Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Other

Appearance Discrimination

Title: Appearance Discrimination

Diploma Thesis , 2008 , 104 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Weingartner (Author)

Economics - Other
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die moderne Schönheitschirurgie macht es möglich, das Erscheinungsbild zu gestalten. Man stelle sich vor, in letzter Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem Charakteristikum seines Aussehens gemacht zu haben. Auch Freunde haben bereits mehrmals Bemerkungen hinsichtlich dieses Merkmals gemacht, wenn auch nur im Spaß. In einigen Wochen steht das Vorstellungsgespräch für den Traumjob an. Zwar erfordert dieser Traumjob kein perfektes Aussehen, jedoch können die gemachten Erfahrungen negative Auswirkungen auf die Psyche und das Selbstwertgefühl haben.
...
Verflochten wird der ökonomische Blickwinkel stets mit der Sicht der Sozialpsychologie und deren Einordnung des Begriffs Attraktivität in die heutige Gesellschaft.
...
Diskriminierung ist aus ökonomischer Sicht eine Form von Marktversagen, dennoch ist sie ein alltägliches Phänomen. Diese Erscheinung soll auf ihr Zustandekommen hin analysiert werden mit besonderem Fokus auf das Aussehen.
Weiterhin stehen die wirtschaftlichen Fragen im Vordergrund, inwieweit Attraktivität als produktivitätsrelevantes Kriterium eingestuft werden kann und falls ja, wann dies der Fall ist. Außerdem muss geklärt werden, ob auftretende Schönheitsprämien, bzw. Benachteiligungen wegen unterdurchschnittlichem Aussehen nur eine industriespezifische Entwicklung sind oder ob ein omnipräsentes Problem vorliegt.
...
Inzwischen werden Randgruppen und Minderheiten gesetzlich geschützt - doch scheinbar keinen Schutz haben die Unattraktiven vor ständiger Bevorteilung der Attraktiven. Ob eine solche Protektion aus Gründen der Fairness nötig ist, oder ob ganz andere Fähigkeiten des Individuums für dessen Gehaltsstruktur verantwortlich sind, soll im Laufe dieser Arbeit erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. THEORETISCHER TEIL

1. Arbeitsmarktdiskriminierung – ein Überblick über die klassischen Theorien

2. Psychologie und Ökonomie: Halo und Spillover Effekt

3. Was ist Schönheit und warum hat sie Einfluss?

4. Der Wandel des Schönheitsideals im vergangenen Jahrhundert

5. Schönheit und Intelligenz

6. Self-Fulfilling Prophecy in der Berufswelt

7. Ein klassisches ökonomisches Modell statistischer Diskriminierung

7.I. Das ökonometrische Modell

7.II. Statistische Diskriminierung aufgrund der Rasse als plakatives Beispiel

7.III. Humankapitaltheorie: Zugang und Einfluss von Training

7.IV. Ergebnisse des Modells

7.V. Leistung des Modells

8. Beauty and the Labor Market: Einfluss der Physis

8.I. Allgemeines zum Modell

8.II. Persistenz von Schönheit innerhalb einer Kultur

8.III. Integration der Variable Schönheit ins ökonomische Modell

8.IV. Daten und Ablauf der Befragung

8.V. Aussehen und Verdienst

8.VI. Synthese aller Studien

8.VII. Berufliche Segregation aufgrund des Aussehens

8.VIII. Fazit

9. Aussehen und Verdienst von Rechtsanwälten – eine Studie

9.I. Berufsfeld Jura

9.II. Sektorale Unterschiede aufgrund des Charakteristikums Aussehen

9.III. Vorgehen zur Einschätzung des Aussehens und weitere Daten der Anwälte

9.IV. Analyse wichtiger Variablen

9.V. Effekt von Attraktivität für Juristen

9.VI. Dynamische Sektorsegregation

9.VII. Fazit

10. Cinnirella: Eine europäische Studie

10.I. Körpergröße als charakterisierendes, äußerliches Merkmal

10.II. Informationen zum Datenset und erste Einblicke

10.III. Modellspezifikation

10.IV. Körpergröße zahlt sich aus

10.V. Berufliche Segregation

11. Hinweis auf weitere Formen der physischen Diskriminierung

C. PRAKTISCHER TEIL

1. Ein kurzer Einblick in die plastische Chirurgie

2. Tendenzen aus der Welt – Im Reich der Schnitte

3. Ergebnisse der Umfrage zu Motivationen der plastischen Chirurgie

3.I. Patientengruppe der Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie

3.II. Gruppe der Angestellten einer deutschen Fluglinie

3.III. Kontrollgruppe

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem äußeren Erscheinungsbild von Personen und deren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Ziel ist es, durch die Analyse ökonomischer Modelle sowie ergänzender empirischer Umfragen zu klären, ob sogenannte "Schönheitsprämien" oder Diskriminierungen aufgrund des Aussehens existieren und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

  • Arbeitsmarktdiskriminierung und ökonomische Theorien
  • Die Rolle von Attraktivität, Körpergröße und Selbstwertgefühl
  • Empirische Untersuchung von Schönheitsprämien im Beruf
  • Einfluss soziopsychologischer Phänomene wie dem Halo-Effekt
  • Motivationen hinter plastischen Eingriffen mit ökonomischem Hintergrund

Auszug aus dem Buch

A. EINLEITUNG

Die moderne Schönheitschirurgie macht es möglich, das Erscheinungsbild zu gestalten. Man stelle sich vor, in letzter Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem Charakteristikum seines Aussehens gemacht zu haben. Auch Freunde haben bereits mehrmals Bemerkungen hinsichtlich dieses Merkmals gemacht, wenn auch nur im Spaß. In einigen Wochen steht das Vorstellungsgespräch für den Traumjob an. Zwar erfordert dieser Traumjob kein perfektes Aussehen, jedoch können die gemachten Erfahrungen negative Auswirkungen auf die Psyche und das Selbstwertgefühl haben. Wäre bewiesen, dass zwischen Aussehen, Selbstwertgefühl und einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch ein positiver Zusammenhang besteht, so könnte man vermuten, dass viele Personen aus rein ökonomischen Motivationen einen kosmetischen Eingriff durchführen ließen. Inwieweit tatsächlich berufliche Gründe für eine Veränderung des Aussehens verantwortlich sind, soll in dieser Arbeit ergründet werden. Verflochten wird der ökonomische Blickwinkel stets mit der Sicht der Sozialpsychologie und deren Einordnung des Begriffs Attraktivität in die heutige Gesellschaft.

Diskriminierung ist aus ökonomischer Sicht eine Form von Marktversagen, dennoch ist sie ein alltägliches Phänomen. Diese Erscheinung soll auf ihr Zustandekommen hin analysiert werden mit besonderem Fokus auf das Aussehen.

Weiterhin stehen die wirtschaftlichen Fragen im Vordergrund, inwieweit Attraktivität als produktivitätsrelevantes Kriterium eingestuft werden kann und falls ja, wann dies der Fall ist. Außerdem muss geklärt werden, ob auftretende Schönheitsprämien, bzw. Benachteiligungen wegen unterdurchschnittlichem Aussehen nur eine industriespezifische Entwicklung sind oder ob ein omnipräsentes Problem vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Appearance Discrimination und die Verknüpfung von ökonomischen und psychologischen Perspektiven.

B. THEORETISCHER TEIL: Überblick über klassische Diskriminierungstheorien und spezifische Modelle zur Bedeutung von Schönheit und Körpermerkmalen am Arbeitsmarkt.

C. PRAKTISCHER TEIL: Überführung der theoretischen Konzepte in eine empirische Studie zur Schönheitschirurgie mit Fokus auf Motivationen und gesellschaftliche Tendenzen.

D. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Studienergebnisse hinsichtlich der Existenz von Schönheitsprämien und der Bedeutung des Aussehens für den beruflichen Erfolg.

Schlüsselwörter

Appearance Discrimination, Arbeitsmarktdiskriminierung, Schönheitsprämie, Statistisches Diskriminierungsmodell, Halo-Effekt, Humankapitaltheorie, Plastische Chirurgie, Berufliche Segregation, Attraktivität, Körpergröße, Lohndifferenzial, Sozialpsychologie, Arbeitsmarkt, Selbstwertgefühl, Self-Fulfilling Prophecy

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen der "Appearance Discrimination", also die Diskriminierung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes auf dem Arbeitsmarkt, und den Einfluss von körperlicher Attraktivität auf Entlohnung und Karrierechancen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt ökonomische Diskriminierungstheorien, die Verbindung von Psychologie und Ökonomie (Halo-Effekt), den Einfluss von körperlichen Merkmalen wie Größe und Schönheit sowie die Motivation für Schönheitsoperationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Ergründung, ob ein positiver Zusammenhang zwischen körperlicher Attraktivität und beruflichem Erfolg bzw. Einkommen existiert und ob dies durch eine ökonomisch begründbare "Schönheitsprämie" erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt sowohl die Auswertung bestehender ökonomischer Modelle und Datenreihen (wie NLSY79, QES, QAL, QOL) als auch eine eigene, anekdotische Befragung von drei Gruppen in Deutschland.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von klassischen ökonomischen Diskriminierungsansätzen über empirische Studien zu "Beauty and the Labor Market" und Rechtsanwälten bis hin zu einer europäischen Studie zur Körpergröße.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Appearance Discrimination, Arbeitsmarktdiskriminierung, Schönheitsprämie, Statistisches Diskriminierungsmodell, Halo-Effekt, Plastische Chirurgie und berufliche Segregation.

Gibt es einen Unterschied in der Bewertung von Männern und Frauen?

Ja, die Arbeit zeigt, dass das Aussehen von Frauen in den untersuchten Studien oft stärkere Reaktionen hervorruft, wobei Männer jedoch in den meisten Modellen größere Auswirkungen hinsichtlich der Lohnprämien oder Benachteiligungen aufweisen.

Was sagt die Arbeit über Schönheitsoperationen aus?

Obwohl Schönheit als wichtiger Erfolgsfaktor wahrgenommen wird, zeigt die Umfrage, dass die meisten Patienten primär persönliche Gründe für eine Operation angeben, anstatt dies rein als ökonomische Investition in den Beruf zu deklarieren.

Welche Rolle spielt der sogenannte Halo-Effekt?

Der Halo-Effekt dient als psychologische Brücke, da er erklärt, warum Arbeitgeber oder Kunden unbewusst von einem äußeren Merkmal (wie Attraktivität) auf eine höhere Produktivität oder Kompetenz einer Person schließen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Einflusses von Schönheit?

Der Autor schließt, dass Aussehen zwar einen robusten, messbaren Effekt auf Löhne hat, dieser jedoch nur einen Teil der Identität und des beruflichen Erfolgs ausmacht und stark vom jeweiligen gesellschaftlichen und beruflichen Kontext abhängt.

Excerpt out of 104 pages  - scroll top

Details

Title
Appearance Discrimination
College
LMU Munich
Grade
2,0
Author
Thomas Weingartner (Author)
Publication Year
2008
Pages
104
Catalog Number
V121941
ISBN (eBook)
9783640310616
ISBN (Book)
9783640309610
Language
German
Tags
Appearance Discrimination
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Weingartner (Author), 2008, Appearance Discrimination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121941
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  104  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint