Wird sich die Wirtschaft erholen können und war dieses Risiko abschätzbar?
In einer aktuellen Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer wurden 15.000 Unternehmen aus allen Regionen und Branchen zum Jahresumsatz befragt. Mehr als 80% der Firmen erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang. Fast jedes fünfte Unternehmen ist über eine mögliche Insolvenz besorgt. Um einer Insolvenz vorzubeugen melden circa 470.000 Betriebe Kurzarbeit an.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Vorhersehbarkeit der Corona-Krise im Kontext des unternehmerischen Risikomanagements und analysiert, wie Unternehmen durch systematisches Risikomanagement auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren und Schäden minimieren können.
- Grundlagen des Risikomanagements in Unternehmen
- Methoden der Risikoanalyse (Return on Investment, Balanced Scorecard)
- Umgang mit technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken
- Analyse der Corona-Pandemie als unvorhersehbare externe Bedrohung
- Strategien zur Krisenbewältigung und Prävention für Betriebe
Auszug aus dem Buch
2. Hauptteil
Um einen detaillierteren Einblick in die Thematik zu erhalten ist es erforderlich den Begriff Risiko im unternehmerischen Zusammenhang zu definieren. Im Allgemeinen definiert sich das Risiko als eine Kennzeichnung der Eventualität. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Zukunft ein Schaden entstehen kann, wird abgeschätzt. In unternehmerischem Zusammenhang bedeutet also Risikomanagement das Abwägen und Einschätzen aller Arten von Risiken in einem Unternehmen. Das Ziel, unternehmerische Risiken zu senken und künftige Schäden zu vermeiden oder zu minimieren, wird stets verfolgt. (Prof. Dr. Robert Gillenkirch & Prof. Dr. Werner Gleißner, n. d.)
Perikles, ein bedeutender Staatsmann und begabter Redner in der Blütezeit des Klassischen Griechenlands, vertrat eine klare Auffassung: „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“ (Perikles, Business Netz, 04.07.2009, Z. 11-12) Jedes Risiko ist abschätzbar und kalkulierbar, aber dafür bedarf es eines praxistauglichen Risikomanagements. Um die verschiedenen Bedrohungen, Gefahren und Risiken für das Unternehmen und den daraus resultierenden Schaden minimieren oder vermeiden zu können, ist die Berufung einer oder mehrerer Personen zum haupt- oder nebenamtlichen Risikomanager erforderlich.
Dieses Management muss langfristig und konsistent in das Unternehmen etabliert werden und zu jederzeit mit der Führungsperson beziehungsweise der Leitung des Betriebes in Kontakt treten können. Der oder die Risikomanager benötigen für die Risikoermittlung objektive Einsichten in die einzelnen Unternehmensabläufe. (Business Netz, 2010) Um auf die Zukunft vorbereitet zu sein ist ein Risikomanagementprozess erforderlich. Zu Beginn wird das Risiko identifiziert sowie bewertet. Anschließend erfolgt die Risikoaggregation, also die Gesamtrisikoposition wird bestimmt. Daraufhin werden sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen zur Risikobewältigung durchgeführt und unter anderem Ablauf- und Aufbauorganisationen überwacht. Abschließend erfolgt ein externes Berichtwesen an die Stakeholder. Um zum Beispiel finanzielle Risiken abschätzen und vorbeugen zu können, wird im Risikocontrolling der Return on Investment durchgeführt. Dieser stellt das Jahresergebnis in Bezug das eingesetzte Kapital dar. Ein Vorteil hierbei ist, dass er sich aus mehreren relevanten Komponenten zusammensetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Corona-Krise ein, beschreibt die gesundheitlichen Auswirkungen und verdeutlicht die ökonomischen Folgen für Unternehmen sowie die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil definiert Risikomanagement als zentrales Instrument für Unternehmen, erläutert Methoden wie den Return on Investment und die Balanced Scorecard und diskutiert verschiedene Risikokategorien.
3. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass obwohl Risiken wie Pandemien schwer vorhersehbar sind, ein fundiertes Risikomanagement die Resilienz von Unternehmen maßgeblich stärken kann.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Corona-Krise, Unternehmensführung, Risikoanalyse, Return on Investment, Balanced Scorecard, Krisenbewältigung, Liquidität, Unternehmensexistenz, Prävention, Wirtschaftlichkeit, Marktvolatilität, Vorsorgemaßnahmen, Schadensminimierung, Unternehmensprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die Corona-Krise für Unternehmen vorhersehbar war und welche Rolle ein systematisches Risikomanagement bei der Bewältigung solcher unvorhersehbaren Ereignisse spielt.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, die praktische Anwendung von Kontrollinstrumenten und die Analyse von Krisenszenarien anhand des Beispiels der COVID-19-Pandemie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Risiken systematisch identifizieren, bewerten und durch entsprechende Managementprozesse besser auf zukünftige Bedrohungen vorbereiten können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit nutzt deskriptive Methoden und greift auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Managementmodelle wie den Return on Investment und die Balanced Scorecard zurück, um Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition von Risikomanagement, der Vorstellung von Prozessschritten zur Risikobewältigung und der praktischen Anwendung von Controlling-Instrumenten sowie der Klassifizierung unternehmerischer Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Risikomanagement, Schadensminimierung, Resilienz, wirtschaftliche Vorsorge, Krisenintervention und betriebswirtschaftliche Analyseinstrumente.
Warum ist das Beispiel von Perikles für diese Arbeit relevant?
Das Zitat von Perikles unterstreicht die Kernaussage, dass nicht die absolute Vorhersehbarkeit der Zukunft entscheidend ist, sondern die systematische Vorbereitung auf mögliche Eventualitäten.
Welchen Einfluss hat die Corona-Krise konkret auf die untersuchten Unternehmen?
Die Arbeit erläutert, dass viele Unternehmen durch fehlende Liquiditätsreserven und unerwartete Betriebsschließungen unter existenzbedrohenden Druck geraten sind, was die Bedeutung finanzieller Rücklagen verdeutlicht.
- Citar trabajo
- Franziska Pommer (Autor), 2020, War die Corona Krise vorhersehbar? Das Risikomanagement im unternehmerischen Zusammenhang, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223344