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Pädagogischer Schlüssel Jugendkultur. HipHop als Brücke zur Gesellschaft

Rapmusik als Hilfsmittel zur Sozialisation

Title: Pädagogischer Schlüssel Jugendkultur. HipHop als Brücke zur Gesellschaft

Diploma Thesis , 2009 , 75 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Alwina Koop (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Es gibt sehr viele Wege erwachsen zu werden und mindestens genauso viele Gründe, es nicht werden zu können oder sich dagegen zu wehren.
Erwachsen: normenbewusst, eigenständig, mündig, gesellschaftsfähig, unabhängig, verantwortungsbewusst, vernünftig, ….
Das sind alles Bezeichnungen für Eigenschaften, die man im Zustand einer gelungenen Sozialisation erlangen kann.
Befindet man sich in der Lebensphase, in der es gerade darum geht, sich innerhalb einer Gesellschaft zu sozialisieren, scheinen diese Eigenschaften keine erstrebenswerten Tugenden zu sein, sondern sinnentleerte Adjektive, die aus dem Kopf eines Pädagogen stammen und sich Tag täglich ihren Weg aus seinem Mund in die eigene Richtung bahnen.
Es handelt sich um die Jugendjahre. Eine Phase der zwiespältigen Wahrnehmung der Gesellschaft. In dieser Phase habe auch ich oft Sätze wie, „Später im Berufsleben kannst du nicht einfach so zu spät kommen“ oder „Du musst lernen Verantwortung zu übernehmen“ gehört. Was sie bedeuten und warum sie damals nichts als Schall in meinem Gedächtnis hinterließen, wurde mir erst später bewusst.
Meine Sozialisation ist erfolgreich verlaufen, was ich einer Jugendkultur zu verdanken habe. Als aktive Musikerin habe ich bereits mit 15 Jahren begonnen mich mit HipHop zu beschäftigen und fand meine kleine aber sehr bedeutende Bestimmung darin.
Nach meiner Emigration aus Russland, mit 10 Jahren, in das mir fremde Land, fiel es mir sehr schwer meine Identität zu finden. Falscher Umgang, sowie Drogen, Diebstähle und Vandalismus, waren nicht gerade behilflich um einer Identitätskrise zu entkommen.
Mit dem Wegweiser einer Jugendkultur namens HipHop, deren Werte und Intentionen, habe ich eine neue Weltanschauung vermittelt bekommen, die mir half ein starker, individueller, ehrenvoller und ehrgeiziger Mensch zu werden. Nichts war mir je wichtiger in meiner pädagogischen Arbeit, als diese Grundsätze weiter zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Inhalt der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Einleitung

2.2 Begriffsdefinition

2.2.1 Einleitung

2.2.2 Aggressives Verhalten

2.2.3 Sozialisation im Jugendalter

2.2.4 Hip Hop Kultur

2.2.5 Zusammenfassung

2.3 Problemstellung

2.3.1 Einleitung

2.3.2 Situation der Schüler

2.3.3 Aggressives Verhalten der Schüler

2.3.4 Konzept der Janusz- Korczak- Schule

2.3.5 Zusammenfassung

2.4 Bestehende Erklärungsansätze von Aggression

2.4.1 Einleitung

2.4.2 Aggressionstheorien

2.4.3 Sozialisation im Jugendalter

2.4.4 Zusammenfassung

2.5 Zusammenfassung

3 „Rapscool“ Workshop

3.1 Einleitung

3.2 Das Konzept

3.2.1 Einleitung

3.2.2 Organisatorischer Rahmen

3.2.3 Ablauf und Inhalt

3.2.4 Zielsetzung

3.2.5 Zusammenfassung

3.3 Umsetzung

3.3.1 Einleitung

3.3.2 Pädagogische Grundhaltung des Leiters

3.3.3 Rap als Selbstreflektion

3.3.4 Methodische Interventionen

3.3.5 Erfolge und Komplikationen

3.3.6 Zusammenfassung

3.4 Zusammenfassung

4 Qualitative Evaluation am „Rapscool“ Workshop

4.1 Einleitung

4.2 Forschungsmethode

4.2.1 Einleitung

4.2.2 Forschungsdesign

4.2.3 Fragebogen

4.2.4 Thesenaufstellung

4.2.5 Validität und Reliabilität

4.2.6 Zusammenfassung

4.3 Forschungsergebnisse

4.3.1 Einleitung

4.3.2 Selbstwertgefühl

4.3.3 Konzentration und Motivation

4.3.4 Provokationstoleranz

4.3.5 Gruppenfähigkeit

4.3.6 Aggressives Verhalten

4.3.7 Zusammenfassung

4.4 Zusammenfassung

5 Anwendung der Ergebnisse

5.1 Einleitung

5.2 Evaluation

5.2.1 Einleitung

5.2.2 Was macht den Rapworkshop besonders?

5.2.3 Ist der Fragebogen als Messinstrument für Qualität einsetzbar?

5.2.4 Zusammenfassung

5.3 Perspektive

5.3.1 Eileitung

5.3.2 Innovative Projekte in der Schulsozialarbeit

5.3.3 Weitere HipHop Workshopkonzepte

5.3.4 Zusammenfassung

5.4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Effektivität des Rap-Workshops "Rapscool" als pädagogisches Instrument zur Reduktion von aggressivem Verhalten bei Schülern einer Förderschule. Dabei wird ein Instrument zur Qualitätssicherung und Messung der pädagogischen Wirksamkeit entwickelt und evaluiert, um neue Handlungskonzepte für die Schulsozialarbeit abzuleiten.

  • Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Hip Hop als pädagogischer Zugang
  • Entwicklung eines Instruments zur Qualitätssicherung von Workshop-Programmen
  • Evaluation des Einflusses von Rap-Workshops auf aggressives Verhalten
  • Förderung sozialer Kompetenzen, Selbstwertgefühl und Impulskontrolle

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Rap als Selbstreflektion

Im Folgenden soll deutlich werden wie das Schreiben über sich als Person, den Jugendlichen hilft, negative Erfahrungen auf diese Art und Weise zu verarbeiten. Sie teilen ihre negativen Erlebnisse in Rap- Form, als eine Art „message“, ihren Zuhörern mit. Meine 4- jährige Hip Hop- Projektarbeit an Schulen verschiedenster Form, machte mich zur Zeugin phänomenaler Beobachtungen, einen großen Teil dieser trug die Schülergruppe der Janusz- Korczak- Schule bei.

Es scheint als wäre die Sprache und somit der Inhalt des Gesagten durch den „Rapflow“ codiert und somit nur für die bestimmt, an die er sich richtet. Es ist verblüffend festzustellen, dass Jugendliche einen persönlich, emotionalen Text eines Klassenkameraden in reiner Textform belächeln, wird derselbe Text jedoch von ihm gerappt, bekommt er Respekt und Anerkennung von seinen Mitschülern. Die Angst über Gefühle zu sprechen schwindet, in dem die Teilnehmer das negative Erlebte in etwas „Coolem“, zu etwas „Positiven“ machen. Eigene Songs über das eigene Leben zu schreiben, zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein.

Allgemein muss vorausgesetzt werden, dass Rap durch seine Interpreten einen Auftrag bekommt. Die „Message“, die in Rap- Songs transportiert wird, ist den Künstlern sehr wichtig. Tine Zeise erläutert hierzu in ihrer Doktorarbeit folgendes:

…“Die Inhalte, die in den Mitteilungen enthalten sind reflektieren zum großen Teil die Identität des Rappers, denn nur wenige geben an, dass ihre Aussagen nur bedingt im Zusammenhang mit der eigenen Persönlichkeit stehen. Etwas mehr als die Hälfte der Rapper entscheiden sich für eine bewusste Sendung einer Botschaft und nur wenige dagegen“ (Zeise T. 2006, S. 134)….

Die Vermittlung dieser Botschaft hat nicht nur den Verkündungseffekt, sondern auch die Selbsterfüllung und Identitätsfindung des Künstlers zur Aufgabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik des aggressiven Verhaltens an der Janusz-Korczak-Schule und definiert die zweisträngige Zielsetzung der Evaluation eines Rap-Workshops.

2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel liefert den theoretischen Unterbau durch die Definition zentraler Begriffe wie Aggression, Sozialisation und Hip Hop Kultur sowie eine Analyse der Problemlage der Schüler.

3 „Rapscool“ Workshop: Hier werden das Konzept, der Ablauf und die methodische Umsetzung des Rap-Workshops „Rapscool“ detailliert beschrieben und aus der Beobachtersicht reflektiert.

4 Qualitative Evaluation am „Rapscool“ Workshop: Dieser Abschnitt fasst das Forschungsdesign, die angewandte Methodik mittels Fragebögen und die empirischen Ergebnisse hinsichtlich verschiedener Kompetenzbereiche zusammen.

5 Anwendung der Ergebnisse: Das letzte Kapitel evaluiert die Eignung des Workshops als pädagogisches Interventionsmittel und diskutiert zukünftige Perspektiven sowie innovative Projekte in der Schulsozialarbeit.

Schlüsselwörter

Hip Hop, Rapmusik, Aggressives Verhalten, Sozialisation, Pädagogik, Workshop, Schüler, Evaluation, Selbstwertgefühl, Gruppenfähigkeit, Schulerfolg, Sozialkompetenz, Jugendkultur, Schulsozialarbeit, Respekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Nutzung von Hip-Hop-Workshops, um das aggressive Verhalten von Schülern an einer Förderschule durch die Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen zu verringern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Aggressionsforschung, die Sozialisation von Jugendlichen in schwierigen Lebensumständen sowie die Hip-Hop-Kultur als Medium für Identitätsbildung und Selbstreflektion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit eine halbjährige Teilnahme am "Rapscool"-Workshop positive Auswirkungen auf das aggressive Verhalten der Jugendlichen hat und ob sich dies durch ein entwickeltes Instrument messen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine qualitative Evaluationsforschung durchgeführt, bei der Lehrer mittels eines standardisierten Fragebogens in drei Phasen (vor, während, nach dem Workshop) die Kompetenzentwicklung der Schüler bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse, die Beschreibung des konkreten Workshop-Konzepts sowie die qualitative Evaluation und Interpretation der erzielten Ergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Hip-Hop und Aggressivität stehen vor allem Begriffe wie Selbstwertgefühl, Gruppenfähigkeit, Eigenreflektion und Qualitätssicherung im pädagogischen Kontext im Fokus.

Wie wirkt sich Rap auf das Selbstwertgefühl der Schüler aus?

Der Prozess, eigene Lebensinhalte in Raptexte zu verwandeln und diese vor Publikum zu präsentieren, führt zu gesteigerter Wertschätzung durch andere und stärkt das Vertrauen in die eigene Person.

Welche Rolle spielt die "Message" in den Raptexten?

Die Botschaft ermöglicht den Schülern eine konstruktive Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Biografie und bietet eine produktive Alternative zum Ausdruck von Frustration durch Gewalt.

Kann der Fragebogen auch für andere Projekte genutzt werden?

Ja, laut der Autorin ist das entwickelte Instrument modifizierbar und für die Qualitätssicherung bei zukünftigen Workshop-Programmen polyvalent einsetzbar.

Was ist das Resümee der Autorin zu "Rapscool"?

Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Rap-Workshops als Brücke zur Gesellschaft dienen können, wobei sie zwar keine Lebensumstände "heilen", aber wichtige Impulse für die Sozialisation setzen.

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Details

Title
Pädagogischer Schlüssel Jugendkultur. HipHop als Brücke zur Gesellschaft
Subtitle
Rapmusik als Hilfsmittel zur Sozialisation
College
University of Twente
Grade
sehr gut
Author
Alwina Koop (Author)
Publication Year
2009
Pages
75
Catalog Number
V122286
ISBN (eBook)
9783640292035
ISBN (Book)
9783640305780
Language
German
Tags
Jugendkultur HipHop Gesellschaft Rapmusik Workshop Kriminalisierung Sozialisation Identität Programm Moral Lebensführung Lebenswelt Zeitgeist Therapie innovativ Forschung Entwicklung Zeitgeist Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alwina Koop (Author), 2009, Pädagogischer Schlüssel Jugendkultur. HipHop als Brücke zur Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122286
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