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Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show"

Title: Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion  am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show"

Thesis (M.A.) , 2008 , 84 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Magister Germanistik, Philosophie, Arbeits- und Organisationspsychologie Désirée Egger (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Besteht die Möglichkeit fundierter Erkenntnis einer objektiven Realität neben
unserer subjektiven Wirklichkeit oder entfernen wir uns als Rezipienten
zunehmend von der Möglichkeit einer „wahren“ Wahrnehmung? Derartige
Fragen beschäftigen bis heute Philosophen und Forscher. Stand in den älteren
Ansätzen Sokrates‘, Platons und Aristoteles‘ noch die Natur als ein dem
Menschen übergeordnetes „transzendente[s], metaphysische[s] Reich“1 im
Mittelpunkt der Betrachtung, so liegt der Fokus in der heutigen postmodernen
Zeit auf dem unaufhaltsamen Aufstieg der Medienkultur.2 Diese
medienkulturelle Entwicklung globalen Ausmaßes führt dazu, dass das, was
wir als Realität bezeichnen, mit unmittelbaren Anschauungen der Natur nur
noch wenig zu tun hat.
Der Anstieg medial vermittelter Wirklichkeit bewirkt, dass unsere Realität
schleichend zu einem Fiktionskonstrukt wird, ohne dass die Rezipienten,
Zuschauer oder Leser diese Veränderung bewusst wahrnehmen. Dieses
Infiltrieren einer Scheinwelt „zwischen [das] Subjekt, den wahrnehmenden,
[rezipierenden] Menschen, und [das] Objekt, [demnach der] Wirklichkeit“3
bewirkt ein Verschwimmen der Grenze zwischen Fiktion und Realität, womit
sich die Schwierigkeit ergibt, zwischen Wirklichkeit und deren Abbild, der
simulierten Wirklichkeit, bewusst zu differenzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zwischen Wahrheit und Fiktion

2. Big Fish

2.1 Einleitung

2.2 Inhalt

2.3 Entschlüsselung der Verschlüsselung

2.3.1 Produzent und Rezipient

2.3.2 Drei Arten, die mediale Welt zu lesen

2.3.3 Zwischen Polysemie und Interpretationsvariabilität

2.4 Doppelte Wahrheit - Objektivität versus Subjektivität

2.5 Edward Bloom – ein Leben, viele Geschichten

2.5.1 Zwischen Phantasie und Fakten

2.5.2 Zwischen Erinnerung und Konstruktion

2.5.2.1 Das autobiographische Gedächtnis

2.5.2.2 Das Familiengedächtnis

2.6 Dialektik des Märchenerzählens

2.6.1 Zwischen Fiktion und Diktion

2.6.2 Märchenerzähler – Geschichtsscheiber oder Dichter

2.7 Schlusswort

3. Die Truman Show

3.1 Einleitung

3.2 Inhalt

3.3 Konstruktivismus – Zwischen Realität und Fiktion

3.3.1 Die Bausteine unserer Realität

3.3.2 Irritationen der eigenen Realität

3.3.3 Objektive Realität versus subjektive Wirklichkeit

3.4 Die manipulative Macht der Medien

3.4.1 Die mediale Grenze zwischen Sein und Schein

3.4.2 Reality-TV – Realität als Fiktion oder Fiktion als Realität?

3.5 Der mediatisierte Blick

3.5.1 Das reziproke Verhältnis von Medien und Medienrezeption

3.5.2 Die Wirklichkeit der Zuschauer – ein Abbild der Realität?

3.6 Schlusswort

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Realität und Fiktion in der modernen Medienkultur anhand der Filme "Big Fish" und "Die Truman Show". Dabei wird analysiert, wie Mediatisierung die Wahrnehmung des Menschen beeinflusst und ob eine klare Unterscheidung zwischen objektiver Wirklichkeit und medial konstruierter Scheinwelt noch möglich ist.

  • Konstruktivismus und die subjektive Wahrnehmung von Realität
  • Die Rolle von Medien als Produzenten von Wirklichkeit statt bloßer Abbildungen
  • Mechanismen der Manipulation und Authentizitätsinszenierung im Reality-TV
  • Einfluss von Gedächtnis und Erzählstrukturen auf die Lebensgeschichte
  • Das reziproke Abhängigkeitsverhältnis zwischen Produzenten und Rezipienten

Auszug aus dem Buch

1. Zwischen Wahrheit und Fiktion

Besteht die Möglichkeit fundierter Erkenntnis einer objektiven Realität neben unserer subjektiven Wirklichkeit oder entfernen wir uns als Rezipienten zunehmend von der Möglichkeit einer „wahren“ Wahrnehmung? Derartige Fragen beschäftigen bis heute Philosophen und Forscher. Stand in den älteren Ansätzen Sokrates‘, Platons und Aristoteles‘ noch die Natur als ein dem Menschen übergeordnetes „transzendente[s], metaphysische[s] Reich“ im Mittelpunkt der Betrachtung, so liegt der Fokus in der heutigen postmodernen Zeit auf dem unaufhaltsamen Aufstieg der Medienkultur. Diese medienkulturelle Entwicklung globalen Ausmaßes führt dazu, dass das, was wir als Realität bezeichnen, mit unmittelbaren Anschauungen der Natur nur noch wenig zu tun hat.

Der Anstieg medial vermittelter Wirklichkeit bewirkt, dass unsere Realität schleichend zu einem Fiktionskonstrukt wird, ohne dass die Rezipienten, Zuschauer oder Leser diese Veränderung bewusst wahrnehmen. Dieses Infiltrieren einer Scheinwelt „zwischen [das] Subjekt, den wahrnehmenden, [rezipierenden] Menschen, und [das] Objekt, [demnach der] Wirklichkeit“ bewirkt ein Verschwimmen der Grenze zwischen Fiktion und Realität, womit sich die Schwierigkeit ergibt, zwischen Wirklichkeit und deren Abbild, der simulierten Wirklichkeit, bewusst zu differenzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zwischen Wahrheit und Fiktion: Einleitung in die philosophische und medienwissenschaftliche Problematik der zunehmenden Vermischung von objektiver Realität und medial erzeugten Fiktionskonstrukten.

2. Big Fish: Analyse der Lebensgeschichte Edward Blooms als Beispiel für das Fiktionalisieren der eigenen Realität und die Bedeutung von Gedächtnis und Kommunikation.

3. Die Truman Show: Untersuchung der manipulativen Macht des Reality-TV und der Auswirkungen auf die individuelle Wahrnehmung und Identität innerhalb eines medial inszenierten Lebens.

4. Schluss: Synthese der Ergebnisse, die das reziproke Abhängigkeitsverhältnis von Realität und Fiktion betont und den Wandel des Wirklichkeitsverständnisses im 21. Jahrhundert reflektiert.

Schlüsselwörter

Mediennutzung, Realität, Fiktion, Mediatisierung, Konstruktivismus, Wirklichkeitskonstruktion, Reality-TV, Identitätsbildung, Authentizität, Kommunikation, Rezipient, Gedächtnis, Fiktionalisierung, Wahnehmung, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verschwimmen der Grenzen zwischen Realität und Fiktion in der modernen, mediatisierten Gesellschaft und wie sich dies auf unsere Wahrnehmung auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Mediatisierung der Alltagswelt, die subjektive Konstruktion von Wirklichkeit, die psychologische Rolle des Erinnerns und die manipulative Funktion des modernen Fernsehens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Filme "Big Fish" und "Die Truman Show" aufzuzeigen, wie Medien unsere Vorstellung von Realität prägen und ob eine Unterscheidung zwischen Sein und Schein heute noch möglich ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt medienwissenschaftliche Modelle, insbesondere das Encoding/Decoding-Modell von Stuart Hall, sowie konstruktivistische Theorien zur Wirklichkeitswahrnehmung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von "Big Fish" hinsichtlich biographischer Konstruktionen und eine Untersuchung von "Die Truman Show" bezüglich medialer Inszenierung und Voyeurismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediatisierung, Konstruktivismus, Authentizität, Wirklichkeitskonstruktion und das Spannungsfeld zwischen objektiver Realität und subjektiver Erfahrung.

Wie unterscheidet sich die mediale Realitätswahrnehmung in den beiden Filmen?

Während in "Big Fish" die subjektive Fiktionalisierung zur Sinnstiftung des eigenen Lebens durch den Protagonisten im Vordergrund steht, zeigt "Die Truman Show" eine von außen gesteuerte, totale mediale Manipulation des Protagonisten durch die Regie.

Welche Rolle spielt das Gedächtnis bei der Konstruktion von Realität?

Das Gedächtnis wird als aktiver, konstruktiver Prozess verstanden, der Erinnerungen fiktionalisiert und anpasst, um eine stimmige Identität und Kommunikation zu ermöglichen, wobei die Quelle oft verwechselt wird ("Quellenamnesie").

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Details

Title
Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show"
College
LMU Munich  (Institut für deutsche Philologie)
Grade
2,3
Author
Magister Germanistik, Philosophie, Arbeits- und Organisationspsychologie Désirée Egger (Author)
Publication Year
2008
Pages
84
Catalog Number
V121794
ISBN (eBook)
9783640263592
Language
German
Tags
Mediennutzung Realität Fiktion Beispiel Filmen Fish Truman Show
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Germanistik, Philosophie, Arbeits- und Organisationspsychologie Désirée Egger (Author), 2008, Mediennutzung zwischen Realität und Fiktion am Beispiel von den Filmen "Big Fish" und "Die Truman Show", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121794
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