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Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet

Ausarbeitung zur Exkursion zur Hochgebirgsökologie 31.08.07-07.09.07 in der Schweiz

Title: Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet

Presentation (Elaboration) , 2007 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Gräf (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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„Neue Pärke vom Parlament beschlossen – jetzt geht es richtig los!“
So schreibt zumindest Pro Natura im Pro Natura Communiqué vom 6. Oktober 2006. Gemeint damit ist eine Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes der Schweiz, bei der die Naturschutzorganisation Pro Natura maßgeblich mit beteiligt war. Es soll damit einfacher werden neue Naturpärke zu schaffen und die bisherigen zu erhalten und fördern. Die Einteilung der schützenswerten Naturgebiete in Nationalpark, regionalen Naturpark und Naturerlebnispark schaffen neue Möglichkeiten, den Naturschutz auch kleinräumig gesetzlich zu verankern. Ganz wichtig ist es in solchen Naturgebieten, den Schutz von Landschaften und Lebensräumen mit der Entwicklung der Region zu koppeln, die Bevölkerung (und insbesondere auch der Tourismus) sollen der Natur nicht schaden, sondern aktiv zu deren Schutz beitragen. Dies ist nur möglich, wenn die Naturpotentiale so genutzt werden können, dass die Bevölkerung aus der nachhaltigen Nutzung für Wirtschaft und Tourismus Vorteile ziehen kann und der Naturschutz mit mehr Arbeitsplätzen und Wohlstand ‚belohnt’ wird. Dafür sind eine Reihe von Maßnahmen möglich und nötig, die sich auf unterschiedlichen Ebenen befinden, so muss auf unterster Ebene einfach Aufklärung betrieben werden, auf mittlerer Ebene kann beispielsweise ein regionales Label aufgebaut werden und auf oberster Ebene sind grundlegende Gesetze zum Schutz der Natur nötig, die die Bewirtschaftung in Richtung der Nachhaltigkeit verändern.
Diese Arbeit ist eine schriftliche Ausarbeitung eines Referates zu einer Exkursion zur Hochgebirgsökologie in der Schweiz im September 2007.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmenbedingungen im Naturparkgebiet

3. Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet

3.1 Naturnahe land-, forst-, und wasserwirtschaftlicher Methoden fördern

3.2 Regionale Vermarktung stärken

3.3 Kulturelles Erbe schützen

3.4 Nachhaltigen Tourismus erweitern

3.5 Bevölkerung in Entscheidungsfindungen integrieren

3.6 Umweltbewusstsein unter den Touristen und bei der Bevölkerung stärken

4. Bezug zum geplanten Naturpark im Simplon

5. Schluss/Fazit

6. Quellen

6.1 Internetquellen

6.2 Abbildungen

6.3 Tabellen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Strategien zu erörtern, wie die lokale Bevölkerung erfolgreich in die Entwicklung und den Betrieb von Naturparkgebieten eingebunden werden kann, um eine nachhaltige regionale Entwicklung zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Akzeptanz und aktive Unterstützung der Bewohner für ein solches Schutzprojekt zu gewinnen.

  • Integration der Bevölkerung in den Entscheidungsfindungsprozess von Naturparks.
  • Förderung nachhaltiger Wirtschaftsformen (Land-, Forst- und Wasserwirtschaft).
  • Stärkung der regionalen Identität durch Vermarktung und Erhalt des kulturellen Erbes.
  • Sensibilisierung von Touristen und Einheimischen für Umweltbelange durch Bildungsmaßnahmen.
  • Analyse der spezifischen Herausforderungen im geplanten Naturparkgebiet Simplon.

Auszug aus dem Buch

3.3 Kulturelles Erbe schützen

Wichtig für einen sinnvollen Einbezug der Bevölkerung in das Naturparkgebiet ist es auch, deren kulturellen Besonderheiten, also Sprache, Brauchtum, Architektur zu respektieren und -mehr noch- zu erhalten und bewahren. So behält die Region ihre Einzigartigkeit. Es genügt allerdings nicht, das kulturelle Erbe nur ‚von außen’ zu schützen, wenn die Bevölkerung kein Bewusstsein für die und kein Interesse an den Besonderheiten der eigenen Region für wichtig hält, sind diese nur schwer zu wahren. Doch durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist es oft einfacher, bewusst die Gegenwart und Zukunft zu gestalten, das gilt insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit. Deshalb sollte das kulturelle Erbe nicht aus den Augen verloren werden, es hängt zudem auch stark mit dem Naturerbe der Region zusammen.

Abbildung 5 zeigt eine Almhütte oberhalb von Simplon-Dorf, deren Dach mit typischen Steinplatten gedeckt ist. Häufig wurden in letzter Zeit hier und im Dorf andere Dachformen verwendet, die zwar günstiger zu errichten sind, jedoch sich nicht optimal in die Landschaft einfügen. Mittlerweile gibt es feste Regelungen, so dass zumindest bei Renovierungen und Neubauten auf einen Erhalt des typischen Bildes geachtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzlichen Grundlagen zur Schaffung von Naturpärken in der Schweiz und betont die Notwendigkeit, Naturschutz mit regionaler Entwicklung zu verknüpfen.

2. Rahmenbedingungen im Naturparkgebiet: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Typen von Schutzgebieten, wie Nationalpärke und regionale Naturpärke, und umreißt ihre Funktion als Lebens- und Wirtschaftsraum.

3. Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet: Hier werden konkrete Handlungsfelder aufgezeigt, um die lokale Akzeptanz zu fördern, darunter nachhaltiges Wirtschaften, regionales Marketing und Umweltbildung.

3.1 Naturnahe land-, forst-, und wasserwirtschaftlicher Methoden fördern: Das Kapitel erläutert die Bedeutung traditioneller Bewirtschaftung für den Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft sowie die Problematik von Übernutzung.

3.2 Regionale Vermarktung stärken: Es wird dargelegt, wie regionale Marken und Labels zur Identifikation der Bevölkerung beitragen und ökonomische Vorteile für die Region generieren können.

3.3 Kulturelles Erbe schützen: Dieses Kapitel betont, dass der Schutz von Sprache, Brauchtum und Architektur essentiell für die Bewahrung der regionalen Einzigartigkeit und Nachhaltigkeit ist.

3.4 Nachhaltigen Tourismus erweitern: Hier wird diskutiert, wie der Tourismus als wirtschaftlicher Faktor genutzt werden kann, ohne die ökologische Kapazität und die Sozialstrukturen des Gebiets zu überlasten.

3.5 Bevölkerung in Entscheidungsfindungen integrieren: Das Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit, lokale Akteure in Entscheidungsprozesse einzubinden, um Interessen abzustimmen und Konflikte zu minimieren.

3.6 Umweltbewusstsein unter den Touristen und bei der Bevölkerung stärken: Es werden Methoden der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltpädagogik vorgestellt, um ein nachhaltiges Verständnis bei allen Zielgruppen zu wecken.

4. Bezug zum geplanten Naturpark im Simplon: Anhand des Fallbeispiels Simplon wird aufgezeigt, welche Widerstände in der Bevölkerung existieren und warum Öffentlichkeitsarbeit für den Projekterfolg kritisch ist.

5. Schluss/Fazit: Das Fazit resümiert, dass die erfolgreiche Implementierung eines Naturparks zwingend auf dem freiwilligen Engagement und der Überzeugung der lokalen Bevölkerung basieren muss.

Schlüsselwörter

Naturpark, Bevölkerungseinbezug, nachhaltige Entwicklung, Regionalmarketing, Schweizer Alpen, Naturschutzgesetz, kulturelles Erbe, nachhaltiger Tourismus, Simplon, Umweltbewusstsein, Landschaftsschutz, Almwirtschaft, Partizipation, regionale Identität, Inwertsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Herausforderung, wie die lokale Bevölkerung bei der Einrichtung und dem Betrieb von Naturparken eingebunden werden kann, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die naturnahe Bewirtschaftung, die regionale Vermarktung, den Schutz des kulturellen Erbes, nachhaltigen Tourismus sowie die aktive Beteiligung der Bevölkerung an Entscheidungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Strategien und notwendige Maßnahmen zu identifizieren, um die Akzeptanz der Bewohner für Naturparkprojekte zu erhöhen und Reibungspunkte zwischen Naturschutzvorgaben und lokalen Interessen abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch eigene Beobachtungen und Gespräche während einer Exkursion im Simplongebiet ergänzt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Maßnahmen für Naturparke und deren praktische Anwendung bzw. Übertragung auf die konkrete Situation im geplanten Naturpark Simplon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Naturpark, Partizipation, nachhaltige Entwicklung, regionale Identität, Simplon und Umweltbildung.

Warum gibt es im Simplongebiet Widerstände gegen den geplanten Naturpark?

Ein Teil der Bevölkerung befürchtet eine „Käseglocken“-Mentalität, bei der durch einengende Vorschriften die Freiheit zum eigenständigen Handeln eingeschränkt wird und der erwartete wirtschaftliche Nutzen hinter den Pflichten zurückbleibt.

Welche Rolle spielt die Kommunikation für den Erfolg eines Naturparkprojekts?

Die Kommunikation ist laut Autor das wesentliche Element, um Konflikte zu vermeiden. Ohne eine großflächig vorhandene Überzeugung innerhalb der Bevölkerung droht das gesamte Projekt zu scheitern, da der Wunsch zur Umsetzung aus der Bevölkerung selbst kommen muss.

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Details

Title
Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet
Subtitle
Ausarbeitung zur Exkursion zur Hochgebirgsökologie 31.08.07-07.09.07 in der Schweiz
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Geographie und Geoökologie)
Course
Exkursion: Naturpark SIMPLON Schweiz
Grade
1,0
Author
Sebastian Gräf (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V121806
ISBN (eBook)
9783640260430
Language
German
Tags
Maßnahmen Einbezug Bevölkerung Naturparkgebiet Exkursion Naturpark SIMPLON Schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Gräf (Author), 2007, Maßnahmen zum Einbezug der Bevölkerung in einem Naturparkgebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121806
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