreichender Quantität und Qualität. Auch die Wahrnehmung und Beurteilung der Bewohner gegenüber dem Quartier bestimmt ob es ausgrenzende Wirkung hat. Dabei spielt es eine besonders wichtige Rolle inwieweit sich der Einzelne mit anderen Bewohnergruppen identifiziert. Fühlt er sich in seinem sozialen Status überlegen und distanziert sich deshalb von seinem Umfeld verstärkt dies häufig noch das Gefühl der Ausgrenzung. Andererseits kann das Quartier auch einen Filter erzeugen, da es durch seine homogene Zusammensetzung einen Schutzraum vor einer negativen Außenbeurteilung bildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hier wird in das Thema der sozialen Ungleichheit eingeführt und die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodischer Aufbau erläutert.

2 Modernisierung, Globalisierung, funktionale Differenzierung und Netzwerkgesellschaften: Dieses Kapitel verortet die Untersuchung in gesellschaftstheoretischen Ansätzen der Moderne und der Netzwerktheorie.

3 Die europäische Stadt im Wandel: Es wird die historische und aktuelle Entwicklung europäischer Städte hinsichtlich ihrer sozialen Struktur analysiert.

4 Armut und Ausgrenzung: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Armutstypen und beleuchtet die institutionelle und gesellschaftliche Dimension von Ausgrenzung.

5 Ambivalenz der Exklusion: Hier wird der Exklusionsbegriff kritisch hinterfragt und in seinem soziologischen Kontext definiert.

6 Räumliche Segregation benachteiligter Stadtquartiere: Das Kapitel verknüpft theoretische Überlegungen zur räumlichen Segregation mit einer empirischen Fallstudie Hamburger Stadtteile.

7 Slums und informelle Arbeit: Hier erfolgt ein Perspektivwechsel auf die internationale Ebene, wobei die Bedingungen in informellen Siedlungen und Arbeitssektoren untersucht werden.

8 Fazit und Ausblick: Diese abschließenden Gedanken reflektieren die Wirksamkeit politischer Gegenmaßnahmen und diskutieren zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der sozialen Polarisierung.

Schlüsselwörter

Soziale Exklusion, Armut, Globalisierung, Netzwerkgesellschaft, Räumliche Segregation, Stadtentwicklung, St. Pauli, Mümmelmannsberg, Slums, Informeller Sektor, Soziale Ungleichheit, Stadtpolitik, Gentrifizierung, Soziale Polarisierung, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden sozialen Ungleichheit, Ausgrenzung und Exklusion im urbanen Raum sowie deren theoretischen und empirischen Hintergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen von Globalisierung und Modernisierung auf das städtische Leben, die Segregation von Stadtquartieren sowie die Problematik von Slums und informellen Arbeitsmärkten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff der Exklusion im städtischen Kontext zu durchdringen und die Ursachen und Folgen der zunehmenden sozialen Ungleichheit auf nationaler und internationaler Ebene aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Diskurs basierend auf soziologischen Theorien (z.B. Giddens, Luhmann, Castells) und stützt sich empirisch auf Vergleichsstudien und Datenanalysen städtischer Quartiere.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse des städtischen Wandels, die soziologische Betrachtung von Armut und Exklusion sowie den Vergleich zwischen Hamburger Stadtteilen und internationalen Slums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Exklusion, räumliche Segregation, informeller Arbeitsmarkt, städtische Peripherisierung und die Netzwerkgesellschaft.

Welche Hamburger Stadtteile dienen als Fallbeispiel und warum?

St. Pauli und Mümmelmannsberg werden analysiert, da sie die in der Literatur am häufigsten verwendeten Idealtypen benachteiligter Quartiere – das innerstädtische Altbauquartier und die periphere Großwohnsiedlung – repräsentieren.

Welchen Einfluss hat die „piratische Urbanisierung“ auf die Slumbildung?

Die piratische Urbanisierung trägt zur Entstehung von Slums bei, da hier oft durch Bestechung oder faktische Besitzansprüche außerhalb staatlicher Regularien Siedlungen entstehen, deren infrastruktureller Ausbau den Bodenwert sukzessive erhöht.

Fin de l'extrait de 24 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Lokalisierung des Sozialen – Peripherisierung im Städtischen?
Sous-titre
Segregation, Armut und Ausgrenzung in Stadtquartieren
Université
Martin Luther University
Note
1,3
Auteur
Karl Krauss (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
24
N° de catalogue
V121656
ISBN (ebook)
9783640255153
Langue
allemand
mots-clé
Globalisierung Regionalisierung Segregation Slum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karl Krauss (Auteur), 2008, Lokalisierung des Sozialen – Peripherisierung im Städtischen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121656
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint