Die Quotenregelung ist ein Versuch, politische Ämter in gleichen Maßen an Männer und Frauen zu verteilen. Das Ziel ist die Erreichung von Geschlechterparität im öffentlichen Raum der Politik. Oft wird die Bedeutung der Quotenregelung falsch interpretiert. Es sollen Frauen bei gleichen bzw. gleichwertigen Qualifikationen den Männern vorgezogen werden. Da seit jeher die Bevorzugung den Männern galt, soll nun den Frauen zu ihren Chancen verholfen werden.
Vor diesem Hintergrund stellte ich mir die Frage, ob die Quotenregelung als möglicher parlamentarischer Geschlechterausgleich dienen kann. Ich gehe davon aus, dass die Quotenregelung ein maßgeblicher Faktor in der Entwicklung des Frauenanteils in Österreich ist. In dieser Arbeit werde ich versuchen, diese Hypothese zu verifizieren.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quotenregelungen
- SPÖ – Die Sozialdemokratische Partei Österreichs
- ÖVP – Die Österreichische Volkspartei
- Die Grünen
- Frauen in den Fraktionen
- Frauenanteil im Nationalrat
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Quotenregelungen als Instrument zur Erreichung von Geschlechterparität im österreichischen Parlament. Die Hypothese ist, dass Quotenregelungen einen maßgeblichen Einfluss auf den Frauenanteil in der Politik haben.
- Entwicklung und Umsetzung von Quotenregelungen in verschiedenen österreichischen Parteien
- Wirkung der Quotenregelungen auf den Frauenanteil in Parlament und Regierung
- Analyse der innerparteilichen Diskussionen und Widerstände gegen Quotenregelungen
- Vergleich der Strategien verschiedener Parteien zur Erfüllung von Quoten
- Bewertung der Wirksamkeit von Sanktionen bei Nichteinhaltung der Quoten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Hypothese vor. Das Kapitel zu den Quotenregelungen analysiert die Erfahrungen der SPÖ, ÖVP und der Grünen mit der Einführung und Umsetzung von Frauenquoten. Die Analyse der SPÖ zeigt die langjährige Auseinandersetzung mit der Thematik, von anfänglichem Widerstand bis hin zur Einführung einer verbindlichen 40%-Quote, deren Umsetzung jedoch weiterhin problematisch ist. Bei der ÖVP wird die zögerliche Einführung einer Drittel-Quote und deren geringe Wirksamkeit beschrieben. Das Kapitel zu den Grünen gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Partei. Weitere Kapitel befassen sich mit dem Frauenanteil in den Fraktionen und im Nationalrat.
Schlüsselwörter
Quotenregelung, Geschlechterparität, Frauenanteil, Parlament, Österreich, SPÖ, ÖVP, Grüne, Frauenpolitik, Geschlechterausgleich, Parteien, Politik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Quotenregelung in der Politik?
Das Ziel ist die Erreichung von Geschlechterparität, indem politische Ämter in gleichem Maße an Frauen und Männer verteilt werden, insbesondere bei gleicher Qualifikation.
Wie setzt die SPÖ die Frauenquote um?
Die SPÖ hat eine verbindliche Frauenquote von 40 % eingeführt, deren praktische Umsetzung jedoch laut Analyse weiterhin mit Herausforderungen verbunden ist.
Welche Quotenregelung gilt bei der ÖVP?
Die ÖVP führte eine Drittel-Quote ein, die jedoch in der Arbeit als weniger wirksam im Vergleich zu anderen Parteimodellen beschrieben wird.
Welche Rolle spielen die Grünen bei der Geschlechterparität in Österreich?
Die Grünen gelten als Vorreiter in der Frauenpolitik und haben historisch einen hohen Stellenwert für die Repräsentation von Frauen in politischen Fraktionen.
Sind Sanktionen bei Nichteinhaltung der Quoten sinnvoll?
Die Arbeit bewertet die Wirksamkeit von Sanktionen als notwendiges Instrument, um die tatsächliche Einhaltung der Quoten innerhalb der Parteistrukturen zu erzwingen.
- Quote paper
- Karin Rammerstorfer (Author), 2006, Quotenregelung als parlamentarischer Geschlechterausgleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122606