Rankings erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dabei gibt es inzwischen (fast) nichts mehr, was nicht schon in ein Ranking gefasst wurde. So gibt es neben den „klassischen“ Rankings wie etwa den Single-Charts, Album-Charts, oder Bestenlisten auf dem Bücher- und Videomarkt inzwischen Ranglisten für Studiengänge, Universitäten, Lebensmittel, Computer, Handys und sonstigen Gebrauchsgegenständen. Dabei lässt sich die Frage stellen, welche Vor- und Nachteile diese Rankings mit sich bringen, besonders auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten, wo eine rein objektive Beurteilung von Qualitätsunterschieden, im Gegensatz zu Gebrauchsgütern, kaum möglich ist.
Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, den Einfluss von publizierten Erfolgrankings auf die individuelle Konsumentscheidung zu untersuchen. In dieser Arbeit wird die These aufgestellt, das Rankings auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten einen starken Einfluss auf die individuelle Konsumentscheidung haben. Mit Hilfe verschiedener theoretischer Modelle soll versucht werden, die Vor- und Nachteile von publizierten Erfolgsrankings aufzuzeigen.
Dazu wird zuerst auf verschiedene Diffusionsmodelle eingegangen und die Besonderheit von Innovationsdiffusion auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten untersucht. Daraufhin, wird mit Hilfe von zwei verschiedenen Ansätzen versucht die Entstehung von Superstars auf Unterhaltungsmärkten zu erklären und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die individuelle Konsumentscheidung überprüft. Schließlich wird untersucht, wie es auf diesen Märkten zu Herdenverhalten kommt und dessen Auswirkung auf die eigene Konsumentscheidung geprüft.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2.1 Diffusionsmodelle
- 2.1.1 Das grundlegende Diffusionsmodell
- 2.1.2 Das „Mixed-Influence“ Modell
- 2.1.3 Diffusion auf Unterhaltungs- und Kulturmärkten
- 2.1.4 Konsequenzen / Fazit
- 2.2 Superstar Theorien
- 2.2.1 Superstars nach Sherwin Rosen
- 2.2.2 Superstars nach Moshe Adler
- 2.2.3 Konsequenzen / Fazit
- 2.3 Herdenverhalten / Informationskaskaden
- 2.3.1 Das Modell der Informationskaskaden
- 2.3.2 Informationskaskaden auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten
- 2.3.3 Konsequenzen / Fazit
- 2.4 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Einfluss veröffentlichter Erfolgsrankings auf die individuelle Konsumentscheidung im Bereich Kultur und Unterhaltung. Es wird die These aufgestellt, dass diese Rankings einen starken Einfluss haben. Die Arbeit nutzt verschiedene theoretische Modelle, um Vor- und Nachteile aufzuzeigen.
- Einfluss von Rankings auf die Konsumentscheidung
- Diffusionsmodelle und deren Anwendung auf Kultur- und Unterhaltungsmärkte
- Superstar-Theorien und deren Relevanz für Konsumentscheidungen
- Herdenverhalten und Informationskaskaden auf diesen Märkten
- Analyse der Vor- und Nachteile von publizierten Erfolgsrankings
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Rankings und deren zunehmende Bedeutung ein und formuliert die Forschungsfrage nach dem Einfluss auf die Konsumentscheidung. Kapitel 2.1 beleuchtet verschiedene Diffusionsmodelle, insbesondere das grundlegende Modell und das „Mixed-Influence“ Modell, um den Verbreitungsprozess von Innovationen zu beschreiben. Kapitel 2.2 geht auf Superstar-Theorien nach Sherwin Rosen und Moshe Adler ein und untersucht deren Konsequenzen für die Konsumentscheidung. Kapitel 2.3 behandelt Herdenverhalten und Informationskaskaden und deren Einfluss auf die individuellen Entscheidungen im Kontext von Kultur- und Unterhaltungsgütern.
Schlüsselwörter
Rankings, Konsumentscheidung, Diffusionsmodelle, Superstar-Theorien, Herdenverhalten, Informationskaskaden, Kulturmärkte, Unterhaltungsmärkte, Innovationsdiffusion, Mund-zu-Mund-Propaganda.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss haben Rankings auf die individuelle Konsumentscheidung?
Die Arbeit stellt die These auf, dass Rankings auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten einen starken Einfluss auf die Entscheidung der Konsumenten haben, da sie als Orientierungshilfe in Märkten dienen, in denen objektive Qualität schwer messbar ist.
Was besagen die Superstar-Theorien von Rosen und Adler?
Diese Theorien erklären, wie es auf Unterhaltungsmärkten zur Entstehung von Superstars kommt und welche Konsequenzen dies für die Marktdynamik und die Auswahl der Konsumenten hat.
Was versteht man unter Herdenverhalten auf Kulturmärkten?
Herdenverhalten beschreibt das Phänomen, bei dem sich Individuen an den Entscheidungen anderer orientieren (Informationskaskaden), was durch veröffentlichte Erfolgsrankings massiv verstärkt werden kann.
Wie funktioniert die Innovationsdiffusion in der Unterhaltungsbranche?
Mithilfe von Diffusionsmodellen, wie dem „Mixed-Influence“ Modell, wird untersucht, wie sich neue Produkte oder Trends durch Mund-zu-Mund-Propaganda und externe Einflüsse (wie Rankings) verbreiten.
Gibt es Unterschiede zwischen Rankings für Gebrauchs- und Kulturgüter?
Ja, während Gebrauchsgüter oft objektiv beurteilt werden können, ist dies bei Kultur- und Unterhaltungsgütern kaum möglich, weshalb Rankings hier eine noch wichtigere soziale Orientierungsfunktion übernehmen.
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- Benedikt Sperl (Author), 2008, Rankings auf Kultur- und Unterhaltungsmärkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122518