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Kritische Analyse des Landesentwicklungsplanes des Saarlandes

Title: Kritische Analyse des Landesentwicklungsplanes des Saarlandes

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Geogr, Anna Trinks (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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[...] Beide Pläne wurden vom Ministerium für Umwelt bearbeitet und setzen sich aus einem Teil A mit textlichen Festlegungen, sowie einem Teil B mit zeichnerischen Festlegungen zusammen. Im Anschluss an eine überblicksartige Einführung in die Planungshierarchie Deutschlands und die saarländischen Besonderheiten der Raumordnung folgt eine kritische Analyse der beiden Teilpläne. Dabei wird das methodische Vorgehen für den Landesentwicklungsplan Teilabschnitt „Umwelt“ wie folgt ablaufen: Zunächst wird jeweils der Inhalt des aktuellen Plans aufgeführt wonach sich ein Vergleich - allerdings ohne Wertung - mit dem vorherigen Plan vom 18. Dezember 1979 anschließt. Darauf folgt die Kritik, die sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet. Es werden alle Punkte aufgeführt, jedoch aus Gründen der Vielzahl an Festlegungen, Analyseschwerpunkte auf ausgewählte Themenkomplexe gesetzt. Die vorgenommene Auswahl beruht weitestgehend auf dem Kenntnisstand des Autors oder auf dem verfügbaren Informationsmaterial.
Zur Vervollständigung einiger Informationen wurde ein informelles Interview am 9.12.2005 mit Herrn Ulrich Plewka vom Ministerium für Umwelt durchgeführt. Aussagen seitens Herrn Plewkas wurden mit „(Plewka)“ kenntlich gemacht.
Für den Landesentwicklungsplan „Siedlung“ wird eine etwas andere Analyse-methodik verwendet, da dieser Plan die derzeitige Situation im Saarland nicht optimal darstellt, die Fortschreibung noch nicht abgeschlossen und deshalb nicht einsehbar ist. Aufgrund dieser Tatsache wird die Analyse des Landesentwicklungs-plans „Siedlung“ sehr viel kürzer ausfallen und eher einer kurzen Zusammenfassung ähneln.
Für beide Pläne gilt, dass Ziffern der zitierten Plansätze als Zahlen in Klammern gesetzt sind. Punkte des Inhaltsverzeichnisses der analysierten Pläne werden meistens nicht als eigene Punkte in dem Inhaltsverzeichnisses dieser Arbeit aufgelistet, sondern finden sich in den Abschnitten mit dem Titel „Inhalt“ wieder.
Durch die vielfältigen Ansprüche an den Raum mit begrenzten Ressourcen werden durch die beiden Teilpläne des Landesentwicklungsplans des Saarlandes unter-schiedliche Nutzungsansprüche an den Raum koordiniert und gegeneinander abgewogen.
Wie diese anspruchsvolle Aufgabe in dem flächenmäßig sehr kleinen Saarland am Rande der Republik gelöst wurde und welche Folgen auftreten könnten, wird in dieser kritischen Analyse wertend dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Planungshierarchie in Deutschland

2.1 Planungsebenen

2.2 Das saarländische Planungssystem

3 Kritische Analyse des Landesentwicklungsplans Teilabschnitt „Umwelt“ (LEPl „Umwelt“)

3.1 Aufbau, Struktur und grundsätzliche Neuerungen

3.2 Analyse der Vorbemerkungen

3.2.1 Inhalt

3.2.2 Neuerungen

3.2.3 Kritik

3.3 Analyse der Ziele der Raumordnung: Die Vorranggebiete

3.3.1 Inhalt

3.3.2 Neuerungen

3.3.3 Kritik

3.4 Analyse der Ziele der Raumordnung: Die Verkehrsverbindungen

3.4.1 Inhalt

3.4.2 Neuerungen

3.4.3 Kritik

3.5 Analyse der Ziele der Raumordnung: Die Standort- und Trassenbereiche

3.5.1 Inhalt

3.5.2 Neuerungen

3.5.3 Kritik

3.6 Analyse der Ziele der Raumordnung: Die Fachlichen Ziele

3.6.1 Inhalt

3.6.2 Neuerungen

3.6.3 Kritik

4 Kritische Analyse des Landesentwicklungsplans Teilabschnitt „Siedlung“ (LEPl Siedlung)

4.1 Aufbau und Struktur

4.2 Räumliche Struktur des Landes

4.2.1 Inhalt

4.2.2 Kritik

4.3 Zentrale Orte und Siedlungsachsen

4.3.1 Inhalt

4.3.2 Kritik

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Analyse der beiden Teilpläne des Landesentwicklungsplans (LEPl) des Saarlandes ("Umwelt" und "Siedlung") durchzuführen, um deren Wirksamkeit bei der Koordination konkurrierender Nutzungsansprüche an den begrenzten Raum zu bewerten.

  • Methodische Untersuchung der Planungshierarchie und der saarländischen Raumordnung
  • Detaillierte Analyse der Ziele und Vorranggebiete im Teilabschnitt "Umwelt"
  • Bewertung der siedlungsstrukturellen Planung und der zentralen Orte im Teilabschnitt "Siedlung"
  • Diskussion aktueller Herausforderungen wie demografischer Wandel und Bergbaufolgen
  • Kritische Reflexion der Vereinbarkeit von Planungsvorgaben mit der regionalen Realität

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Kritik

In Sachen Naturschutz hat sich im Saarland in den letzten 20 Jahren sehr viel getan. Das Altindustrieland versucht durch gute und integrative Planungen neue Naturschutzgebiete auszuweisen. Das Saarland verfügt derzeit über 116 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 9600 ha, was einem prozentualen Anteil an der Landesfläche von 3,67% entspricht (nach: Internet 1). Die größten Flächen liegen laut Teil B im Regionalpark und im Warndt.

Auch der Biotopverbund ist erst in den jetzigen Plan eingegangen und ist ebenfalls als positiv zu bewerten. In diesen VF können nun Gemeinden im Sinne des Ökokontos in unzerschnittenen Freiräumen aufwertende Maßnahmen durchführen. Die Ausweisung der Flächen für Landwirtschaft nimmt Bezug zur Natur: Ausdrücklich soll die Landwirtschaft ökologisch verträglicher werden und wirklich nur noch dort stattfinden, wo es sich von der Leistungsfähigkeit des Bodens lohnt. Jedoch ist durch die Bemerkungen bei den Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsflächen zu erkennen, dass der Landwirtschaftssektor schrittweise minimiert werden soll, welches in Ziffer (73) angedeutet wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass die Flächen zur Existenzsicherung der Landwirte möglichst lange erhalten werden sollen. Da jedoch der Planungszeitraum zehn Jahre beträgt, ist eventuell davon auszugehen, dass die Landwirte in spätestens zehn Jahren ihr Land verlieren werden. Auch der Hochwasserschutz besitzt Vorrang vor der Landwirtschaft, die durch Grünlandflächen in den Überlagerungsgebieten ersetzt werden soll. Der Landwirt erhält eine Entschädigung in Höhe von derzeit 552 Euro pro ha (Plewka).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Landesentwicklungsplans als zentrales Steuerungsinstrument dar und erläutert die methodische Herangehensweise der kritischen Untersuchung beider Teilpläne.

2 Die Planungshierarchie in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den hierarchischen Aufbau der Raumordnung in der Bundesrepublik und verortet das spezifische saarländische Planungssystem darin.

3 Kritische Analyse des Landesentwicklungsplans Teilabschnitt „Umwelt“ (LEPl „Umwelt“): Dieser zentrale Abschnitt analysiert detailliert Aufbau, Neuerungen und Kritikpunkte des aktuellen Umwelt-Teilplans, insbesondere in Bezug auf Vorranggebiete und deren Überlagerung.

4 Kritische Analyse des Landesentwicklungsplans Teilabschnitt „Siedlung“ (LEPl Siedlung): Das Kapitel befasst sich mit der Siedlungsstruktur des Saarlandes, dem Konzept der zentralen Orte und kritisiert die veraltete Datengrundlage sowie die Herausforderungen des demografischen Wandels.

5 Zusammenfassung und Fazit: Die abschließende Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Analyse und bewertet, inwieweit die zukunftsorientierten Planungsprinzipien in der Realität des Saarlandes umsetzbar sind.

Schlüsselwörter

Landesentwicklungsplan, Saarland, Raumordnung, Vorranggebiete, Nachhaltigkeit, Siedlungsstruktur, Umweltschutz, Biotopverbund, demografischer Wandel, Regionalpark, Flächennutzung, Infrastruktur, Planungshierarchie, Standortentwicklung, Gewerbeflächen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet eine kritische wissenschaftliche Analyse der beiden Teilpläne des saarländischen Landesentwicklungsplans, nämlich "Umwelt" und "Siedlung".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Raumordnungsziele, der Naturschutz, die Siedlungsentwicklung, die Verkehrsinfrastruktur und die Transformation der Industrielandschaft im Saarland.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie das Saarland durch diese Pläne unterschiedliche Nutzungsansprüche koordiniert und ob die gesetzten Ziele realistisch umsetzbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein Vergleich zwischen den alten Plänen und den aktuellen Versionen vorgenommen, ergänzt durch informelle Experteninterviews mit dem Umweltministerium.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der kritischen Bewertung der Vorranggebiete (Umwelt) sowie der siedlungsstrukturellen Gliederung und den zentralen Orten (Siedlung).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Landesentwicklungsplan, Raumordnung, Nachhaltigkeit, Siedlungsstruktur, Biotopverbund und demografischer Wandel.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Regionalparks?

Der Regionalpark wird als positives und innovatives Instrument zur Inwertsetzung des kulturellen Erbes und zur Steigerung der Lebensqualität im Verdichtungsraum gewertet.

Warum wird der Teilabschnitt "Siedlung" kritisch gesehen?

Dieser Plan wird als veraltet betrachtet, da er auf Daten aus der Volkszählung von 1987 beruht und den aktuellen demografischen Wandel nur unzureichend abbildet.

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Details

Title
Kritische Analyse des Landesentwicklungsplanes des Saarlandes
College
University of Tubingen  (Geographisches Institut)
Course
Angewandte Geographie, Referateseminar
Grade
1,3
Author
Dipl. Geogr, Anna Trinks (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V122534
ISBN (eBook)
9783640278886
ISBN (Book)
9783640282869
Language
German
Tags
Planung Umweltplan Altindustrie Bundesland LEP Saarland Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Geogr, Anna Trinks (Author), 2006, Kritische Analyse des Landesentwicklungsplanes des Saarlandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122534
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