1. Einordnung: Sonettzyklus- literaturhistorischer Kontext
Das 18. Sonett von Shakespeare gehört zu einem insgesamt 154 Sonette umfassenden Zyklus. Die Abfolge der einzelnen Gedichte ist nicht gesichert und immer noch Gegenstand einer Diskussion.
Entstanden ist dieses Gedicht nach bestimmter Einschätzung zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Von den verschiedenen Motivgruppen ist es derjenigen zuzuordnen, welche die Vergänglichkeit der Dinge im Gegensatz zum Idealen behandelt, welches in der Lyrik aufzubewahren versucht wird.
Die Tradition der Sonettdichtung hatte sich ausgehend vom Petrarkismus in weiten Teilen Europas verbreitet, so auch in England. Shakespeare entwirft einen eigenständigen Zyklus (keine Nachdichtung o.ä.), welcher bestimmte Elemente in seinen englischen Vorgängern findet (dazu später).
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Inhaltsverzeichnis
I. Formales
1. Einordnung: Sonettzyklus- literaturhistorischer Kontext
2. grober formaler Aufbau (Sonett, Struktur, Reim) -> Funktion
3. Metrik
II. Inhaltlicher Aufbau
1. Gedankenführung
2. Sprechsituation Sprecher – Adressat auf textinterner Kommunikationsebene
3. Bild- und Stilebene, Thematik
4. weitere Stilmittel
III. Deutung
1. Würdigung
2. Parallelen/Unterschiede zu behandelten Sonetten
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das 18. Sonett aus Shakespeares Sonettzyklus einer detaillierten literaturwissenschaftlichen Analyse zu unterziehen, um die poetische Bewältigung des Themas der Vergänglichkeit durch die Kunst zu untersuchen.
- Formal-analytische Betrachtung von Struktur, Reimschema und Metrik.
- Untersuchung der inhaltlichen Gedankenführung und Sprechsituation.
- Analyse der bildsprachlichen Ebenen und verwendeten Stilmittel.
- Deutung der Überführung des Endlichen in das Ewige durch die Dichtung.
Auszug aus dem Buch
1. Einordnung: Sonettzyklus- literaturhistorischer Kontext
Das 18. Sonett von Shakespeare gehört zu einem insgesamt 154 Sonette umfassenden Zyklus. Die Abfolge der einzelnen Gedichte ist nicht gesichert und immer noch Gegenstand einer Diskussion.
Entstanden ist dieses Gedicht nach bestimmter Einschätzung zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Von den verschiedenen Motivgruppen ist es derjenigen zuzuordnen, welche die Vergänglichkeit der Dinge im Gegensatz zum Idealen behandelt, welches in der Lyrik aufzubewahren versucht wird.
Die Tradition der Sonettdichtung hatte sich ausgehend vom Petrarkismus in weiten Teilen Europas verbreitet, so auch in England. Shakespeare entwirft einen eigenständigen Zyklus (keine Nachdichtung o.ä.), welcher bestimmte Elemente in seinen englischen Vorgängern findet (dazu später).
Zusammenfassung der Kapitel
I. Formales: Dieses Kapitel behandelt die literaturhistorische Einordnung, den formalen Aufbau des Sonetts sowie die metrischen Besonderheiten des Gedichts.
II. Inhaltlicher Aufbau: Hier wird die Gedankenführung analysiert, die Kommunikationssituation zwischen Sprecher und Adressat beleuchtet sowie die Bildsprache und der Einsatz von Stilmitteln erörtert.
III. Deutung: Das abschließende Kapitel würdigt die Bedeutung des Sonetts als poetische Synthese von Vergänglichkeit und Ewigkeit und setzt es in den literarischen Kontext.
Schlüsselwörter
Shakespeare, Sonett, 18. Gedicht, Vergänglichkeit, Idealisierung, Petrarkismus, Metrik, Lyrik, Literaturgeschichte, Reimschema, Bildersprache, Ewigkeit, Dichtung, Sprechsituation, Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte literaturwissenschaftliche Analyse des 18. Sonetts von William Shakespeare hinsichtlich seiner formalen und inhaltlichen Struktur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Vergänglichkeit der Natur sowie der Versuch des Dichters, das Schöne und Ideale durch die Kunst der Dichtung für die Ewigkeit zu bewahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Shakespeare durch spezifische sprachliche und formale Mittel die Vergänglichkeit des Irdischen thematisiert und durch den Akt des Schreibens überwindet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine klassische literaturwissenschaftliche Werkanalyse angewandt, die sich in formale, inhaltliche und deutungstheoretische Schritte unterteilt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse, eine Untersuchung des inhaltlichen Aufbaus, eine Betrachtung der Bild- und Stilebene sowie eine abschließende Deutung des Werkes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Shakespeare, Sonett, Vergänglichkeit, Petrarkismus, Metrik, Bildersprache und die Überführung des Endlichen ins Unendliche.
Inwiefern spielt der Petrarkismus für das Sonett eine Rolle?
Der Petrarkismus bildet den historischen Hintergrund, von dem sich Shakespeare als eigenständiger Dichter abhebt, während er bestimmte Traditionen der Epoche aufgreift.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Dichters in diesem Sonett?
Der Dichter wird als jemand gesehen, der durch die originelle Reihung von Wörtern das eigentlich Vergängliche in einen Zustand der ewigen Dauer überführt.
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- Christian Herzig (Author), 2002, Analyse des 18. Gedichts aus Shakespeares Sonnetzyklus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1220