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Arbeiten und Wirtschaften in der vorindustriellen Stadt. Kontinuität und Wandel in der "Sattelzeit" anhand zünftischer Wirtschaftsethik

Title: Arbeiten und Wirtschaften in der vorindustriellen Stadt. Kontinuität und Wandel in der "Sattelzeit" anhand zünftischer Wirtschaftsethik

Term Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - Modern History
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sattelzeit sowie dem Wandel der bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Die Veränderung des Wirtschaftsbegriffs in dieser Zeit sowie das Zunfthandwerk werden in diesem Zusammenhang näher betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Sattelzeit

1.1. Begriff und Definition

1.2. Der Wandel der bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert

2. Die Änderung des Wirtschaftsbegriffs

2.1. Wirtschaftsethik

2.2. Das „Ganze Haus“

2.3. Der Übergang vom „Ganzen Haus“ zu einem merkantilistischen Wirtschaftsbegriff

3. Das Zunfthandwerk

3.1. Begriffserklärung und Aufgaben der Zunft

3.2. Niedergang der Zünfte

3.3. Die Entwicklung des Zunftwesens am Beispiel der Stadt Nördlingen

4. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Kontinuität und Wandel in der vorindustriellen Stadt während der sogenannten „Sattelzeit“, wobei sie insbesondere die Auswirkungen auf das zünftische Wirtschaftssystem und das Prinzip des „ganzen Hauses“ untersucht. Ziel ist es, die tiefgreifenden ökonomischen und sozialen Modernisierungsprozesse innerhalb des 19. Jahrhunderts zu durchleuchten.

  • Definition der Sattelzeit als Epochenbruch
  • Wandel von der Ständegesellschaft zur bürgerlichen Klassengesellschaft
  • ökonomische Transformation vom „ganzen Haus“ zum individuellen Wirtschaftshandeln
  • Bedeutung und Niedergang des Zunftwesens im Zuge der Industrialisierung

Auszug aus dem Buch

Die Änderung des Wirtschaftsbegriffs

Der Begriff Wirtschaftsethik umfasst zwei Bereiche. Zum einen benennt er die Einstellungen, welche dem individuellen Wirtschaftshandeln zugrunde liegen, und zum anderen zeigt er normative Vorstellungen vom gerechten Wirtschaftshandeln auf. Diese theoretische Normierung stimmt jedoch meist nicht mit dem praktischen Handeln überein. Im alten Europa war vor allem die Vorstellung von einer Begrenztheit der Güter vorherrschend. Hierbei gingen die Menschen davon aus, dass sie in einer Welt lebten, in der nur eine gewisse Anzahl an Güter vorhanden waren. Somit bedeutete der Gewinn des einen zugleich den Verlust eines anderen. Im Mittelalter galt als wirtschaftliche Zentralnorm die Orientierung am Gemeinwohl, was in engem Zusammenhang zu der Vorstellung von der Güterknappheit stand.

Im Mittelpunkt stand vor allem, den Fortbestand der Gemeinschaft durch uneigennütziges Handeln zu sichern. Eigennutz wurde hierbei negativ sanktioniert. Hier ist es wichtig das Konzept des „ganzen Hauses“ zu nennen, auf welches jedoch im weiteren Verlauf noch genauer eingegangen wird. Oberstes Ziel dieses Konzepts war es, die Grundlagen, die für die Existenz und das Überleben notwendig waren, zu erhalten. Somit war das Wirtschaftshandeln nicht an der Gewinnmaximierung eines jeden Individuums orientiert. Man darf jedoch das „ganze Haus nicht als gleichwertige Abbildung der tatsächlichen Wirtschaftspraktiken sehen, sondern eher als ein Leitbild des Wirtschaftens, welches bei Nichteinhaltung normativ wirksam werden konnte. Eine Ausnahme bildeten hier die Kaufleute im Fernhandel, da diese sehr wohl im modernen Sinn gewinnorientiert handelten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sattelzeit: Dieses Kapitel definiert die Sattelzeit als historischen Transformationszeitraum zwischen Mitte des 18. und 19. Jahrhunderts und beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel vom Stände- zum Klassensystem.

2. Die Änderung des Wirtschaftsbegriffs: Hier wird der theoretische Umbruch von der am Gemeinwohl orientierten Wirtschaftsethik und dem Prinzip des „ganzen Hauses“ hin zum individualisierten, merkantilistischen Wirtschaftsverständnis erörtert.

3. Das Zunfthandwerk: Das Kapitel beschreibt die zentrale Rolle der Zünfte im städtischen Leben, ihre soziale Schutzfunktion und ihren Niedergang infolge der industriellen Revolution und der Einführung der Gewerbefreiheit.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse: Abschließend werden die Erkenntnisse über die Modernisierungsprozesse und den Wandel zur Moderne zusammengeführt und die Bedeutung des „langen 19. Jahrhunderts“ resümiert.

Schlüsselwörter

Sattelzeit, Wirtschaftsethik, Ganzes Haus, Zunftwesen, Modernisierung, Industrielle Revolution, Klassengesellschaft, Bürgertum, Arbeiterschaft, Nördlingen, Doppelrevolution, Sozialversicherung, Markt, Wirtschaftsgeschichte, Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den sozialen und ökonomischen Wandel in der vorindustriellen Stadt während der Sattelzeit und beleuchtet dabei, wie sich das Wirtschaftssystem hin zur modernen Industriegesellschaft entwickelte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung der Sattelzeit, die Transformation des Wirtschaftsbegriffs, die Rolle des „ganzen Hauses“ sowie die Geschichte und der Niedergang des Zunftwesens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kontinuitäten und Brüche im Wirtschaftshandeln und der sozialen Struktur des 19. Jahrhunderts zu analysieren und deren Auswirkungen besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellen- und Literaturanalyse, die zentrale historische Begriffe und Prozesse des 19. Jahrhunderts untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Sattelzeit, die Änderung des Wirtschaftsbegriffs und eine detaillierte Analyse des städtischen Zunfthandwerks – inklusive eines regionalen Fallbeispiels zu Nördlingen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Sattelzeit“, „Ganzes Haus“, „Klassenbildung“ und „Industrialisierung“ bestimmt.

Was bedeutet das Prinzip des „ganzen Hauses“ im mittelalterlichen Kontext?

Es fungierte als sozialökonomische Einheit, in der alle Bewohner eines Haushaltes, inklusive Gesinde, unter der Leitung eines Hausvaters gemeinschaftlich agierten und die Erhaltung der Lebensgrundlage über Gewinnmaximierung stellten.

Warum war die Mitgliedschaft in einer Zunft für Handwerker so maßgebend?

Die Zunftmitgliedschaft war zwingende Voraussetzung für die Ausübung eines Handwerks in der Stadt und bot gleichzeitig eine wichtige soziale Absicherung bei Armut, Krankheit oder Tod.

Welche Rolle spielt die Stadt Nördlingen als Fallbeispiel in der Arbeit?

Nördlingen dient als konkretes Beispiel, um die Entwicklung des Zunftwesens über verschiedene historische Phasen hinweg bis zum endgültigen Verlust an Bedeutung durch staatliche Gewerbeverordnungen zu illustrieren.

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Details

Title
Arbeiten und Wirtschaften in der vorindustriellen Stadt. Kontinuität und Wandel in der "Sattelzeit" anhand zünftischer Wirtschaftsethik
College
University of Regensburg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V1224521
ISBN (PDF)
9783346653031
ISBN (Book)
9783346653048
Language
German
Tags
arbeiten wirtschaften stadt kontinuität wandel sattelzeit wirtschaftsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Arbeiten und Wirtschaften in der vorindustriellen Stadt. Kontinuität und Wandel in der "Sattelzeit" anhand zünftischer Wirtschaftsethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224521
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