Zwischen 1500 und 1750 breitete sich während der spanischen Herrschaft der Barock in
Mexiko aus. In dieser Zeitspanne wurden viele Kirchen und Kathedralen als Zeichen der
Autorität der katholischen Kirche im ganzen Land errichtet.
In dieser Arbeit werden zwei Sakralbauten, die ‚Catedral Metropolitana’ und die ‚Iglesia
de la Ensenañza’ anhand ihres Grundrisses beschrieben und interpretiert, und mit einander verglichen, um die Entwicklung des mexikanischen Barocks und seinen Ursprung zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyse der Grundrissdarstellungen
2.1 Catedral Metropolitana, Mexiko Stadt, 1525 – 1813
2.1.1 Beschreibung der Grundrissdarstellung
2.1.2 Ikonographische Analyse
2.1.3 Interpretation und ikonologische Betrachtung
2.2 Iglesia de la Ensenañza, Mexiko Stadt, 1754 – 1795
2.2.1 Beschreibung der Grundrissdarstellung
2.2.2 Ikonographische Analyse
2.2.3 Interpretation und ikonologische Betrachtung
3. Vergleich der Grundrissdarstellungen
4. Schlusswort
5. Anhang
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die architektonische Entwicklung des barocken Sakralbaus in Mexiko, indem sie zwei spezifische Kirchen – die Catedral Metropolitana und die Iglesia de la Ensenañza – anhand ihrer Grundrissstrukturen vergleicht, um Ursprünge und stilistische Einflüsse freizulegen.
- Architektonische Analyse und Interpretation von Grundrissdarstellungen
- Vergleich des mexikanischen Barocks mit dem italienischen Vorbild "Il Gesù"
- Untersuchung der raumbildenden Funktionen und Lichtführung
- Einordnung in den historischen Kontext der spanischen Kolonialherrschaft
- Herausarbeitung des Kontrasts zwischen akademischen und volkstümlichen Stilen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Beschreibung der Grundrissdarstellung
Die ‚Catedral Metropolitana` in Mexiko Stadt liegt direkt am Hauptplatz von Mexiko Stadt, dem so genannten Zócalo. Die baulichen Prozesse der Kathedrale waren lang, und schwierig. Der Beginn der Planung liegt bei 1525. 1576 fingen die Bauarbeiten an, die erst 1813 beendet wurden. Der Grundriss stammte vom Architekten Claudio de Arciniega. Die Erhöhung des Baus, sowie die Türme und das Frontalwerke wurden von verschiedenen anderen Architekten konzipiert und auch in verschiedenen Epochen errichtet.
Die Kathedrale ist innen ca. 45m breit, die Innenlänge misst sie ca. 105m. Der Innenraum, sowie das außen ersichtliche Gebäude, weisen eine rechteckige Form auf, welches auf den Grundriss einer Basilika mit lateinischem Kreuz verweist. Der Zentralbau besteht aus insgesamt 5 Schiffen: einem Mittelschiff, welches höher ist als die anliegenden Schiffe, und zwei Seitenschiffen an denen jeweils ein weiteres Seitenschiff angrenzt, in dem die Kapellen untergebracht sind. Dem Langhaus folgen das Querschiff und der fünfschiffige Chor, dessen Mittelschiff in einer Apsis endet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema des barocken Sakralbaus in Mexiko unter spanischer Herrschaft und Vorstellung der untersuchten Objekte.
2. Analyse der Grundrissdarstellungen: Detaillierte Untersuchung und ikonologische Deutung der Grundrisse der Catedral Metropolitana und der Iglesia de la Ensenañza.
3. Vergleich der Grundrissdarstellungen: Gegenüberstellung der beiden Bauwerke hinsichtlich ihrer Funktion, Größe, Bauzeit und der Adaption römischer Vorbilder.
4. Schlusswort: Zusammenfassung der architektonischen Gemeinsamkeiten und der stilistischen Spaltung zwischen europäischem Importstil und lokaler mexikanischer Kreativität.
5. Anhang: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Mexiko, Barock, Sakralbau, Catedral Metropolitana, Iglesia de la Ensenañza, Grundriss, Architektur, Il Gesù, Kreuzkuppelkirche, Kolonialzeit, Ikonographie, Apsis, Kirchenbau, Raumordnung, Lichtführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die architektonischen Merkmale und die stilistische Entwicklung des barocken Kirchenbaus in Mexiko am Beispiel zweier prominenter Sakralbauten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind die Analyse von Grundrissdarstellungen, der Vergleich verschiedener barocker Ausprägungen und die Frage, wie europäische Vorbilder im mexikanischen Kontext adaptiert wurden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, durch den Vergleich der Grundrisse von Catedral Metropolitana und Iglesia de la Ensenañza den Ursprung und die Entwicklung des mexikanischen Barocks zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Es wird eine deskriptive und ikonologisch-interpretative Analyse der Architekturpläne (Grundrisse) angewandt, ergänzt durch einen komparativen Ansatz.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Beschreibung der Raumstrukturen, der Lichtverhältnisse und der symbolischen Bedeutung der architektonischen Elemente innerhalb der untersuchten Kirchen.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kreuzkuppelkirche, spanische Kolonialherrschaft, Importstil, Raumhierarchie und die Unterscheidung zwischen akademischem und volkstümlichem Barock.
Warum wird die Iglesia de la Ensenañza als "Bühne" bezeichnet?
Die Autorin leitet dies aus der inszenierten Anordnung von Durchgängen, der Erhöhung des Chors und der dramatischen Lichtführung ab, die den Klerus bei liturgischen Handlungen theatralisch in Szene setzt.
Welche Rolle spielt das Licht in den untersuchten Bauten?
Das Licht fungiert als raumbildendes und lenkendes Element, das den Übergang von dunklen Sammlungsräumen zu hellen, von Kuppeln überdachten Haupt- und Erlebnisräumen unterstreicht.
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- Kathrin Gabur (Author), 2006, Die Entwicklung des barocken Sakralbaus in Mexiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122952