„Die veränderte, globale Welt ist längst Realität und muss als Wettbewerb wahrgenommen werden“. Dieses Statement tätigte Hans-Dietrich Genscher auf dem 6. Jahrestreffen der Automobil Suppliers am 14. Juni 2007 in Bonn. Hintergrund dieser Aussage war die Themenstellung der Tagung, wie der Automobilbranche aufgrund der nachlassenden Konjunktur geholfen werden kann. Der Auslöser dieser Diskussion ist ein auf dem europäischen Automobilmarkt tobender, noch nie da gewesener Preiskampf mit Rabatten von durchschnittlich 18%. Aufgrund der Leistungsdichte der angebotenen Fahrzeuge bedarf es der intensiven Kundenbetreuung und der Schaffung zusätzlicher Kaufanreize. So ist es nicht verwunderlich, dass die etablierten Automobilhersteller bestrebt sind, ihre Marktposition gegen aufstrebende kleinere Marken zu verteidigen und gegen andere etablierte Marken durchzusetzen. Spricht Hans-Dietrich Genscher vor dem Hintergrund der internationalen Herkunft der Marktteilnehmer von einer veränderten und globalen Welt? Oder zielt seine Aussage auf die länderübergreifende Vernetzung von Konzernen in der Automobilherstellung ab?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Herleitung des Strategiebegriffes
2.2 Unternehmensstrategien
2.2.1 Marktentwicklung
2.2.2 Diversifikation
2.3 Faktoren zur Strategie- und Marktbewertung
2.3.1 Porters-Five-Forces
2.3.2 PIMS-Studie
3 INVESTITIONSSTANDORT VOLKSREPUBLIK CHINA
3.1 Entwicklung seit Gründung der VR China
3.1.1 Meilensteine der staatlichen Transformation
3.1.2 Ökonomische Effekte des Entwicklungsprozesses
3.2 Status-quo-Analyse
3.2.1 Gesellschaftliche Standortbestimmung
3.2.2 Ökonomische Einordnung
3.2.3 Einfluss kultureller Aspekte
3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.3.1 Rechtlich mögliche Markteintrittsformen
3.3.2 Schutz von geistigem Eigentum
3.3.3 Decree No. 125
3.4 Entwicklung des chinesischen Automobilsektors
3.4.1 Automobilhersteller und Marken
3.4.2 Internationale Einbindung
3.4.3 Automotiver Absatzmarkt
4 ÜBERPRÜFUNG DER STRATEGISCHEN OPTIONEN
4.1 Triebkräfte des Wettbewerbes nach Porters
4.1.1 Markteintrittsbarrieren
4.1.2 Substitutionsprodukte
4.1.3 Verhandlungsmacht der Lieferanten
4.1.4 Verhandlungsmacht der Abnehmer
4.1.5 Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern
4.2 Erfolgsfaktoren der PIMS-Studie
4.2.1 Marktanteil
4.2.2 Qualität
4.3 Marktattraktivität
4.4 Bewertung der strategischen Optionen
4.4.1 Marktentwicklung durch Kooperation
4.4.2 Marktentwicklung durch Akquisition
4.4.3 Diversifikation
4.5 Zusammenfassung der externen Analyse
4.5.1 Perspektiven des chinesischen Automobilmarktes
4.5.2 Risiken des chinesischen Automobilmarktes
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die strategischen Expansionsmöglichkeiten europäischer Automobilhersteller in der Volksrepublik China. Dabei werden insbesondere Markteintrittsstrategien wie Kooperationen und Akquisitionen sowie Diversifikationsansätze untersucht, um die Marktattraktivität und die damit verbundenen Risiken für ausländische Akteure zu bewerten.
- Analyse der Branchenstruktur des chinesischen Automobilmarktes mittels Porters Fünf-Kräfte-Modell.
- Evaluation von Erfolgsfaktoren für die Rentabilität basierend auf der PIMS-Studie.
- Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Investitionsformen (EJV, CJV, WFOE).
- Bewertung der Wettbewerbssituation und der Auswirkungen von staatlichen Eingriffen und Decree No. 125.
- Erörterung von Perspektiven und Risiken bei Markteintrittsentscheidungen europäischer Automobilkonzerne.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
„Die veränderte, globale Welt ist längst Realität und muss als Wettbewerb wahrgenommen werden“. Dieses Statement tätigte Hans-Dietrich Genscher auf dem 6. Jahrestreffen der Automobil Suppliers am 14. Juni 2007 in Bonn. Hintergrund dieser Aussage war die Themenstellung der Tagung, wie der Automobilbranche aufgrund der nachlassenden Konjunktur geholfen werden kann. Der Auslöser dieser Diskussion ist ein auf dem europäischen Automobilmarkt tobender, noch nie da gewesener Preiskampf mit Rabatten von durchschnittlich 18%. Aufgrund der Leistungsdichte der angebotenen Fahrzeuge bedarf es der intensiven Kundenbetreuung und der Schaffung zusätzlicher Kaufanreize. So ist es nicht verwunderlich, dass die etablierten Automobilhersteller bestrebt sind, ihre Marktposition gegen aufstrebende kleinere Marken zu verteidigen und gegen andere etablierte Marken durchzusetzen.
Die Volksrepublik (VR) China entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit zu einer Wirtschaftsmacht in nicht abzusehendem Ausmaß. Ein damit einhergehender Anstieg der Kaufkraft der Chinesen und ein geringer Motorisierungsgrad lassen die VR China als lukrativen Absatzmarkt für Automobile erscheinen. Bestes Beispiel ist die Volkswagen AG, welche diesen Schritt vor 25 Jahren als First-Mover der Automobilbranche gewagt hat. Doch wie vorteilhaft ist die Positionierung des Volkswagen Konzerns durch ihr langjähriges Engagement? Durch viele Investitionen und den steten Ausbau der Produktionskapazitäten ist VW mit 700.000 in der VR China produzierten Einheiten einer der größten Hersteller. Die Frage nach der Langlebigkeit dieser Marktposition und dem Verhalten der Konkurrenz wirft sich in diesem Zusammenhang auf. Auch stellt sich die Frage über welche Branchenattraktivität die chinesische Automobilbranche verfügt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Vorgehens der Arbeit im Kontext des chinesischen Automobilmarktes.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Herleitung des Strategiebegriffes sowie Erläuterung strategischer Ansätze (Marktentwicklung, Diversifikation) und Bewertungsmethoden wie PIMS-Studie und Porters-Five-Forces.
3 INVESTITIONSSTANDORT VOLKSREPUBLIK CHINA: Untersuchung der historischen Entwicklung, der aktuellen gesellschaftlichen und ökonomischen Situation sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Lage des Automobilsektors in China.
4 ÜBERPRÜFUNG DER STRATEGISCHEN OPTIONEN: Analyse der Markteintrittsbarrieren, Marktattraktivität und Bewertung spezifischer Strategien wie Joint-Ventures und Akquisitionen für europäische Unternehmen.
5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Perspektiven und Restriktionen sowie ein Ausblick auf die Bedeutung des chinesischen Marktes für europäische Automobilhersteller.
Schlüsselwörter
China, Automobilmarkt, Markteintrittsstrategien, Joint-Venture, Unternehmensstrategie, PIMS-Studie, Porter, Automobilhersteller, Marktattraktivität, Wettbewerb, Know-how-Transfer, Restriktionen, Kooperation, Investition, VW.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken, die europäischen Automobilherstellern beim Eintritt in den chinesischen Markt begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören Unternehmensstrategien, die wirtschaftliche Transformation Chinas, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Analyse von Markteintrittsbarrieren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse und Bewertung des chinesischen Automobilmarktes vor dem Hintergrund expansiver Unternehmensstrategien europäischer Hersteller.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autor verwendet die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter, die PIMS-Studie zur Erfolgsfaktorenanalyse und die Bestimmung der Marktattraktivität nach einem Schema von Welge und Al-Laham.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse des Investitionsstandortes VR China und die Überprüfung strategischer Optionen unter Berücksichtigung von Wettbewerbskräften und Rentabilitätsindikatoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marktattraktivität, Joint-Venture, Know-how-Transfer, Protektionismus, Automobilhersteller und Markteintrittsbarrieren.
Welche Rolle spielt die Qualität bei der Markteinschätzung?
Qualität wird als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren (PIMS-Studie) identifiziert. Mängel in der technischen Reife und Qualitätssicherheit sind kritische Punkte, die den Markteintritt und das Vertrauen chinesischer Konsumenten beeinflussen können.
Wie bewertet der Autor die rechtliche Lage bezüglich geistigen Eigentums?
Obwohl China über zahlreiche Gesetze verfügt, stellt die Durchsetzung aufgrund überlasteter Behörden und der täglichen Flut an Plagiaten weiterhin ein erhebliches Risiko und ein Hindernis für ausländische Investoren dar.
- Citar trabajo
- Christian Klein (Autor), 2007, Restriktionen und Perspektiven für expansive Unternehmensstrategien europäischer Automobilhersteller in der Volksrepublik China , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122740