Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Región: Europa Occidental

Großbritannien: Westminstermodell und das Auftreten von Koalitionen

Título: Großbritannien: Westminstermodell und das Auftreten von Koalitionen

Trabajo , 2008 , 31 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Albrecht Steinmüller (Autor)

Política - Región: Europa Occidental
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die hier vorliegende Hausarbeit: „Großbritannien: Westminster-Modell und das Auftreten von Koalitionen“ kann grob in zwei Teile gegliedert werden:
Zuerst werden Grundzüge der britischen Verfassung sehr allgemein umrissen. Darauffolgend werden das Westminster-Modell und sein Aufbau beschrieben mit den dazugehörenden Verfassungsorganen Krone, Premierminister und Kabinett, Oberhaus sowie Unterhaus verbunden mit deren Machtbefugnissen. Abschließend kommt es zu einer kritischen Betrachtung des Westminster-Modells.
Der zweite Teil behandelt das britische Wahl- und vor allem das Parteiensystem. Die drei großen Parteien in Großbritannien (Konservative, Liberale, Labours) werden vorgestellt und ihre Entwicklung aufgezeigt. So wird im Zusammenhang mit der Entwicklung der Parteien unter anderem auf die Fragen des Ausdrucks „Lib-Labs“, und wie sich dieses Phänomen aus der Zeit vor der Gründung der Labour Party in die Behandlung von Koalitionen einfügt, näher eingegangen. Desweiteren kommt es zur Betrachtung der Regierungen in der Zwischenkriegszeit und auf welchen Konstellationen diese beruhen.
Am Ende der Arbeit folgt eine genauere Betrachtung des Zweiparteiensystems im Westminster-Modell in Großbritannien und der Situationen, als keine der beiden großen Parteien eine eindeutige Mehrheit im britischen Parlament zu verzeichnen hatte. Es werden die Kriegskoalitionen, die sich im Ersten und Zweiten Weltkrieg bildeten, beschrieben, Mehrheitsregierungen mit nur einer knappen Mehrheit sowie Minderheitsregierungen, wie sie sich beispielsweise im Zeitraum 1976 bis 1979 zeigten. Zudem wird aufgezeigt, wie sich Harold Wilson und James Callaghan in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts die Mehrheiten sicherten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der britischen Verfassung

3. Das Westminster-Modell

3.1 Die Krone

3.2 Der Premierminister und sein Kabinett

3.3 Das Oberhaus

3.4 Das Unterhaus

4. Kritik am Westminster-Modell

5. Das britische Parteien- und Wahlsystem

5.1 Das britische Wahlsystem

5.2 Das britische Parteiensystem

5.2.1 Die Conservative Party

5.2.2 Die Liberal Democratic Party

5.2.3 Die Labour Party

6. Abweichungen vom Zweiparteiensystem im Westminster - Modell in Großbritannien

6.1 Koalitionen in Kriegs- und Krisenzeiten

6.1.1 Situation der Regierung während des ersten Weltkriegs

6.1.2 Nationale Koalition

6.1.3 Situation der Regierung während des zweiten Weltkriegs

6.2 Die Minderheitsregierung – „hung parliament“

6.2.1 Politische Entwicklungen 1974 bis 1979 und der Lib-Lab-Pakt

6.2.2 Weitere Minderheitsregierungen

7. Abschließende Betrachtung des Westminster-Modells und das Auftreten verschiedener Regierungen

8. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das britische Westminster-Modell und analysiert, unter welchen Bedingungen es zu Abweichungen vom klassischen Zweiparteiensystem – etwa durch Koalitionen oder Minderheitsregierungen – kommt.

  • Struktur und Funktionsweise des Westminster-Modells
  • Analyse des britischen Wahl- und Parteiensystems
  • Kritische Würdigung der britischen Regierungsform
  • Untersuchung von Koalitionen in Kriegs- und Krisenzeiten
  • Analyse von Minderheitsregierungen (hung parliament) und dem Lib-Lab-Pakt

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Krone

Die Krone steht an der Spitze der Regierung Großbritanniens und repräsentiert die Einheit des Staates und die Kontinuität seiner Geschichte, übt jedoch keine reale politische Macht mehr aus.

In der Monarchie, die eine Personifizierung des Staates darstellt, laufen die drei Staatsgewalten nach britischem Verfassungsverständnis zusammen. Die Königin gibt als „Queen in Paliament“ Gesetze, als „Queen in Council“ leitet sie die Politik des Landes und als „Queen in Banco“ wird in ihrem Namen die Judikative durchgesetzt. Jedoch besitzt die Krone in den zuvor benannten Bereichen nur noch formelle Kompetenzen, das heißt also, dass sie über keine materielle Macht mehr verfügt. So wird der Premierminister in der Regel nicht frei nach den politischen Vorstellungen der Monarchin ernannt, sondern „vielmehr hat die Königin diejenige Person zum Premierminister zu ernennen, der im Unterhaus eine Mehrheit sicher ist“ [KASTNING(1991): S. 380 f.].

Zudem tritt die Königin bei der alljährlichen Parlamentseröffnung auf, um den Text zu verlesen, der ihr vom Premierminister vorgegeben ist. Auch andere Möglichkeiten der aktiven politischen Einmischung sind obsolet geworden, wie zum Beispiel das königlich - gesetzlicheVetorecht bei der Ernennung und Entlassung von Ministern und anderen Regierungsmitgliedern. In jedem Fall hat der regierende Monarch den Vorschlägen des Premierministers Folge zu leisten [vgl. KASTNING(1991): S. 380 f.; STURM (1994): S. 192 f.].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Hausarbeit stellt den Aufbau und die kritische Betrachtung des Westminster-Modells dar und untersucht die historische Entwicklung des britischen Parteiensystems sowie Ausnahmen vom Zweiparteiensystem.

2. Grundzüge der britischen Verfassung: Dieses Kapitel erläutert den evolutionären Prozess der britischen Verfassung, die sich aus geschriebenen und ungeschriebenen Elementen zusammensetzt.

3. Das Westminster-Modell: Hier werden die zentralen Organe des Systems – Krone, Premierminister, Kabinett, Oberhaus und Unterhaus – sowie deren Kompetenzen und Funktionen beschrieben.

4. Kritik am Westminster-Modell: Das Kapitel analysiert die Fusion von legislativen und exekutiven Funktionen und thematisiert das Fehlen von effektiven föderalistischen Gegenmächten.

5. Das britische Parteien- und Wahlsystem: Es wird das Mehrheitswahlrecht beleuchtet und die historische Entwicklung der drei großen Parteien (Konservative, Liberale, Labour) dargestellt.

6. Abweichungen vom Zweiparteiensystem im Westminster - Modell in Großbritannien: Dieses Kapitel untersucht Krisenzeiten und Minderheitsregierungen, in denen das typische Zweiparteiensystem ausgesetzt oder modifiziert wurde.

7. Abschließende Betrachtung des Westminster-Modells und das Auftreten verschiedener Regierungen: Eine zusammenfassende Reflexion über die Stabilität des Systems und die Seltenheit von echten Koalitionen im Vergleich zu Deutschland.

8. Abbildungen: Eine Sammlung grafischer Darstellungen der britischen Staatsorgane, der Monarchie und statistischer Wahldaten.

Schlüsselwörter

Westminster-Modell, Großbritannien, Britische Verfassung, Mehrheitswahlrecht, Zweiparteiensystem, Premierminister, Kabinett, Minderheitsregierung, Koalition, Conservative Party, Liberal Party, Labour Party, hung parliament, Lib-Lab-Pakt, Parlamentssouveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur und Funktion des britischen Westminster-Modells sowie die historische Entwicklung und die Ausnahmen vom dort dominierenden Zweiparteiensystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der britischen Verfassung, der Rolle der Verfassungsorgane (Krone, Parlament, Regierung) und der Entwicklung des britischen Parteiensystems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Westminster-Modell kritisch zu beleuchten und zu klären, unter welchen spezifischen Umständen, wie Kriegen oder wirtschaftlichen Krisen, das sonst übliche Zweiparteiensystem aufgebrochen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-vergleichende Literaturanalyse, um die politischen Strukturen Großbritanniens und deren Wandel über das 20. Jahrhundert hinweg aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der staatlichen Institutionen, die Analyse der Parteienlandschaft und eine detaillierte Untersuchung von Koalitionen und Minderheitsregierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Westminster-Modell, Zweiparteiensystem, Mehrheitswahlrecht, Minderheitsregierung und die drei großen Parteien definieren.

Was unterscheidet das Westminster-Modell in Krisenzeiten vom Normalbetrieb?

Im Normalbetrieb ist das System auf die Dominanz einer Partei ausgelegt; in Krisenzeiten (z.B. Weltkriege) zeigt das System eine Flexibilität, die zur Bildung von Allparteienregierungen oder Koalitionen führt.

Was war die Besonderheit des Lib-Lab-Pakts zwischen 1977 und 1978?

Der Lib-Lab-Pakt war ein parlamentarisches Abkommen, bei dem die Liberalen die Labour-Regierung stützten, ohne jedoch als vollwertige Koalitionspartner in das Kabinett einzutreten, was als "tolerierte Minderheitsregierung" beschrieben wird.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Großbritannien: Westminstermodell und das Auftreten von Koalitionen
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie )
Curso
Wahl-, Parlaments- und Regierungskoalitionen in westlichen Demokratien
Calificación
3,0
Autor
Albrecht Steinmüller (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
31
No. de catálogo
V121765
ISBN (Ebook)
9783640264544
ISBN (Libro)
9783640264810
Idioma
Alemán
Etiqueta
Großbritannien Westminstermodell Auftreten Koalitionen Wahl- Parlaments- Regierungskoalitionen Demokratien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Albrecht Steinmüller (Autor), 2008, Großbritannien: Westminstermodell und das Auftreten von Koalitionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121765
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  31  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint