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Städtebau von Unten. Vom temporären Nutzen im Städtebau

Title: Städtebau von Unten. Vom temporären Nutzen im Städtebau

Essay , 2021 , 5 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Dacic (Author)

Urban and Regional Planning
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Eine alte Fabrikhalle, ungenutzte Gewerbegebiete, leerstehende öffentliche Einrichtungen. Alle könnten als eine städtebauliche Fehlentwicklung betrachtet werden, doch genau an diesen Stellen entsteht manchmal Leben. Da, wo Stadtplaner scheitern, eignen sich Andere die Räume an. Wer sind diese Menschen und unterliegt diesen speziellen Orten ein bestimmtes Muster, welches sie dann doch noch "lebenswert" macht? Eine Zwischennutzung ist eine Methode, mit Leerstand umzugehen. Sie beschreibt eine temporäre Nutzung von leer stehenden Räumen. Im Umgang mit diesen Räumen liegt auch das größte Potenzial; die Zwischennutzung schafft neuen Raum im Alten. Dieser bietet Platz für ein soziales und kulturelles Zusammenkommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangspunkt ist der Leerstand

2. Zwischennutzung als Methode

3. Beispiel Palast der Republik

4. Kooperative Stellung der Akteure

5. Beispiel Stadtbibliothek Hanau

6. Zwischennutzung als Werkzeug im Städtebau

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Zwischennutzungen als städtebauliche Strategie zur Reaktivierung von Leerständen und zur Förderung nachhaltiger urbaner Strukturen durch bürgerschaftliches Engagement.

  • Analyse von Leerstand als städtebauliches Potenzial
  • Mechanismen und Muster der Zwischennutzung
  • Rolle von Akteuren und Kooperation
  • Fallbeispiele: Palast der Republik und Stadtbibliothek Hanau
  • Transformationskraft temporärer Nutzungen

Auszug aus dem Buch

Die Zwischennutzung als Impulsgeber

Die Zwischennutzung kann viele neue Wege setzen und war am Beispiel des Volkpalastes keine Frage nach der Ästhetik (Abb. 2). Sie muss als Reaktion auf den leerstehenden Raum verstanden werden. Ein Muster der Zwischennutzung ist der „Impuls“ (Oswald, Overmeyer, Misselwitz 2013: 39). Er entsteht aus der vorübergehenden Zwischennutzung, welche dann in einem Diskurs über das Objekt endet. Ziel ist es eine neue Nutzung zu etablieren, die auch nach dem Verschwinden der Zwischennutzung noch fortbesteht.

Der Einzug von etlichen Künstlern und die daraus resultierenden Veranstaltungen im Volkspalast, verdeutlichen die Absurdität des Leerstandes. Selbst im ruinösen Zustand fanden viele Bürger einen beliebten Veranstaltungsort im Volkspalast. Das neue Humboldt Forum übernimmt diese, durch die Zwischennutzung gewonnene Einsicht und schafft am Ort des abgerissenen Volkspalastes ein Zentrum für die Kunst und Kultur. Zwischennutzung ist damit immer Start und Teil einer Nutzungsentwicklung.

Eine Zwischennutzung kann jedoch auch mit Problemen verbunden sein. Die errechneten Kosten für eine Begehbarmachung des Volkspalastes beispielsweise, beliefen sich auf 15 Mio. Euro. und zusätzlich ca. 1200 Mitarbeiter, um diesen für Veranstaltungen im Betrieb zu halten. Vorraussetzung für eine Zwischennutzung ist damit eine kooperative Stellung aller Akteure. Kommunen und private Bürger müssen mit den Mietern aktiv in Kontakt treten, um diese potenziellen Kosten zu diskutieren. „Bei Nichtkooperation könnten starke politische Bürger einen Druck in der Öffentlichkeit erzeugen, um die andere Partei zum Handeln zu zwingen.“ (Oswald, Overmeyer, Misselwitz 2013: 39)

Zusammenfassung der Kapitel

Ausgangspunkt ist der Leerstand: Das Kapitel definiert den Leerstand nicht als städtebauliches Versagen, sondern als Chance für neues Leben und soziale Aneignung.

Zwischennutzung als Methode: Die Zwischennutzung wird als gezieltes Instrument vorgestellt, um brachliegende Räume durch temporäre Nutzung für kulturelle Zwecke zu reaktivieren.

Beispiel Palast der Republik: Anhand des Volkspalastes wird aufgezeigt, wie bürgerschaftliches Engagement einen ruinösen Ort als Veranstaltungsraum transformieren konnte.

Kooperative Stellung der Akteure: Hier wird erläutert, dass Zwischennutzungen nur durch die aktive Zusammenarbeit von Kommunen, Eigentümern und Akteuren vor Ort realisierbar sind.

Beispiel Stadtbibliothek Hanau: Das Fallbeispiel zeigt die positive Resonanz der Bevölkerung auf eine geplante Zwischennutzung in einem ehemaligen Bibliotheksgebäude.

Zwischennutzung als Werkzeug im Städtebau: Abschließend wird betont, dass Zwischennutzungen keine Lückenbüßer sind, sondern nachhaltige Werkzeuge zur Transformation urbaner Räume.

Schlüsselwörter

Zwischennutzung, Städtebau, Leerstand, Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung, Volkspalast, Hanau, Transformation, Impulse, Urbane Strukturen, Kreativwirtschaft, Gemeinwohl, Architektur, Nachhaltigkeit, Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die städtebauliche Bedeutung von Zwischennutzungen in leerstehenden Gebäuden und deren Potenzial zur Stadtentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Umgang mit Leerstand, die Rolle der Akteure, die Bedeutung von Kooperation und die Transformation von Räumen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Zwischennutzungen als wirksames Werkzeug genutzt werden können, um nachhaltige urbane Strukturen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Fachliteratur sowie die Untersuchung konkreter Fallbeispiele in Berlin und Hanau.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Mechanismen der Zwischennutzung, beleuchtet wirtschaftliche Herausforderungen und diskutiert die notwendige Kooperation verschiedener Akteure.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zwischennutzung, Städtebau, Leerstand und urbane Transformation.

Welche Rolle spielt Rem Koolhaas in der Argumentation?

Rem Koolhaas wird zitiert, um die faszinierende Neubewertung von Verfallenem und dessen Potential für die Architektur der Zukunft zu verdeutlichen.

Warum wird der Palast der Republik als Beispiel angeführt?

Er dient als Paradebeispiel dafür, wie Bürger durch Zwischennutzung einen eigentlich zum Abriss bestimmten Ort mit neuem, kulturellem Wert füllen konnten.

Welche Herausforderungen nennt der Text bei Zwischennutzungen?

Als größte Herausforderungen werden die hohen Kosten für Instandhaltung und Betrieb sowie die Notwendigkeit einer engen, kooperativen Zusammenarbeit aller Beteiligten genannt.

Welchen Impuls konnte das Projekt in Hanau setzen?

Die geplante Zwischennutzung der ehemaligen Stadtbibliothek durch ein Künstlerkollektiv traf einen Nerv bei der jüngeren Bevölkerung und verdeutlichte den Bedarf an solchen urbanen Aktivitäten.

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Details

Title
Städtebau von Unten. Vom temporären Nutzen im Städtebau
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Course
Architektur Bachelor | Städtebau 2
Grade
1,3
Author
Stefan Dacic (Author)
Publication Year
2021
Pages
5
Catalog Number
V1222602
ISBN (PDF)
9783346659187
Language
German
Tags
Architektur Städtebau fachbereich rheinmain palast der republik leerstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Dacic (Author), 2021, Städtebau von Unten. Vom temporären Nutzen im Städtebau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1222602
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