Vorliegende Arbeit macht auf ein aktuelles Problem der westlichen Gesellschaft aufmerksam: das Problem des Übergewichts, das besonders bei Kindern und Jugendlichen in den letzen Jahren weltweit zunehmend auftritt.
Die gesundheitliche Situation der heutigen Kinder und Jugendlichen wird im Folgenden kurz beschrieben. Hier wird insbesondere auf die verschiedenen Einflüsse auf die kindliche und juvenile Gesundheit eingegangen, die die Entwicklung von Übergewicht fördern. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Betrachtung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Es wird speziell auf bewegungstherapeutische Maßnahmen, aber auch auf Ernährung und Verhalten eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Problem
Begrifflichkeiten
Adipositas im Kinder- und Jugendalter
Ursachen:
Genetische Disposition
Energiebilanz
Psychische Probleme
Endokrine Erkrankungen
Psychologisches
- Bewegungsmangel
- Ernährung
- Medien?
Folgen der Adipositas
Metabolische Erkrankungen
Orthopädische Erkrankungen
Gastrointestinale Erkrankungen
Psychische Belastungen
Zu erwartende Krankheiten im Erwachsenenalter
Therapeutische Maßnahmen
Therapieziele
Bewegung / Sport
Physiologische Auswirkungen von Bewegung
Ernährung
Verhalten
Präventionsmaßnahmen
Sport, Gesundheit und Übergewicht
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das zunehmende Problem der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die komplexen Ursachen sowie die physiologischen und psychosozialen Folgen aufzuzeigen und dabei die zentrale Rolle von Bewegungstherapie, Ernährung und verhaltensorientierten Ansätzen in der Prävention und Therapie zu beleuchten.
- Multifaktorielle Pathogenese der Adipositas
- Physiologische und psychische Folgeerkrankungen im Kindes- und Jugendalter
- Die Bedeutung der Energiebilanz und körperlicher Aktivität
- Strategien zur langfristigen Lebensstiländerung
- Die Rolle der Familie und des sozialen Umfelds
Auszug aus dem Buch
Bewegung / Sport
Die DGSP betont, dass der permanente Rückgang von alltäglicher und sportlicher Aktivität maßgeblich zu der sich global verbreitenden Adipositas beiträgt und es nicht lediglich auf die sich ändernde Ernährung zurückzuführen ist.
Daher nimmt regelmäßige körperliche Aktivität in der Prävention und auch in der Therapie der Adipositas einen hohen Stellenwert ein. Ein Sportangebot muss auf die individuellen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Einschränkungen der Betroffenen abgestimmt sein. Das Übergewicht kann hohe Belastungen auf den Bewegungsapparat, Gelenkverformungen, arterielle Hypertonie und Anstrengungsasthma verursachen (Bjarnason-Wehrens/Bjarnason Wehrens 2005: 137), die in der Sportpraxis unbedingt Berücksichtigungen finden müssen.
Auch sind gerade in der Bewegungstherapie emotionale und motivationale Aspekte von adipösen Kindern und Jugendlichen zu betrachten. Oftmals zeigen diese ein geringes Selbstwertgefühl und ein negatives Körperbild, das der Motivation von körperlicher Betätigung nicht fördert. Daher ist es sinnvoll, adipösen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich in einem sog. „Schonraum“ wertungsfrei mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und den eigenen Fähigkeiten neu vertrauen lernen. Innerhalb eines solchen Angebotes sollen unterschiedliche Sport- und Bewegungsarten durchgeführt werden, um die Hemmschwelle für den Übergang in eine interessante Regelsportartengruppe zu senken. Auf diese Weise soll das Verhalten der Kinder und Jugendlichen dauerhaft zu vermehrter eigeninitiativierter Bewegung geändert werden und damit der von AGA (2006) beschriebene Teufelskreis unterbrochen werden:
Übergewicht → Vermeidung von körperlicher Aktivität → Steigerung der Inaktivität → geringere Leistungsfähigkeit → Misserfolgserlebnisse, Frustration → Steigerung des Übergewichts
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ein und benennt den Schwerpunkt auf bewegungstherapeutische Maßnahmen sowie Ernährungs- und Verhaltensaspekte.
Problem: Dieses Kapitel beschreibt die weltweite Zunahme von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen als multifaktorielle Erkrankung und Gesundheitsherausforderung.
Begrifflichkeiten: Hier werden Definitionen von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter unter Berücksichtigung des Body-Mass-Index und der AGA-Perzentile erläutert.
Adipositas im Kinder- und Jugendalter: Dieser Abschnitt behandelt die komplexen Ursachen, wie genetische Disposition, Energiebilanz und psychische Faktoren.
Folgen der Adipositas: Hier werden die vielfältigen gesundheitlichen Konsequenzen, von metabolischen bis hin zu orthopädischen und psychischen Erkrankungen, detailliert dargestellt.
Therapeutische Maßnahmen: Dieses Kapitel erläutert die Grundpfeiler der Behandlung, bestehend aus Bewegung, Ernährungsumstellung und gesundheitspsychologischen Interventionen.
Präventionsmaßnahmen: Fokus auf die Bedeutung frühzeitiger, familienorientierter Programme zur Steigerung der körperlichen Aktivität.
Sport, Gesundheit und Übergewicht: Dieses Kapitel betont die Notwendigkeit von Sachkunde im Umgang mit Adipösen und den Stellenwert langfristiger sportlicher Betätigung.
Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass Gewichtsreduktion einen ganzheitlichen Lebensstilwandel unter Einbeziehung des familiären Umfelds und der Schule erfordert.
Schlüsselwörter
Adipositas, Übergewicht, Kinder, Jugendliche, Bewegungstherapie, Energiebilanz, Prävention, Ernährung, Stoffwechsel, Körperfett, BMI, Lebensstil, Psychosoziale Folgen, Gesundheit, Sport
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Krankheitsbild der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, ihren Ursachen, gesundheitlichen Folgen und therapeutischen Ansätzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die genetische Disposition, die Bedeutung der Energiebilanz, die gesundheitlichen Folgen für den Bewegungsapparat und das metabolische System sowie die psychische Belastung betroffener Kinder.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Bewusstsein für die Zivilisationskrankheit Adipositas zu schärfen und die Notwendigkeit einer multimodalen Therapie aus Bewegung, Ernährung und psychologischer Betreuung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien und Empfehlungen internationaler Organisationen wie der WHO sowie Fachgesellschaften wie der DGSP und AGA.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenanalyse (Genetik, Energiebilanz), die Darstellung der Folgeerkrankungen (medizinisch/psychisch) sowie detaillierte Empfehlungen für therapeutische Bewegungsprogramme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Adipositas, Bewegungstherapie, Energiebilanz, Prävention, Lebensstil, BMI und psychosoziales Wohlbefinden.
Warum spielt die Einbeziehung der Eltern bei der Therapie eine so große Rolle?
Eltern fungieren als Vorbilder im Ess- und Bewegungsverhalten; eine aktive Teilnahme der Familie erhöht die Erfolgschancen für eine langfristige Umstellung des Lebensstils erheblich.
Inwiefern beeinflusst der "Schonraum" die Motivation adipöser Kinder?
Ein wertungsfreier Raum ermöglicht es Kindern, sich ohne soziale Ausgrenzung oder Scham mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen, was die Hemmschwelle für spätere sportliche Aktivitäten senkt.
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- Julia Brückmann (Author), 2007, Adipositas. Probleme von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122195