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Analyse und Interpretation von Sallust, Bellum Iugurthinum 84,1-85,9

Title: Analyse und Interpretation von Sallust, Bellum Iugurthinum 84,1-85,9

Seminar Paper , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Hohm (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

Vor der Truppenaushebung für seinen Feldzug in Numidien spricht Marius in einer Volksversammlung zur Menge, einerseits um die Rekruten zu ermutigen, andererseits aber vielmehr, um gegen die Nobilität anzugehen, der er schon lange feindlich gesonnen ist. Die einleitenden Worte zu dieser Rede sowie deren Proömium (Kap. 84,1-85,9) sollen in der vorliegenden Arbeit zunächst lateinisch wiedergegeben und dann ins Deutsche übersetzt werden. Den Hauptteil bildet im Anschluss die Interpretation dieser Paragraphen, woraufhin in einem letzten Abschnitt einige ausgewählte textkritische Stellen untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Text und Übersetzung

3. Interpretation von Sall. Bel. Iug. 84,1-85,9

4. Textkritische Erläuterungen

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und interpretiert das Proömium der Rede des Gaius Marius im Sallustschen Geschichtswerk "Bellum Iugurthinum" (Kapitel 84,1-85,9), um die rhetorische Charakterisierung des Marius als homo novus und seine Auseinandersetzung mit der Nobilität zu untersuchen.

  • Charakterisierung des Gaius Marius im historischen Kontext
  • Stilistische Analyse der Sallustschen Latinität (Brevitas, Inkonzinnität)
  • Analyse der rhetorischen Strategien und der Ambivalenz in den Reden
  • Textkritische Untersuchung ausgewählter Passagen der Überlieferung

Auszug aus dem Buch

3. Interpretation von Sall. Bel. Iug. 84,1-85,9

Im Vorspann der Rede des Marius, welcher durch die Konjunktion at eingeleitet wird, die hier wieder an die zuvor unterbrochene Mariushandlung anknüpft, verweist Sallust zunächst zurück auf Kapitel 73,6, in dem bereits die Übertragung des Konsulats auf den homo novus geschildert wurde. Dies wird durch die Parenthese ut supra diximus unterstrichen, welche den einzigen sichtbaren Rückverweis dieser Art im gesamten Werk darstellt. Marius war auf dringendes Bitten des Volkes hin (cupientissuma plebe) Konsul geworden (consul factus). Viele Angehörige der Plebs hatten sogar ihren Broterwerb hintangestellt, um nach Rom zu ziehen und ihrem bevorzugten Kandidaten die Ehre zu geben. Dass diese Übertragung des Konsulats auf einen Angehörigen der Plebs und die damit verbundene Schwächung des bisherigen Oberbefehlshabers in Numidien, Metellus, von Sallust eher negativ beurteilt wird, macht die Verwendung des Partizips cupientissuma deutlich. Denn wie Dix bemerkt, ist diese Vokabel auf Grund ihrer Nähe zu cupido und cupidus eher ambivalent zu betrachten, und der von Sallust sonst selten gebrauchte Superlativ lässt die negative Komponente hervortreten.

Weiterhin wurde Marius auch die Provinz Numidien vom Volk übertragen (ei provinciam Numidiam populus iussit), was durch die Stellung des Subjekts populus direkt vor das Prädikat besonders betont wird, obwohl der Oberbefehl in dieser Provinz durch den Senat zuvor dem Metellus zugesprochen worden war. Das Verbum iubere wird im vorliegenden Fall anstatt mit einer Verbalphrase wie dem A.c.I. mit einem Akkusativobjekt (provinciam Numidiam) sowie einem Dativus commodi (ei) verbunden, was in ähnlicher Weise häufiger bei Livius zu finden ist und der Konstruktion von decernere entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den historischen Kontext der Rede des Marius und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Charakterdarstellung und Rhetorik.

2. Text und Übersetzung: Präsentation des lateinischen Originaltextes der Kapitel 84 und 85 des Bellum Iugurthinum sowie dessen deutsche Übersetzung.

3. Interpretation von Sall. Bel. Iug. 84,1-85,9: Detaillierte philologische und inhaltliche Analyse der Rede des Marius mit besonderem Fokus auf Stilistik, Wortwahl und den politischen Aussagen gegen die Nobilität.

4. Textkritische Erläuterungen: Kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Überlieferungsvarianten (Codices) und Begründung der editorischen Entscheidungen von L.D. Reynolds.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärtexte, Kommentare, Forschungsliteratur sowie Lexika und Nachschlagewerke.

Schlüsselwörter

Sallust, Bellum Iugurthinum, Gaius Marius, Nobilität, Homo Novus, Rhetorik, Stilistik, Brevitas, Interpretation, Textkritik, Lateinische Philologie, Historische Monographie, Römisches Konsulat, Politische Ideengeschichte, Antike Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer spezifischen Analyse und Interpretation der Rede des Marius im Werk des römischen Historikers Sallust.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die rhetorische Konstruktion des Marius als Außenseiter (homo novus), seine politischen Angriffe auf den Adel und die stilistische Eigenart der Sallustschen Prosa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte textnahe Analyse aufzuzeigen, wie Sallust durch sprachliche Mittel die Ambivalenz und Arroganz des Marius sowie die innenpolitischen Spannungen der Zeit darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische Methode angewandt, die eine Kombination aus Textinterpretation, stilistischer Analyse (u.a. Inkonzinnität, Archaismen) und textkritischem Vergleich verschiedener Überlieferungen nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Übersetzung und eine umfassende, zeilenweise Interpretation des Textabschnitts, ergänzt durch textkritische Anmerkungen zu den Quellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem Autor Sallust sind dies vor allem "Homo Novus", "Nobilität", "Rhetorik" und "Brevitas".

Inwiefern spielt der Stil Sallusts bei der Interpretation der Marius-Rede eine Rolle?

Der Stil ist entscheidend, da Sallust durch bewusst gesetzte Inkonzinnitäten und archaische Wendungen beim Leser erhöhte Aufmerksamkeit erzwingt und so die Charakterbilder (Marius vs. Nobilität) schärft.

Warum wird Marius als "Einzelkämpfer" in der Analyse bezeichnet?

Diese Zuschreibung ergibt sich aus dem Kontrast zwischen Marius, der sich auf seine virtus beruft, und der Nobilität, die auf eine breite Unterstützung durch Vorfahren und Günstlinge zählen kann.

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Details

Title
Analyse und Interpretation von Sallust, Bellum Iugurthinum 84,1-85,9
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Klassische Philologie (Latein))
Course
Sallust, Historien
Grade
1,0
Author
Julia Hohm (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V122801
ISBN (eBook)
9783640279401
Language
German
Tags
Analyse Interpretation Sallust Bellum Iugurthinum Sallust Historien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Hohm (Author), 2007, Analyse und Interpretation von Sallust, Bellum Iugurthinum 84,1-85,9, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122801
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