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Der EU-Beitritt der Türkei: Auswirkungen auf Mitteleuropa und den „Westlichen Balkan“

Titel: Der EU-Beitritt der Türkei: Auswirkungen auf Mitteleuropa und den „Westlichen Balkan“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 35 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. Geogr, Anna Trinks (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gehört die Türkei zu Europa? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur die
Politiker aller europäischen Länder, sondern wird auch intensiv in allen
gesellschaftlichen Schichten der europäischen Bevölkerung diskutiert.
Am 3. Oktober begannen offiziell die Beitrittsverhandlungen zwischen der
Europäischen Union und der Türkei. Die Debatte ob und wann ein Beitritt
stattfinden soll, wird begleitet von zahlreichen Streitigkeiten zwischen
Befürwortern und Gegnern. Ein viel zitiertes Argument seitens der Skeptiker
bezieht sich auf die herrschenden kulturellen Unterschiede zwischen Europa
und der Türkei und sehen keine Aussicht auf eine erfolgreiche politische
Integration. Demgegenüber verweisen die Befürworter auf die zentrale Rolle
der Türkei die die europäische Geschichte maßgeblich mitgestaltet hat. Mit
der Integration eines islamischen aber demokratisch-laizistischen Staates
würde eine Vorbildfunktion für die übrige islamische Welt konzipiert werden
und dadurch ein gemäßigteres „Klima“ zwischen der westlichen Welt und
der islamischen Welt entstehen.
Die Vielschichtigkeit dieser Debatte zeigt, wie kompliziert die Frage nach
einer eventuellen Mitgliedschaft der Türkei ist. Beide Lager scheinen
Gefahren aber auch Chancen zu sehen und so stellt sich die Frage der
vorliegenden Arbeit, welche Konsequenzen ein EU-Beitritt der Türkei haben
könnte. Dabei stellt sich die Frage für Mitteleuropa, welches in dieser Arbeit
mit der EU gleichgesetzt wird. Kann die EU ein so armes und großes Land
wirtschaftlich überhaupt verkraften? Und wie verändern sich die
institutionellen Konstellationen der EU?
Doch reicht es bei weitem nicht, ausschließlich die Auswirkungen auf die
derzeitige Europäische Union zu betrachten. Die Türkei stellt auch in
geographischer Hinsicht ein Bindeglied zwischen Ost und West dar. Welche
Auswirkungen also gäbe es weiterhin für den „Westlichen Balkan“?
Für Beide, EU und dem „Westlichen Balkan“ werden im Laufe dieser Arbeit
jeweils differenzierte Sichtweisen von positiver als auch von negativer Seite
aufgezeigt und analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Türkei und Europa

2.1 Die Geschichte der Beziehungen des Türkentums und Europas

2.2 Türkei und der EU-Beitritt allgemein

2.2.1 Beitrittsverfahren allgemein

2.2.2 Die „Kopenhagener Kriterien“

2.2.3 Die Beitrittsverhandlungen der Türkei

3. Auswirkungen eines EU-Beitritts der Türkei auf Mitteleuropa

3.1 Wo hört Europa auf? – Geopolitische Überlegungen

3.1.1 Allgemein

3.1.2 Die Kritiker

3.1.3 Die Befürworter

3.2 Die ökonomischen Auswirkungen – wie viel kostet die Türkei?

3.2.1 Allgemein

3.2.2 Die Kritiker

3.2.3 Die Befürworter

3.3 Kulturspezifische Überlegungen

3.4 Der politische Einfluss der Türkei nach einem Beitritt

4. Auswirkungen eines EU-Beitritts der Türkei auf den „Westlichen Balkan“

4.1 Chancen für den „Westlichen Balkan“

4.2 Risiken für den „Westlichen Balkan“

5. Alternative Integrationskonzepte für die Türkei

5.1 Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP)

5.2 Privilegierte Partnerschaft

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die komplexen Konsequenzen, die ein möglicher Beitritt der Türkei zur Europäischen Union für Mitteleuropa sowie für die Region des „Westlichen Balkans“ mit sich bringen könnte. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die EU die ökonomischen, politischen und kulturellen Herausforderungen eines solchen Beitritts bewältigen kann und welche Auswirkungen dies auf den Stabilitätsprozess der Nachbarregionen hat.

  • Historische Einordnung der Beziehungen zwischen der Türkei und Europa
  • Analyse der geopolitischen und sicherheitspolitischen Implikationen
  • Bewertung der ökonomischen Kosten und Nutzenfaktoren für die EU
  • Diskussion der kulturellen Integrationsfähigkeit und Identitätsfragen
  • Untersuchung alternativer Integrationsmodelle wie der privilegierten Partnerschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Wo hört Europa auf? – Geopolitische Überlegungen

Was ist Europa? Wo liegen die exakten Grenzen? Erweitern wir uns zu Tode? Diese Fragen werden seit der Debatte um den eventuellen Türkei-Beitritt zur Europäischen Union immer lauter. Tatsächlich gehört ein Teil der Türkei auf dem Papier zu Europa. Doch gut 90 Prozent des Landes erstrecken sich bereits auf dem asiatischen Kontinent. Doch die geographische Frage ist kaum ein Argument. Vielmehr muss sich die EU die Frage stellen, ob sie künftig tatsächlich Außengrenzen mit Syrien, dem Irak, dem Iran, Aserbeidschan, Armenien und Georgien haben möchte.

Vielleicht liegt aber auch genau darin eine Lösung im Hinblick auf geostrategische Elemente. Vielleicht würde die Türkei ein Bollwerk gegen den Islamismus darstellen oder sogar als Modell für die Demokratisierung weiterer islamischer Staaten fungieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der hochaktuellen Debatte über die Frage, ob die Türkei zu Europa gehört und welche Chancen und Risiken ein Beitritt birgt.

2. Die Türkei und Europa: Historische Herleitung der ambivalente Beziehungen sowie Erläuterung der formellen Beitrittskriterien und des bisherigen Verhandlungsprozesses.

3. Auswirkungen eines EU-Beitritts der Türkei auf Mitteleuropa: Untersuchung der geopolitischen, ökonomischen, kulturellen und machtpolitischen Auswirkungen eines potenziellen türkischen Beitritts für die bestehende EU.

4. Auswirkungen eines EU-Beitritts der Türkei auf den „Westlichen Balkan“: Analyse der Chancen und Risiken für die Balkanregion, insbesondere im Hinblick auf den dort laufenden Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess.

5. Alternative Integrationskonzepte für die Türkei: Vorstellung von Modellen wie der Europäischen Nachbarschaftspolitik und der privilegierten Partnerschaft als Alternativen zur Vollmitgliedschaft.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Chancen für eine Integration überwiegen und Befürchtungen im Bereich der kulturellen Inkompatibilität weitgehend entkräftet werden können.

7. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen und Dokumente.

Schlüsselwörter

Türkei, Europäische Union, EU-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Mitteleuropa, Westlicher Balkan, Geopolitik, Wirtschaftswachstum, Transformation, Laizismus, kulturelle Identität, privilegierte Partnerschaft, europäische Integration, regionale Stabilität, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den vielfältigen Auswirkungen und Konsequenzen, die ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union auf die EU selbst sowie auf die Staaten des Westlichen Balkans hätte.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Analyse konzentriert sich auf geopolitische Fragen, ökonomische Auswirkungen auf den EU-Haushalt, soziokulturelle Aspekte der Integration sowie alternative Integrationsmodelle zur Vollmitgliedschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, differenzierte Sichtweisen von Befürwortern und Gegnern gegenüberzustellen, um die politische, wirtschaftliche und strategische Machbarkeit eines türkischen EU-Beitritts zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische und politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, offiziellen Berichten der Europäischen Kommission und Wirtschaftsstatistiken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den formalen Beitrittshürden vor allem die Auswirkungen auf die Außengrenzen der EU, die finanziellen Belastungen für die Union, der Einfluss der Türkei in den EU-Institutionen und die Rolle der Türkei als Stabilitätsfaktor im Nahen Osten diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind EU-Integration, Türkei-Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Geopolitik, wirtschaftliche Transformation und regionale Stabilität.

Welche Rolle spielt die Armee der Türkei in der Argumentation der Befürworter?

Die Befürworter heben hervor, dass die Türkei aufgrund ihrer großen, modernen Streitkräfte einen wichtigen Beitrag zur europäischen Sicherheitspolitik und zur Stabilisierung der angrenzenden Krisenregionen leisten kann.

Warum wird die „privilegierte Partnerschaft“ kritisch gesehen?

Die türkische Regierung und ein Großteil der Bevölkerung lehnen dieses Modell ab, da sie es als „Mitgliedschaft zweiter Klasse“ betrachten, die Ankara den vollen Zugriff auf den europäischen Entscheidungsmechanismus verwehrt.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der EU-Beitritt der Türkei: Auswirkungen auf Mitteleuropa und den „Westlichen Balkan“
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Regionale Geographie Südosteuropas
Note
1,7
Autor
Dipl. Geogr, Anna Trinks (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
35
Katalognummer
V122535
ISBN (eBook)
9783640278893
ISBN (Buch)
9783640282876
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europaeische Union Integration Osterweiterung regionale Geographie Interessenskonflikt Handelsabkommen Wirtschaftspolitik EU
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Geogr, Anna Trinks (Autor:in), 2006, Der EU-Beitritt der Türkei: Auswirkungen auf Mitteleuropa und den „Westlichen Balkan“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122535
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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