Diese Arbeit befasst sich zunächst mit den Anspruchsvoraussetzungen, der Inanspruchnahme und den Rechtsfolgen der Elternzeit (§ 15 ff. BEEG - Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) und thematisiert insbesondere die Fragestellung, wie Teilzeitarbeit in der Elternzeit möglich ist. Auf das Elterngeld als sozialrechtlicher Teil wird nur so weit eingegangen, wie es für die Fragestellung von Bedeutung ist.
Die Arbeit gliedert sich in sechs Kapitel. Im zweiten Kapitel wird auf die Voraussetzungen der Elternzeit, die insbesondere in § 15 BEEG verankert sind, eingegangen. Die Inanspruchnahme der Elternzeit wird in Kapitel drei thematisiert. Es wird dabei kurz auf die Form- und Fristerfordernisse eingegangen, sowie die Dauer der Elternzeit erläutert. Kapitel vier behandelt anschließend die Rechtsfolgen der Elternzeit und fokussiert sich insbesondere auf die Hauptleistungspflichten sowie die Vergütung und den Kündigungsschutz. Das nachfolgende fünfte Kapitel geht auf die Teilzeitarbeit in der Elternzeit ein und widmet sich insbesondere den Voraussetzungen der Teilzeitarbeit. Abschließend wird diese Hausarbeit im sechsten Kapitel durch ein Fazit beendet.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (bspw. bei Alleinerziehenden) ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit eine zunehmende Herausforderung für (werdende) Eltern. Die gesetzliche Elternzeit soll hier Abhilfe schaffen. Sie dient dazu, anspruchsberechtigten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu ermöglichen, für maximal 36 Monate nach der Geburt des Kindes, sich um dessen Betreuung und Erziehung zu kümmern. Ob die Vereinbarkeit von Familie und Beruf jedoch in der Praxis durch die Elternzeit vorteilhaft beeinflusst wird, ist nicht trivial zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Anspruchsvoraussetzungen der Elternzeit
2.1 Arbeitsverhältnis
2.2 Anspruchsberechtigter Personenkreis
2.3 Betreuungsverhältnis zum Kind
3 Inanspruchnahme der Elternzeit
3.1 Form und Frist
3.2 Dauer der Elternzeit
4 Rechtsfolgen
4.1 Ruhen der Hauptleistungspflichten
4.2 Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit
4.3 Urlaub
4.4 Vergütungsansprüche
4.5 Kündigungsverbot des § 18 BEEG
4.6 Betriebsratsmitglieder
5 Möglichkeiten zur Vereinbarung von Elternzeit und Beruf
5.1 Teilzeitarbeit beim alten Arbeitgeber
5.2 Teilzeitarbeit beim anderen Arbeitgeber / selbstständige Arbeit
5.3 Diskussion der Vereinbarungsmöglichkeiten
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Elternzeit gemäß BEEG mit dem Ziel, die Voraussetzungen, die Inanspruchnahme sowie die arbeitsrechtlichen Rechtsfolgen zu erläutern und dabei insbesondere die Möglichkeiten und Herausforderungen der Teilzeitarbeit während der Elternzeit zu beleuchten.
- Anspruchsvoraussetzungen für die Elternzeit (Arbeitsverhältnis, Betreuungsverhältnis)
- Regelungen zur Inanspruchnahme (Form, Fristen, Dauer)
- Arbeitsrechtliche Folgen (Ruhen von Pflichten, Vergütung, Kündigungsschutz)
- Gestaltungsmöglichkeiten der Teilzeitarbeit während der Elternzeit
- Diskussion zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Auszug aus dem Buch
4.1 RUHEN DER HAUPTLEISTUNGSPFLICHTEN
Soweit die Elternzeit von den Anspruchsberechtigten ohne Elternteilzeit in Anspruch genommen wird, ruhen die Hauptleistungspflichten. Die Pflicht des Arbeitgebers zur Entrichtung der Vergütung und die Pflicht des Arbeitnehmers zur Erbringung der Arbeitsleistung sind suspendiert. Diese Suspendierung tritt nach der Rechtsprechung des BAG kraft Gesetzes ein. Mit Beendigung der Elternzeit leben die Hauptleistungspflichten, also damit die Vergütungspflicht des Arbeitgebers und die Erbringung der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers, wieder auf. Die arbeitsvertraglichen Nebenpflichten bleiben auch während der Elternzeit bestehen. Nach Dörner werden „unter dem Oberbegriff -Nebenpflichten- die über die Hauptpflicht des Arbeitnehmers, also die Pflicht zur Arbeitsleistung, hinausgehenden arbeitsvertraglichen Pflichten zusammengefasst.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein und definiert den Fokus auf die rechtlichen Aspekte der Elternzeit nach dem BEEG.
2 Anspruchsvoraussetzungen der Elternzeit: Das Kapitel erläutert die notwendigen Bedingungen wie das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses, den anspruchsberechtigten Personenkreis sowie das erforderliche Betreuungsverhältnis zum Kind.
3 Inanspruchnahme der Elternzeit: Hier werden die formellen Anforderungen an den Antrag, die einzuhaltenden Fristen sowie die Regelungen zur Dauer der Elternzeit dargelegt.
4 Rechtsfolgen: Dieses Kapitel behandelt die arbeitsrechtlichen Konsequenzen, insbesondere das Ruhen der Hauptpflichten, Auswirkungen auf Urlaub, Vergütung und den besonderen Kündigungsschutz.
5 Möglichkeiten zur Vereinbarung von Elternzeit und Beruf: Der Schwerpunkt liegt auf den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Teilzeitarbeit beim alten oder neuen Arbeitgeber während der Elternzeit.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die gesetzliche Situation und weist auf bestehenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der Vereinbarkeit hin.
Schlüsselwörter
Elternzeit, BEEG, Arbeitsverhältnis, Teilzeitarbeit, Familienrecht, Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, Betreuungsverhältnis, Vereinbarkeit, Mutterschutz, Vergütung, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Elternteilzeit, Gesetzgebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die rechtlichen Grundlagen und Auswirkungen der Elternzeit gemäß dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für den Anspruch auf Elternzeit, deren Inanspruchnahme, die daraus resultierenden Rechtsfolgen sowie Optionen zur Teilzeitbeschäftigung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die Rechte und Pflichten während der Elternzeit zu geben und zu prüfen, inwieweit diese die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Literatur- und Gesetzesanalyse unter Einbeziehung relevanter Kommentare und höchstrichterlicher Rechtsprechung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen, die formale Abwicklung, die arbeitsrechtlichen Folgen und die spezifischen Möglichkeiten der Teilzeitarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Elternzeit, BEEG, Arbeitsverhältnis, Teilzeitarbeit, Kündigungsschutz und Vereinbarkeit geprägt.
Welche Rolle spielt die Teilzeitarbeit für die finanzielle Situation der Familie?
Teilzeitarbeit kann helfen, die durch das ruhende Arbeitsverhältnis entstehende finanzielle Lücke zumindest teilweise zu schließen, da das Elterngeld als Ersatzeinkommen oft nicht ausreicht.
Was ist der Zweck des Kündigungsschutzes nach § 18 BEEG?
Er dient dazu, Eltern während der Elternzeit vor einer arbeitgeberseitigen Kündigung zu schützen, um die berufliche Sicherheit für die Zeit der Familienbetreuung zu gewährleisten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Elternzeit. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223569