Menschen brauchen Grün und haben sich von jeher gerne im Grünen aufgehalten. Dieses Verlangen stellt Planer und Ausführende in der Außenbegrünung immer wieder vor schwierige und wichtige Entscheidungen. So sollten die Eigenschaften, die Ansprüche und der Verwendungszweck des Gehölzes dem gewählten Standort mit seinen spezifischen Bedingungen gerecht werden. Nur so kann ein optimales Wachstum unter den gegebenen Standortbedingungen gewährleistet sein.
Die Entwurfsidee eines Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland entwickelte sich als Reaktion auf die konkrete Forderung und dem somit vorhandenen Bedarf an einer Datenbank zur Außenbegrünung. Es soll damit der Grundstein für eine neue Planungshilfe zur sachgerechten Gehölzverwendung gelegt werden.
Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, den möglichen Inhalten und der Funktionsweise eines Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland. Es wird näher darauf eingegangen wie man ein solches Informationssystem entwirft und richtig plant.
Die große Komplexität des Themas erfordert bei der Entwurfsplanung eine engere Eingrenzung. Ein Schwerpunkt wird deshalb auf die Verwendung von heimischen und standortgerechten Gehölzen für das Land Brandenburg gelegt. Die sich daraus ergebenen Fragestellungen nach den jeweiligen heimischen und standortgerechten Gehölzen sowie nach den relevanten regionalen Besonderheiten Brandenburgs werden bearbeitet.
Ein weiterer Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit dem möglichen Nutzen und den sich daraus ergebenen Vorteilen bei einer Erstellung und dem Einsatz der benannten Datenbank.
Im Laufe der Entwurfsplanung werden komplexe Zusammenhänge mit Hilfe von Modellen geplant und erklärt. Somit werden das Wesen und der Aufbau des zugrunde liegenden Informationssystems auch für Außenstehende leichter verständlich.
Der Entwurf betrachtet weniger die technischen Aspekte. Es werden vielmehr Wege aufgezeigt, um hohe Praxisnähe und beste Wirksamkeit des Informationssystems zu erreichen.
Ein primäres Ziel dieser Arbeit ist es, ein effizientes und möglichst benutzernahes Informationssystem zu entwerfen. Die daraus entstehende Datenbank soll die Bedürfnisse und Fähigkeiten der späteren Anwender berücksichtigen und muss an die zukünftigen Anwendergruppen angepasst sein, um für diese ein möglichst sinnvolles Werkzeug darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielstellung
2. Grundlagen der Informationstechnologie
2.1 Zum Informationsbegriff
2.1.1 Charakteristika des Informationsbegriffs
2.1.2 Dimensionen des Informationsbegriffs
2.1.3 Information als Wirtschaftsgut
2.1.4 Digitale Informationen
2.1.5 Daten vs. Informationen
2.2 Begriffe der Datenverarbeitung
2.2.1 Was sind Daten?
2.2.2 Was ist eine Datenbank?
2.2.3 Was ist ein Datenbanksystem?
2.2.4 Was ist ein Informationssystem?
2.3 Relationale Datenbanken
2.3.1 Das Relationale Modell
2.3.2 Relationale Objekte
2.3.3 Relationale Integritätsregeln
2.3.4 Datenmanipulationssprache SQL
2.3.5 Relationale Operatoren
3. Konzeption des Informationssystems „Gehölzverwendung im Freiland“
3.1 Bedarfs- und Benutzeranalyse
3.1.1 Aufgaben und Ziele
3.1.2 Expertenbefragungen
3.2 Entwurf des Datenmodells
3.3 Beschreibung der notwendigen Funktionen
3.4 Nutzung und Pflege des Systems
4. Entwicklungsmöglichkeiten und Ausblicke
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist der Entwurf eines effizienten und benutzernahen Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland. Die Forschungsarbeit konzentriert sich dabei insbesondere auf die regionalen Besonderheiten Brandenburgs und die spezifischen Informationsbedürfnisse von Planern und Architekten.
- Konzeption eines relationalen Datenmodells für Gehölzinformationen
- Bedarfs- und Benutzeranalyse mittels Experteninterviews
- Untersuchung der Anforderungen an eine praxisnahe Planungsdatenbank
- Definition der funktionalen Anforderungen an das Informationssystem
- Integration regionaler Standortkriterien (Klima, Boden) für Brandenburg
Auszug aus dem Buch
3.1 Bedarfs- und Benutzeranalyse
Provokativ könnte man formulieren: Informationstechnologie an sich ist sinn- und nutzlos, solange sie nicht die Bedürfnisse der Benutzer einbezieht. Ohne den Einbezug der wichtigen menschlichen Komponente, bereits in die konzeptionelle Entwurfsphase, zielt der Effizienzbegriff der Informatik ins Leere. Nicht das System ist das Ziel, sondern der Nutzen für den Menschen.
Das primäre Ziel muss sein, ein möglichst benutzernahes und effizientes Informationssystem aufzubauen. Die Grundlagen zur Umsetzung dieser Forderung werden bereits in der Konzeption eines konkreten Informationssystems gelegt. Die Einbeziehung potentieller Benutzer und deren Bedürfnisse schon zu Beginn der Planung tragen entscheidend zum Erfolg eines Informationssystems bei.
Da zum Zeitpunkt des Entwurfs praktische Vorführungen der zugrunde liegenden DB noch nicht gezeigt werden können, muss es gelingen, den potentiellen Benutzern bei Befragungen durch den Entwickler einen Eindruck zu verschaffen, wie ein solches Informationssystem funktionieren könnte. Wichtig ist vor allem, dem möglichen Anwender die Bedeutung des Informationssystems für seinen Tätigkeitsbereich sowie die Potentiale moderner Informationstechnologien zu verdeutlichen. Damit sollten von vornherein die uneingeschränkte Unterstützung des Anwenders und seine Motivation zur Mitarbeit sichergestellt sein. Dann können auch wertvolle Ideen und Anregungen für die Gestaltung des Zielsystems in das Konzept einfließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielstellung: Einführung in die Thematik der Gehölzverwendung und Begründung des Bedarfs an einem unterstützenden Fachinformationssystem.
2. Grundlagen der Informationstechnologie: Erläuterung der informationstechnischen Basis, insbesondere relationaler Datenbankmodelle und relevanter Datenverarbeitungsbegriffe.
3. Konzeption des Informationssystems „Gehölzverwendung im Freiland“: Detaillierte Darstellung des Entwurfsprozesses, basierend auf Nutzeranalysen, Datenmodellierung und funktionaler Beschreibung.
4. Entwicklungsmöglichkeiten und Ausblicke: Aufzeigen von zukünftigen Erweiterungspotentialen des Systems, wie etwa die Vernetzung oder die Implementierung von Anwenderforen.
5. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die erzielten Ergebnisse und die Bedeutung des Informationssystems für die Planungspraxis.
Schlüsselwörter
Gehölzverwendung, Brandenburg, Informationssystem, Datenbank, Relationales Datenmodell, Fachinformationssystem, Außenbegrünung, Bedarfsanalyse, Benutzerforschung, Standortgerechte Gehölze, Gartenbauwissenschaften, Entwurfsplanung, Datenverarbeitung, Planungssoftware, Strukturierte Daten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines rechnergestützten Fachinformationssystems, das Planer bei der standortgerechten Gehölzverwendung im Freiland unterstützen soll.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Informationstechnologie, speziell relationale Datenbanken, die Analyse der Benutzerbedürfnisse in Architekturbüros sowie die regionale Anpassung an Standortbedingungen in Brandenburg.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Entwurfs für ein benutzernahes Informationssystem, das Architekten und Planern als Entscheidungshilfe für eine sachgerechte Begrünung dient.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Ermittlung der Nutzeranforderungen wurden strukturierte Experteninterviews mit Architekten, Baumschulbetreibern und Vertretern von Grünflächenämtern durchgeführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Informationstechnik, die detaillierte Bedarfs- und Benutzeranalyse sowie den konzeptionellen Entwurf des Datenmodells und der Systemfunktionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gehölzverwendung, Brandenburg, Fachinformationssystem, relationale Datenbank und die Berücksichtigung regionaler Standortfaktoren.
Warum spielt die Zielgruppe der Architekten eine so große Rolle im Entwurf?
Die Bedarfsanalyse ergab, dass Architekten zwar oft Außenbegrünungen planen müssen, ihnen aber häufig das spezifische Fachwissen über Gehölze fehlt, was ein solches System ideal ausgleichen kann.
Welchen Stellenwert nimmt die regionale Besonderheit Brandenburgs in der Arbeit ein?
Da Brandenburg klimatische Übergangszonen und spezielle Bodenverhältnisse aufweist, ist die Verwendung heimischer und standortgerechter Gehölze essentiell, um Ausfälle und Folgekosten zu minimieren.
- Quote paper
- B.Sc. Ingo Schuch (Author), 2005, Entwurf eines Informationssystems zur Gehölzverwendung im Freiland unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten Brandenburgs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122603