Seit circa vier Monaten ist in Deutschland das COVID-19 Virus aktiv. Nur kurze Zeit nach dem Ausbruch, am 22. März 2020, wurde eine bundesweite Ausgangsbeschränkung verhängt. Diese Krise verursacht unter anderem wirtschaftliche Problematiken, insbesondere in der Personalpolitik.
Viele Unternehmen fürchten um ihre Wirtschaftlichkeit. Die Folgen können beispielsweise Insolvenz oder Personalabbau sein. Eine Umfrage des Norddeutschen Rundfunks sowie des Westdeutschen Rundfunks Köln bestätigt die Probleme in der Personalpolitik. Besonders in den Gesundheitsämtern fehlt Personal, um die Kontaktpersonen von Corona–Infizierten ausfindig zu machen und kontaktieren zu können. Doch was bedeutet dies für die Angestellten und die Führungskräfte? Das Scientific Essay setzt sich mit dieser Frage auseinander.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition Personalmanagement
2.2 Auswirkungen der Corona-Krise
2.2.1 Personalplanung
2.2.2 Personalauswahl
2.2.3 Personalfreisetzung
3 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Personalmanagement in Unternehmen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich die Krise konkret auf die zentralen Funktionsbereiche Personalplanung, Personalauswahl und Personalfreisetzung auswirkt und welche Herausforderungen sowie Lösungsansätze für Führungskräfte und Angestellte daraus resultieren.
- Grundlagen des Personalmanagements und dessen Zielsetzung
- Einfluss der Corona-Krise auf die strategische und operative Personalplanung
- Veränderte Rekrutierungsprozesse und Personalauswahl unter Kontaktbeschränkungen
- Strategien zur Personalfreisetzung und Kurzarbeit als Instrument zur Standortsicherung
- Herausforderungen für Führungskräfte in der Krisenbewältigung
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Personalplanung
Die Personalplanung ist ein Teilbereich der Personalwirtschaft und der Unternehmensplanung, welche den aktuellen sowie zukünftigen Personalbedarf ermittelt. Kurz-, mittel- und langfristige im Unternehmen angestellte Arbeitnehmer sollen in der erforderlichen Qualität und Quantität zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zur Verfügung gestellt werden. Dabei sind die unternehmerischen Ziele zu berücksichtigen. (RA Dr. Joachim Wichert, n. d.) Das bedeutet unter anderem, dass ausreichend Arbeitnehmer für die vakanten Stellen gefunden werden, administrative Aufgaben, wie zum Beispiel die Anpassung bestehender Arbeitsverträge und eine legitime Verteilung personeller Ressourcen erfolgen müssen. (Personalwissen, 08.03.2019) Um die Personalplanung durchführen zu können, ist ein Personalinformationssystem erforderlich. Dieses beinhaltet aussagekräftige Informationen über die Positionen, die Personen und verschiedene interne sowie externe Faktoren. (RA Dr. Joachim Wichert, n. d.) Die externen und internen Einflussfaktoren sind zum Beispiel der Arbeitsmarkt, der demografischer Wandel, die Altersstruktur oder die Fluktuation. Die Personalplanung unterteilt sich in die qualitative und quantitative Personalplanung. (Prof. Dr. Jane Tedd, August 2019)
Die qualitative Personalplanung errechnet das aktuelle Qualifikationslevel der Angestellten und ermittelt, welche Kompetenzen notwendig sind, um die zukünftigen Unternehmensziele zu erreichen. (Verlagsgruppe Norman Rentrop, 03.06.2019) Über verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel einem Stellenbesetzungsplan oder einer Altersstrukturanalyse, kann unter anderem der gegenwärtige Personalbestand ermittelt werden. (Prof. Dr. Jane Tedd, 08.2019) Die quantitative Personalplanung ermittelt wie viele Mitarbeiter aktuell oder zukünftig benötigt werden, um die zukünftigen Unternehmensziele zu erreichen. (Verlagsgruppe Norman Rentrop, 03.06.2019)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die akuten Herausforderungen und wirtschaftlichen Belastungen für Unternehmen und Beschäftigte infolge der COVID-19-Pandemie in Deutschland.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Personalmanagements und analysiert detailliert die Auswirkungen der Corona-Krise auf die drei Bereiche Personalplanung, Personalauswahl und Personalfreisetzung.
3 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert die negativen wirtschaftlichen Folgen der Krise sowie die Bedeutung von Kurzarbeit und neuen Arbeitsformen.
Schlüsselwörter
Personalmanagement, Corona-Krise, Personalplanung, Personalauswahl, Personalfreisetzung, Kurzarbeit, COVID-19, Personalführung, Personalbestand, Personalbedarf, Arbeitsmarkt, Krisenmanagement, Personaleinsatz, Stellenabbau, Recruiting
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das betriebliche Personalmanagement und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Bereiche Personalplanung, Personalauswahl sowie Strategien zur Personalfreisetzung unter Krisenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Pandemie bestehende HR-Prozesse beeinträchtigt und welche organisatorischen Anpassungen oder Lösungsansätze Unternehmen in dieser Ausnahmesituation wählen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien und Berichte aus dem Zeitraum der Corona-Krise zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung des Personalmanagements und eine detaillierte Betrachtung, wie sich die Krise konkret auf die Personalplanung, die Rekrutierung und den Umgang mit Personalüberkapazitäten auswirkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Personalmanagement, Corona-Krise, Personalplanung, Kurzarbeit, Personalauswahl und Personalfreisetzung.
Wie wirkt sich die Corona-Pandemie konkret auf die Personalauswahl aus?
Aufgrund von Kontaktbeschränkungen sind klassische Vorstellungsgespräche oder Assessment-Center vor Ort kaum möglich, weshalb Unternehmen verstärkt auf digitale Alternativen wie Videokonferenzen oder Telefoninterviews ausweichen müssen.
Welche Rolle spielt die Kurzarbeit in den untersuchten Unternehmen?
Die Kurzarbeit dient als zentrales Instrument, um den drohenden Stellenabbau zu vermeiden und die Belegschaft trotz Umsatzrückgängen im Unternehmen zu halten.
- Arbeit zitieren
- Franziska Pommer (Autor:in), 2020, Auswirkungen der Corona-Krise auf das Personalmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223342