Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, welche Möglichkeiten die Schulsozialarbeit (SSA) für die Förderung der Bildungsgleichheit der SuS mit Migrationshintergrund bieten kann. Zunächst wird der Begriff der SSA erläutert, sowie das Aufgabengebiet, die Zielgruppe und die Methoden der SSA genannt. Im Weiteren wird die Bedeutung des Begriffs „Bildungsungleichheit“ bestimmt und diese auf die SuS mit Migrationshintergrund bezogen. Um dieses Kapitel abzurunden, werden die Gründe genannt, warum insbesondere die Kinder und Jugendlichen mit nicht-deutscher Herkunft von Bildungsungleichheiten betroffen sind. Im vierten Kapitel dieser Arbeit werden die Förderungsmöglichkeiten der SSA für die Schaffung von Bildungsgleichheiten dargestellt und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten genannt. Enden wird diese Arbeit mit einer einem abschließenden Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick über das Berufsfeld der Schulsozialarbeit
2.1. Begriffsbestimmung der Schulsozialarbeit
2.2. Aufgaben und Zielgruppe der Schulsozialarbeit
2.3. Methoden der Schulsozialarbeit
3. Soziale Bildungsungleichheiten bei Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
3.1. Bildungsungleichheiten bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
3.2. Erklärung für die Entstehung der Bildungsungleichheiten zwischen den SuS mit und ohne Migrationshintergrund
4. Möglichkeiten der Schulsozialarbeit zur Förderung von Bildungsgleichheiten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Möglichkeiten die Schulsozialarbeit bietet, um Bildungsungleichheiten bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gezielt abzubauen und Bildungsgerechtigkeit zu fördern.
- Grundlagen und Aufgabenfelder der professionellen Schulsozialarbeit
- Ursachen für Bildungsungleichheiten bei Kindern mit Migrationshintergrund
- Einflussfaktoren sozialer Herkunft auf den Schulerfolg
- Präventive und interventive Handlungsansätze zur Bildungsförderung
- Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Sozialarbeit
Auszug aus dem Buch
3.1. Bildungsungleichheiten bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Müller und Haun verstehen unter der Bildungsungleichheit die „Unterschiede im Bildungsverhalten und in den erzielten Bildungsabschlüssen (beziehungsweise Bildungsgängen) von Kindern und Jugendlichen, die in unterschiedlichen sozialen Bedingungen und familiären Kontexten aufwachsen“ (Müller/Haun, 1994, S. 3 zitiert nach Schlicht, 2011, S. 35). Die soziale Bildungsungleichheit meint also den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft der SuS und dem individuellen Erfolg auf ihrem Bildungsweg (vgl. Schlicht, 2011, S. 35).
In Form von unterschiedlichen Studien, welche die Lernerfolge international miteinander vergleichen, wie z.B. der IGLU und PISA-Studien konnte genau dieser Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft der SuS und deren Bildungsabschluss festgestellt werden (vgl. Brungs, 2018, S. 472). Insbesondere sticht bei den Studienergebnissen hervor, dass im Vergleich zu den Kindern und Jugendlichen mit deutscher Herkunft überproportional viele SuS mit Migrationshintergrund eine Sonder- oder Hauptschule besuchen (vgl. SVR, 2019, S.3). So haben im Jahr 2017 z.B. 21,4 % der Jugendliche mit Migrationshintergrund aus der ersten Generation, also die, selbst im Ausland geboren wurden, am Hauptschulunterricht teilgenommen (vgl. SVR, 2019, S.3). Die Jugendlichen aus der zweiten Zuwanderungsgeneration, welche bereits im Bildungsland geboren wurden, besuchen zu 8,9% die Hauptschule. Im Vergleich dazu liegt der Anteil derjenigen Jugendlichen, welche ohne Migrationshintergrund die Hauptschule besuchen bei 4,4 % und ist somit deutlich tiefer als bei den SuS mit Migrationshintergrund (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Berufsfeld der Schulsozialarbeit ein und begründet die Relevanz des Themas angesichts der bildungspolitischen Herausforderungen im Kontext einer Migrationsgesellschaft.
2. Überblick über das Berufsfeld der Schulsozialarbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Schulsozialarbeit, beschreibt die Aufgabenfelder und die Zielgruppen sowie die methodischen Ansätze in der pädagogischen Arbeit.
3. Soziale Bildungsungleichheiten bei Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Bildungsungleichheit erarbeitet und die spezifischen Benachteiligungen von Kindern mit Migrationshintergrund sowie deren Ursachen analysiert.
4. Möglichkeiten der Schulsozialarbeit zur Förderung von Bildungsgleichheiten: Dieses Kapitel beleuchtet konkrete Interventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit, wie Elternarbeit oder Ganztagsangebote, um Bildungsbenachteiligungen entgegenzuwirken.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterführender Handlungskonzepte, um Bildungsgerechtigkeit nachhaltig zu sichern.
Schlüsselwörter
Schulsozialarbeit, Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungsgerechtigkeit, Soziale Herkunft, Integration, Erziehungspartnerschaft, Prävention, Schulsozialarbeiter, Bildungsabschluss, Inklusion, Ganztagsschule, Elternarbeit, Bildungsbenachteiligung, Sozialpädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Schulsozialarbeit bei der Förderung von Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Schulsozialarbeit, der Analyse von Bildungsungleichheiten und der Identifikation von Handlungsstrategien zur Unterstützung benachteiligter Schülerinnen und Schüler.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche spezifischen Möglichkeiten die Schulsozialarbeit besitzt, um bestehende Bildungsungleichheiten zu reduzieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und bestehende Studien sowie fachwissenschaftliche Konzepte auswertet.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung der Schulsozialarbeit, eine theoretische Einordnung der Bildungsungleichheit und eine Diskussion über praktische Förderansätze.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?
Die zentralen Begriffe sind Schulsozialarbeit, Migrationshintergrund, Bildungsungleichheit, Bildungsgerechtigkeit und Sozialpädagogik.
Warum spielt die soziale Herkunft eine so große Rolle für den Schulerfolg?
Wie im Text dargelegt, beeinflussen das Elternhaus, die sprachlichen Kompetenzen und die finanziellen Möglichkeiten maßgeblich den Bildungsweg und die späteren Abschlüsse der Kinder.
Welche Rolle spielt die Einbindung der Eltern für den Erfolg der Schulsozialarbeit?
Die Einbindung der Eltern ist essenziell, da durch Beratung und Angebote wie Eltern-Cafés Unsicherheiten bei der Schullaufbahn minimiert und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule gestärkt wird.
- Citation du texte
- Anna Dirkorte (Auteur), 2022, Welche Möglichkeiten bietet die Schulsozialarbeit zur Förderung der Bildungsgleichheit bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223476