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Schon der Gedanke: “Du siehst England”, machte mich für Freude beben - Sophie von La Roches Bericht über eine Reise nach England

Title: Schon der Gedanke: “Du siehst England”, machte mich für Freude beben - Sophie von La Roches Bericht über eine Reise nach England

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Julia Grubitzch (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Im Sommer des Jahres 1786 reiste Sophie von La Roche nach England. Um ihren Reisebericht besser verstehen zu können, sollte ein wichtiges Zeitphänomen des 18. Jahrhundert näher beleuchtet werden. Die Anglophilie. Verstärkt begannen die Menschen in dieser Zeit Englisch zu lernen und auch englische Literatur stärker zu lesen und zu beurteilen. Bewundert wurden die „innere Geschlossenheit“ und die soziale Errungenschaften wie Findlingshäuser und psychiatrische Anstalten. Voltaire hatte die Englandliebe in die Herzen der Deutschen eingepflanzt, so Michael Maurer . Unter dem Vorbild Großbritanniens habe sich das Bürgertum von der adelig-geprägten Gesellschaft abgelöst, schreibt Maurer. Die Beziehung Sophie von La Roche zum britischen Königreich reichen schon länger zurück, bis zu einen Aufenthalt ihres Mannes Georg von La Roche bei seinem Vater Graf Stadion . Unsere Dichterin lernt die englische Sprache vor allem über die Lektüre von Shakespeare, Swift und Richardson. „Schon in ihrem Erstlingsroman wird Fräulein von Sternheim als englisches Mädchen gelobt“ so Langner. Also auch in ihr Werk findet die Anglophilie Eingang. Die gesamte Szenerie verlegte die Dichterin nach England und schwärmte so von „ihrem“ Land . Den Wert Freiheit betont Sophie von La Roche in ihrem Reisebericht als wichtigen sehr oft. Denn trotz ihres vergleichsweise toleranten Ehemannes fühlt sie sich trotzdem eingeengt von den strengen Vorschriften für eine Dame besseren Standes im 18. Jahrhundert. England galt als Nation von Philosophen und des Fortschritts, was natürlich die Industrielle Revolution noch vorantrieb. Auch der Patriotismus und große Nationalstolz der Engländer war ein Vorbild für die Deutschen. Offenbar hatten diese damit schon solche Probleme wie unsere heutige Gesellschaft. Die Beziehung noch enger machten auch die intensiven Handelsbeziehung mit Großbritannien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographisches zu Sophie von La Roche

3. Reisebericht

4. Die Reiseberichte Sophie von La Roches

5. Tagebuch einer Reise durch Holland und England

5.1. Ankunft in London

5.2. Kleidung der Frauen

5.3. Modetorheiten

5.4. St. James´s Park

5.5. Das Schicksal der Schwarzen

5.6. Sadler´s Wells

5.7. Cagliostro und George Gordon

5.8. Oxford Street

5.9. Schaufenster

5.10. Bank of England

5.11. Bedlam

5.12. Foundling Hospital

5.13. Nationalcharakter

6. Vergleich mit anderen Reiseberichten des 18. Jahrhunderts

7. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Englandbild von Sophie von La Roche in ihrem Werk "Tagebuch einer Reise durch Holland und England" von 1788. Dabei wird analysiert, wie die Autorin ihre subjektive Wahrnehmung, ihre hohe Bildung und ihr Interesse an sozialen sowie gesellschaftlichen Strukturen des 18. Jahrhunderts in ihren Bericht einfließen lässt und inwiefern sie sich dabei von zeitgenössischen Reiseberichten abhebt.

  • Die literarische Verarbeitung der Reiseerlebnisse unter dem Aspekt der Anglophilie.
  • Die Rolle der Geschlechterrollen und die Freiheit der reisenden Frau im 18. Jahrhundert.
  • Die Beobachtung sozialer Institutionen wie Findlingshäuser und psychiatrische Anstalten.
  • Der Vergleich von Sophie von La Roches Reisebericht mit anderen zeitgenössischen Autoren.
  • Die Bedeutung von Bildung und Aufklärung in der Reiseliteratur der Epoche.

Auszug aus dem Buch

5.1. Ankunft in London

Der uns vorliegende Reisebericht wurde 1786 veröffentlicht. Zuerst beschreibt die Dichterin die Ankunft in London. Schon hier gerät sie ins Schwärmen. London sei die Stadt, die sie immer zu sehen sich gewünscht hatte. La Roche ist eine Anglophile, ganz klar. Die Engländer seien DIE große Nation, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Kunst. Als die großen Denker Englands erwähnt sie Newton und Addison. Diese zwei Namen könnte der Leser als Zeichen der umfassenden Allgemeinbildung der Autorin verstehen, sie kennt die Genies, auf jedem Gebiet. Sie preist den Geschmack der Briten hoch an, als Frau fallen ihr natürlich bei der Ankunft in London sofort die „Kaufmannsbuden“ auf.

Ihr gefällt London viel besser als Paris, denn sie empfindet es als angenehmer allgemeinen Wohlstand zu bemerken, als viele Arme zu sehen die einigen Reichen entgegenstehen. Zurückzuführen sei dieser Wohlstand, so La Roche, auf die Verbindung zwischen Monarchie und republikanischem Geist in England. „Die an England vor allem bewunderte Rede- und Pressefreiheit, der geschickte Ausgleich zwischen Monarchie, Parlament und Volk erscheinen als Idealbild“, schreibt Langner.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung des Zeitphänomens der Anglophilie im 18. Jahrhundert und Einführung in die persönlichen Beweggründe von Sophie von La Roche.

2. Biographisches zu Sophie von La Roche: Überblick über die Lebensstationen der Autorin, ihre literarischen Anfänge und ihre Vernetzung im Umfeld der Aufklärung.

3. Reisebericht: Definition und Einordnung der Reiseliteratur in der Aufklärung sowie der Bedeutung der Bildungsreise für das Bürgertum.

4. Die Reiseberichte Sophie von La Roches: Analyse ihres speziellen Stils, der durch Subjektivität und ein ausgeprägtes Interesse am sozialen Leben gekennzeichnet ist.

5. Tagebuch einer Reise durch Holland und England: Detaillierte Betrachtung verschiedener Londoner Schauplätze, von sozialen Einrichtungen bis hin zu kulturellen Beobachtungen.

5.1. Ankunft in London: Erste Eindrücke der Dichterin in London und ihre Faszination für den Wohlstand und die Freiheit des Landes.

5.2. Kleidung der Frauen: Beobachtungen zur Kleidung von Dienstbotinnen und das Eintreten für natürliche Weiblichkeit.

5.3. Modetorheiten: Kritische und humorvolle Auseinandersetzung mit der sich schnell wandelnden Mode der Zeit.

5.4. St. James´s Park: Schilderung von Besichtigungen und Reflexion über politische Ereignisse und den englischen Parkbau.

5.5. Das Schicksal der Schwarzen: Reflexion über die Beerdigung eines Dunkelhäutigen und ein Plädoyer für Menschlichkeit.

5.6. Sadler´s Wells: Beschreibung des Theaterbesuchs und der gesellschaftlichen Sitten in den Vergnügungsstätten.

5.7. Cagliostro und George Gordon: Begegnung mit zeitgenössischen Persönlichkeiten und Toleranz in religiösen Fragen.

5.8. Oxford Street: Begeisterung für die beleuchteten Schaufenster und Beobachtungen zu lokalen Konsumgewohnheiten.

5.9. Schaufenster: Analyse des englischen Nationalgeschmacks anhand der Art der Warenpräsentation.

5.10. Bank of England: Reflexion über den Reichtum und die Macht des Finanzwesens im Vergleich zu den sozialen Verhältnissen.

5.11. Bedlam: Empathische Schilderung des Besuchs einer psychiatrischen Anstalt und Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Patienten.

5.12. Foundling Hospital: Würdigung der sozialen Fürsorge in London und Verknüpfung mit eigenen Erfahrungen als Mutter.

5.13. Nationalcharakter: Zusammenfassende Gedanken über den englischen Nationalcharakter als freiheitliches Vorbild.

6. Vergleich mit anderen Reiseberichten des 18. Jahrhunderts: Gegenüberstellung von La Roches Beobachtungen mit Berichten von Zeitgenossen wie Günderode und Bielfeld.

7. Schlussbemerkungen: Fazit zur schriftstellerischen Leistung und der Bedeutung von La Roches Reisebericht für die Nachwelt.

Schlüsselwörter

Sophie von La Roche, England, Reisebericht, Anglophilie, Aufklärung, 18. Jahrhundert, Reiseliteratur, London, Gesellschaftsstudie, Frauenbild, Bildungsreise, Nationalcharakter, Soziales Engagement, Empfindsamkeit, Literaturkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Reisebericht von Sophie von La Roche über ihre Englandreise im Jahr 1786 und beleuchtet ihr spezifisches Bild von England im Kontext der Aufklärung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anglophilie, die Rolle der Frau als Reisende, soziale Errungenschaften, der englische Nationalcharakter und der Vergleich zu männlichen zeitgenössischen Autoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die literarische Qualität und die subjektive Sichtweise von La Roche innerhalb der gattungstypischen Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, vergleicht Primär- und Sekundärquellen und ordnet den Text in seinen zeitgeschichtlichen und biographischen Kontext ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden einzelne Stationen der Englandreise der Autorin detailliert besprochen, wie etwa Londoner Sehenswürdigkeiten, soziale Institutionen und Begegnungen mit Personen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Sophie von La Roche, Anglophilie, Aufklärung, Reiseliteratur und den englischen Nationalcharakter.

Wie bewertet Sophie von La Roche soziale Einrichtungen wie das Bedlam?

Sie bewertet diese mit Empathie und Neugier; sie ist ergriffen vom Schicksal der Patienten und vergleicht die Bedingungen in England kritisch mit denen in ihrem Heimatland.

Inwiefern unterscheidet sich ihr Bericht von dem anderer Zeitgenossen?

Während männliche Zeitgenossen oft analytisch und distanziert schrieben, verbindet La Roche ihre Beobachtungen stark mit persönlichen Gefühlen, Wissen und einer "empfindsamen" Perspektive.

Was bedeutet für die Autorin der "republikanische Geist"?

Sie sieht darin den Grund für den englischen Wohlstand und die Pressefreiheit, was für sie ein Idealbild für eine gerechte Gesellschaft darstellt.

Welche Bedeutung hat das Foundling Hospital für sie?

Es dient ihr als Beispiel für die Wohltätigkeit Londons, wobei ihre eigene Rolle als Mutter ihre besondere Anteilnahme und Wertschätzung für diese Einrichtung prägt.

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Details

Title
Schon der Gedanke: “Du siehst England”, machte mich für Freude beben - Sophie von La Roches Bericht über eine Reise nach England
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,9
Author
Julia Grubitzch (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V122268
ISBN (eBook)
9783640274291
ISBN (Book)
9783640274314
Language
German
Tags
Schon Gedanke England” Freude Sophie Roches Bericht Reise England
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Grubitzch (Author), 2007, Schon der Gedanke: “Du siehst England”, machte mich für Freude beben - Sophie von La Roches Bericht über eine Reise nach England, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122268
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