Diese Arbeit soll die Rolle von Außenseitern näher beleuchten und auf die Problematik aufmerksam machen. Die zentrale Frage richtet sich darauf, inwiefern die Darstellung von Außenseiterfiguren in Kinderliteratur zur Prävention und Bewältigung von Ausgrenzung in der inklusiven Grundschulklasse genutzt werden kann.
Im zweiten Kapitel wird die Ausgrenzung im Kindes- und Jugendalter in der Realität in Betracht gezogen, um einen Überblick über die Thematik zu geben. Das darauffolgende Kapitel umfasst Informationen über die Außenseiterproblematik als Thema der modernen Kinderliteratur. Da ich selber Lehramt an Grundschulen studiere, konzentrieren sich alle nachfolgenden Kapitel ausschließlich auf diese Schulform. Es werden drei moderne kinderliterarische Werke vorgestellt. Dazu gehören „Irgendwie Anders“ von Kathryn Cave, „Der Junge im Rock“ von Kerstin Brichzin und „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ von Rieke Patwardhan. Es werden neben einer Inhaltsangabe zum jeweiligen Titel einige Interpretations- und Analyseansätze gegeben und die stilistischen Mittel untersucht.
Der Gebrauch für die pädagogische Arbeit wird zuletzt geschildert. Im vorletzten Kapitel wird zum einen herausgearbeitet, warum und inwiefern sich Kinderbücher generell für die Arbeit in einem inklusiven Grundschulunterricht eignen. Zum anderen wird spezifisch auf den Nutzen der präsentierten Außenseiterliteratur in Hinblick auf Sozialverhalten und Persönlichkeit eingegangen. Dabei wird auch das Inklusionspotenzial herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ausgrenzung im Kindes- und Jugendalter
3 Die Außenseiterproblematik als Thema der modernen Kinderliteratur
4 Analyse ausgewählter kinderliterarischer Werke über Außenseiter
4.1 „Irgendwie anders“ von Kathryn Cave und Chris Riddell
4.2 „Der Junge im Rock“ von Kerstin Brichzin und Igor Kuprin
4.3 „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ von Rieke Patwardhan und Regina Kehn
5 Pädagogischer Nutzen von Außenseiterfiguren in Kinderliteratur
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Außenseiterfiguren in der modernen Kinderliteratur und analysiert, inwiefern diese zur Prävention und Bewältigung von Ausgrenzung im inklusiven Grundschulunterricht beitragen können. Ziel ist es, das pädagogische Potenzial solcher Werke für die Förderung von Empathie, Toleranz und sozialem Miteinander herauszuarbeiten.
- Ursachen und Dynamiken von Ausgrenzung im Kindesalter.
- Darstellung der Außenseiterproblematik in der modernen Kinderliteratur.
- Analyse und Interpretation dreier exemplarischer Kinderbücher.
- Didaktische Möglichkeiten zur Nutzung von Außenseiterliteratur im Unterricht.
- Bedeutung der Inklusion und Persönlichkeitsentwicklung im schulischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
4.1 „Irgendwie anders“ von Kathryn Cave und Chris Riddell
„Irgendwie anders“ von Autorin Kathryn Cave und Illustrator Chris Riddell ist ein Textbilderbuch (vgl. Kurpjuhn 2000: 109), welches von Salah Naoura aus dem englischen Originaltitel „Something Else“ übersetzt wurde und in Deutschland 1994 beim Verlag Friedrich Oetinger erschien. Die vorliegende Ausgabe wurde 2018 gedruckt. Das kinderliterarische Werk eignet sich für Kinder ab 4 Jahren.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein blaues Phantasiewesen mit dem Namen Irgendwie Anders. Er lebt ganz alleine auf einem hohen Berg und hat keinen einzigen Freund, weil er völlig anders ist als die Tiere in seiner Umgebung. Sie akzeptieren ihn aufgrund seiner Andersartigkeit nicht als Teil der Gemeinschaft. So wird Irgendwie Anders von Spielen und Spaziergängen ausgeschlossen. Doch er möchte gerne dazu gehören und versucht sich anzupassen. Er lächelt wie sie, er isst wie sie, er spielt wie sie und er malt wie sie. Doch keiner seiner Versuche gelingt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychologische Bedeutung von sozialer Integration im Kindesalter und führt in die Problematik der Ausgrenzung in der Schule ein, wobei die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen von Außenseiterfiguren in der Kinderliteratur gestellt wird.
2 Ausgrenzung im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen und Motive von Ausgrenzung, wobei soziale Faktoren, Vorurteile und die Mechanismen der Täter-Opfer-Dynamik im schulischen Alltag im Mittelpunkt stehen.
3 Die Außenseiterproblematik als Thema der modernen Kinderliteratur: Hier wird der theoretische Rahmen der problemorientierten Kinderliteratur erläutert, die sich seit den 1970er Jahren vermehrt mit gesellschaftlichen Konflikten und Außenseiterrollen auseinandersetzt.
4 Analyse ausgewählter kinderliterarischer Werke über Außenseiter: Anhand dreier Werke – „Irgendwie anders“, „Der Junge im Rock“ und „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ – werden narrative Strategien, Charakterdarstellungen und deren Wirkungspotenzial im Hinblick auf Inklusion untersucht.
5 Pädagogischer Nutzen von Außenseiterfiguren in Kinderliteratur: Das Kapitel verknüpft die Literaturanalyse mit didaktischen Ansätzen und zeigt auf, wie durch den gezielten Einsatz im Grundschulunterricht soziale Kompetenzen und Inklusion gefördert werden können.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Kinderliteratur über Außenseiter einen essenziellen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zum respektvollen Miteinander in inklusiven Klassen leisten kann.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Außenseiter, Kinderliteratur, Ausgrenzung, Inklusion, Grundschule, Sozialverhalten, Empathie, Integration, problemorientierte Kinderliteratur, Identitätsentwicklung, Toleranz, Respekt, Kindheit, Literaturdidaktik, Selbstbewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Außenseiterfiguren in der Kinderliteratur dazu genutzt werden können, Kindern den Umgang mit Ausgrenzung zu vermitteln und Inklusion im Grundschulunterricht zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die psychologischen Grundlagen der Ausgrenzung, die Darstellung von Außenseitern in modernen Kinderbüchern und deren pädagogisches Potenzial für die soziale Entwicklung von Grundschulkindern.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, inwiefern die Darstellung von Außenseiterfiguren in der Kinderliteratur zur Prävention und Bewältigung von Ausgrenzung in inklusiven Grundschulklassen beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Literaturanalyse, bei der Fachliteratur zu den Themen Mobbing, Psychologie und Inklusion mit der Analyse ausgewählter kinderliterarischer Werke verknüpft wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Ausgrenzungsthematik, eine Vorstellung des Genres der problemorientierten Kinderliteratur und eine tiefgehende Analyse dreier moderner Kinderbücher.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Außenseiter, Kinderliteratur, Inklusion, Grundschule, Empathie und Sozialverhalten.
Welche Rolle spielt die "Forschungsgruppe Erbsensuppe" in der Arbeit?
Das Buch dient als Beispiel für realistische Kinderliteratur, die Fluchterfahrungen und Generationskonflikte thematisiert und zeigt, wie Kinder durch Detektivgeschichten subtil an soziale Verantwortung herangeführt werden können.
Inwiefern beeinflussen Illustrationen die Wahrnehmung der Außenseiter?
Die Arbeit zeigt, dass Illustrationen gerade für junge Leser das Verständnis für Gefühle und Mimik der Figuren unterstützen und so die Identifikation mit den Außenseitern erleichtern.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Lehrerrolle?
Die Autorin betont, dass Lehrkräfte eine reflektierte Perspektive einnehmen müssen, um Konflikte in der Klasse zu bearbeiten und dass Kinderliteratur hier als unterstützendes pädagogisches Instrument dient.
- Citar trabajo
- Laura Klein (Autor), 2019, Die Rolle von Außenseiterfiguren in der Kinderliteratur. Pädagogischer Nutzen im inklusiven Grundschulunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223580