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Die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb

Title: Die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Patricia Reisyan (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Sprache stellt ein komplexes Phänomen dar, denn menschliche Sprache ist vielschichtig, international, ein Machtinstrument, das Ausdrucksmittel schlechthin. Sprache ist Geist, und Sprache kann sowohl Brücken zwischen Menschen herstellen als auch Komplikationen schaffen, da vor allem jedes Abstraktum einen Bedeutungsüberhang aufweist und so verschiedene Individuen Wörter semantisch unterschiedlich besetzen. Wenn man dieses Mittel beherrscht, kann man seine Meinung versprachlichen, diese argumentativ vertreten und andere davon überzeugen oder zumindest seinen eigenen Gedankengang verständlich machen. Der Spracherwerb als Forschungsgegenstand zählt seit jeher zu den Feldern, die in der Geschichte ihren Platz finden (z.B. Isolationsexperimente). Man fragte sich z.B., ob es eine Ursprache gibt und wie man überhaupt Sprache erwirbt.
Diese Hausarbeit macht es sich zur Aufgabe, die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb näher zu durchleuchten und anhand eines Fallbeispiels, bei dem es sich um einen spontanen Dialog zwischen einer Großmutter und ihrem Enkelsohn handelt, die Thesen der wissenschaftlichen Theorien zu untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spracherwerbstheorien

2.1 Nativismus

2.2 Kognitivismus

2.3 Interaktionismus

3. Präverbale Kommunikation

3.1 Umwelt und Kind als System

3.2 Erwerb kommunikativer Grundqualifikationen

3.3 Die an das Baby gerichtete Sprache (BGS)

4. Die an das Kind gerichtete Sprache (KGS)

4.1 Die Merkmale und die Funktion von KGS

4.2 Wirkung von KGS

4.3 Lehrstrategien

5. Gesprächsuntersuchung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der sozialen Umwelt für den kindlichen Spracherwerb. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Interaktion zwischen Bezugspersonen und Kleinkindern sowie der Frage, wie durch spezifische sprachliche Anpassungen der Erwachsenen der Spracherwerbsprozess unterstützt wird.

  • Theoretische Grundlagen der Spracherwerbstheorien (Nativismus, Kognitivismus, Interaktionismus)
  • Bedeutung der präverbalen Kommunikation und des dyadischen Systems
  • Merkmale und Funktionen der an das Kind gerichteten Sprache (KGS/BGS)
  • Analyse eines Fallbeispiels (Dialog zwischen Oma und Enkel) zur Veranschaulichung der theoretischen Ansätze

Auszug aus dem Buch

5. Gesprächsuntersuchung

Wie schon anfangs erwähnt, möchte ich anhand eines Fallbeispiels, welches als nicht repräsentativ zu betrachten ist, untersuchen, inwieweit die Bezugsperson dem Kind Hilfestellung bei seiner Sprachentwicklung leistet.

Bei den Gesprächspartnern handelt es sich um den eineinhalbjährigen Florian und seine Oma. Es ist anzunehmen, dass zwischen beiden schon aufgrund des Verwandtschaftsgrades eine enge Bindung besteht.

Oma und Florian spielen Gespenst, wobei besonders die Lokalität des Gespenstes bzw. später der Gespenster eine Rolle spielt.

Das Gespräch beginnt damit, dass Florian feststellt, dass sein Gespenst weg ist. Er formuliert diesen Sachverhalt als Ausruf, woraufhin seine Oma diesen Ausruf zu einer Frage umformuliert und mit einer weiteren kurzen Frage versucht, den genauen Aufenthaltsort des Gespenstes zu erfahren. Florian geht allerdings nicht darauf ein, sondern wiederholt seinen anfänglichen Ausruf. Seine Oma bezieht sich erneut auf die Entfernung und fragt: „Ganz weit weg?“ (Z.4), um das Gespräch aufrecht zu erhalten. Dabei greift sie erneut das Adjektiv „weg“ auf, um auf dem Niveau des Kindes zu bleiben.

Florian lässt sein Gespräch wieder auf der Bildfläche erscheinen mit einem „Ja - da - da is’ da!“. Man kann sehen, dass sich in diesem Gespräch viel darum dreht, wo sich etwas befindet und kann in diesem Sinne die Literatur bestätigen, denn nach Catherine Snow bezieht sich das Kind inhaltlich besonders gern auf Sachverhalte, die mit der Präsenz oder Abwesenheit von Objekten oder Personen zu tun haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, mit Fokus auf die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb anhand eines Fallbeispiels.

2. Spracherwerbstheorien: Erläuterung der drei Hauptströmungen (Nativismus, Kognitivismus, Interaktionismus) und ihrer unterschiedlichen Annahmen über den Spracherwerb.

3. Präverbale Kommunikation: Untersuchung der vorsprachlichen Phase, der Bedeutung der frühen Interaktion und des Einflusses der an das Baby gerichteten Sprache.

4. Die an das Kind gerichtete Sprache (KGS): Detaillierte Analyse der sprachlichen Modifikationen durch Erwachsene, deren Merkmale, Funktionen und Auswirkungen auf die kindliche Sprachentwicklung.

5. Gesprächsuntersuchung: Praktische Analyse eines Dialogs zwischen einer Großmutter und ihrem Enkelsohn zur Überprüfung der theoretischen Erkenntnisse.

6. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Theorien des Spracherwerbs.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Umwelt, Interaktionismus, Nativismus, Kognitivismus, Präverbale Kommunikation, An das Kind gerichtete Sprache, KGS, BGS, Mutterische, Sprachliche Modifikation, Gesprächsuntersuchung, Intuitive elterliche Didaktik, Sprachentwicklung, Mutter-Kind-Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spracherwerb bei Kleinkindern und untersucht dabei besonders den Einfluss der sozialen Umwelt auf diesen Entwicklungsprozess.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Modelle zum Spracherwerb, die präverbale Phase sowie die spezifischen Merkmale der Sprache, die Erwachsene gegenüber Kindern anwenden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb zu durchleuchten und die Thesen wissenschaftlicher Theorien anhand eines spontanen Dialogs zwischen einer Großmutter und ihrem Enkelsohn zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative Einzelfallanalyse (Gesprächsuntersuchung), um theoretische Konzepte in einem realen Dialog zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Spracherwerbstheorien, die Untersuchung präverbaler Kommunikationsformen und eine eingehende Analyse der an das Kind gerichteten Sprache sowie deren förderliche Effekte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spracherwerb, Interaktionismus, präverbale Kommunikation, KGS (an das Kind gerichtete Sprache) und intuitive elterliche Didaktik charakterisiert.

Was bedeutet der Begriff "präverbale Kommunikation" im Kontext der Arbeit?

Damit ist die Zeitspanne vom ersten Schrei bis zum ersten Wort gemeint, in der das Kind bereits kommunikative Erfahrungen sammelt, obwohl es noch nicht verbal agiert.

Welche Rolle spielt die "an das Kind gerichtete Sprache" (KGS)?

KGS dient als modifizierte Sprechweise der Umwelt, die durch Merkmale wie eine höhere Tonlage oder langsameres Sprechen das Kind dabei unterstützt, Sprache besser zu verstehen und in die Kommunikation eingebunden zu werden.

Was zeigt das Fallbeispiel des Oma-Florian-Dialogs?

Der Dialog illustriert, wie die Bezugsperson durch Fragen, Erweiterungen und Parallelstrukturen aktiv den Konversationsrahmen aufrechterhält und sich sprachlich an den Entwicklungsstand des Kindes anpasst.

Ist die "an das Kind gerichtete Sprache" zwingend notwendig für den Spracherwerb?

Nein, die Autorin betont, dass KGS keine absolute Bedingung für den Spracherwerb darstellt, da es auch kulturspezifische Unterschiede gibt, in denen diese spezifische Sprechweise nicht in derselben Form auftritt.

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Details

Title
Die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb
College
University of Cologne  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
Sprache – Sprachwissenschaft – Sprachdidaktik
Grade
1,0
Author
Patricia Reisyan (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V122532
ISBN (eBook)
9783640278879
ISBN (Book)
9783640282852
Language
German
Tags
Rolle Umwelt Spracherwerb Sprache Sprachwissenschaft Sprachdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Reisyan (Author), 2004, Die Rolle der Umwelt beim Spracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122532
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