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Erziehung und Bildung in Frauenklöstern des hohen Mittelalters

Título: Erziehung und Bildung in Frauenklöstern des hohen Mittelalters

Trabajo de Seminario , 2005 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefanie Busch (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Meine zentrale Fragestellung dabei ist: Ob und, wenn ja, inwieweit trägt die Erziehung und Bildung in Klöstern bei, Frauen und Männer in religiöser Hinsicht zur Zeit des hohen Mittelalters gleichzustellen?
Um in der Lage zu sein, diese Frage zu beantworten, möchte ich zunächst grundlegende Dinge der Frauenerziehung klären und dann auf die Geschlechterspezifik übergehen.
Während der Zeit in der ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigte, stellten sich mir immer mehr Fragen, die ich beantwortet haben wollte:
Wie kam es zur Herauskristallisierung von Frauenklöstern?
Wie sah das Klosterleben in jener Zeit für Nonnen aus?
Gab es nur religiöse und gebildete Frauen, die in einer klösterlichen Unterkunft lebten und wirkten, oder bestand auch die Möglichkeit einer anderen Lebensweise?
Damit es plausibel ist, wie es überhaupt möglich war, dass Frauen in der Zeit von ca. 1050 bis Ende des 13. Jahrhundert Bildung und Erziehung genießen konnten, möchte ich mich zu Beginn meiner Hausarbeit genauer auf die weibliche Frömmigkeitsbewegung beziehen um mich dann differenzierter mit der Edukation auseinanderzusetzen.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauen, Frauenbildung, Frauenbestimmung

2.1 Die weibliche Frömmigkeitsbewegung

2.2 Ein neuer Frauentyp: Die Nonne

2.3 Die Beginen

2.3 Frauenbildung als Gnade und Privileg

2.3.1 Klosterleben für Frauen

2.3.2 Geschlechtsspezifisch beschränkte Nonnenbildung

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Erziehung und Bildung in Klöstern des hohen Mittelalters dazu beitrug, Frauen und Männer in religiöser Hinsicht gleichzustellen, und hinterfragt dabei die emanzipatorischen Aspekte klösterlicher Bildung.

  • Die Entwicklung und Bedeutung der weiblichen Frömmigkeitsbewegung im Hochmittelalter.
  • Strukturen und Lebensrealitäten in Frauenklöstern sowie der Beginenbewegung.
  • Der Einfluss mittelalterlicher Erziehungsideale und Ordensregeln auf die weibliche Bildung.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern in der Kirche.
  • Fallbeispiele bedeutender Ordensfrauen wie Hildegard von Bingen und Herrad von Landsberg.

Auszug aus dem Buch

2.2 Ein neuer Frauentyp: Die Nonne

Allein der Wunsch nach Freiheit und die religiöse Überzeugung haben selbstverständlich nicht gereicht, um in ein Kloster aufgenommen zu werden. Vor allem die Klöster älteren Ordens, beispielsweise Zisterzienserinnen und Benediktinerinnen, verlangten sowohl eine ansehnliche Höhe der Mitgift als auch eine adelige Abstammung der Aspirantin. Ärmere Frauen konnten sich demnach kein Kloster leisten, im besten Fall wurden sie jedoch als Laienschwester aufgenommen und musste im Kloster niedere Arbeiten erledigen. Dies lässt den Eindruck erwecken, dass ein Kloster etwas Exklusives war. Erst ab dem 13. Jahrhundert war es auch zunehmend alleinstehenden Bürgersfrauen und –töchtern erlaubt, einem Orden als Nonne beizutreten. Selbstverständlich gab es auch vereinzelte Gegenstimmen. Hildegard von Bingen beispielsweise stellte sich gegen das herrschende Adelsprinzip. Sie war überzeugt, dass es nicht mit der Urkirche und der Haltung Christi übereinstimme.

Statistische Berechnungen, wie groß der Anteil der Nonnen an der Gesamtbevölkerung gewesen sei, fallen von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aus. Das einzige, was festzustehen scheint, ist, dass im 13. und 14. Jahrhundert mehr Kandidatinnen an die Tore der Klöster klopften als aufgenommen werden konnten. Damit war einer der Grundsteine für die Verbreitung der Beginenbewegung gelegt, auf die ich im vorletzten Kapitel weiter eingehen möchte.

Die Grundausbildung schien in allen Einrichtungen gleich, egal ob die Insassinnen ihr gesamtes Leben im Kloster verbringen wollten oder nur Mädchen aus Patriziat und Adel waren, die eine gewisse Erziehung genießen sollten: sie alle erhielten Unterricht im Lesen, um die „teilweise sehr anspruchsvollen liturgischen Funktionen in der Messe ausführen [zu können] und sich mit Hilfe von Lektüre erbaulicher Schriften zu Gebet und Meditation anleiten lassen konnten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach der religiösen Gleichstellung von Frau und Mann durch klösterliche Erziehung und führt in den thematischen Rahmen der mittelalterlichen Frauenbildung ein.

2. Frauen, Frauenbildung, Frauenbestimmung: Dieses Kapitel analysiert die historischen Grundlagen der Frömmigkeitsbewegung, die Rolle der Nonnen und Beginen sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Frauenbildung.

2.1 Die weibliche Frömmigkeitsbewegung: Es wird die historische Genese frommer Frauengemeinschaften und der Anstieg von Klostergründungen als Versorgungs- und Rückzugsraum für Frauen in Zeiten sozialer Umbrüche erläutert.

2.2 Ein neuer Frauentyp: Die Nonne: Dieser Abschnitt thematisiert die Zugangsvoraussetzungen für das Klosterleben, den Wandel der sozialen Zusammensetzung der Konvente und die Grundausbildung von Nonnen.

2.3 Die Beginen: Das Kapitel beschreibt die Lebensform der Beginen als demokratische und wirtschaftlich unabhängige Alternative zu den strengen klösterlichen Ordensstrukturen.

2.3 Frauenbildung als Gnade und Privileg: Der Fokus liegt hier auf dem Tagesablauf in Klöstern, der gesellschaftlichen Bedeutung der Nonnenbildung und der Einordnung der Bildung als Werkzeug zur Festigung klösterlicher Persönlichkeiten.

2.3.1 Klosterleben für Frauen: Detaillierte Darstellung des klösterlichen Alltags zwischen Gebet, Arbeit und der Pflege intellektueller Leistungen in einem oft von Männern dominierten System.

2.3.2 Geschlechtsspezifisch beschränkte Nonnenbildung: Untersuchung der konservativen Erziehungsideale, die von männlichen Klerikern geprägt waren und eine intellektuelle Emanzipation eher unterbanden.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage mit der Feststellung, dass keine echte Gleichstellung von Männern und Frauen im religiösen Bildungssektor existierte.

Schlüsselwörter

Hohes Mittelalter, Frauenklöster, Nonnen, Beginen, Frauenbildung, Frömmigkeitsbewegung, Hildegard von Bingen, religiöse Emanzipation, Klosterleben, Geschlechterrollen, Mystik, Erziehungsgeschichte, Ordenswesen, Bildung, christliche Askese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Erziehung und Bildung von Frauen in Klöstern des hohen Mittelalters und analysiert, ob diese Bildung zu einer religiösen Gleichstellung mit Männern führte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die weibliche Frömmigkeitsbewegung, das Leben und Wirken von Nonnen, die Beginenkultur als alternative Lebensform sowie die Rolle von Erziehungsidealen im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit klösterliche Erziehung eine Emanzipation der Frauen oder eine Gleichstellung in religiöser Hinsicht bewirkte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung historischer Quellen über das Leben von Ordensfrauen und die kirchliche Sicht auf Frauenbildung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Frömmigkeitsbewegung, den Typus der Nonne, das Beginenwesen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der geschlechtsspezifischen Bildung und deren männlicher Vorgegebenheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hohes Mittelalter, Frauenklöster, Beginen, Frauenbildung, religiöse Emanzipation und das Wirken bedeutender Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen.

Warum wird die Beginenbewegung als Alternative zum Klosterleben dargestellt?

Beginen waren im Gegensatz zu Nonnen demokratisch organisiert und finanziell unabhängig; ihre Lebensform bot mehr Flexibilität, da sie nicht an lebenslange, starre Ordensgelübde gebunden waren.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Gleichstellung?

Die Autorin kommt zu dem klaren Ergebnis, dass die Bildung in Klöstern nicht zur Gleichstellung von Mann und Frau beitrug, da sie ausschließlich von Männern definiert und kontrolliert wurde.

Welche Rolle spielten Visionärinnen wie Hildegard von Bingen in der Arbeit?

Hildegard von Bingen dient als Beispiel für hochgebildete Frauen, deren geistige Leistung zwar beeindruckend war, die jedoch dennoch in ein patriarchales System eingebettet blieben.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Erziehung und Bildung in Frauenklöstern des hohen Mittelalters
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Curso
Proseminar: Hofische Erziehungslehre
Calificación
2,0
Autor
Stefanie Busch (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
19
No. de catálogo
V122709
ISBN (Ebook)
9783640269778
ISBN (Libro)
9783640270507
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehung Bildung Frauenklöstern Mittelalters Proseminar Hofische Erziehungslehre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Busch (Autor), 2005, Erziehung und Bildung in Frauenklöstern des hohen Mittelalters, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122709
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