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Sexueller Missbrauch

Title: Sexueller Missbrauch

Seminar Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sigrid Lang (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Seit in der westlichen Welt immer offener über Sexualität gesprochen wird, rückt auch das Thema sexueller Missbrauch immer mehr in die Öffentlichkeit. Das Tabu wurde gebrochen, Mädchen, Frauen und auch einige Jungs sprechen darüber oder erstatten Anzeige. In den Medien wird jeder Fall sorgfältig ausgebreitet und den Zuschauern vor Augen geführt, wie viele perverse Menschen es gibt. Zu Hause sitzen die angeekelten Konsumenten und haben Angst um ihre eigenen Kinder. Die Menschen bekommen das Gefühl, dass sexueller Missbrauch immer häufiger wird, dass es überall passieren kann und jedes Kind ständig in Gefahr schwebt. Immer scheint eine regelrechte Missbrauchspanik um sich zu greifen. Der Begriff „sexueller Missbrauch“ gilt als Unwort, obwohl die wenigsten genau darüber Bescheid wissen. Auch wenn auch ich am liebsten jeden sexuellen Missbrauch verhindern möchte, bezweifle ich, ob Panik die richtige Methode dazu ist. Um gezielte und effektive Maßnahmen zu treffen, müssen allerdings zuvor einige allgemeine Dinge geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Sexueller Missbrauch und Inzest

1.1 Definitionen

1.2 Häufigkeit

2 Soziales Milieu

3 Prädisposition

4 Familie

4.1 Täter

4.2 Opfer

4.3 Mutter

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen des sexuellen Missbrauchs mit einem spezifischen Fokus auf den Vater-Tochter-Inzest, um die Dynamiken zwischen Täter, Opfer und dem familiären Umfeld zu beleuchten. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis der Ursachen und Wirkmechanismen zu vermitteln und gängige Mythen kritisch zu hinterfragen.

  • Definitionen und quantitative Aspekte des sexuellen Missbrauchs
  • Einfluss des sozialen Milieus auf das Aufdeckungsrisiko
  • Psychologische Prädispositionen und tatbegünstigende Faktoren
  • Rollenkonstellationen und psychodynamische Prozesse in betroffenen Familien

Auszug aus dem Buch

1.1 Definitionen

Meistens hören wir den Begriff sexueller Missbrauch, oder auch sexuelle Kindesmisshandlung, Inzest oder Vergewaltigung.

Reinhardt Wolff definiert sexuellen Missbrauch als eine Art der Misshandlung in Form von Belästigung, Masturbation, oralen, analen, genitalen Verkehr oder Nötigung oder Vergewaltigung, die unter Ausnutzung einer Machtposition zwischen einem Erwachsenen mit einem Kind zustande kommt. Er unterscheidet zwischen Vorformen der sexuellen Kindesmisshandlung und Formen sexueller Misshandlung. Als Vorformen bezeichnet er sexuelle Anmache eines Kindes, Exhibitionismus und Voyerismus. Zu den Formen der Misshandlung zählen Berühren des Kindes oder Verlangen nach Berührungen durch das Kind, orale-genitale sexuelle Handlungen, interfemoraler Verkehr, ohne Penetration, sexuelle Penetration und sexuelle Ausbeutung durch Pornographie und Prostitution. Gleichzeitig drückt er mit diesen Kategorien den Grad der Traumatisierung aus. Während die Vorformen nur eine geringe oder gar keine Traumatisierung zur Folge haben, wird es bei den Formen immer schlimmer, je weiter man nach unten geht. Die sexuelle Ausbeutung führt also zur schlimmsten Traumatisierung. (vgl. 1994, S. 81)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Sexueller Missbrauch und Inzest: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert relevante Begriffe und beleuchtet die statistische Verbreitung sowie die Problematik der Dunkelziffer.

2 Soziales Milieu: Hier wird untersucht, inwiefern soziale Schichten das Entdeckungsrisiko beeinflussen und warum die Annahme, Missbrauch sei ein reines Phänomen unterer Schichten, differenziert betrachtet werden muss.

3 Prädisposition: Das Kapitel analysiert psychologische und situative Faktoren, die als mögliche Begünstiger für sexuelle Missbrauchstaten innerhalb von Familien dienen können.

4 Familie: Dieser Abschnitt betrachtet das Familiensystem als zentralen Akteur und untersucht die Rollen von Täter, Opfer und Mutter sowie die psychodynamischen Prozesse wie die Parentifizierung.

5 Schluss: Die Autorin resümiert die Schwierigkeit der Profilbildung bei Tätern und Opfern und appelliert an einen sachlichen Umgang mit dem Thema, um Panikmache zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Inzest, Kindesmisshandlung, Vater-Tochter-Inzest, Familiendynamik, Traumatisierung, Parentifizierung, Prädisposition, Täterprofil, Opferpsychologie, soziale Schichtung, Missbrauchspanik, sexueller Kontakt, Machtmissbrauch, Aufdeckungsrate

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe Problematik des sexuellen Missbrauchs, insbesondere innerhalb der familiären Struktur des Vater-Tochter-Inzests.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Missbrauchs, der Rolle des sozialen Milieus, den psychologischen Voraussetzungen für Taten sowie den Dynamiken innerhalb der betroffenen Familien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die häufigsten Konstellationen des Vater-Tochter-Inzests wissenschaftlich fundiert zu betrachten und die komplexen zwischenmenschlichen Rollenverteilungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender psychologischer und kriminologischer Studien zur Dynamik von Inzest.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der sozialen Schichtung, die Untersuchung von Prädispositionen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Rollenbildern von Täter, Opfer und Mutter.

Welche Begriffe charakterisieren den Inhalt der Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Inzest, Machtmissbrauch, Parentifizierung, Traumatisierung und Familiendynamik.

Warum spielt die Mutter in dieser Analyse eine so zentrale Rolle?

Die Mutter nimmt eine ambivalente Position ein; oft durch eigene Traumata belastet, kann sie durch Verleugnung oder Rivalität zum Missbrauchsgeschehen beitragen oder dieses zumindest passiv stabilisieren.

Wie wird das Phänomen der "Missbrauchspanik" bewertet?

Die Autorin warnt davor, durch mediale Panikmache jeden körperlichen Kontakt zwischen Vätern und ihren Kindern unter einen pauschalen Verdacht zu stellen, da dies fatale gesellschaftliche Folgen für eine gesunde Vater-Kind-Beziehung haben könnte.

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Details

Title
Sexueller Missbrauch
College
University of Innsbruck  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Sexueller Kindesmissbrauch – ein modernes Faszinationsphänomen
Grade
2
Author
Sigrid Lang (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V121970
ISBN (eBook)
9783640271283
ISBN (Book)
9783640271436
Language
German
Tags
missbrauch sex sexuell vater eltern kind vergewaltigung tochter sohn mutter verwandte familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sigrid Lang (Author), 2007, Sexueller Missbrauch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121970
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