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Entwurf einer Unterrichtseinheit

Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung

Título: Entwurf einer Unterrichtseinheit

Trabajo Escrito , 2007 , 38 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lydia Kanngießer (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Der Fokus des Seminars ´Didaktik des Philosophie- und Ethikunterrichts´ liegt auf der vierten didaktischen Grundfrage - dem „Wie des methodischen Vermittelns von ethisch-philosophischen Sachverhalten und Problemen.“
In meiner Hausarbeit werde ich allerdings versuchen, das von mir ausgesuchte Thema sowohl auf seiner Relevanz für die Schüler hin zu untersuchen als auch geeignete Methoden zur Vermittlung vorzustellen. Ich werde mich also bemühen, alle didaktisch wichtigen Punkte bei der Konkretisierung meiner Unterrichtsstunde zu berücksichtigen, auch wenn der Bezug zu den Schülern ein fiktiver bleiben muss, da es sich nur um eine fiktive Stunde handelt. Ich richte mich also danach, dass „jede didaktische Reflexion ... möglichst plausible Antworten auf vier Grundfragen zu geben (versucht): Was soll wem, wozu und wie gelehrt werden?
Es gibt mehrere Gründe, warum die Zukunftsethik des jüdischen Philosophen Hans Jonas (19903-1993) sich gut für eine Unterrichtsreihe in der Schule eignet. Zunächst halte ich die ethische Frage nach der Verantwortung für die Auswirkungen und Folgen unseres Handelns für besonders relevant angesichts der rasanten technischen Entwicklungen und der fatalen Folgen für die Umwelt, z.B. den Klimawandel, wo wir nicht an der Frage vorbeikommen, wie man das Überleben der Menschheit sicherstellen und die Erde lebenswert erhalten kann. Es handelt sich also um ein Unterrichtsthema, das mir selbst wichtig ist und zu dem ich einen persönlichen Bezug habe – ganz im Sinne von Anselm Grün, der gesagt hat: „Lehren heißt zeigen, dass man etwas liebt.“
Vom Lehrplan aus betrachtet sollen die Schüler mit philosophischem Denken bekannt gemacht werden, indem sie sich mit philosophischen Texten auseinandersetzen. Außerdem besteht der Anspruch, Themen zu wählen, die den Schülern nicht völlig fremd sind und sie in ihrer momentanen Situation ansprechen. Da man die ethischen Leitsätze von Hans Jonas an den unterschiedlichsten Beispielen aufzeigen kann, besteht hier die Möglichkeit, sich je nach Schülerinteresse mit der Gentechnik, der Sterbehilfe oder einem anderen Bereich zu beschäftigen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse

2.1 Hans Jonas Verantwortungsethik

2.2 der neue Imperativ

2.3 Entwicklung einer Zukunftsethik - Problematik

2.4 neue Formen der Verantwortung

3. Didaktische Analyse

3.1 Vorbemerkung

3.2 Lernziele

3.2.1 Inhaltliche Lernziele

3.2.2 Methodische Lernziele:

3.2.3 Umsetzung der Lernziele

3.3. geplanter Unterrichtsverlauf

3.4 . Begründung der verwendeten Methoden

4. Resumee

5. Material

5.1 Bild für den Unterrichtseinstieg

5.2 Arbeitsblätter

5.2.1 Arbeitsblatt:

5.2.3 Gruppenarbeit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die didaktische Konzeption einer Unterrichtseinheit zum Thema „Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung“ für die gymnasiale Oberstufe. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie ethisch-philosophische Sachverhalte der Zukunftsethik methodisch so vermittelt werden können, dass sie für Schüler eine persönliche Relevanz entfalten und sie zur Reflexion über globale Verantwortung befähigen.

  • Verantwortungsethik von Hans Jonas im Kontext technologischer Zivilisation
  • Vergleich zwischen dem kategorischen Imperativ Kants und dem neuen Imperativ bei Jonas
  • Methoden des ethischen Lernens durch Dilemma-Diskussionen
  • Rolle des Unterrichtsgesprächs und der hermeneutischen Textarbeit
  • Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit und Autonomie

Auszug aus dem Buch

Der neue Imperativ

Kants kategorischer Imperativ sagte, „Handle so, dass du auch wollen kannst, dass deine Maxime allgemeines Gesetz werde.“ Das hier angerufene „kann“ ist das der Vernunft und ihrer Einstimmigkeit mit sich selbst: Die Existenz einer Gesellschaft menschlicher Akteure vorausgesetzt, muss die Handlung so sein, dass sie sich ohne Selbstwiderspruch als allgemeine Übung dieser Gemeinschaft vorstellen lässt. Man beachte, dass hier die Grundüberlegung der Moral nicht selber moralisch, sondern logisch ist: das „wollen können“ oder „nicht können“ drückt logische Selbstverträglichkeit oder -unverträglichkeit aus, nicht sittliche Approbation (Billigung) oder Revulsion (Zurückweisung) aus. Es liegt aber kein Selbstwiderspruch in der Vorstellung, dass die Menschheit einmal aufhöre zu existieren, und somit auch kein Selbstwiderspruch in der Vorstellung, dass das Glück gegenwärtiger und nächstfolgender Generationen mit dem Unglück oder gar der Nichtexistenz späterer Generationen erkauft wird – so wenig, wie schließlich im Umgekehrten, dass die Existenz und das Glück späterer Generationen mit dem Unglück und teilweise sogar der Vertilgung gegenwärtiger erkauft wird....

Ein Imperativ, der auf den neuen Typ menschlichen Handelns passt und an den neuen Typ von Handlungssubjekten gerichtet ist, würde etwa so lauten: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“ oder negativ ausgedrückt: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstörerisch sind für die künftige Möglichkeit solchen Lebens“ oder einfach: „Gefährde nicht die Bedingungen für den indefiniten Fortbestand der Menschheit auf Erden.“...

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der didaktischen Zielsetzung und Begründung der Relevanz der Jonas’schen Ethik für den Ethikunterricht.

2. Sachanalyse: Systematische Aufarbeitung von Hans Jonas’ Verantwortungsethik, inklusive dem neuen Imperativ, der Zukunftsethik und der erweiterten Verantwortungsbegriffe.

3. Didaktische Analyse: Herleitung der Unterrichtsplanung durch Lernzieldefinitionen, methodische Begründungen und die Verknüpfung mit schulpraktischen didaktischen Modellen.

4. Resumee: Reflexion über die Möglichkeiten des ethischen Unterrichts und Ausblick auf weiterführende Themenstellungen.

5. Material: Bereitstellung der für die Unterrichtseinheit notwendigen Arbeitsblätter, Bildmedien und Dilemma-Beschreibungen.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Fundierung der didaktischen Arbeit.

Schlüsselwörter

Hans Jonas, Prinzip Verantwortung, Ethikunterricht, Didaktik, Kategorischer Imperativ, Zukunftsethik, Verantwortungsethik, Umweltschutz, Dilemma-Diskussion, Technologische Zivilisation, Moralische Urteilskraft, Anthropozentrik, Lebenswelt, Nachhaltigkeit, Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt einen Unterrichtsentwurf für die Oberstufe, um Hans Jonas’ Verantwortungsethik in einer fiktiven Doppelstunde zu thematisieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die ethische Verantwortung gegenüber der Biosphäre, die Problematik technischer Fernwirkungen und die notwendige Anpassung moralischer Imperative.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schülern die Relevanz einer zukunftsorientierten Ethik zu vermitteln und sie zur kritischen Urteilsbildung anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer sachanalytischen Herleitung der Jonas’schen Theorie kombiniert mit didaktischen Modellen der kritisch-kommunikativen Didaktik nach Volker Pfeifer.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Sachanalyse von Jonas’ Werk und eine anschließende didaktische Übertragung in konkrete Unterrichtsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verantwortungsethik, technologische Zivilisation, Zukunftsethik und moralische Urteilskraft definiert.

Warum spielt die Unterscheidung von Kants und Jonas' Imperativ eine so große Rolle?

Der Vergleich dient dazu, Schülern die Limitationen rein logischer, individualethischer Prinzipien bei globalen, kollektiven Handlungsfolgen aufzuzeigen.

Welchen Stellenwert nimmt die „Heuristik der Furcht“ im Unterricht ein?

Sie dient als didaktisches Werkzeug, um durch Vorstellungskraft die notwendige Sensibilität für irreversible ökologische Schäden zu erzeugen.

Wie wird das ethische Argumentieren in der Unterrichtseinheit gefördert?

Durch die Arbeit mit Dilemmasituationen (z. B. Brent Spar, Sterbehilfe) werden Schüler gezwungen, eigene Standpunkte zu reflektieren und diese argumentativ gegen Widerstände zu behaupten.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Entwurf einer Unterrichtseinheit
Subtítulo
Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung
Universidad
University of Freiburg  (Philosophisches Seminar)
Curso
Grundriss einer Didaktik des Philosophie- und Ethikunterrichts
Calificación
1,7
Autor
Lydia Kanngießer (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
38
No. de catálogo
V121949
ISBN (Ebook)
9783640267255
ISBN (Libro)
9783640267453
Idioma
Alemán
Etiqueta
Entwurf Unterrichtseinheit Grundriss Didaktik Philosophie-
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lydia Kanngießer (Autor), 2007, Entwurf einer Unterrichtseinheit , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121949
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Extracto de  38  Páginas
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