Diese Arbeit soll die Bedeutung der Messe im B-2-B Bereich näher erläutern. Zum
besseren Verständnis wird zuerst auf die allgemeine Terminologie des Messewesens
eingegangen. Dabei erfolgt eine Erläuterung der Messetypologisierung und
anschließend die Einordnung der Messen in dem Marketing-Mix. Im Folgenden wird
der Begriff Business-to-Business definiert sowie die Anbieter, Zielgruppen und
Güterkategorien des B-2-B Bereichs aufgezeigt. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird
die Messe im B-2-B Bereich veranschaulicht und am Praxisbeispiel „RDA-Workshop“
– der führenden Leitmesse der Bus- und Gruppentouristik als klassische Ordermesse im
B-2-B Bereich verdeutlicht.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Terminologie Messewesen
2.1 Messen und Ausstellungen
2.2 Messen und ihre Typologisierung
2.2.1 Geographische Herkunft der Messebeteiligten
2.2.2 Angebotsbreite
2.2.3 Güterklassen
2.2.4 Branchen und Wirtschaftsstufen
2.2.5 Funktionen von Messen
2.2.6 Zielgruppen
3 Einordnung der Messe in den Marketing-Mix
3.1 Einsatz der Marketinginstrumente
3.2 Produktpolitik
3.3 Preispolitik
3.4 Distributionspolitik
3.5 Kommunikationspolitik
4 Terminologie Business-to-Business
4.1 Abgrenzung des Business-to-Business Begriffs
4.2 Anbieter auf Business-Märkten
4.3 Besonderheiten der Zielgruppen auf Business-Märkten
4.4 Güterkategorie des Business-to-Business Sektors
5 Messen im Business-to-Business Bereich
5.1 Stellenwert der Messe im Business-to-Business Bereich
5.2 Messearten im Business-to-Business Bereich
6 Praxisbeispiel “RDA-Workshop”
6.1 Bedeutung und Funktion des RDA-Workshop
6.2 Ausstellerstruktur
6.3 Marketing-Mix der Messeaussteller des RDA-Workshop
6.4 Zielgruppe
7 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung von Fachmessen innerhalb des Business-to-Business (B-2-B) Marketings, um deren Rolle als Instrument zur Kundenkommunikation und Absatzförderung darzulegen. Hierbei wird insbesondere analysiert, wie sich Messen durch den direkten persönlichen Austausch von klassischen Marketinginstrumenten abheben und in den betrieblichen Marketing-Mix integriert werden.
- Grundlagen und Terminologie des Messewesens
- Integration von Messen in den Marketing-Mix (4 Ps)
- Besonderheiten des Business-to-Business Sektors
- Praxisanalyse der Leitmesse "RDA-Workshop"
Auszug aus dem Buch
5.1 Stellenwert der Messe im Business-to-Business Bereich
Gegenüber dem Konsumgütermarketing haben Messen im B-2-B-Bereich eine wesentlich größere Bedeutung. Bei speziellen Produkten können Nachfrager einen Überblick über das aktuelle Angebot aller konkurrierenden Anbieter gewinnen. Da ein Messebesuch für nachfragende Unternehmen sehr wirtschaftlich sein kann, werden meist notwendige Reisekosten- und zeiten den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Unternehmen können auf einer Messe effizient eine Fülle von Informationen über alternative Anbieter sammeln. Ohne einen solchen Messebesuch wäre eine vergleichbare Informationssammlung wesentlich zeitaufwendiger und kostspieliger. Bei Besuchern auf B-2-B Messen ist meist auch schon ein spezifisches Interesse für bestimmte Produkte vorhanden, so dass dem erhöhten Bedarf an Informationsvermittlung auf B-2-B-Märkten Rechnung getragen werden kann. Für Anbieter auf B-2-B Messen ist eine Messeteilnahme ebenfalls wirtschaftlich. Trotz erheblichem Aufwand kann die entsprechende Zielgruppe sehr gut erreicht werden.
Da auf Business-Märkten die Zusammenarbeit von Anbietern und Nachfragern meist sehr eng ist, sind Abschlüsse von Verträgen auf der Messe eher selten. Der Messebesuch ist auf Grund dessen einer Vorinformationsphase zuzuordnen, da in der Regel konkrete Entscheidungen erst nach der Messe getroffen werden. Bei dennoch geschlossenen Verträgen auf B-2-B Messen handelt es sich meist um Geschäfte, die schon seit längerem verhandelt werden und bei denen lediglich die konzentrierte Aufmerksamkeit der Medien auf der Messe zur Platzierung der Abschlussbotschaft genutzt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Messebegriff historisch und betont die wachsende Bedeutung von Messen als komplexes Marketinginstrument im B-2-B-Bereich, was anhand des RDA-Workshops veranschaulicht wird.
2 Terminologie Messewesen: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Messe und Ausstellung und erläutert die Typologisierung von Messen anhand von Kriterien wie Geografie, Angebotsbreite und Funktionen.
3 Einordnung der Messe in den Marketing-Mix: Hier wird dargelegt, wie die Messe als Instrument in die „4 Ps“ des Marketing-Mix integriert wird und dabei Aspekte der Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik bedient.
4 Terminologie Business-to-Business: Dieses Kapitel grenzt das B-2-B-Marketing vom Konsumgütermarketing ab und erläutert die spezifischen Charakteristika von Business-Märkten und deren Akteuren.
5 Messen im Business-to-Business Bereich: Hier wird der hohe Stellenwert von Messen im B-2-B-Marketing begründet und eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Messearten wie Fach- und Hausmessen vorgenommen.
6 Praxisbeispiel “RDA-Workshop”: Das Kapitel analysiert den RDA-Workshop als führende Leitmesse für Bus- und Gruppentouristik und evaluiert die Ausstellerstruktur sowie deren Marketing-Mix mittels einer durchgeführten Befragung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Rolle der Messe als unverzichtbaren Platz für den persönlichen Austausch sowie als Spiegelbild konjunktureller Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Messewesen, Business-to-Business, Marketing-Mix, Fachmesse, Kommunikation, RDA-Workshop, Investitionsgüter, Dienstleistungsmarketing, Branchenereignis, Absatzförderung, Messebeteiligung, Kundenpflege, Industriegüter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit analysiert die strategische Bedeutung und die spezifischen Funktionen von Messen als Marketinginstrument im Bereich Business-to-Business.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Abgrenzung von Messeformen, die Einordnung der Messe in den klassischen Marketing-Mix sowie die Besonderheiten des B-2-B-Marktes im Vergleich zum Konsumgütersektor.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen den Messeauftritt nutzen, um trotz immaterieller Leistungen oder erklärungsbedürftiger Produkte eine direkte Kommunikation mit der Fachzielgruppe zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer eigenen empirischen Umfrage unter 100 Ausstellern des RDA-Workshops zur Struktur ihres Marketing-Mix.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Messe- und B-2-B-Marketings sowie der praktischen Analyse des RDA-Workshops.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Business-to-Business", "Messe-Marketing", "RDA-Workshop" und "Kommunikationspolitik" beschreiben.
Welche Rolle spielt der RDA-Workshop in der Analyse?
Er dient als Praxisbeispiel, um die Bedeutung einer spezialisierten Leitmesse für den Mittelstand der Bus- und Gruppentouristik zu verdeutlichen.
Warum sind Messen im B-2-B-Bereich oft keine reinen Ordermessen?
Da in diesem Bereich oft komplexe und erklärungsbedürftige Güter gehandelt werden, fungiert der Messebesuch meist als Vorinformationsphase, in der Kontakte geknüpft werden, während der eigentliche Vertragsabschluss oft erst nach der Messe erfolgt.
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- Petra Kreinhöffner (Author), 2008, Bedeutung der Messe im Business-to-Business-Bereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121925