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Geheimdiplomatie in der Kuba Krise

Title: Geheimdiplomatie in der Kuba Krise

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Julian Voje (Author)

History - America
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Summary Excerpt Details

Die Kuba Krise 1962 war ein Ereignis welches die Welt bewegte. Von den USA zunächst unbemerkt wurden von der Sowjetunion Atomraketen auf Kuba installiert. Daraus folgte eine 13 tägige andauernde Konfrontation der USA und der Sowjetunion.
Durch die nukleare Bedrohung vor „der Haustür“ fühlten dich die USA provoziert. Die beiden Nuklearmächte standen sich konfrontativ gegenüber, und eine kriegerische Auseinandersetzung war zum greifen nah. Die Weltöffentlichkeit verfolgte gebannt die Verhandlungen zwischen dem Präsidenten der USA, John Fitzgerald Kennedy, und dem Staatsoberhaupt der Sowjetunion, Nikita Sergej Chruschtschow.
Nicht alle Besprechungen der beiden Kontrahenten wurden jedoch publik. Oft fand der Austausch von Informationen zwischen Gesandten an geheimen Orten statt. Dieser verdeckte Transfer von Botschaften wurde auch als „Back Channel“ bezeichnet. Zwei Hauptakteure dieses Kanals waren der Finanzminister und Bruder John F. Kennedys, Robert Francis Kennedy, und der Agent des russischen Geheimdienstes GRU Georgi Bolshakov. Dieser Geheimkanal soll hier beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1.Der Verlauf der Kuba Krise

2. Der Back-Channel

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Rolle und Funktionsweise des informellen „Back-Channel“-Geheimkanals während der Kubakrise 1962, insbesondere die Kommunikation zwischen Robert Kennedy und dem sowjetischen Agenten Georgi Bolshakov, um dessen Auswirkungen auf den Verlauf und die Lösung der Konfrontation zu bewerten.

  • Analyse des offiziellen und inoffiziellen Verlaufs der Kubakrise.
  • Untersuchung der Entstehung und des Betriebs des Geheimkanals zwischen den USA und der Sowjetunion.
  • Bewertung des Einflusses von Geheimdiplomatie auf die Risikowahrnehmung beider Seiten.
  • Evaluierung der Frage, ob der Kanal zur Deeskalation beitrug oder den Konflikt durch Falschinformationen verschärfte.
  • Darstellung des Scheiterns und der Folgen des „Back-Channels“ nach Bekanntwerden der sowjetischen Raketenstationierung.

Auszug aus dem Buch

2.c Das Ende des Bolshakov Back Channel

Als die Stationierung der Raketen auf Kuba faktisch belegt war, wurde den beiden Kennedy Brüdern bewusst, dass der Back Channel missbraucht worden war. Sie fühlten sich von Chruschtschow hintergangen, da sich die beiden Beamten bis zu diesem Zeitpunkt schon über 40 Mal getroffen hatten. Georgi Bolshakov nahm jedoch keine Bedeutende Stellung mehr im Verlauf der weiteren Verhandlungen ein. Nach Ende der Krise, im November 1962, erschienen dann zwei Artikel in amerikanischen Zeitungen, die Georgi Bolshakovs Karriere in den USA beendeten. In den Kolumnen war die Rede von einem russischen Journalisten, der im Oktober 1962 die Existenz von Offensivwaffen auf Kuba verneint hatte. Obwohl der Name Bolshakov nicht erwähnt wurde, war es ersichtlich, dass es sich um ihn handelte.

Chruschtschow beschwerte sich bei John F. Kennedy in einem Brief über diese Vorgehensweise. Der Parteivorsitzende glaubte, die Journalisten seien über die Existenz des Back Channel informiert gewesen. Dies läge nicht im Sinne eines geheimen Austausches. Weiter gab das Staatsoberhaupt jedoch an, das er auch in Zukunft an einem solchen Informationsaustausch interessiert sei. Diese Zusage von Seiten Chruschtschows half Bolshakov allerdings nicht seine bisherige Funktion beizubehalten. Durch die öffentliche Bekanntmachung verlor er für den GRU an Nutzen. Hinzu kam, dass er dem russischen Geheimdienst schon die vorherige Zeit über ein Dorn im Auge war. Seine enge persönliche Bindung zu Robert Kennedy, und seine eigensinnige Nutzung des Geheimkanals schienen dem GRU zu gefährlich. Bolshakov wurde nach Russland zurück versetzt. Dort erwartete ihn ein unwichtiger Arbeitsplatz in einem Büro, und er verschwand von der politischen Bildfläche.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Kubakrise als nukleare Bedrohung und Vorstellung des untersuchten „Back-Channel“-Geheimkanals zwischen Robert Kennedy und Georgi Bolshakov.

Hauptteil: Detaillierte Rekonstruktion des Krisenverlaufs, des Aufbaus der verdeckten Kommunikationslinie sowie der taktischen Nutzung und des schließlichen Endes dieses Kanals.

1.Der Verlauf der Kuba Krise: Chronologische Darstellung der Entdeckung der Raketenstationierung durch die USA und die darauf folgende politische Entscheidungsfindung im ExComm.

2. Der Back-Channel: Analyse der Entstehung der Verbindung durch den Journalisten Frank Holeman, der Arbeit des Agenten Bolshakov und der strategischen Rolle des Kanals für Chruschtschow und Kennedy.

3. Schlussbetrachtung: Fazit über den Nutzen und die Gefahren informeller Diplomatie, wobei die Ambivalenz zwischen schneller Problemlösung und dem Risiko von Falschinformationen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Kubakrise, Geheimdiplomatie, Back-Channel, Robert Kennedy, Georgi Bolshakov, Nikita Chruschtschow, John F. Kennedy, ExComm, Kalter Krieg, Nuklearwaffen, Spionage, U2 Aufklärungsflüge, GRU, Krisenmanagement, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die verdeckte Kommunikation („Back-Channel“) zwischen den USA und der Sowjetunion während der Kubakrise 1962.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Geheimdiplomatie, das Verhältnis zwischen den Kennedy-Brüdern und sowjetischen Agenten sowie die Auswirkungen von Falschinformationen auf globale Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob der Geheimkanal zur schnelleren Beendigung der Kubakrise beitrug oder ob er durch bewusste Täuschung die Gefahr einer Eskalation erhöhte.

Welche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf Fachliteratur, Tagebuchaufzeichnungen von Zeitzeugen und den Protokollen der ExComm-Gespräche basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Krisenverlaufs, die Entstehung und den Betrieb der Bolshakov-Verbindung sowie die Analyse der Nutzungsweise des Kanals durch die Konfliktparteien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Back-Channel, Geheimdiplomatie, Kubakrise, Raketenstationierung und Vertrauensverlust.

Warum war Georgi Bolshakov für Robert Kennedy ein wichtiger Kontakt?

Bolshakov diente als direkter, informeller Draht zum Kreml, der unbürokratische Gespräche außerhalb der offiziellen diplomatischen Kanäle ermöglichte.

Welche Rolle spielten die U2-Aufklärungsflüge im Zusammenhang mit dem Geheimkanal?

Chruschtschow nutzte den Kanal, um Kennedy davon zu überzeugen, die Flüge einzustellen, wobei er gleichzeitig den Transport der Offensivwaffen nach Kuba zu verschleiern versuchte.

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Details

Title
Geheimdiplomatie in der Kuba Krise
College
University of Bonn  (Geschichts Seminar)
Grade
2
Author
Julian Voje (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V12262
ISBN (eBook)
9783638181907
Language
German
Tags
Kuba Krise Geheimdiplomatie back Channel Georgi Bolshakov Kennedy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Voje (Author), 2003, Geheimdiplomatie in der Kuba Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12262
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