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Oppositionelle Gruppen zur Zeit der Wende

Title: Oppositionelle Gruppen zur Zeit der Wende

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anke Schuster (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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„Ein Sprechchor ´Wir sind das Volk und wollen geheime Wahlen!` verebbte in der Ferne, wallte wieder auf, verstärkte sich, wechselte mit einem fast schüchternen ´Deutschland, einig Vaterland!`. Dann kam der Satz: ´Ist die Wende nur ein Gag, laufen uns die Menschen weg!` Im gleichen Rhythmus leuchteten die Lampen des Hauptbahnhofs auf, als wollten sie den Text mitmorsen. Wer hatte das bestellt und bezahlt?“ , so beschreibt Heinz Weiß in seinem Bericht „Nach der Französischlektion“ die Demonstrationen von 1989 in Leipzig.
Diese Zeit ist bei vielen Menschen noch lebendig. Egal ob in politischen Diskussionen, gesellschaftlichen Fragestellungen oder privaten Unterhaltungen. Die „Wende“, die „Reform“, die „Oktoberrevolution von 1989“ oder der „Umbruch“ bleiben ein Thema, das sich nicht einfach wie ein Buch zur Seite legen lässt.[..] Diese Arbeit gab mir die Möglichkeit, mich mit diesem Thema auseinander zusetzen:
Wie ist es dazu gekommen, dass wir heute am 3. Oktober die Einheit Deutschlands feiern? Warum waren die Menschen in der DDR unzufrieden?
Was haben sie gegen diese Unzufriedenheit unternommen?
Welchen Einfluss hatten dabei Politik oder Wirtschaft?

Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang zwei Gruppierungen. Zum einen das Neue Forum in Riesa und zum anderen die Jungen Gemeinden in der Region Oschatz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Oppositionelle Gruppen in der Zeit der Wende

2.1. Warum flüchten immer mehr Menschen in den „Westen“?

2.2. Oppositionellen Gruppen

2.3. Das Ende der Deutschen Demokratischen Republik

3. Das Neue Forum und die Jungen Gemeinden

3.1. Das Neue Forum

3.1.1. Das Neue Forum – Eine Bürgerbewegung

3.1.2. Thoralf Koß - „Der Verbesserer“

3.2. Die Kirche gegen die Diktatur

3.2.1. Schwerter zu Pflugscharen

3.2.2. Thomas Wendler - „Es war eine gute schlechte Zeit“

4. Die Sicht von „heute“ auf „damals“

Kurze Zusammenfassung

Anlage

- Ausschnitt aus der Sächsischen Zeitung vom 10. Mai 1989

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle oppositioneller Gruppierungen in der DDR während der Wendezeit von 1989. Ziel ist es, die Beweggründe für den gesellschaftlichen Umbruch, die Aktivitäten von Bürgerbewegungen wie dem Neuen Forum sowie das Engagement der Jungen Gemeinden in der Region Oschatz im Kontext der kirchlichen Opposition zu beleuchten.

  • Gründe für die Fluchtbewegung und Unzufriedenheit in der DDR
  • Die Entstehung und Forderungen des Neuen Forum als Bürgerbewegung
  • Der Widerstand der Kirche gegen die staatliche Diktatur
  • Persönliche Erfahrungsberichte von Zeitzeugen
  • Reflexion der DDR-Vergangenheit aus heutiger Perspektive

Auszug aus dem Buch

3.1.1. DAS NEUEN FORUM - EINE BÜRGERBEWEGUNG

Das Neue Forum wurde am 9. September 1989 in Grünheide in der Wohnung Katja Havemanns mit 30 Erstunterzeichnern gegründet. Am 19. September wird die Gründung des Forum in 11 von 15 DDR – Bezirken angemeldet. Der DDR-Nachrichtenagentur ADN gab am 21. September bekannt, dass das Neue Forum nicht zugelassen wird. Die Regierung sah „keine gesellschaftliche Notwendigkeit“. Das NF ist staats – und verfassungsfeindlich. Jedoch haben zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 3.000 Menschen den Gründungsaufruf unterschrieben. Die Anzahl der Mitglieder steigt. Bis Ende 1989 schlossen sich 10.000 der Gruppe an und 200.000 unterzeichneten das Papier. Im Herbst 1989 ist das Neue Forum bereits zur wichtigsten und größten Bürgerbewegung herangewachsen. „Seine Zulassung als politische Gruppierung am 8.11.1989 durch die SED-Führung wurde zum Präzedenzfall.“4 Der Aufruf der Gründung, über die Westmedien zog Vereinigungen ähnlicher Art nach sich: Thomas Welz organisierte das Treffen von 80 Oppositionellen am 1. Oktober und gründete den „Demokratischen Aufbruch“ mit.

Die Forderungen dieser Opposition waren bestimmt für alle möglichen Berufsgruppe, für verschiedenste Partein und Lebenskreise. So ist es im Gründungsdokument "Aufbruch 89 - NEUES FORUM"5 zu lesen. Sie definieren sich als „unabhängige politische Vereinigung von Bürgerinnen und Bürgern, die Demokratie in allen Lebensbereichen durchsetzen wollen.“6. Die Mitglieder des NF vertraten den Wunsch nach Gerechtigkeit, Demokratie, Frieden, Schutz und Bewahrung der Natur. Außerdem „strebten [sie] kein kapitalistisches Gesellschaftssystem an und gingen von der Zweistaatlichkeit Deutschlands aus. ´Wiedervereinigung´ war für sie kein Thema.“7.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Motivation für die Themenwahl und ordnet die Wendezeit in ihren biographischen und schulischen Kontext ein.

2. Oppositionelle Gruppen in der Zeit der Wende: Dieses Kapitel analysiert die politischen und wirtschaftlichen Gründe für die Massenflucht sowie die Formierung der ersten Bürgerrechtsbewegungen in den 1980er Jahren.

3. Das Neue Forum und die Jungen Gemeinden: Hier werden das Neue Forum als bedeutendste Bürgerbewegung und der Widerstand kirchlicher Gruppen detailliert anhand von Zeitzeugenberichten beschrieben.

4. Die Sicht von „heute“ auf „damals“: Die Autorin reflektiert die unterschiedlichen Wahrnehmungen der DDR-Vergangenheit und betont die Bedeutung von Frieden und Moral.

Schlüsselwörter

DDR, Wende, Opposition, Neues Forum, Junge Gemeinde, Friedensbewegung, Schwerter zu Pflugscharen, Bürgerbewegung, SED, Diktatur, Mauerfall, Demokratisierung, Zeitzeuge, Kirchengeschichte, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Entstehen und Wirken oppositioneller Kräfte in der DDR während des Jahres 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Bürgerbewegung „Neues Forum“, der kirchliche Widerstand sowie die Gründe für den Zerfall des SED-Regimes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für den zivilgesellschaftlichen Aufbruch zu verstehen und die Rolle lokaler Gruppen bei der Demokratisierung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert historische Dokumentenanalyse mit qualitativen Zeitzeugeninterviews.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Neuen Forums und die Arbeit der Jungen Gemeinden in der Region Oschatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

DDR, Opposition, Neues Forum, Friedensbewegung, Demokratisierung, Zeitzeugen und Aufbruch 89.

Warum spielt die Kirche eine so zentrale Rolle für die Oppositionellen?

Die Kirche bot einen geschützten Raum für Diskussionen und unabhängige Meinungsbildung, der nicht direkt der staatlichen Ideologie unterlag.

Wie verarbeiteten die Protagonisten ihre Erlebnisse in der DDR?

Durch den Dialog mit der nächsten Generation und die aktive Einbringung in die heutige demokratische politische Gestaltung.

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Details

Title
Oppositionelle Gruppen zur Zeit der Wende
College
University of Leipzig  (Institut für Kirchengeschichte)
Grade
2,0
Author
Anke Schuster (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V122838
ISBN (eBook)
9783640269914
ISBN (Book)
9783640271108
Language
German
Tags
Oppositionelle Gruppen Zeit Wende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Schuster (Author), 2005, Oppositionelle Gruppen zur Zeit der Wende , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122838
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