Aufgebaut auf die Gentechnik befasst sich diese Studienarbeit mit dem Bereich Klonen, welcher sich auf die Wissenschaft, die Ethik, sowie das Recht bezieht. Im ersten Teil wird auf die wissenschaftliche Forschung eingegangen. Dabei werden die Begriffe „Gentechnik“ und „Klonen“ geklärt, die Evolution des Klonens aufgezeigt und die Verfahren des Klonens erklärt. Abgerundet wird dieser Teil durch ein Beispiel, nämlich durch das bekannte geklonte Schaf Dolly. Um einen Überblick über die ethische Beurteilung zu erlangen, wird im Voraus der Begriff „Bioethik“ geklärt, auf die Evolution der Bioethik eingegangen und die Ethischen Aspekte erläutert. Im Bereich des Klonens beschäftigt sich die Bioethik besonders mit den Bereichen der Schöpfung, Moral, der Würde des Menschen und Verantwortung. Um die ethische Beurteilung zu verdeutlichen, wird die Stellungnahme der deutschen Bischöfe im Jahr 2001 zusammengefasst. Zuletzt wird die rechtliche Perspektive aufzeigt. Dazu wird die Evolution des Rechts gegenüber der Gentechnik sowie dem Klonen geschildert, über die aktuelle rechtliche Lage in Deutschland informiert und ein Vergleich zwischen der rechtlichen Lage in den USA und Deutschland gezogen.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Wissenschaftliche Forschung
3.1 Begriffsklärung Gentechnik
3.2 Begriffsklärung Klonen
3.3 Evolution des Klonens
3.4 Verfahren des Klonens
3.4.1 Embryo-Splitting
3.4.2 Zellkerntransfer
3.5 Beispiel: Das geklonte Schaf Dolly
4. Ethische Beurteilung
4.1 Begriffsklärung Bioethik
4.2 Evolution der Bioethik
4.3 Ethische Aspekte
4.3.1 Schöpfung
4.3.2 Moral
4.3.3 Die Würde des Menschen
4.3.4 Verantwortung
4.4 Stellungnahme der deutschen Bischöfe im Jahr 2001
5. Rechtliche Perspektive
5.1 Evolution der rechtlichen Lage
5.2 Aktuelle rechtliche Lage in Deutschland
5.3 Vergleich der rechtlichen Lage zu den USA
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Fortschritt in der Gentechnik, ethischen Normen und rechtlichen Regulierungen. Ziel ist es, den Klonprozess und dessen Auswirkungen auf Natur, Tier und Mensch kritisch zu beleuchten und dabei die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Forschung hervorzuheben.
- Wissenschaftliche Grundlagen des Klonens und relevante Verfahren
- Ethische Begründungen und bioethische Diskurse (Menschenwürde, Schöpfung)
- Rechtlicher Rahmen und Bestimmungen zum Klonen in Deutschland
- Internationaler Vergleich der gesetzlichen Lage (USA vs. Deutschland)
Auszug aus dem Buch
3.5 Beispiel: Das geklonte Schaf Dolly
Das Schaf namens Dolly wurde am 5. Juli 1996 durch das Verfahren des Zellkerntransfers aus einer Euterzelle eines sechs Jahre alten Schafs geklont (vgl. Clausen 2006, S. 28 / Henderson 2010, S. 144). In Schottland gelang es einer Gruppe von Forschern, unter anderem Ian Wilmut und Keith Campbell, dass die Euterzelle des sechs jährigen Schafes mit der Eizelle eines anderen Schafes verschmolzen ist (vgl. Wilmut et al. 1997 / Wilmut 1999; zitiert nach Clausen 2006, S. 28). Dabei wurde einem Schaf die Eizelle entnommen, diese wurde entkernt und die Euterzelle des sechs jährigen Schafes wurde in vitro in die entkerne Eizelle eingefügt. Die Zelle des Euters fusionierte durch elektrische Impulse mit der Eizelle und durch diese Aktivierung begann die Embryonalentwicklung.
Weil aus der Zellteilung – dem Produkt des Kerntransfers – keine Euterzellen, sondern die Embryonalentwicklung einsetzte, mussten gewisse Komponenten aus der Euterzelle zurückgesetzt werden, was man Deprogrammierung nennt. Durch hormonelle Anregung wurde der Embryo durch den Transfer in die Ammenmutter übertragen (vgl. Clausen 2006, S. 30f). Die Ammenmutter ist umschrieben die Ersatzmutter, in welche die fusionierte Eizelle eingesetzt wurde und stellt, oberflächlich gesagt, die dritte Mutter von Dolly da (vgl. Bühl 2009, S. 288). Nachdem Dolly geboren wurde, war sie das erste Säugetier, welches aus einer adulten Zelle, in dem Fall der Euterzelle, geklont wurde und war somit die genetische Duplizierung eines lebenden Tieres (vgl. Henderson 2010, S. 144).
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Klonens ein und erläutert den resultierenden Konflikt zwischen wissenschaftlichem Fortschritt, ethischer Vertretbarkeit und rechtlichen Rahmenbedingungen.
3. Wissenschaftliche Forschung: In diesem Kapitel werden die technischen Grundlagen, Begriffe wie Gentechnik und Klonen sowie die Verfahren des Embryo-Splittings und Zellkerntransfers inklusive des Beispiels „Dolly“ dargelegt.
4. Ethische Beurteilung: Das Kapitel analysiert die ethischen Herausforderungen des Klonens unter Aspekten wie Schöpfungsglaube, Moral, Menschenwürde und Verantwortung sowie die Position der deutschen Bischöfe.
5. Rechtliche Perspektive: Hier wird die rechtliche Entwicklung in Deutschland, das aktuelle Gentechnikgesetz sowie ein Vergleich mit der Gesetzgebung in den USA thematisiert.
6. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Transparenz und verantwortungsvollem Handeln in der wissenschaftlichen Forschung.
Schlüsselwörter
Klonen, Gentechnik, Bioethik, Embryonenschutzgesetz, Zellkerntransfer, Embryo-Splitting, Menschenwürde, Schöpfung, Verantwortung, Reproduktives Klonen, Therapeutisches Klonen, Biotechnologie, Rechtliche Perspektive, Stammzellgesetz, Gentechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Konflikt zwischen dem Wunsch nach technologischem Fortschritt in der Gentechnik, insbesondere beim Klonen, und den dabei entstehenden ethischen und rechtlichen Bedenken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die wissenschaftliche Klontechnik, die bioethische Reflexion von Leben und Schöpfung sowie die rechtliche Regulierung in Deutschland im Vergleich zu den USA.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Stand des Klonens in der Gentechnik darzustellen und das Spannungsfeld zwischen der Forschungsfreiheit und dem Schutz der menschlichen Würde und der Natur zu erörtern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Studienarbeit, die primär auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur, ethischer Stellungnahmen und relevanter Gesetzesgrundlagen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die wissenschaftliche Erläuterung der Klonverfahren, die ethische Bewertung der Manipulation von Leben sowie eine detaillierte Aufarbeitung der rechtlichen Lage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Klonen, Gentechnik, Bioethik, Menschenwürde, Embryonenschutzgesetz und Verantwortung sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.
Welche Rolle spielt das Schaf Dolly in der Arbeit?
Dolly dient als zentrales Fallbeispiel, um das Verfahren des Zellkerntransfers und die daraus resultierenden ethischen und wissenschaftlichen Debatten in den 1990er Jahren zu verdeutlichen.
Warum wird die Stellungnahme der deutschen Bischöfe von 2001 angeführt?
Diese Stellungnahme wird als konkretes Beispiel für eine christliche-ethische Bewertung der Gentechnik und des therapeutischen sowie reproduktiven Klonens herangezogen.
Wie unterscheidet sich die rechtliche Lage in den USA von der in Deutschland?
Während in Deutschland durch Gesetze wie das Embryonenschutzgesetz strikte Verbote gelten, gibt es in den USA kein ganzheitliches Bundesgesetz, das Klonen vollständig untersagt, wenngleich einzelne Bundesstaaten Verbote erlassen haben.
- Arbeit zitieren
- Luisa Becker (Autor:in), 2020, Klonen. Ein Konflikt zwischen Forschung, Geboten und Verboten in der Gentechnik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1220531