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Die theoretischen Bausteine der Konfrontativen Pädagogik

Titre: Die theoretischen Bausteine der Konfrontativen Pädagogik

Dossier / Travail , 2007 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Annika Westphal (Auteur)

Pédagogie - Général
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Die folgende Seminararbeit wurde von mir im Rahmen des Hauptseminars „Konfrontative Pädagogik“ angefertigt. In meiner Arbeit möchte ich mich mit dem theoretischen Hintergrund auseinandersetzen, welcher der Konfrontativen Pädagogik zugrunde liegt. Die Arbeit soll die theoretischen Bausteine der Konfrontativen Pädagogik und die darauf basierenden erziehungswissenschaftlichen theoretischen Strömungen aufgreifen und umreißen. Darüber hinaus ist es das Ziel dieser Arbeit, dem Leser eine Vorstellung von dem Begriff der „Konfrontativen Pädagogik“ und den konfrontativen Stilelementen zu geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Begriffsbestimmung „Konfrontation“ und Verwendung des Begriffes

2.1.1 Lexikalische Bedeutung des Begriffes Konfrontation

2.1.1 Bedeutung des Begriffs „Konfrontation“ in der Psychotherapie

2.1.2 Bedeutung des Begriffs „Konfrontation“ im erzieherischen Kontext

2.2 Konfrontative Pädagogik – Grundsätze, Zielgruppe, Ziele, Methoden, Legitimation

2.2.1 Grundlegende Annahmen Konfrontativer Pädagogik

2.2.2 Zielgruppe der Konfrontativen Pädagogik

2.2.3 Ziele der Konfrontativen Pädagogik

2.2.4 Womit wird der Betroffene konfrontiert und durch wen erfolgt die Konfrontation?

2.2.5 Methoden und Verfahrensweisen der Konfrontativen Pädagogik

2.2.6 Legitimation der Konfrontation

2.3 Erziehungsstil und methodische Vorbilder der Konfrontativen Pädagogik

2.3.1 Erziehungsstil, Methode oder Haltung?

2.2.2 Anlehnung an die konfrontative und provokative Therapie

a) Konfrontative Therapie (Corsini)

b) Provokative Therapie (Farrelly)

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den theoretischen Hintergrund sowie die methodischen Grundlagen der Konfrontativen Pädagogik, um deren erziehungswissenschaftliche Einordnung und praktischen Anwendungsmöglichkeiten bei dissozialen Jugendlichen zu verdeutlichen.

  • Definition des Begriffs Konfrontation im pädagogischen und psychologischen Kontext
  • Analyse der Zielgruppe und Grundannahmen der Konfrontativen Pädagogik
  • Darstellung der methodischen Verfahrensweisen und Interventionsformen
  • Einordnung des Erziehungsstils und methodischer Vorbilder (Corsini, Farrelly)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Grundlegende Annahmen Konfrontativer Pädagogik

Nach Weidner und Kilb lautet das Motto der Konfrontativen Pädagogik: “den Menschen mögen und verstehen, aber mit seinem (abweichenden bis kriminellen) Verhalten nicht einverstanden sein!“. Das Konzept basiere auf 12 Eckpfeilern: so gelte die Konfrontative Pädagogik als das letzte Mittel der Wahl, wenn die akzeptierende Intervention nicht mehr greift. Sie sei auf Intervention ausgelegt und solle den Jugendlichen zu einer Veränderung seines Verhaltens und Denkens motivieren. Des Weiteren wende sie sich an Mehrfachauffällige, welche Freundlichkeit als Ausdruck von Schwäche werten. Ihr Ansatz sei direkt, konfrontierend, normativ, Grenzen setzend und basiere auf einem optimistischen Menschenbild. Die Konfrontative Pädagogik sei delikt- und defizitspezifisch eine Grundlage für eine Lebensweltorientierung. Ihr Ansatz beruhe auf Eigenmotivation und äußerem Druck. Daneben sei die Konfrontative Pädagogik polizei- und justizkooperativ sowie gesellschaftskritisch und eine Konfrontation erfolge nicht ohne die Interventionserlaubnis des Betroffenen. Schließlich sei die Konfrontative Pädagogik ein Ansatz, der auf Beziehungsarbeit basiert und den pädagogischen Bezug favorisiert.

Die konfrontative Pädagogik geht außerdem davon aus, dass jeder Mensch sich in seinem Handeln frei entscheiden kann und auch in seinen Verhaltensänderungen. Auf dieser Annahme basiert der Ansatz, den Täter mit seinem Fehlverhalten und den Konsequenzen zu konfrontieren. Die Intention besteht darin, die äußere Fassade vordergründig höflich angepassten Verhaltens brüchig werden zu lassen, um so einen Einblick in das Verhalten des Täters in alltäglichen Situationen zu bekommen. Kritisch-konfrontatives Vorgehen ist darum bemüht, die Fehler und Schwächen des Adressaten zutage zu fördern, damit diese bearbeitet werden können. Der durch das Fehlverhalten des Jugendlichen hervorgerufene Konflikt zwischen ihm und dem Pädagogen ist grundsätzlich gewollt und die Arbeitsgrundlage des Erziehungsauftrags, für den der Pädagoge zuständig ist. Der Pädagoge muss also in der Lage sein, Fehlverhalten provozieren zu können. Dies setzt nicht nur konsequentes und eindeutiges, sondern immer auch kritisches und konfrontierendes Erziehungsverhalten voraus. Das Ziel des entstandenen Konflikts ist in der Konsequenz die „Grenzziehung“. Dabei darf Grenzziehung nicht verwechselt werden mit Sanktionierung und Machtmissbrauch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die polarisierende Thematik der Konfrontativen Pädagogik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die theoretischen Hintergründe zu beleuchten.

2. Hauptteil: Der Hauptteil definiert den Konfrontationsbegriff, analysiert die Grundsätze und Methoden der Konfrontativen Pädagogik sowie deren methodische Verankerung in der konfrontativen und provokativen Therapie.

3. Fazit: Das Fazit kritisiert die Begriffswahl der Konfrontativen Pädagogik im Hinblick auf den notwendigen pädagogischen Beziehungsaufbau und betont die Bedeutung dieser Methode als Intervention für schwer erreichbare Jugendliche.

Schlüsselwörter

Konfrontative Pädagogik, Konfrontation, Erziehungsstil, Intervention, Mehrfachauffällige, Dissoziales Verhalten, Grenzziehung, Provokative Therapie, Sozialisation, Handlungskompetenzen, Normverstoß, Deliktspezifisch, Pädagogische Haltung, Verhaltensänderung, Erziehungsresistent.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Ziel der Konfrontativen Pädagogik?

Die Konfrontative Pädagogik zielt darauf ab, bei dissozialen oder mehrfachauffälligen Jugendlichen Verhaltensveränderungen durch eine direkte und konfrontierende Auseinandersetzung mit ihrem Fehlverhalten zu bewirken.

Welche Zielgruppe steht im Fokus dieser pädagogischen Ausrichtung?

Die Methoden richten sich primär an sogenannte „erziehungsresistente“ Jugendliche, insbesondere männliche Mehrfachtäter, bei denen klassische pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.

Wie wird Konfrontation methodisch in die Praxis umgesetzt?

Dies geschieht durch verschiedene Ansätze, wie argumentatives Vorgehen, stark ritualisierte Konfrontationsprozesse (z.B. in der Glen-Mills-School), den „heißen Stuhl“ oder gezielte Interventionen bei Regelverstößen.

Welche wissenschaftlichen Methoden dienen als Vorbilder?

Die Konfrontative Pädagogik lehnt sich stark an kognitionspsychologische Therapiekonzepte an, namentlich die konfrontative Therapie nach Corsini und die provokative Therapie nach Farrelly.

Was unterscheidet diesen Ansatz von einem autoritären Erziehungsstil?

Obwohl Grenzen gesetzt werden, basiert der konfrontative Ansatz auf einem autoritativen Stil, der hohe Kontrolle mit emotionaler Wärme, Wertschätzung und dem Ziel einer transparenten Beziehung zwischen Pädagogen und Jugendlichen verbindet.

Welche Rolle spielt die Peergroup bei der Verhaltensänderung?

Gemäß dem Prinzip „Jugend erzieht Jugend“ wird sozialer Gruppendruck genutzt, um dem Konfrontierten innerhalb seiner eigenen sozialen Bezugsgruppe Grenzen aufzuzeigen.

Warum wird der Begriff „Konfrontative Pädagogik“ als fragwürdig bezeichnet?

Das Fazit stellt in Frage, ob der Name passend ist, da eine wirksame Arbeit zu einem Großteil auf Empathie und Verständnis basieren muss und die eigentliche Konfrontation nur einen Teil des pädagogischen Handelns ausmachen sollte.

Was versteht man unter dem Begriff „Labeling Approach“ im erzieherischen Kontext?

Der Ansatz hinterfragt, ob abweichendes Verhalten eine objektive Tatsache ist oder erst durch soziale Zuschreibungen und Reaktionen der Umwelt als solches definiert wird.

Wie wird eine Konfrontation innerhalb der Glen-Mills-School stufenweise umgesetzt?

Die Umsetzung folgt einem hoch ritualisierten siebenstufigen Prozess, der von freundlichen non-verbalen Hinweisen bis hin zu physischen Interventionen reicht.

Welche Funktion hat der „heiße Stuhl“?

In diesem Setting wird die Person in einem kurzen Verhaltenstraining durch provokative Elemente und Humor dazu angeregt, sich mit ihrem eigenen Verhalten und ihren Defiziten auseinanderzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Die theoretischen Bausteine der Konfrontativen Pädagogik
Université
University of Hamburg
Cours
Hauptseminar
Note
1,7
Auteur
Annika Westphal (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
20
N° de catalogue
V122050
ISBN (ebook)
9783640265107
ISBN (Livre)
9783640265138
Langue
allemand
mots-clé
Bausteine Konfrontativen Pädagogik Hauptseminar
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Citation du texte
Annika Westphal (Auteur), 2007, Die theoretischen Bausteine der Konfrontativen Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122050
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Extrait de  20  pages
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