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Aggressives Verhalten von Schülern als Auslöser für eine Umschulung in ein Förderzentrum

Lernbehinderung und/ oder Verhaltensauffälligkeit?

Title: Aggressives Verhalten von Schülern als Auslöser für eine Umschulung in ein Förderzentrum

Thesis (M.A.) , 2008 , 53 Pages , Grade: 3

Autor:in: Magistra Artium Adelheid Venter (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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In dieser Magisterarbeit wird die Tendenz untersucht, verhaltensaufällige Schüler durch Umschulung in ein Förderzentrum aus den Klassen herauszulösen. Das die Problematik sich aber durch eine Vielzahl von Faktoren erst entwickelt und bei rechtzeitger Intervention vermieden werden kann, ist Gegenstand dieser Arbeit.

In den letzten Schuljahren nahm der Anteil von Kindern mit Defiziten in der sozialen und emotionalen Entwicklung beständig zu. Diese Schüler beschulte man so lange, wie es irgend möglich war integrativ. Dabei fällt auf, dass besonders schwierige Schüler als „lernbehindert“ in unsere Einrichtung umgeschult werden. Nicht immer verblieb das betreffende Kind in einer Klasse mit dem Bildungsgang der Lernförderung. Durch die Umschulung veränderten sich die Lernbedingungen für den Schüler nachdrücklich. Damit gelang es ihm, seine Leistungen zu verbessern und eine Probebeschulung in einer Regelschulklasse wurde veranlasst.

Es stellt sich somit die Frage, ob eine Umschulung in den Lernförderbereich hätte vermieden werden können, wenn eine sonderpädagogische Förderung rechtzeitig erfolgt wäre. Es geht hier darum, dass schlechte Leistungen in Verbindung mit einem auffälligem Sozialverhalten nicht automatisch eine Lernbehinderung bedeuten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ansatz und Ziel dieser Arbeit

1.1. Definition des Begriffes „Verhaltenstörung aus der Perspektive der Pädagogik“

1.1.1. Ursachen für Defizite in der sozialen und emotionalen Entwicklung

1.2. Aggressivität von Kindern im Schulalltag

1.3. Begriff der „Lernbehinderung“

2. Schulische Anforderungen, eine Hürde für das verhaltensauffällige Kind

2.1. „Problemkinder“ – eine pädagogische Herausforderung

2.2. Einfluss der Klasse

2.3. Lernbehinderung und Defizite in der sozialen und emotionalen Entwicklung

3. Analyse von Fallbeispielen

3.1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von auffälligem Verhalten in der Schule

3.2. Auftretenshäufigkeit bestimmter Verhaltensweisen

3.3. Fördermaßnahmen und erzielte Veränderungen

3.4. Gründe für die erfolgte Umschulung

4. Wenn Lernen wieder Spaß machen soll

4.1. Besonderheiten im Umgang mit dem verhaltensauffälligen Schüler in unserer Einrichtung

4.2. Förderschwerpunkt „soziale und emotionale Entwicklung“

4.3. Unterricht als emotionaler, sozialer und kognitiver Prozess

4.3.1. Weg der kleinen Schritte

4.4. Funktion des Lehrers als zuverlässiger Partner

4.5. Unterstützung der Eltern beim Aufbau einer positiven Beziehung zum Kind

4.6. Zusammenarbeit mit anderen Erziehungsträgern

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob eine Umschulung von Kindern mit Defiziten in der sozialen und emotionalen Entwicklung in ein Förderzentrum durch rechtzeitige sonderpädagogische Förderung hätte vermieden werden können. Die Autorin geht der Frage nach, wie sich Lernbehinderungen und Verhaltensstörungen in der schulischen Leistung und im Sozialverhalten wechselseitig beeinflussen.

  • Differenzierung zwischen Lernbehinderung und Verhaltensstörung
  • Analyse von Fallbeispielen zur Umschulungsproblematik
  • Einfluss von pädagogischem Handeln und Lehrer-Schüler-Beziehungen
  • Bedeutung der Elternarbeit und Zusammenarbeit mit Erziehungsträgern
  • Förderstrategien im sozialen und emotionalen Bereich

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition des Begriffs „Verhaltensstörung“ aus der Perspektive der Pädagogik

Kinder und Jugendliche, die im Schulalltag durch ihr Verhalten besonders auffallen, werden als „verhaltensgestört“ bezeichnet. Diese Bezeichnung steht jedoch für ein großes Spektrum an Auffälligkeiten. Damit treffen die Lehrer kaum Aussagen über die Ursachen des Verhaltens, sondern beschreiben meist nur die Erscheinungsformen.

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich unterschiedliche Erklärungsansätze und Definitionen des Begriffs „Verhaltensstörung“. Goetze und Neukäter verstehen darunter, „die Art des Umgangs eines Menschen mit anderen, mit sich selbst und mit Sachen, die von der erwarteten Handlungsweise negativ abweicht „(1989, S.69).

Für Speck besteht eine Verhaltenstörung dann, wenn durch das Verhalten des Kindes der Unterricht erschwert oder das Erreichen des Stundenzieles gefährdet oder unmöglich wird.

Verhaltensstörungen stellen sich in der pädagogischen Situation als Interaktions-, Kommunikations- und Kooperationsstörungen dar. Beeinträchtigungen des Verhaltens und Erlebens verweisen auf Fehler in der Entwicklung des Kindes hin, die sich in den Beziehungen zu anderen Menschen ausdrücken. Kinder mit Verhaltensstörung sind nur wenig in der Lage, ihre Aktivität zu steuern, sich mit veränderten Situationen zu arrangieren, mit Erfolg oder Misserfolg umzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ansatz und Ziel dieser Arbeit: Einführung in die Thematik der zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten und die Forschungsfrage, ob Umschulungen durch rechtzeitige Förderung vermeidbar wären.

2. Schulische Anforderungen, eine Hürde für das verhaltensauffällige Kind: Betrachtung der schulischen Rahmenbedingungen und deren Belastungspotenzial für Kinder mit sozialen Defiziten.

3. Analyse von Fallbeispielen: Auswertung von Schülerakten hinsichtlich Verhaltensweisen, Fördermaßnahmen und Gründen für erfolgte Umschulungen.

4. Wenn Lernen wieder Spaß machen soll: Darstellung pädagogischer Lösungsansätze, Methoden und der Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung für den Lernerfolg.

5. Zusammenfassung: Reflexion über die Notwendigkeit von individuellem pädagogischem Handeln und der Bedeutung der sozialen Entwicklung neben der Wissensvermittlung.

Schlüsselwörter

Verhaltensstörung, Lernbehinderung, Umschulung, Förderzentrum, sonderpädagogische Förderung, aggressives Verhalten, Sozialverhalten, Pädagogik, Lernmotivation, Lehrer-Schüler-Beziehung, Erziehungsstil, emotionale Entwicklung, soziale Kompetenz, Fallanalyse, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Schüler mit Verhaltensstörungen und Lernbehinderungen im regulären Schulalltag sowie die Gründe, warum eine Umschulung in ein Förderzentrum oft als notwendiger Schritt erfolgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Verhaltensstörungen, die Auswirkungen schulischer Anforderungen auf betroffene Kinder, die Analyse realer Fallbeispiele und die Erarbeitung von pädagogischen Handlungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob Umschulungen durch eine rechtzeitige und spezifische sonderpädagogische Unterstützung hätten vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein pädagogischer Ansatz verfolgt, der theoretische Grundlagen aus der Literatur mit der Auswertung von drei spezifischen Fallbeispielen und der Reflexion der eigenen Schulpraxis kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe von Verhaltensauffälligkeiten, analysiert die schulische Situation, wertet Schülerakten aus und erläutert praxisnahe Strategien zur Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verhaltensstörung, Lernbehinderung, sonderpädagogische Förderung, Umschulung und soziale Kompetenzentwicklung beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Elternarbeit?

Die Autorin betont, dass Elternarbeit essenziell ist, da die häusliche Situation das Verhalten des Kindes stark beeinflusst; oft benötigen Eltern selbst Unterstützung, um eine positive Beziehung zum Kind aufzubauen.

Welche Bedeutung kommt der Lehrer-Schüler-Beziehung zu?

Die Lehrer-Schüler-Beziehung wird als zentraler Schlüssel zur Verhaltensänderung betrachtet, wobei der Lehrer als verlässlicher Partner fungieren muss, um Vertrauen zu schaffen und das Kind an seinem jeweiligen Leistungsstand abzuholen.

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Details

Title
Aggressives Verhalten von Schülern als Auslöser für eine Umschulung in ein Förderzentrum
Subtitle
Lernbehinderung und/ oder Verhaltensauffälligkeit?
College
University of Hagen  (Fernuni Hagen)
Grade
3
Author
Magistra Artium Adelheid Venter (Author)
Publication Year
2008
Pages
53
Catalog Number
V122437
ISBN (eBook)
9783640276677
ISBN (Book)
9783668145214
Language
German
Tags
Lernbehinderung Verhaltensauffälligkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Adelheid Venter (Author), 2008, Aggressives Verhalten von Schülern als Auslöser für eine Umschulung in ein Förderzentrum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122437
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