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Theophanu - Eine oströmische Prinzessin als weströmische Kaiserin

Title: Theophanu - Eine oströmische Prinzessin als weströmische Kaiserin

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Schwab (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Kaiserin Theophanu war eine gebürtige Prinzessin aus dem byzantinischen, also oströmischen Königshaus. Sie wurde 972 mit Otto II. vermählt und zur Kaiserin des heiligen römischen Reiches gekrönt. Nach dem frühen Tod ihres Mannes übernahm sie 984 auf dem Reichstag in Rara die Regentschaft für ihren Sohn Otto III. bis zu ihrem frühen Tod 991.

Doch wie und mit welcher Legitimation regierte sie? Wie bewältigte sie diese Aufgabe, nicht nur als Frau, sondern noch dazu als Ausländerin? Oder war sie gar keine Ausländerin, sondern Oströmerin im weströmischen Reich? In welchem Verhältnis standen die beiden Nachfolger des römischen Reiches zueinander und wie lässt sich Theophanu in diesem Machtgefüge verankern? Vor dem Hintergrund dieses Ost-weströmischen Konfliktes werde ich im Folgenden die Regentschaft der Kaiserin Theophanu untersuchen.

Byzantinistik ist eine eigene Forschungsrichtung, daher werde ich die Vorgeschichte des oströmischen und des weströmischen Reiches gegenüberstellen und das Zweikaiserproblem kurz erläutern, welches die Grundlage ist für den Konflikt der beiden Reiche.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Weströmische Vorgeschichte

Oströmische Vorgeschichte

Rom und Konstantinopel: Das Zweikaiserproblem

Diplomatische Kontakte

Eine oströmische Prinzessin

Die weströmische Kaiserin

Die Vormundschaft für Otto III

Thronstreitigkeiten: Heinrich der Zänker

Die Regentin des Weströmischen Reiches

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Regentschaft der Kaiserin Theophanu im Weströmischen Reich. Dabei wird analysiert, mit welcher Legitimation sie als Frau und Oströmerin im westlichen Machtgefüge agierte, wie sie in den ost-weströmischen Konflikt eingebettet war und welche Rolle sie bei der Sicherung des Reiches nach dem frühen Tod ihres Mannes Otto II. einnahm.

  • Analyse des ost-weströmischen Zweikaiserproblems als Legitimationskonflikt.
  • Untersuchung der diplomatischen und familiären Verflechtungen zwischen Byzanz und dem Ottonenreich.
  • Bewertung der Rolle Theophanus als Regentin und ihrer politischen Handlungsspielräume.
  • Einordnung der Regentschaft von Theophanu und Adelheid nach 983.

Auszug aus dem Buch

Die weströmische Kaiserin

Von diesem Tag, dem 14. April 972, zeugen uns mehrere Urkunden: Zum einen wird der Empfang der Braut bestätigt mit dem Zusatz „die werbung des erzb. Gero (vgl. no 533a) hatte glatten verlauf genommen“, was wiederum jegliche Zweifel seitens der Ottonen ausschließt. Zum anderen ist uns eine Prachturkunde, die so genannte „Heiratsurkunde der Theophanu“ erhalten. Die kalligraphische Ausfertigung des Rechtsdokumentes wurde auf purpurgefärbtem Pergament mit Goldtinte geschrieben und mit herrscherlichen Symbolen versehen. „Unter Einfluß byzantinischer Vorbilder repräsentiert die Urkunde ein Zeugnis ottonischer Kunst.“

Nicht nur wegen ihres historischen Wertes wurde sie im Juni 2004 von der Deutschen UNESCO-Kommission offiziell für das Weltdokumentenerbe der UNESCO vorgeschlagen. Das Nominierungskomitee betont in seinem Votum die besondere Qualität der Urkunde, vor allem aber auch ihre Schönheit:

Durch ihr Format und ihre künstlerische Gestaltung unterscheidet sich die Urkunde grundlegend vom üblichen Typus der mittelalterlichen Königs- und Kaiserurkunde. Sie ist fast anderthalb Meter lang und etwa vierzig Zentimeter breit (144,5 mal 39,5 cm). Der Text ist mit Goldschrift in einer kalligraphischen Minuskel auf purpurfarbenes Pergament geschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über den Forschungsstand zum Zeitalter der Ottonen und die Bedeutung von Macht im Herrschaftskontext.

Weströmische Vorgeschichte: Erläuterung des ottonischen Herrschaftsverständnisses und der Tradition des Kaisertums im Abendland.

Oströmische Vorgeschichte: Darstellung der Entwicklung des Byzantinischen Reiches und der historischen Einordnung der Reichsteilung.

Rom und Konstantinopel: Das Zweikaiserproblem: Analyse der ideologischen Konflikte und des gegenseitigen Anspruchs auf die Nachfolge des Römischen Reiches.

Diplomatische Kontakte: Untersuchung der Gesandtschaften und Heiratsverhandlungen zwischen den beiden Kaisertümern.

Eine oströmische Prinzessin: Beschreibung der Herkunft Theophanus und der politischen Hintergründe ihrer Vermählung mit Otto II.

Die weströmische Kaiserin: Analyse der Heiratsurkunde als europäisches Rechtsdokument und Zeugnis der politischen Verbindung.

Die Vormundschaft für Otto III: Darstellung der Krisensituation nach dem Tod Ottos II. und der Herausforderungen der Vormundschaftsregelung.

Thronstreitigkeiten: Heinrich der Zänker: Dokumentation der Aufstände Heinrichs und der diplomatischen Abwehr durch die ottonischen Anhänger.

Die Regentin des Weströmischen Reiches: Untersuchung von Theophanus Regentschaftsführung und ihrem politischen Einfluss im Regentschaftsrat.

Fazit: Würdigung von Theophanus Leistung als aktive, politisch versierte Kaiserin, die den Übergang zur nächsten Generation sicherte.

Schlüsselwörter

Theophanu, Ottonen, Byzanz, Zweikaiserproblem, Regentschaft, Otto II., Otto III., Heiratsurkunde, Legitimation, Macht, Mittelalter, Kaiserin, Diplomatie, Adelheid, Heinrich der Zänker

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beleuchtet die politische Rolle und den Einfluss der oströmischen Prinzessin Theophanu als Kaiserin im ottonischen Westreich des 10. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die diplomatischen Beziehungen zwischen Ost- und Westrom, die Legitimation von Herrschaft und das Zweikaiserproblem sowie die Ausübung von Regentschaft durch eine Frau im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Theophanu aus der Forschungslücke herauszuheben und ihre aktive Rolle als Regentin und politische Akteurin innerhalb des ottonischen Machtgefüges zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse zeitgenössischer Dokumente wie Urkunden, Berichten (z.B. Liudprand) und Chroniken (z.B. Thietmar von Merseburg) sowie der Auswertung aktueller mediävistischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil spannt den Bogen von der Vorgeschichte der Reiche über die Heiratspolitik und die symbolische Bedeutung der Heiratsurkunde bis hin zu den konkreten Thronstreitigkeiten und der Regentschaft nach 983.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Machtlegitimation, Ost-West-Diplomatie, ottonisches Königtum, Regentschaftsrat und byzantinisch-westliche Kulturkontakte.

Warum war die Heiratsurkunde von Theophanu aus Sicht der Autorin so bedeutsam?

Die Urkunde dient als einzigartiges politisches Rechtsdokument, das den byzantinisch-ottonischen Austausch symbolisiert und durch ihre prachtvolle Gestaltung sowie ihre Bestimmungen Theophanus Sonderstellung untermauert.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss Theophanus nach dem Tod ihres Mannes Otto II.?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Theophanu keine passive Witwe war, sondern als aktive Regentin in einem Regentschaftsrat erfolgreich die Grenzen des Reiches sicherte und eine weitsichtige Europapolitik verfolgte.

Welche Rolle spielten die Thronstreitigkeiten mit Heinrich dem Zänker für Theophanu?

Die Streitigkeiten stellten die größte Herausforderung ihrer Regentschaft dar; sie erforderten diplomatisches Geschick und die Absicherung der Nachfolge ihres Sohnes Otto III. durch Bündnisse und Reichstage.

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Details

Title
Theophanu - Eine oströmische Prinzessin als weströmische Kaiserin
College
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Course
HS Macht II - Das Zeitalter der Ottonen
Grade
1,0
Author
Sandra Schwab (Author)
Publication Year
2008
Pages
33
Catalog Number
V122229
ISBN (eBook)
9783640269334
ISBN (Book)
9783640270415
Language
German
Tags
Otto III. Otto II. Ottonen Theophanu Theophano Prinzessin Kaiserin Heiliges Römisches Reich Byzanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Schwab (Author), 2008, Theophanu - Eine oströmische Prinzessin als weströmische Kaiserin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122229
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