Die Hausarbeit enthält neben allgemeinen Informationen und Fragestellungen zum Thema Neologismen auch einen Anwendungs- und Analysebereich. In diesem habe ich eine Analyse einer Frauenzeitschrift vorgenommen und die darin vorkommenden Wortneuschöpfungen systematisch auf die Häufigkeit des Erscheinens, die Art der Bildung, deren Funktion und auf den Typ hin untersucht und ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Warum entstehen Neologismen?
3. Arten von Neologismen
4. Probleme der Abgrenzung: Wann ist ein Neologismus keine Wortneuschöpfung mehr?
5. Anwendung und Analyse
5.1. Neologismen in einer Frauenzeitschrift
6. Auswertung und Fazit
7. Literaturnachweis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Neologismen im Deutschen, wobei der Schwerpunkt auf der Entstehung, Klassifizierung und Abgrenzung neuer Wörter liegt. Ziel der Arbeit ist es, durch eine theoretische Fundierung sowie eine praktische Analyse von Begriffen aus einer aktuellen Frauenzeitschrift zu ergründen, wie und warum neue Wortschöpfungen in den alltäglichen Sprachgebrauch integriert werden.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen von Neologismen, Archaismen und Historismen.
- Vergleichende Analyse der Klassifizierungsmodelle von Schaeder sowie Römer und Matzke.
- Diskussion wissenschaftlicher Abgrenzungskriterien zwischen Neologismen und Okkasionalismen.
- Empirische Untersuchung von Wortneubildungen in einer Frauenzeitschrift (Ausgabe Februar 2006).
- Evaluation von Wortbildungsprozessen, insbesondere der Rolle von Komposita und Anglizismen.
Auszug aus dem Buch
Warum entstehen Neologismen?
Bevor die Frage nach der Entstehung von Neologismen in Betracht gezogen werden soll, möchte ich vorerst eine kurze Definition des Terminus „Neologismus“ geben. Bein einem Neologismus handelt es sich kurz gesagt um eine Wortneuschöpfung, also um einen neuen lexikalischen Ausdruck, der neue Denotate oder Sachverhalte bezeichnet. Typisch für Neologismen ist, dass sie für einige Zeit von den Sprechern als neu empfunden werden und dann nach und nach in den alltäglichen Wortschatz und vielleicht sogar in das Wörterbuch aufgenommen werden. Die Beständigkeit einer Wortneuschöpfung hängt jedoch von vielen verschiedenen Faktoren ab, die ich in Punkt 3 dieser Arbeit näher diskutieren werde.
Aber warum entstehen nun ständig neue Wörter? Dies hat vor allem mit der Wandelbarkeit von Sprache zu tun. Wie jeder alle weiß, ist Sprache kein starres Gebilde, sondern befindet sich kontinuierlich im Wandel. Zunehmend veraltende Wörter, so genannte Archaismen, die nur noch äußerst selten und von einer kleineren Sprechergruppe (meist der älteren Generation) gebraucht werden, verschwinden allmählich. Falls im Laufe der Zeit auch das Denotat dieser Archaismen verschwindet, entstehen dann so genannte Historismen. Das sind bereits veraltete Wörter, die niemand mehr im heutigen Sprachgebrauch verwendet, weil es das entsprechende Denotat dazu nicht mehr gibt. Nachdem also ein Archaismus aufgrund seiner fehlenden Aktualität aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängt wurde, ist nun eine Benennungslücke entstanden, die mit einem neuen und vor allem aktuelleren Wort gefüllt wird. Diese neuen Wörter nennt man Neologismen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit als Verschriftlichung eines Seminarreferats.
2. Warum entstehen Neologismen?: Erläuterung der sprachlichen Wandelbarkeit und der Notwendigkeit, durch neue Wörter Benennungslücken zu schließen.
3. Arten von Neologismen: Gegenüberstellung der Einteilungsansätze von Schaeder sowie Römer und Matzke.
4. Probleme der Abgrenzung: Wann ist ein Neologismus keine Wortneuschöpfung mehr?: Diskussion der zeitlichen Dimension und formaler Kriterien zur Identifizierung von Wortneuschöpfungen.
5. Anwendung und Analyse: Durchführung einer empirischen Untersuchung von dreißig ausgewählten Wörtern aus einer Frauenzeitschrift.
5.1. Neologismen in einer Frauenzeitschrift: Detaillierte Analyse der Wortart, Bildungsform und Funktion der untersuchten Begriffe.
6. Auswertung und Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Bestätigung der Tendenz zur Bildung von Komposita.
7. Literaturnachweis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Schlüsselwörter
Neologismus, Wortneuschöpfung, Sprachwandel, Okkasionalismus, Kompositum, Derivation, Linguistik, Sprachwissenschaft, Lexikologie, Frauenzeitschrift, Sprachgebrauch, Benennungslücke, Anglizismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Dynamik der deutschen Sprache und der Entstehung von neuen Wörtern, sogenannten Neologismen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Wortneubildungen, den verschiedenen Typen der Wortbildung und der Abgrenzung von kurzlebigen Gelegenheitsbildungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Entstehungsprozess neuer Begriffe theoretisch zu beleuchten und praktisch anhand einer Medienanalyse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein theoretischer Vergleich existierender linguistischer Ansätze mit einer empirischen Analyse von Wortneubildungen in einer Frauenzeitschrift kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Klassifizierungsmodellen und eine detaillierte Analyse von 30 Beispielen hinsichtlich ihrer Wortart und Funktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Neologismus, Okkasionalismus, Komposition, Sprachwandel und lexikalische Kreativität.
Welche Rolle spielen Komposita in der Untersuchung?
Die Analyse zeigt, dass Komposita die produktivste Form der Wortbildung in der untersuchten Zeitschrift darstellen.
Warum ist die Abgrenzung von Neologismen schwierig?
Die Abgrenzung ist schwierig, da sie subjektiv vom Wortschatz des jeweiligen Sprechers abhängt und durch die zeitliche Entwicklung eines Wortes beeinflusst wird.
Welchen Einfluss haben Anglizismen?
Anglizismen stellen eine bedeutende Gruppe bei Wortneubildungen dar, wobei oft eine Tendenz zur vollständigen Ersetzung deutscher Begriffe erkennbar ist.
Welche Rolle spielt die individuelle Sprachkompetenz?
Die Arbeit stellt fest, dass die Einordnung eines Wortes als "neu" stark von der persönlichen Lese- und Sprecherfahrung des Individuums abhängig ist.
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- Stefanie Warnke (Author), 2006, Veränderungen im Wortschatz der deutschen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121694