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Der Briand-Kellogg-Pakt und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik

Titre: Der Briand-Kellogg-Pakt und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2000 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Diplom-Politikwissenschaftler Dennis Buchner (Auteur)

Histoire de l'Europe - Époque guerres mondiales
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Das 20.Jahrhundert begann mit Friedensbemühungen, die in den Haager Friedenskonferenzen ihren Ausdruck fanden. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, einen dauerhaften Frieden zu erreichen. 1914 kam es zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, des bis dahin verhängnisvollsten Krieges in der Weltgeschichte. Erstmals hatten sich alle wichtigen Mächte der Welt in Kampfhandlungen begeben. Erhebliche Zerstörungen und Hunderttausende Opfer waren die Folge.

Nach den schrecklichen Erfahrungen des Krieges waren die Mächte umso bemühter, künftig Kriege zu verhindern. Die Gründung des Völkerbundes auf Initiative u.a. des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson ist dafür ein Ausdruck.

Den mangelhaften Möglichkeiten des Völkerbundes zu Sanktionen gegenüber Aggressoren greifen zu können und den Problemen der Organisation, wichtige Staaten nicht zu den Teilnehmern zu zählen, sollte eine Initiative der Außenminister von Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika entgegen treten. Aristide Briand und Frank Kellogg handelten ein Abkommen aus, welches als „Kriegsächtungspakt“ oder „Briand-Kellogg-Pakt“ weltweite Beachtung fand und Krieg als Mittel nationaler Politik ächtete.


Die Entwicklung bis zum Jahr 1928 ..4
Ansätze weltweiter Friedenspolitik 5
Der Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes 5
Die französische Initiative 6
Die Verhandlungen über den Kriegsächtungspakt 7
Französisch-amerikanischer Notenwechsel 8
Die Reaktionen Großbritanniens und Deutschlands 9
Die Schlussphase der Verhandlungen 10
Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt 11
Litvinov-Protokoll 13

Schlußbemerkung 14
Literaturverzeichnis 15


Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Entwicklung bis zum Jahr 1928

2.2 Ansätze weltweiter Friedenspolitik

2.3 Der Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes

2.4 Die französische Initiative

2.5 Die Verhandlungen über den Kriegsächtungspakt

2.6 Französisch-amerikanischer Notenwechsel

2.7 Die Reaktionen Großbritanniens und Deutschlands

2.8 Die Schlussphase der Verhandlungen

2.9 Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt

2.10 Litvinov-Protokoll

3. Schlußbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des Briand-Kellogg-Pakts von 1928 unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik. Dabei wird analysiert, wie trotz der offiziell proklamierten Friedensziele divergierende nationale Interessen der beteiligten Mächte die Verhandlungen beeinflussten und welche diplomatische Rolle der Sowjetunion im Kontext dieses Paktes zukam.

  • Die historische Genese des Briand-Kellogg-Pakts als Instrument der Kriegsächtung
  • Die diplomatischen Spannungsfelder zwischen Frankreich, den USA und Deutschland
  • Die strategische Neuausrichtung der sowjetischen Außenpolitik unter Stalin
  • Die Bedeutung des Litvinov-Protokolls für die sowjetische Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt

Mit der Machtübernahme durch Stalin setzte sich ein neues Ziel der sowjetischen Außenpolitik durch. Die eigene innere Sicherheit (kollektive Sicherheit) sollte nun Priorität haben („Primat der Innenpolitik“), damit der innere Umwandlungsprozess abgeschirmt vonstatten gehen könne.

Damit hatte sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es vorerst keine kommunistische Weltrevolution geben könne und es nun gelte, den das sozialistische Modell im eigenen Land zu festigen und es anderen sozialistischen Parteien und der internationalen Arbeiterbewegung überzeugend vorzuleben.

Außenpolitisch setzte sich das von Stalin erstmals 1925 verkündete „Prinzip der Koexistenz“ durch, welches besagte, dass ein „Nebeneinander der beiden entgegengesetzten Systeme“ möglich sei.

Wesentlicher Träger der Außenpolitik wurde Maksim Litvinov, der seit 1927 zunehmend die Aufgaben des kranken Außenkommissars Cicerin übernahm, bevor er am 21.Juli 1930 selbst dieses Amt übertragen bekam.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der Friedensbemühungen nach dem Ersten Weltkrieg und die Zielsetzung der Arbeit unter Nutzung primärquellenbasierter Literatur.

Die Entwicklung bis zum Jahr 1928: Analyse der internationalen Isolation der Sowjetunion und Deutschlands nach 1918 sowie die Bedeutung des Vertrags von Rapallo als erste diplomatische Aufwertung.

Ansätze weltweiter Friedenspolitik: Darstellung der Mängel des Völkerbundes und die Notwendigkeit eines übergreifenden Kriegsächtungspaktes.

Der Briand-Kellogg-Pakt als Erweiterung der Idee des Völkerbundes: Untersuchung der zufälligen Entstehung des Paktes und des französischen Sicherheitsbedürfnisses.

Die französische Initiative: Analyse der Botschaft Briands und der Motivation Frankreichs zur Ächtung des Krieges als politisches Mittel.

Die Verhandlungen über den Kriegsächtungspakt: Erläuterung der schwierigen diplomatischen Verhandlungen und der Verzögerungstaktik der USA.

Französisch-amerikanischer Notenwechsel: Analyse der Noten Kelloggs zur Ausweitung des bilateralen Abkommens auf eine multilaterale Ebene.

Die Reaktionen Großbritanniens und Deutschlands: Beschreibung der unterschiedlichen diplomatischen Haltungen und der Rolle Deutschlands als Vermittler.

Die Schlussphase der Verhandlungen: Zusammenfassung des Durchbruchs bei den Verhandlungen und der Unterzeichnung des Paktes durch die Signatarmächte.

Die sowjetische Außenpolitik und die Haltung zum Briand-Kellogg-Pakt: Analyse der zwiespältigen sowjetischen Haltung und deren Wunsch nach internationaler Anerkennung.

Litvinov-Protokoll: Erläuterung des Moskauer Protokolls als außenpolitischen Erfolg zur frühzeitigen Inkraftsetzung des Briand-Kellogg-Paktes.

Schlußbemerkung: Fazit über die begrenzte Wirksamkeit des Paktes angesichts späterer Aggressionen und die Bedeutung für die sowjetische Diplomatie.

Schlüsselwörter

Briand-Kellogg-Pakt, Kriegsächtung, Sowjetunion, Außenpolitik, Litvinov-Protokoll, Kollektive Sicherheit, Völkerbund, Diplomatie, Frankreich, USA, Deutschland, Koexistenz, Weltrevolution, Rapallo-Vertrag, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die diplomatischen Prozesse hinter der Entstehung des Briand-Kellogg-Pakts von 1928 und fokussiert sich dabei insbesondere auf die Rolle und die strategischen Überlegungen der Sowjetunion.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Zentral sind die Friedensbemühungen der Zwischenkriegszeit, die Rolle der internationalen Mächtekonstellationen, die diplomatische Praxis zwischen den USA und Frankreich sowie die sowjetische Sicherheitsstrategie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie kontrovers die Verhandlungen trotz der idealistischen Zielsetzung der Kriegsächtung verliefen und welchen diplomatischen Stellenwert die Sowjetunion durch das Litvinov-Protokoll erlangen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Standardwerken, Dissertationen und Primärquellen wie diplomatischen Protokollen und Notenwechseln basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den Ursprüngen der Friedenspolitik über die komplexen Verhandlungsphasen zwischen den westlichen Mächten bis hin zur verspäteten, aber strategisch genutzten Einbindung der Sowjetunion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Kriegsächtungspakt, Kollektive Sicherheit, sowjetische Außenpolitik, diplomatischer Notenwechsel und das Litvinov-Protokoll definieren.

Warum wird der Briand-Kellogg-Pakt in der Schlussbetrachtung kritisch bewertet?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Pakt ein „Muster ohne Wert“ blieb, da er keine wirksamen Sanktionen gegen Aggressoren enthielt und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nur elf Jahre später nicht verhindern konnte.

Welche Rolle spielte das Litvinov-Protokoll für die sowjetische Diplomatie?

Es diente als „Trumpfkarte“, um das Ansehen der Sowjetunion zu erhöhen und durch die vorzeitige Inkraftsetzung des Paktes im regionalen Kontext die anderen Unterzeichnerstaaten unter diplomatischen Zugzwang zu setzen.

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Résumé des informations

Titre
Der Briand-Kellogg-Pakt und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik
Université
University of Bonn  (Historisches Seminar)
Cours
Sowjetische Außenpolitik
Note
2,0
Auteur
Diplom-Politikwissenschaftler Dennis Buchner (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
15
N° de catalogue
V12177
ISBN (ebook)
9783638181235
Langue
allemand
mots-clé
Briand Kellogg Sowjetunion Litvinov Außenpolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Politikwissenschaftler Dennis Buchner (Auteur), 2000, Der Briand-Kellogg-Pakt und das Litvinov-Protokoll unter besonderer Berücksichtigung der sowjetischen Außenpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12177
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Extrait de  15  pages
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