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Weltausstellung Wien 1873. Die Weltausstellung als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes?

Title: Weltausstellung Wien 1873. Die Weltausstellung als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes?

Term Paper , 2016 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Master of Arts Marc Sorge (Author)

History - Miscellaneous
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Kann man die Weltausstellung als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes ansehen? War die Weltausstellung aus wirtschaftlicher Hinsicht, in ihrem Zustandekommen und Anspruch ein Erfolg oder Misserfolg?

Die Wiener Weltausstellung war ein Projekt vom kulturellen und gesellschaftlichen hohen Ausmaß. Wien sollte als Reichshaupt- und Residenzstadt den internationalen Besucherstrom in wirtschaftlicher Hochblüte präsentiert werden.
Doch von Beginn an gab es massive Probleme im Bau des neuen Infrastrukturnetzes und der neuen Pavillons für das Ausstellungsgelände.

Hinzu kam am 09. Mai 1873 die Börsenkatastrophe in Wien. Der „schwarze Freitag“ des Jahres sollte das Schicksal vieler Klein- und Großunternehmer besiegeln. Im Hochsommer folgte eine Choleraepidemie. Wien hatte im laufe des Jahres 3000 Todesopfer zu beklagen.

„Die finanzielle Gesamtbilanz war negativ; dennoch brachte die Ausstellung dem Wien der Gründerzeit eine Mehrung seiner Geltung bis weit jenseits der Grenzen des Habsburgerreichs“, so Jutta Pemsel zur Wiener Weltausstellung. Genau hier soll meine wissenschaftliche Arbeit ansetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte der Weltausstellung – Motivation und Planung

2.1. Neoabsolutismus

2.2. Liberales Zwischenspiel

3. Die Wiener Weltausstellung 1873

3.1. 01. Mai 1873 – Die feierliche Eröffnung

4. Wien und die Weltausstellung

4.1. Baustelle Ringstraße – Ein Boulevard der großen Ambitionen

4.2. Kontrolle über die Natur – Donauregulierung

4.3. Verkehr und Kommunikation

5. Problemfelder im Zuge der Weltausstellung

5.1. Der „schwarze Freitag“ des Jahres 1873

5.2. Wiens letzte Choleraepidemie

6. Schluss: Finanzdesaster und Imagegewinn – Bilanz und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Wiener Weltausstellung von 1873 retrospektiv als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes betrachtet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit die wirtschaftlichen Misserfolge durch den Börsenkrach und die Choleraepidemie das Projekt überschatteten und wie sich diese Ereignisse zur stadthistorischen Modernisierung Wiens verhalten.

  • Vorgeschichte der Weltausstellung und die politische Motivation des Liberalismus
  • Städtebauliche Transformation Wiens (Ringstraße, Donauregulierung)
  • Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise („Schwarzer Freitag“)
  • Der Einfluss von gesundheitspolitischen Krisen wie der Cholera
  • Gesamtbilanz zwischen Finanzdesaster und städtischem Imagegewinn

Auszug aus dem Buch

3.1. 01. Mai 1873 – Die feierliche Eröffnung

„Wien erwachte heute zu einem kühlen, unfreundlichen Tage. Mit grämlich verdrossener Miene trat der Wonnemond in die Welt. Grau düsterndes Gewölk am Himmel, feiner, feuchter Nebel in der Luft, Koth auf der Erde. Und doch athmet Alles eine eigenthümlich feiertägige Stimmung, die heute gleich einem unsichtbaren, aber mit allen Sinnen fühlbaren Dufte über der ganzen Riesenstadt schwebt.“ So beschreibt Max Nordau, im Original-Telegramm des „Pester Lloyd“ vom 01. Mai 1873, die Stimmung und Atmosphäre des Eröffnungstags in Wien. „Obschon auf dem riesigen Gelände viele der Bauten der Fertigstellung harrten und zahlreiche Exponate noch nicht ihren Platz gefunden hatten, schienen die mit dem Projekt Weltausstellung verbundenen hohen Erwartungen zumindest für einen Tage gelöst.“ So Wolfgang Kos zur Bausituation in der ganzen Stadt. Von Beginn an gab es massive Probleme mit der Fertigstellung der Exposition. Wien bot eher das Bild einer Baustelle als das einer neuen Weltstadt. Das gesamte Ausstellungsgelände war in einem chaotischen Zustand.

Am Eröffnungstag wurden noch die letzten Arbeiten an der Rotunde fertiggestellt. „Vor der äußern Umzäunung schafft noch eine Straßenwalzmaschine, die pustend und schnaubend auf- und niederfährt. Im Ausstellungsraume wird noch allenthalben gearbeitet, so viel die Arme vermögen. Das mag heute eine schwüle, fieberische Nacht im Ausstellungsraume gewesen sein! Da wurde noch gehämmert und genagelt und gegraben und gekarrt bis in den Vormittag hinein.“ So beschreibt der Autor die letzten Arbeiten an der Rotunde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Weltausstellung 1873 als prestigeträchtiges aber problematisches Projekt im Wien der Gründerzeit sowie Darlegung der Forschungsfrage.

2. Vorgeschichte der Weltausstellung – Motivation und Planung: Analyse der politisch-historischen Voraussetzungen, insbesondere des Neoabsolutismus und des späteren liberalen Einflusses, die zur Entscheidung für das Großprojekt führten.

3. Die Wiener Weltausstellung 1873: Darstellung der Dimensionen der Ausstellung als erste Leistungsschau im deutschsprachigen Raum und Schilderung der chaotischen Umstände zur Eröffnung.

4. Wien und die Weltausstellung: Untersuchung der städtebaulichen und infrastrukturellen Modernisierungsschübe wie den Bau der Ringstraße und die Donauregulierung.

5. Problemfelder im Zuge der Weltausstellung: Analyse der schwerwiegenden Krisen durch den „Schwarzen Freitag“ an der Börse und die verheerende Choleraepidemie.

6. Schluss: Finanzdesaster und Imagegewinn – Bilanz und Ausblick: Abschließende Bilanzierung des Projekts, die den finanziellen Misserfolg der sozialen und infrastrukturellen Modernisierung für die Stadt Wien gegenüberstellt.

Schlüsselwörter

Weltausstellung Wien 1873, Gründerzeit, Liberalismus, Ringstraße, Donauregulierung, Börsenkrach, Schwarzer Freitag, Choleraepidemie, Industrielle Revolution, Stadtentwicklung, Modernisierung, Kaiser Franz Joseph, Infrastruktur, Wiener Prater, Rotunde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Weltausstellung in Wien 1873 als ein historisches Großereignis und untersucht, inwiefern dieses trotz seiner negativen finanziellen Bilanz als notwendiger Katalysator für die Modernisierung der Stadt gesehen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Vorgeschichte des Projekts, den massiven städtebaulichen Umgestaltungen Wiens sowie den Krisenphänomenen des Jahres 1873, namentlich der Börsenkatastrophe und der Cholera.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob die Weltausstellung als reines „Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes“ gewertet werden muss oder ob die positiven langfristigen Effekte für die Stadt Wien überwogen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, wobei er sich primär auf die Auswertung von zeitgenössischer Forschungsliteratur, Ausstellungskatalogen und historischen Dokumenten stützt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der chronologischen Planung und Eröffnung der Ausstellung vor allem die städtebauliche Transformation (Ringstraßenbau, Donauregulierung) und die Auswirkungen der Krisen von 1873 detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Weltausstellung 1873, Gründerzeit, Liberalismus, Börsenkrach, Donauregulierung und Wiener Stadtentwicklung.

Welche Rolle spielte die Donauregulierung für die Weltausstellung?

Die Donauregulierung war ein essenzieller Teil der städtebaulichen Maßnahmen, um Platz für die wachsende Stadt zu schaffen und gleichzeitig die hygienischen Bedingungen zu verbessern, was eng mit dem Ziel verknüpft war, eine moderne Weltstadt zu präsentieren.

Warum wird der Börsenkrach als so entscheidend für die Bewertung des Projekts angesehen?

Der Börsenkrach führte zu einem massiven Vertrauensverlust bei den Besuchern und Investoren, was die finanzielle Bilanz der Weltausstellung desaströs ausfallen ließ und den wirtschaftlichen Optimismus der liberalen Ära jäh beendete.

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Details

Title
Weltausstellung Wien 1873. Die Weltausstellung als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes?
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Weltausstellungen im 19. Jahrhundert
Grade
1,7
Author
Master of Arts Marc Sorge (Author)
Publication Year
2016
Pages
32
Catalog Number
V1223952
ISBN (PDF)
9783346652164
ISBN (Book)
9783346652171
Language
German
Tags
Wien Weltausstellung 19.Jahrhundert Cholera Ringstraße Donau Neoabsolutismus 1873
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Marc Sorge (Author), 2016, Weltausstellung Wien 1873. Die Weltausstellung als Lehrstück für das Scheitern eines nationalen Großprojektes?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223952
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