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Die Kommunikation von Gehörlosen

Title: Die Kommunikation von Gehörlosen

Term Paper , 2005 , 16 Pages

Autor:in: Julia Brückmann (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Wenn wir uns im Zug von jemandem verabschieden wollen und durch ein geschlossenes Fenster kommunizieren möchten, merken wir bald, wie beschränkt unsere Möglichkeiten sind, uns dem anderen mitzuteilen. Da wird gewunken, lautlos gerufen, mit dem Kopf genickt, oder eine Kusshand gemacht, aber trotz gutem Sichtkontakt kommt nur eine behelfsmäßige Verständigung zustande. Wenn uns die gesprochene Sprache nicht zur Verfügung steht, fällt unser Austausch an Informationen sehr rudimentär aus.

Wie sieht das aber bei Menschen aus, die von Geburt an oder durch eine Krankheit gehörlos sind? Welche Ursachen gibt es dafür und welche Auswirkungen hat das auf die Verständigung? In meiner Hausarbeit möchte ich zunächst allgemein über Gehörlosigkeit schreiben und dann zur Gebärdensprache übergehen- auf ihre Merkmale, Grenzen und eventuellen Anerkennungsschwierigkeiten

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gehörlosigkeit

2.1. Definition

2.2. Mögliche Ursachen

2.3. Auswirkungen der Gehörlosigkeit

3. Die Kommunikation von Gehörlosen

3.1. Einteilung untersch. Kommunikationsmöglichkeiten

3.2. Die Deutsche Gebärdensprache

4. Pro und Contra der Gebärdensprache

4.1. Gebärden in der Geschichte der Gehörlosenpädagogik

4.2. Vorteile der Deutschen Gebärdensprache

4.3. Die Grenzen der Gebärdensprache

4.4. Bilinguale Gehörlosenpädagogik

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kommunikativen Bedingungen von gehörlosen Menschen und analysiert den Stellenwert der Gebärdensprache im Vergleich zu rein oralistischen Erziehungsmethoden.

  • Definition und Ursachen von Gehörlosigkeit
  • Methoden der Kommunikation: DGS, LBG und Fingeralphabet
  • Historische Entwicklung der Gehörlosenpädagogik
  • Vor- und Nachteile der Gebärdensprache
  • Bilinguale Konzepte in der Erziehung

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Deutsche Gebärdensprache

Die DGS ist ein visuelles Zeichensystem, die Übertragung erfolgt auf dem gestisch-visuellen Kanal. Hier werden verschiedene Gebärdenzeichen gebildet, wobei dabei jede Gebärde Träger einer bestimmten Bedeutung ist.

„Die Handzeichen oder die Gebärden sind die kleinsten selbständigen bedeutungstragenden Einheiten in der Gebärdensprache. Sie sind nicht einfache Abbildungen von dem, was sie bezeichnen.“ (Prillwitz, S. 149), sondern sie werden durch verschiedene Einzelmerkmale folgender vier Ebenen kombiniert:

- Handform - Ausführungsstelle

- Handstellung - Bewegung

Wird ein Element von Handform, Ort, Handstellung oder Bewegung verändert, ändert sich auch die Bedeutung einer Gebärde. Die Gebärdensprache bedient sich aber auch nichtmanueller Mittel, zu denen Kopf- und Oberkörperhaltung, Gesichtsausdruck, Blick sowie Mundbild zu rechnen sind (vgl. Ruoß, S. 96).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die allgemeinen Einschränkungen bei fehlender Lautsprache und leitet zur Fragestellung der Arbeit über.

2. Gehörlosigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Gehörlosigkeit, listet medizinische Ursachen auf und beleuchtet die Auswirkungen auf die Kommunikation.

3. Die Kommunikation von Gehörlosen: Hier werden verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten wie die Deutsche Gebärdensprache, lautsprachbegleitende Gebärden und das Fingeralphabet systematisch erläutert.

4. Pro und Contra der Gebärdensprache: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Gehörlosenpädagogik sowie eine Abwägung der Vor- und Nachteile gebärdensprachlicher Ansätze.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine rein oralistische Erziehung unzureichend ist und eine stärkere Einbeziehung der Gebärdensprache erforderlich macht.

6. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Fachbücher und Online-Ressourcen auf.

Schlüsselwörter

Gehörlosigkeit, Deutsche Gebärdensprache, Kommunikation, Gehörlosenpädagogik, Oralismus, Lautsprachbegleitende Gebärden, Fingeralphabet, Bilingualismus, Integration, Gebärdenraum, Sprachentwicklung, Hörschädigung, Gebärden, Pädagogik, Sprachverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den medizinischen und kommunikativen Grundlagen für Gehörlose sowie der geschichtlichen und pädagogischen Einordnung der Gebärdensprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Definitionen von Gehörlosigkeit, verschiedene Kommunikationssysteme und die Debatte zwischen oralistischen Ansätzen und der Gebärdensprache.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Wert der Deutschen Gebärdensprache als vollwertige Sprache hervorzuheben und ihre Notwendigkeit für die erfolgreiche Integration von Gehörlosen darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Fachliteratur sowie historische Dokumentationen zur Gehörlosenpädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Gehörlosigkeit, erklärt die Unterschiede zwischen DGS und LBG und bewertet die Geschichte sowie Konzepte der Gehörlosenpädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gehörlosigkeit, Deutsche Gebärdensprache, Bilingualismus und die pädagogische Integration.

Warum spielt die Unterscheidung von DGS und LBG eine Rolle?

Die Unterscheidung ist wichtig, da die DGS eine eigenständige Sprache ist, während LBG lediglich ein Hilfsmittel zur Visualisierung der Lautsprache darstellt.

Was besagt das bilinguale Konzept?

Das bilinguale Konzept sieht vor, dass sowohl die Gebärdensprache als auch die Lautsprache (in Schrift- und Sprechform) gemeinsam gefördert werden, um dem Kind Teilhabe an beiden Welten zu ermöglichen.

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Details

Title
Die Kommunikation von Gehörlosen
College
University of Hamburg  (Institut für Behindertenpädagogik)
Course
Medizinische Grundlagen
Author
Julia Brückmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V122194
ISBN (eBook)
9783640270590
ISBN (Book)
9783640270378
Language
German
Tags
Kommunikation Gehörlosen Medizinische Grundlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Brückmann (Author), 2005, Die Kommunikation von Gehörlosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122194
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