Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Gewalt und Aggressionen im Bereich der Schulsozialarbeit

Sozialarbeiterische Handlungsmöglichkeiten

Título: Gewalt und Aggressionen im Bereich der Schulsozialarbeit

Trabajo Escrito , 2007 , 63 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Kirsten Pieczynski (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Gewalt birgt immer ein Element der Verzweiflung.
Thomas Mann Spätestens seit Moses die Gesetzestafeln abholte, hat die Menschheit ein gewaltiges soziales Experiment durchgeführt. Die Hypothese ist: Gewalt lässt sich durch Gewalt verhindern. Wenn jemand Gewalt anwendet, muss er damit rechnen, dass ihm ebenfalls Gewalt widerfährt - Auge um Auge, Zahn um Zahn.
In der Geschichte der Menschheit ist Gewalt in Erzählungen, Märchen und Mythologien schon immer Thema gewesen. Welches Kind kennt nicht die Geschichte von Hänsel und Gretel, vom tapferen Schneiderlein, von Schneewittchen oder Rumpelstilzchen?
Auch Gewalt an deutschen Schulen gibt es nicht erst seit den großen Schlagzeilen von Erfurt oder Erding. Die Öffentlichkeit und Fachwelt, aber auch die Politik sind aufmerksam geworden, wie nicht zuletzt der Zwölfte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung von 2005 ausweist.
In den Massenmedien ebenso wie in den Fachmedien ist Gewalt an und von Kindern zu einem wichtigen Thema geworden. Es geht hierbei um Gewalt in den unterschiedlichen Lebensbereichen der Kinder: Familie, Kindergarten und Schule, in den Medien, unter Jugendlichen, sexuelle Gewalt und Delinquenz.
Viele Menschen haben schon eigene Erfahrungen sowohl mit nonverbalen als auch mit verbalen Angriffen gemacht. Diese sind teils von uns selbst ausgehend und teils direkt auf uns gerichtet.
Bei der Verwendung des Begriffes Gewalt ist von Seiten der Fachwelt kritisch angemahnt worden zu hinterfragen, inwieweit sie der Durchsetzung von Interessen über die Erweckung öffentlicher Aufmerksamkeit dienen soll.
Massenmedien vermitteln uns tagtäglich Gewalt aus aller Welt. Kriege, Vergewaltigungen, Missbrauch und Gewalt in der Familie, Rechtsradikalismus und jede erdenkliche Art von Raubüberfällen bis hin zu Mord begleiten uns jeden Tag aufs Neue. Eine Welt, in der Aggression, Brutalität, Zerstörung und Unmenschlichkeit alltäglich werden, ist für die intuitive Kraft der kindlichen Moral kein günstiger Lebensraum. Es ist geradezu undenkbar, dass sich eine moralische Veranlagung im Kontext der modernen Massenmedien störungsfrei entwickeln kann.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsklärungen

1.1 Was ist Gewalt?

1.1.1 Arten von Gewalt

1.1.2 Personale versus strukturelle Gewalt

1.1.3 Legitime versus Illegitime Gewalt

1.1.4 Individuelle versus kollektive Gewalt

1.1.5 Expressive versus instrumentelle Gewalt

1.1.6 Intentionale versus nicht intentionale Gewalt

1.1.7 Manifeste versus latente Gewalt

1.2. Physische Gewalt

1.3. Psychische Gewalt

2. Was ist Aggression?

2.1 Aggressionsformen

2.2 Aggressive Verhaltensweisen

3. Ursachen für aggressives und gewalttätiges Verhalten

3.1 Theoretische Ansätze

3.2 Ausschlaggebende Faktoren

3.2.1 Familie

3.2.2 Schule / Umwelt

3.2.3 Medien

3.2.4 Geschlechter und Gruppen

4. Gewalt an Schulen

5. Forschungsbefunde und statistische Erhebungen

6. Schulsozialarbeit als eine Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule

7. Schulsozialarbeit in Deutschland

7.1 Definitionen von Schulsozialarbeit

7.2 Trägerschaft

7.3 Arbeitsfelder und rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit

7.4 Ziele der Schulsozialarbeit

8. Methoden der Schulsozialarbeit am Beispiel von Gewalt

8.1 Prävention und Gewaltprävention

8.2 Soziale Gruppenarbeit

8.3 Einzelhilfe

8.4 Krisenintervention

8.5 Mediation – Streitschlichtung

8.6 Konfrontatives Interventionsprogramm

8.7 Coolness-Training

8.8 Sozialer Trainingskurs

8.9 Kooperationsmöglichkeiten durch Gemeinwesenarbeit

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Erscheinungsformen, Ursachen und Theorien von Gewalt und Aggression an Schulen sowie die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit, hierauf präventiv und intervenierend zu reagieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle der Schulsozialarbeit als Vermittler und Unterstützer im schulischen Kontext, um den Problemen von Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken.

  • Grundlagendefinitionen von Gewalt und Aggression
  • Ursachenforschung für gewalttätiges Verhalten (Familie, Medien, Schule)
  • Analyse der aktuellen Gewaltproblematik an Schulen
  • Vorstellung pädagogischer Methoden der Schulsozialarbeit (z.B. Coolness-Training, Mediation)
  • Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Familie

Die Familie ist eine jener gesellschaftlichen Institutionen, in der es wohl am schwierigsten ist, Gewalt zu erkennen. Die Gewalt in den eigenen vier Wänden ist ein vielseitiges Problem, und betrifft Tausende von Menschen, zumeist in einer lautlosen und verschleierten Form. Dabei handelt es sich um ein Problem, das keinen geschlechtlichen Unterschied kennt und keinem sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellem Niveau gehorcht. In der Bundesrepublik Deutschland wird dem Elternrecht eine hohe Bedeutung zugemessen. Die Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern. So legt das Kinder- und Jugendhilfegesetz fest, das die von den Personensorgeberechtigten bestimmte Erziehung bei der Erfüllung der Aufgaben nach dem Gesetz zu respektieren ist, also letztlich nicht durch eine staatliche Erziehung eingeschränkt werden darf (GG Artikel 6 S. 2/§ 9 SGB VIII).

Folgende familiäre Bedingungen tragen zu einer Erhöhung der Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen bei: Familiärer Stress, resultierend aus Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Problemen in der Familie, ein niedriger sozialer Status der Familie, unangemessener Erziehungsstil sowie geringe Erziehungsfertigkeiten und ein wenig konsequentes Erziehungsverhalten der Eltern, unzureichende Aufmerksamkeit und mangelnde soziale Kompetenz der Eltern, Konflikte zwischen den Eltern, Anwendung machtbetonter Erziehungsmethoden und fehlende Wärme und Anteilnahme der Eltern sowie Ausübung von Gewalt seitens der Eltern gegen ihre Kinder.

Zu Gewalttaten kann es auch kommen, wenn die Eltern aufgrund einer hohen Kinderzahl überfordert sind, wechselnde Familienbeziehungen bestehen, die Eltern beide erwerbstätig sind, oder die Familie in einer sehr kleinen Wohnung lebt und die Eltern sich somit fortwährend durch das Verhalten ihrer Kinder gestört fühlen. Manche Eltern misshandeln auch ihre Kinder, wenn diese ihren hohen emotionalen Ansprüchen oder Leistungserwartungen nicht genügen, also zum Beispiel auf der Schule versagen. Andere lehnen die Kinder bewusst oder unbewusst ab, da diese beispielsweise unerwünscht waren, nichtehelich geboren wurden, als Sündenböcke benötigt werden, behindert sind, kränkeln oder Entwicklungsstörungen aufweisen. Wenn Eltern bei verhaltensauffälligen oder von ihnen als „schwierig“ erlebten Kindern mit ihren Erziehungsbemühungen scheitern, reagieren manche aus ihrer Hilflosigkeit, Ohnmacht und Überforderung heraus mit Gewalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert Gewalt und Aggression als verwandte, aber unterschiedliche Phänomene und beleuchtet verschiedene theoretische sowie alltagsbezogene Ansätze zur Abgrenzung.

2. Was ist Aggression?: Hier wird Aggression als menschliche Antriebskraft und Energiequelle beschrieben, die durch Sozialisation und Umweltfaktoren in verschiedene Formen, wie direkte oder indirekte Aggression, kanalisiert werden kann.

3. Ursachen für aggressives und gewalttätiges Verhalten: Das Kapitel analysiert Theorien der Gewaltentstehung (z. B. Triebtheorie, Lerntheorie) und identifiziert Schlüsselfaktoren wie familiäre Bedingungen, den Einfluss von Medien sowie schulische und gruppendynamische Prozesse.

4. Gewalt an Schulen: Es wird diskutiert, wie sich Gewalt im Schulalltag manifestiert und dass „Mobbing“ oder „Bullying“ oft die primären Ausdrucksformen neben direkten Übergriffen darstellen.

5. Forschungsbefunde und statistische Erhebungen: Dieses Kapitel prüft den Wahrnehmungsunterschied zwischen medialer Darstellung und wissenschaftlichen Studien, wobei eine dramatische Zunahme von Gewalt an Schulen statistisch kaum belegt werden kann.

6. Schulsozialarbeit als eine Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule: Es wird die Rolle der Schulsozialarbeit als Kooperationsmodell definiert, das soziale Dienste in den Lebensort Schule integriert.

7. Schulsozialarbeit in Deutschland: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Entwicklung, die verschiedenen Trägerschaften, die rechtlichen Grundlagen (SGB VIII) und die Ziele der Schulsozialarbeit.

8. Methoden der Schulsozialarbeit am Beispiel von Gewalt: Hier werden konkrete Interventions- und Präventionsmethoden wie Einzelhilfe, Soziale Gruppenarbeit, Mediation, Konfrontatives Interventionsprogramm und Coolness-Training detailliert vorgestellt.

9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Gewalt an Schulen eine komplexe Herausforderung bleibt, bei der die Schulsozialarbeit durch präventive Ansätze und professionelle Qualifikation eine entscheidende, wenn auch keine allmächtige Unterstützung leisten kann.

Schlüsselwörter

Schulsozialarbeit, Gewaltprävention, Aggression, Jugendhilfe, Schulklima, Medienkonsum, Konfliktbearbeitung, Coolness-Training, Mediation, Soziale Gruppenarbeit, Einzelhilfe, Erziehungsstile, Jugendgewalt, Schulalltag, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Gewalt und Aggression an Schulen und analysiert, welche Rolle die Schulsozialarbeit bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Klärung der Begriffe Gewalt und Aggression, die Ursachenforschung in Familie und Medien, die Analyse von Gewalt an Schulen sowie die Methoden der Schulsozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für Schulsozialarbeiter aufzuzeigen, um Kindern und Jugendlichen bei Konflikten zu helfen und gewaltfördernde Bedingungen an Schulen abzubauen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer, soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Studien sowie auf die Auswertung offizieller Berichte zur Jugend- und Schulsozialarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsbestimmung, Ursachen), eine Bestandsaufnahme der Gewalt an Schulen (unter Einbezug von Forschungsergebnissen) und eine umfassende Darstellung der Methoden der Schulsozialarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schulsozialarbeit, Gewaltprävention, Aggressionsformen, Jugendhilfe und Erziehungskonzepte charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen expressiver und instrumenteller Gewalt wichtig?

Diese Unterscheidung ist relevant, da sie unterschiedliche Intentionen aufdeckt: Expressive Gewalt dient der Selbstrepräsentation („just for fun“), während instrumentelle Gewalt zielgerichtet zur Problemlösung oder Selbstdurchsetzung eingesetzt wird, was unterschiedliche pädagogische Reaktionen erfordert.

Welche Bedeutung kommt der Familie bei der Gewaltentwicklung zu?

Die Familie fungiert als primärer Sozialisationsraum. Stressfaktoren wie Arbeitslosigkeit, unangemessene Erziehungsstile oder Gewaltanwendung der Eltern werden als wesentliche Faktoren identifiziert, die die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen erhöhen können.

Final del extracto de 63 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewalt und Aggressionen im Bereich der Schulsozialarbeit
Subtítulo
Sozialarbeiterische Handlungsmöglichkeiten
Calificación
1,0
Autor
Kirsten Pieczynski (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
63
No. de catálogo
V122609
ISBN (Ebook)
9783640275625
ISBN (Libro)
9783640275724
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewalt Aggressionen Bereich Schulsozialarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kirsten Pieczynski (Autor), 2007, Gewalt und Aggressionen im Bereich der Schulsozialarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122609
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  63  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint