Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Architecture / History of Construction

Architektur als Gegenstand medialer Darstellung

Am Beispiel der INFO-BOX am Potsdamer Platz in Berlin

Title: Architektur als Gegenstand medialer Darstellung

Doctoral Thesis / Dissertation , 1999 , 225 Pages , Grade: cum laude

Autor:in: Dr. Ing. Thomas Fietz (Author)

Art - Architecture / History of Construction
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zu Beginn meiner Arbeit stelle ich die wichtigsten Stationen gebauter Architektur- und Bauausstellungen in Deutschland vor, und komme zu dem Ergebnis, daß die INFO BOX der vorläufige Höhepunkt einer langjährigen Entwicklung von Ausstellungen mit einer medial vermittelten Darstellung von Architektur ist.
Darauf folgt die Beschreibung vergleichbarer Konzepte und die Erläuterung der Hintergründe, welche zum Bau der INFO BOX geführt haben. Nach der Vorstellung der einzelnen Ausstellungen in der INFO BOX geht es um die Frage, was mit dieser Form der Architekturdarstellung erreicht werden soll und wie sie auf den Besucher der INFO BOX wirkt.
Dazu wird von mir eine empirische Untersuchung in Form einer Besucherbefragung vorgenommen. In der anschließenden Auswertung der Umfrage werden zunächst die auffälligsten Erscheinungen der Randauszählung und die Profile der einzelnen Besuchergruppen beschrieben.
Im Anschluß folgt die Analyse der wichtigsten Komponenten, die den Charakter der INFO BOX-Aktion ausmachen. Der Aspekt der medialen Architekturdarstellung und die INFO BOX als Architekturdarstellungsmedium werden dabei vertieft. Schließlich erfolgt eine Gegenüberstellung der Erwartungshaltungen von INFO BOX-Betreibern und INFO BOX-Besuchern.
Es wird gezeigt, daß Architekturdarstellung, im Zusammenhang mit dem INFO BOX-Konzept, weit mehr als nur die multimediale Simulation eines zukünftigen Bauvorhabens ist, bei der die INFO BOX-Besucher " informiert" werden sollen. Sie ist eine Kunst- und Unterhaltungsform geworden, bei der Stadtentwicklung mit Hilfe modernster Marketingstrategien in Szene gesetzt wird und die in der Lage ist, unsere Wahrnehmung von Architektur durch mediale Vermittlung zu beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einführung

1.1 Fragestellung

1.2 Abstrakt

1.3 Bezugsobjekt INFO BOX

2 Architekturdarstellung in Architektur- und Bauausstellungen

2.1 Darmstadt Mathildenhöhe

2.2 Stuttgart Weißenhof

2.3 Nationalsozialismus

2.4 Nachkriegszeit

2.5 IBA Berlin und IBA Emscher Park

2.6 Architektur- und Bauausstellungen in der DDR

2.7 Zusammenfassung

3 Die INFO BOX am Potsdamer Platz

3.1 Vergleichbare Konzepte

3.2 Hintergründe und Ursachen zum Bau der INFO BOX

3.3 Die Investoren und ihre Ausstellungen

3.4 Zusammenfassung

4 Voruntersuchung

4.1 Einleitung

4.2 Gästebuch der INFO BOX

4.3 Pressespiegel

4.4 Zusammenfassung

5 Fragebogen

5.1 Methodenbeschreibung/ Fragebogenkonzept

5.2 Randauszählung

5.3 Zusammenfassung

6 Besucherprofile

6.1 Differenzierung in Besucherprofile

6.2 Besucherprofil nach Herkunft

6.3 Besucherprofil nach Alter

6.4 Besucherprofil nach Geschlecht

6.5 Besucherprofil nach Bildung

6.6 Besucherprofil nach Beruf

6.7 Besucherprofil nach Computernutzung

6.8 Besucherprofil nach Wochentagen

6.9 Besucherprofil nach Interviewereffekt

6.10 Besucherprofil nach Bewertung der Bauvorhaben

6.11 Besucherprofil nach dem Aspekt: "nicht aufgefallen/ keine Meinung"

6.12 Besucherprofil nach dem Aspekt: "Eintritt Dachterasse"

6.13 Zusammenfassung/ Profilvergleich

7 Wesentliche Aspekte des INFO BOX Konzeptes

7.1 Die Baustelle als Event

7.2 Die Ausstellungen als Infotainmentkonzept

7.3 Die INFO BOX als "Multimedium"

7.4 Zusammenfassung

8 Erwartungshaltungen

8.1 Veranstaltermotiv versus Besuchererwartung

8.2 Glaubwürdigkeit

8.3 Information und/oder Entertainment

8.4 Zusammenfassung

9 Architekturdarstellung zwischen künstlerischer und realer Welt

9.1 Komplexitätsreduzierung durch das Medium oder durch den Planer

9.2 Der gelenkte Blick

9.3 Die INFO BOX als Architekturdarstellungsmedium

9.4 Zusammenfassung

10 Zusammenfassung, Konsequenzen, Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der INFO BOX am Potsdamer Platz als Medium zur Architekturvermittlung und Stadtmarketing-Instrument. Ziel ist es zu analysieren, wie architektonische Bauvorhaben durch mediale Inszenierung wahrgenommen werden und welche Einflüsse dies auf das öffentliche Bild von Stadtentwicklungsprojekten hat.

  • Historische Einordnung von Architektur- und Bauausstellungen in Deutschland
  • Analyse der INFO BOX als mediales "Event" und Infotainment-Plattform
  • Empirische Untersuchung des Besucherprofils und der Rezeption durch die Öffentlichkeit
  • Gegenüberstellung von Erwartungshaltungen der Betreiber und Erfahrungen der Besucher
  • Die Spannung zwischen realer Baustelle und künstlerischer Darstellung

Auszug aus dem Buch

1.1 Fragestellung

Als im November 1996 die INFO BOX am Potsdamer Platz ihre Pforten öffnete, war sie nicht nur das erste Gebäude, das nach der Maueröffnung an diesem öden und leeren ehemaligen Grenzabschnitt entstand, es sollte auch für mehrere Jahre der einzige Bau inmitten einer bizarren und unwirklichen Baustellenlandschaft sein. Die "Wüstenei" am Potsdamer Platz, der vor dem 2. Weltkrieg ein belebtester Verkehrsknotenpunkt im Europa markierte, soll bis 2005 beseitigt sein und der Potsdamer Platz wieder den Glanz und die Belebtheit der alten Tage erreichen. Bis dahin muß aber noch viel Erde und mehrere Millionen Tonnen an Baumaterial diese Vision Wirklichkeit werden lassen bewegt werden. Schon bei kleinen Bauvorhaben ist es nicht einfach, sich nur anhand von Zeichnungen und Modellen vorzustellen, wie der Bau einmal in der Realität aussehen wird. Bei einer Bauaufgabe in dieser Größenordnung fehlt bei den meisten von uns die Vorstellungskraft, sich das Resultat der Bauarbeiten vorzustellen. Deshalb, so die Veranstalter, wurde die INFO BOX gebaut. Sie verschafft den interessierten Bewohnern und Besuchern Berlins eine Einsicht in die Bauvorhaben und die zukünftige Verkehrsplanung.

Das Interesse an der INFO BOX war derart groß, daß die Veranstalter von ihrem eigenem Erfolg ein wenig überrascht worden sind. Der als Provisorium konzipierte Ausstellungspavillon wurde inzwischen das mit Abstand meist besuchte Gebäude der Stadt, wenn man das Brandenburger Tor als Gebäude nicht mitzählt. Hatte man anfänglich mit etwa 300 Besuchern im täglichen Durchschnitt gerechnet, so lagen schließlich an manchen Wochenenden die Besucherzahlen bei weit über 3000. Keine Ausstellung in Berlin war bisher derart stark besucht worden, und das Interesse schien nicht abzunehmen. Ließ sich dieses Interesse allein dadurch begründen, daß sich hier die größte Baustelle Europas befindet? Aber warum ist besonders diese Baustelle "hoffähig" geworden? Lag es vielleicht an der historischen Bedeutung des Potsdamer Platzes? Ausstellungen zur Planung am Alexanderplatz oder zur Neugestaltung des Regierungsviertels am Spreebogen hatten keine vergleichbare Resonanz beim Publikum. Lag es möglicherweise an der außergewöhnlichen Form der INFO BOX? Eine Neuerfindung ist die INFO BOX nicht, denn Architektur- und Bauausstellungen in avantgardistischer Architektur gab es beispielsweise schon auf der Interbau 1957. Oder sind es die Ausstellungen der Investoren in der INFO BOX?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Problemstellung und Vorstellung der INFO BOX als Untersuchungsgegenstand.

2 Architekturdarstellung in Architektur- und Bauausstellungen: Analyse historischer Bauausstellungen von Darmstadt bis zur IBA, um die Entwicklung der medialen Vermittlung einzuordnen.

3 Die INFO BOX am Potsdamer Platz: Darstellung der Konzepte, Hintergründe der Entstehung und der Beteiligung verschiedener Investoren an der Ausstellung.

4 Voruntersuchung: Auswertung erster Quellen wie des Gästebuchs und des Pressespiegels zur Vorbereitung der empirischen Studie.

5 Fragebogen: Detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und des Konzepts der empirischen Besucherbefragung.

6 Besucherprofile: Ausführliche statistische Analyse der erhobenen Daten, differenziert nach soziodemographischen Merkmalen und Nutzungsverhalten.

7 Wesentliche Aspekte des INFO BOX Konzeptes: Untersuchung der INFO BOX als Event, Infotainment-Knotenpunkt und "Multimedium".

8 Erwartungshaltungen: Diskussion der Diskrepanz zwischen Veranstalterzielen und der tatsächlichen Wahrnehmung durch das Publikum.

9 Architekturdarstellung zwischen künstlerischer und realer Welt: Reflexion über die Medialisierung von Architekturprozessen und deren Wirkung auf die Wahrnehmung von Realität.

10 Zusammenfassung, Konsequenzen, Ausblick: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur Rolle der INFO BOX.

Schlüsselwörter

INFO BOX, Potsdamer Platz, Architekturvermittlung, Bauausstellung, Stadtentwicklung, Infotainment, Besucherbefragung, Medialisierung, Stadtmarketing, Architekturwahrnehmung, Berlin, Baustelle als Event, Ausstellungskonzept, empirische Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Architektur- und Bauausstellung "INFO BOX" am Potsdamer Platz in Berlin, um zu verstehen, wie mediale Inszenierungen die öffentliche Wahrnehmung von großen Stadtentwicklungsprojekten prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der deutschen Bauausstellungen, das spezielle Konzept des Infotainments, die mediale Vermittlung von Architektur sowie die empirische Auswertung von Besucherströmen und -reaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, welchen Einfluss die mediale Vermittlung durch Ausstellungsbauten wie die INFO BOX auf die Wahrnehmung von Architektur durch das Publikum hat und welche Rolle sie als Instrument des Stadtmarketings spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Studie, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie einer quantitativen und qualitativen Besucherbefragung (Fragebogen) basiert, ergänzt durch die Auswertung von Gästebüchern und Medienberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, die detaillierte Analyse der INFO BOX als Ausstellungsmedium, die empirische Datenaufnahme und eine kritische Reflexion über die Inszenierung von Baustellen als Ereignis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zu den Schlüsselbegriffen zählen "Architekturvermittlung", "Infotainment", "Potsdamer Platz", "Besucherprofil" und "mediale Wahrnehmung".

Inwiefern unterscheidet sich die INFO BOX von früheren Bauausstellungen?

Anders als rein fachliche Ausstellungen der Vergangenheit setzt die INFO BOX stark auf Unterhaltung, multimediale Simulationen und touristische Anreize, um ein breites, nicht-fachliches Publikum anzusprechen.

Welche Rolle spielt die Medialisierung in der Schlussfolgerung der Arbeit?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die mediale Inszenierung zwar erfolgreich für die Aufmerksamkeit sorgt, dabei jedoch die Grenze zwischen neutraler Information und gezielter emotionaler Beeinflussung verwischt wird.

Excerpt out of 225 pages  - scroll top

Details

Title
Architektur als Gegenstand medialer Darstellung
Subtitle
Am Beispiel der INFO-BOX am Potsdamer Platz in Berlin
College
Brandenburg Technical University Cottbus
Grade
cum laude
Author
Dr. Ing. Thomas Fietz (Author)
Publication Year
1999
Pages
225
Catalog Number
V122505
ISBN (eBook)
9783640307494
ISBN (Book)
9783640305797
Language
German
Tags
Architektur Gegenstand Darstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Ing. Thomas Fietz (Author), 1999, Architektur als Gegenstand medialer Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122505
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  225  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint