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Männerbilder in Franziska zu Reventlows "Von Paul zu Pedro"

Título: Männerbilder in Franziska zu Reventlows "Von Paul zu Pedro"

Trabajo Escrito , 2008 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Lars Hippenstiel (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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„[...]bei mir steht und fällt alles mit dem Erotischen[...]“1
Mit diesem Zitat der Autorin selbst könnte man wohl, wenn auch nur sehr grob, das Leben der Franziska zu Reventlow betiteln. Dabei war es nie die Absicht von Reventlow einmal Schriftstellerin zu sein. Im Gegenteil, für Reventlow ist die Frau „nicht zur Arbeit, nicht für die schweren Dinge der Welt geschaffen[...]- ein Luxusobjekt in des Wortes schönster Bedeutung“2. Jedoch hat sie als Schriftstellerin gearbeitet und bestritt einen Teil ihres erfahrungsreichen Lebens mit dieser Tätigkeit.
Immer wieder meisterte sie den Spagat zwischen alleinerziehender Mutter und Bohèmienne ohne ihren persönlichen Freiheitsdrang oder die Bedürfnisse ihres Sohnes außer Acht zu lassen. Umso verwunderlicher erscheint daher die Tatsache, dass sich die Literaturwissenschaft erst seit den 80er-Jahren mit dieser schillernden Figur der Münchener Bohème der Jahrhundertwende beschäftigt.3
Die vorliegende Arbeit untersucht eines ihrer späteren Werke, „Von Paul zu Pedro“. Immer wieder stößt man in der Sekundärliteratur auf verblüffende Parallelen zwischen dem Leben der Reventlow und ihren Charakteren. Daher soll diese Untersuchung versuchen zu ergründen, in wiefern der Roman „Von Paul zu Pedro“ autobiografische Züge enthält.
Hierzu soll zunächst das Leben der Reventlow anhand der wichtigsten Stationen und Personen schlaglichtartig dargestellt werden.
Danach folgt eine Vorstellung des Romans unter Berückichtigung der elementarsten Aspekte und Figuren. Besondere Bedeutung haben hierbei die verschiedenen Männertypen, die die Ich-Erzählerin im Roman skizziert und die Relation in denen sie zu diesen Figuren steht. Hierbei muss im Vorfeld angemerkt werden, dass die Sekundärliteratur in Hinblick auf die Analyse des Reventlow'schen Werkes sehr wenig Material bietet, weshalb ich in diesem Abschnitt gezwungen bin, überwiegend Hypothesen zu formulieren.
In einem dritten Schritt soll eine Synthese der Ergebnisse aus den vorrangegangenen Kapiteln erfolgen, in der herausgearbeitet wird, in wiefern der Roman letztendlich als autobiografisch gewertet werden kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Franziska Gräfin zu Reventlow

2.1 Husum/Lübeck

2.2 Schwabing/ Ascona

3.„Von Paul zu Pedro“ oder „Amouresken“

3.1 Zusammenfassung

3.2 Männerbilder

3.2.1 Paul

3.2.2 Der Retter

3.2.3 Der fremde Herr

3.3 Die Themen Liebe und Erotik

4. Autobiographische Parallelen zwischen Reventlow und der Ich-Erzählerin

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Franziska zu Reventlows Roman „Von Paul zu Pedro“ hinsichtlich seiner autobiografischen Bezüge. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern die im Werk skizzierten Männertypen und die Reflexionen der Ich-Erzählerin über Liebe, Erotik und gesellschaftliche Konventionen als Spiegel des Lebens der Autorin innerhalb der Münchener Bohème zu deuten sind.

  • Biografische Stationen der Franziska Gräfin zu Reventlow
  • Struktur und narrative Erzählweise des Romans „Von Paul zu Pedro“
  • Klassifizierung der Männertypen: Paul, der Retter und der fremde Herr
  • Die Differenzierung zwischen Liebe und Erotik im Werk
  • Analyse der autobiografischen Parallelen zwischen Autorin und Protagonistin

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Der Retter

Der Typus des Retters stellt für die Ich-Erzählerin einen unangenehmen Typ Mann dar, da dieser versuche die Frau durch die Liebe an sich zu binden. Die Erzählerin ist diesem Typ Mann gegenüber extrem negativ eingestellt, da sie ihm vorwirft, an krankhafter Selbstüberschätzung zu leiden. Der Retter meine er könne einen durch seine einzig wahre Liebe zu einem besseren Leben bekehren und sich selbst zu dessen Mittelpunkt machen. Aufgrund dieser Tatsache sei eine solche Bekanntschaft immer ein Fehler und entspringe lediglich einer momentan unangenehmen Situation, die durch den Retter gemildert würde. Für den Retter sei Monogamie maßgebend und dauernde Gespräche über Vergangenes oder das Ausfragen bei Schäferstündchen sei lästig. Auch die Veranlagung dazu, immer das totale Glück im Visier zu haben, sprich eine Ehe mit Kindern, stört die Ich-Erzählerin enorm. Für sie ist das gleichbedeutend, als bereite man schon zu Lebzeiten seinen Tod vor. Da sie sich nicht an solche Menschen binden wolle, dauerten diese Beziehungen dann auch meist nicht sehr lange. Der Retter versucht Einfluss auf die Lebensführung seiner Angebeteten zu nehmen und steht daher der angestrebten Autonomie der Ich-Erzählerin contraire gegenüber, weshalb sie diesem Typ Mann soweit es geht fernbleiben möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, beleuchtet kurz das Leben der Autorin und stellt die Zielsetzung dar, autobiografische Parallelen in Reventlows Werk „Von Paul zu Pedro“ zu untersuchen.

2.Franziska Gräfin zu Reventlow: Dieses Kapitel skizziert die wichtigsten Lebensstationen der Autorin, von ihrer Kindheit in Husum und Lübeck bis hin zu ihrem Leben in der Münchener Bohème und ihrem späteren Aufenthalt in Ascona.

3.„Von Paul zu Pedro“ oder „Amouresken“: Hier wird der Briefroman inhaltlich vorgestellt, in einen reflektiven und einen narrativen Teil gegliedert und die allgemeine Thematik der zwischenmenschlichen Beziehungen eingeführt.

3.1 Zusammenfassung: Dieses Unterkapitel bietet eine inhaltliche Übersicht des Romans und beschreibt die Männertypen sowie die Beweggründe der Erzählerin für ihre Reise und ihr Streben nach Freiheit.

3.2 Männerbilder: Dieser Abschnitt dient der theoretischen Einleitung zur differenzierten Betrachtung der verschiedenen Männertypen, die im Roman auftreten.

3.2.1 Paul: Das Kapitel definiert den Männertypus des „Paul“ als einen Sammelbegriff für flüchtige, unverbindliche Liebesabenteuer, die als Zeitvertreib dienen.

3.2.2 Der Retter: Hier wird die Figur des „Retters“ analysiert, der die Ich-Erzählerin einengen möchte und aufgrund seiner Bindungswünsche und Monogamie-Vorstellungen als Gegensatz zu ihrer Autonomie abgelehnt wird.

3.2.3 Der fremde Herr: Dieser Abschnitt widmet sich dem „fremden Herrn“ als dem aus Sicht der Erzählerin interessantesten Typus, dessen Reiz in der Distanz und dem Mangel an tieferer Kenntnis liegt.

3.3 Die Themen Liebe und Erotik: Dieses Kapitel erläutert das Verständnis der Ich-Erzählerin von Liebe und Erotik, wobei sie sich für eine klare Trennung der Begriffe und für eine freie, ungebundene Lebensweise ausspricht.

4. Autobiographische Parallelen zwischen Reventlow und der Ich-Erzählerin: Im Hauptteil wird die direkte Verbindung zwischen der Biografie der Autorin und den Romaninhalten hergestellt, wobei insbesondere das Liebesleben und die Männertypen verglichen werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Reventlows Werk stark von ihren eigenen Erfahrungen geprägt ist, während sie gleichzeitig ihre Ideale von Freiheit literarisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Franziska zu Reventlow, Von Paul zu Pedro, Männerbilder, Autobiografie, Münchener Bohème, Liebe, Erotik, Hetäre, Weiblichkeit, Briefroman, Autonomie, Gesellschaftskritik, Schwabing, Zwischenmenschliche Beziehungen, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Roman „Von Paul zu Pedro“ von Franziska zu Reventlow im Hinblick auf seine autobiografischen Züge und die Darstellung unterschiedlicher Männertypen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Liebe und Erotik, das Streben nach persönlicher Freiheit, die Rolle der Frau und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen zur Jahrhundertwende.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Reventlow ihr eigenes Leben, ihre Erfahrungen mit Männern und ihr bohèmehaftes Lebensgefühl in ihrem fiktiven Werk reflektiert und verarbeitet hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Untersuchung durchgeführt, die den Roman in Relation zur Biografie der Autorin setzt und dabei biographische sowie inhaltliche Analysen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Autorin, die Analyse der Romanstruktur, die detaillierte Klassifizierung der Männertypen (Paul, Retter, fremder Herr) sowie den Vergleich zwischen Romaninhalten und Reventlows tatsächlicher Lebensgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Franziska zu Reventlow, Männerbilder, Autobiografie, Bohème, Autonomie, Liebe und Erotik.

Warum lehnt die Ich-Erzählerin den Männertypus des „Retters“ so entschieden ab?

Die Erzählerin lehnt diesen Typus ab, weil der „Retter“ versucht, sie durch die Liebe zu bekehren, sie in die Monogamie zu drängen und ihren Wunsch nach Autonomie durch seine intensiven Bindungswünsche massiv einschränkt.

Welche besondere Bedeutung hat der „fremde Herr“ für die Protagonistin?

Der „fremde Herr“ steht für die Faszination des Unbekannten. Der Reiz liegt darin, dass keine tiefergehende Bindung oder Kenntnis der Person existiert, was der Erzählerin ihre gewünschte Freiheit und Unabhängigkeit bewahrt.

Wie unterscheidet die Ich-Erzählerin zwischen Liebe und Erotik?

Sie trennt beide Begriffe strikt: Liebe wird als eine ernste, langfristige Angelegenheit definiert, während Erotik als ein flexibles Kombinat aus Abenteuer, Spaß und kurzweiligen Beziehungen verstanden wird, das Erholung vom Alltag bietet.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über den autobiografischen Charakter des Romans?

Das Fazit betont, dass der Roman nicht als direkte Autobiografie, sondern als eine ironisierte Reflexion der Autorin zu verstehen ist, in der viele reale Motive und Erfahrungen aus ihrem Leben zur Gestaltung der fiktiven Welt aufgegriffen wurden.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Männerbilder in Franziska zu Reventlows "Von Paul zu Pedro"
Universidad
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)
Curso
Frau und Literatur. Zum Geschlechterdiskurs um 1900.
Calificación
1,3
Autor
Lars Hippenstiel (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
18
No. de catálogo
V122125
ISBN (Ebook)
9783640268962
ISBN (Libro)
9783640268184
Idioma
Alemán
Etiqueta
Männerbilder Franziska Reventlows Paul Pedro Frau Literatur Geschlechterdiskurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Hippenstiel (Autor), 2008, Männerbilder in Franziska zu Reventlows "Von Paul zu Pedro", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122125
Leer eBook
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