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Der Demografische Wandel als Störfaktor in den sozialen Netzwerken älterer Menschen

Wie die Veränderung der Gesellschaft die Familienbindungen destabilisieren, Unterstützungen verändern und die Grundstruktur sozialer Netzwerke angreifen können

Title: Der Demografische Wandel als Störfaktor in den sozialen Netzwerken älterer Menschen

Seminar Paper , 2008 , 37 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: André Mandel (Author)

Sociology - Old Age
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, die demografischen und sozioökonomischen
Veränderungen der heutigen Gesellschaft den Merkmalen sozialer Netzwerke
gegenüberzustellen und daraus Folgen für die künftige Lebenspraxis abzuleiten. Durch
die Fülle von Aufgaben und Funktionen, die soziale Netzwerke übernehmen können,
werde ich in der Arbeit nur einen Schwerpunkt setzen können, der sich hauptsächlich
mit dem Transfer von Unterstützungsleistungen der Sandwich-Generation an die alte
Generation unter Berücksichtigung der Familienbindungen befassen wird. Der
Schwerpunkt liegt dabei allerdings nicht in einer Ist-Analyse, sondern in dem Versuch
eine Prognose für die nächsten Jahrzehnte zu skizzieren. Die neuen veränderten
Rahmenbedingungen des Wandels werden dabei als Interventionsvariablen, die auf die
sozialen Unterstützungsnetzwerke einwirken und vermutlich in Zukunft noch stärker
einwirken werden, interpretiert.
Im ersten Teil wird vor allem die faktischen Gegebenheiten eingegangen und Statistiken, sowie Entwicklungen anhand von Prognosen beschrieben, um im zweiten Teil
der Arbeit dies dann mit den Merkmalen sozialer Unterstützungsnetzwerke in
Verbindung zu bringen. Dabei soll am Ende zu erkennen sein, inwiefern die sich
ändernden gesellschaftlichen Bedingungen auf die Grundstruktur der Netzwerke
auswirken und welche Folgen für die nächsten Generationen im Bezug auf Altenpflege
und –unterstützung entstehen können.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problematik

1.2 Interpretationsversuch

2 GESELLSCHAFTLICHE BETRACHTUNGEN

2.1 Bevölkerungsentwicklungen

2.1.1 Demografische Faktoren

2.1.2 Sozioökonomische Faktoren

2.2 Veränderungen der familiären Struktur

2.2.1 Entwicklung der Familienstruktur

2.2.2 Starker Individualisierungstrend – Ein Problem

2.3 Aspekte der Pflege

2.3.1 Häusliche Pflege

2.3.2 Pflege in speziellen Einrichtungen

2.4 Ergebnissicherungen

3 SOZIALE NETZWERKE UND UNTERSTÜTZUNG

3.1 Soziale Netzwerke

3.1.1 strukturelle Merkmale von sozialen Netzen

3.1.2 relationale Merkmale von sozialen Netzen

3.2 Unterstützung

3.2.1 Convoy-Model

3.2.2 Das Pflegenetz und die emotionale Unterstützung

3.2.3 Hilfeerwartung und tatsächliche Hilfe

4 PROGNOSEN

4.1 Wirkungen des Wandels auf strukturelle Merkmale sozialer Netze

4.2 Wirkungen des Wandels auf die relationalen Merkmale sozialer Netze

4.3 Veränderungen der Unterstützungen und der Hilfesysteme

4.4 Anpassung des Convoy-Models

4.5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie der demografische Wandel und gesellschaftliche Veränderungsprozesse, insbesondere der starke Individualisierungstrend, die Struktur sozialer Netzwerke älterer Menschen destabilisieren und die traditionelle familiäre Pflegeunterstützung verändern. Ziel ist es, auf Basis soziologischer Netzwerkanalyse Prognosen für die künftige Gestaltung von Altenpflege und –unterstützung abzuleiten.

  • Auswirkungen des demografischen Wandels auf soziale Netzwerke
  • Wandel der familiären Strukturen und Bindungen
  • Analyse von Unterstützungssystemen und Pflegemodellen (Convoy-Model)
  • Konsequenzen der zunehmenden Urbanisierung und Mobilität
  • Prognose zur Entwicklung von Hilfesystemen im Alter

Auszug aus dem Buch

3.1.1 strukturelle Merkmale von sozialen Netzen

Dies ist ein wichtiger Abschnitt der Arbeit. Ich möchte hier gern auf die Merkmale von Netzwerken eingehen. In Teilen sind sie bereits (unbemerkt ) im zweiten Kapitel beschrieben worden, doch möchte ich sie nun genauer betrachten und erklären. Dabei stütze ich mich im Folgenden hauptsächlich auf eine Unterscheidung von Bernd Röhrle, die Nicole Bachmann in ihrem Buch32 sehr gut beschrieben hat.

Es gibt also zweierlei Merkmale, zunächst betreffen uns nur die strukturellen: i. Größe, ii. Dichte, iii. Erreichbarkeit, iv. Zentralität, v. Cluster/Cliquen.

i – Die Anzahl der Personen eines Netzwerkes werden durch den Größenbegriff dargestellt. Dabei wird deren Zugehörigkeit meist über die Bedeutung oder die Kontakthäufigkeit oder die Bedeutung ermittelt. Für meine Prognose ergibt sich dadurch die Familie als wichtigstes Unterstützungsmerkmal aus der Bedeutung der Pflegekette. Sicherlich wird im weiteren Verlauf, gerade im Bereich der Problematisierung, fraglich in wiefern die Familie noch zum Unterstützungsnetzwerk gehört. Ich nehme jedoch für den zu prognostizierbaren Zeitraum an, dass die Bedeutung und der Wunsch nach familiärer Unterstützung weiter vorhanden bleiben und damit eine Zugehörigkeit zumindest theoretisch rechtfertigt, selbst wenn die tatsächlichen Bedingungen anderes verlangen würden.

Die Größe des Netzwerkes muss als Potential möglicher Unterstützer im Alter angesehen werden, nicht, wie oben angemerkt, als absolute Unterstützungsquelle.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich des Wandels in der Betreuung älterer Menschen und die Zielsetzung der Arbeit.

2 GESELLSCHAFTLICHE BETRACHTUNGEN: Analyse der demografischen Entwicklungen, des Wandels familiärer Strukturen und der zunehmenden Professionalisierung der Pflege.

3 SOZIALE NETZWERKE UND UNTERSTÜTZUNG: Theoretische Fundierung sozialer Netzwerke und Unterstützungsmechanismen unter Anwendung des Convoy-Models.

4 PROGNOSEN: Ableitung zukünftiger Konsequenzen des Wandels für Netzwerkstrukturen, Unterstützungssysteme und die Rolle der Familie.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Soziale Netzwerke, Altenpflege, Familienstruktur, Individualisierung, Unterstützung, Convoy-Model, Gesellschaftlicher Wandel, Pflegesysteme, Alternde Gesellschaft, Netzwerkanalyse, Strukturwandel, Hilfesysteme, Intergenerationale Beziehungen, Lebenslauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie sich der demografische Wandel und soziologische Veränderungen in der modernen Gesellschaft auf die sozialen Netzwerke und die Unterstützungsmöglichkeiten älterer Menschen auswirken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung, der Wandel familiärer Strukturen, der Trend zum Individualismus sowie die sich wandelnden Anforderungen an die Altenpflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die demografischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen den Merkmalen sozialer Netzwerke gegenüberzustellen, um daraus Prognosen für die künftige Lebenspraxis und Altenpflege abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der soziologischen Netzwerkanalyse, um Ressourcenverhältnisse und Beziehungsstrukturen sowie deren Veränderung durch externe Faktoren (Interventionsvariablen) zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme, eine theoretische Analyse sozialer Netzwerke und Unterstützungssysteme sowie einen prognostischen Teil zur künftigen Entwicklung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem demografischen Wandel das Convoy-Model, familiäre Bindungen, strukturelle/relationale Netzwerkmerkmale und die Professionalisierung der Pflege.

Welche Rolle spielt das "Convoy-Model" in dieser Analyse?

Das Modell dient dazu, die Dynamik von Unterstützungsbeziehungen über den Lebenslauf zu verstehen und zu zeigen, wie sich die Bedeutung von Rollen bei veränderten Rahmenbedingungen verschiebt.

Wie verändert laut Autor die Urbanisierung die Generationenbeziehungen?

Der Autor argumentiert, dass die Abwanderung jüngerer Generationen in Städte die räumliche Trennung verstärkt, was die Pflege und den Zusammenhalt zwischen den Generationen erschwert.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Rolle der Familie?

Es wird prognostiziert, dass die Familie als primäre Instanz der Unterstützung durch den Individualisierungstrend und neue Lebensstile an Bedeutung verliert, was eine stärkere Abhängigkeit von professionellen Hilfesystemen nach sich zieht.

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Details

Title
Der Demografische Wandel als Störfaktor in den sozialen Netzwerken älterer Menschen
Subtitle
Wie die Veränderung der Gesellschaft die Familienbindungen destabilisieren, Unterstützungen verändern und die Grundstruktur sozialer Netzwerke angreifen können
College
University of the Federal Armed Forces München
Course
Seminar: Soziologie des Alterns
Grade
3,0
Author
André Mandel (Author)
Publication Year
2008
Pages
37
Catalog Number
V122225
ISBN (eBook)
9783640276424
ISBN (Book)
9783640277551
Language
German
Tags
Demografische Wandel Störfaktor Netzwerken Menschen Seminar Soziologie Alterns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Mandel (Author), 2008, Der Demografische Wandel als Störfaktor in den sozialen Netzwerken älterer Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122225
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