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Kamikaze Biker - eine Rezension

Titel: Kamikaze Biker - eine Rezension

Rezension / Literaturbericht , 2007 , 7 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philipp Einhäuser (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Text ist eine Rezension zu der Ethnographie Ikuya Satos, der über Jugendkultur in Japan forscht. Er verbrachte seinen Feldforschungsaufenthalt bei sogenannten Bosos, Jugengruppen, die sich illegale, halsbrecherische Rennen auf Motorrädern und mit getunten Autos durch japanische Großstädte liefern. Diese Rezension setzt sich kritisch sowohl mit der Methodik und Repräsentationsweise des Autors als auch mit dem beschriebenen Phänomen selbst und seinem zugrunde liegenden soziokulturellen Hintergrund auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einführung in die Thematik des Bosozoku
  • Der soziohistorische Kontext des Bosozoku
    • Entwicklung der Yankee-Figur
    • Soziale Kontrolle und temporäre Mitgliedschaft
  • Bosozoku im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang
    • Interaktion von Mehrheitsgesellschaft, Medien und Gegenkulturen
    • Kritik an bestehenden Erklärungsmodellen (Structural Strain Theory, Psychological Strain Theory)
    • Die Attraction Theory und das Flow-Konzept
    • Dramaturgical Studies und die inszenatorische Dimension des Boso

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit von Ikuya Sato, "Kamikaze Biker", hat zum Ziel, einen ethnographischen Einblick in die japanische Jugendkultur der Bosozoku zu geben und gängige soziologische Interpretationen dieses Phänomens zu hinterfragen. Sato analysiert die Lebenswelt der Bosozoku und setzt sich kritisch mit bestehenden Erklärungsmodellen auseinander.

  • Die Lebenswelt und Aktivitäten der Bosozoku
  • Soziohistorischer Kontext und Entwicklung der Bosozoku-Kultur
  • Kritik an bestehenden soziologischen Erklärungsmodellen
  • Alternative Interpretationen basierend auf der Attraction Theory und dem Flow-Konzept
  • Die Rolle der Medien und der öffentlichen Wahrnehmung

Zusammenfassung der Kapitel

Der erste Teil bietet eine Einführung in die Bosozoku, beschreibt ihr Sozialverhalten, ihre Organisation, ihre Ausrüstung und die performative Dimension ihrer Aktivitäten. Das folgende Kapitel beleuchtet den soziohistorischen Kontext, insbesondere die Entwicklung der Yankee-Figur als Ausdruck rebellischer Lebensentwürfe und die Mechanismen der sozialen Kontrolle innerhalb der Gruppe. Der dritte Teil analysiert das Phänomen im gesamtgesellschaftlichen Kontext, kritisiert bestehende soziologische Interpretationen und präsentiert alternative Erklärungsansätze.

Schlüsselwörter

Bosozoku, japanische Jugendkultur, ethnographie, soziologische Theorien (Structural Strain Theory, Psychological Strain Theory, Attraction Theory), Flow-Konzept, Dramaturgical Studies, Medienwirkung, Yankee-Kultur, soziale Kontrolle, rebellische Lebensentwürfe, postmoderne Sinnkrise, konsumorientierte Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Wer sind die Bosozoku in Japan?

Bosozoku sind Jugendgruppen, die durch illegale Rennen mit getunten Motorrädern und Autos sowie durch ein provokantes Sozialverhalten in japanischen Großstädten auffallen.

Was kritisiert Ikuya Sato an klassischen soziologischen Theorien?

Er hinterfragt Erklärungsmodelle wie die „Structural Strain Theory“, die Bosozoku nur als Reaktion auf sozialen Druck sehen, und schlägt stattdessen das Flow-Konzept vor.

Was bedeutet das „Flow-Konzept“ im Kontext der Kamikaze Biker?

Es beschreibt den Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit (hier das rasante Fahren), bei dem die Jugendlichen eine tiefe Befriedigung und Selbstwirksamkeit erleben.

Welche Rolle spielen die Medien für die Bosozoku-Kultur?

Die Medien tragen zur Stigmatisierung, aber auch zur Mythenbildung bei, was die Identität der Gruppen und ihre öffentliche Wahrnehmung stark beeinflusst.

Was ist die „Yankee-Figur“ in der japanischen Jugendkultur?

Die Yankee-Figur steht für einen rebellischen Lebensstil, der sich gegen konformistische gesellschaftliche Erwartungen richtet und oft mit den Bosozoku assoziiert wird.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kamikaze Biker - eine Rezension
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Ethnologie)
Veranstaltung
Amazing Stories. Aktuelle Ethnologische Publikationen
Note
1,0
Autor
Philipp Einhäuser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V121888
ISBN (eBook)
9783640261789
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kamikaze Biker Rezension Amazing Stories Aktuelle Ethnologische Publikationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Einhäuser (Autor:in), 2007, Kamikaze Biker - eine Rezension, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121888
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Leseprobe aus  7  Seiten
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