Um die Balanced Scorecard (BSC) kritisch zu durchleuchten, wird auf die Chancen und Risiken eingegangen und es werden Vergleiche zu anderen Kennzahlensystemen durchgeführt.
Es werden die vier gängigen Kennzahlensysteme BSC, das Du-Pont-Kennzahlensystem, das Tableau de Bord sowie das ZVEI-Kennzahlensystem kurz vorgestellt und tabellarisch gegenübergestellt.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Lage wird ein abschließendes Fazit mit Ausblicken gezogen.
Inhaltsverzeichnis
Methodisches Vorgehen
1. Einleitung
2. Vorstellen der traditionellen Kennzahlensysteme
2.1. Grundlagen der Balanced Scorecard
2.2. Du-Pont Kennzahlensystem
2.3. Tableau de Bord Kennzahlensystem
2.4. ZVEI- Kennzahlensystem
3. Chancen der BSC im Vergleich zu anderen Systemen
4. Risiken der BSC im Vergleich zu anderen Systemen
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit analysiert die Balanced Scorecard (BSC) als modernes Steuerungsinstrument im Vergleich zu klassischen Kennzahlensystemen, um deren Eignung für die Anforderungen moderner Unternehmen zu bewerten. Die Forschungsfrage untersucht, inwieweit die BSC gegenüber traditionellen Ansätzen wie dem Du-Pont- oder ZVEI-System Vorteile bietet und welche Herausforderungen bei ihrer Implementierung im Mittelstand bestehen.
- Vergleich mehrdimensionaler und eindimensionaler Kennzahlensysteme
- Gegenüberstellung der strategischen Ausrichtung und Indikatoren
- Identifikation von Chancen und Risiken der Balanced Scorecard
- Analyse der Anwendbarkeit im mittelständischen Sektor
- Diskussion über "harte" monetäre versus "weiche" immaterielle Kennzahlen
Auszug aus dem Buch
3. Chancen der BSC im Vergleich zu anderen Systemen
Während sich bisherige Kennzahlensysteme wie das Du-Pont System und das ZVEI System eher mit finanziellen Kennzahlen auseinandersetzen, werden bei der BSC auch immaterielle Kennzahlen mit einbezogen (s. Punkt 2.1.). Daher ist bei den bisherigen Kennzahlensystemen eine langfristige Planung hinsichtlich der Unternehmensstrategie nicht möglich.
Andere Kennzahlensysteme benutzen nicht finanzielle Kennzahlen für operative Verbesserungen in der Produktion und im Vertrieb auf lokaler Ebene. Aggregierte finanzielle Kennzahlen werden von der Geschäftsleitung verwendet, als ob Kennzahlen die Ergebnisse von Tätigkeiten der unteren und mittleren Ebene zusammenfassen könnten.
Im Vergleich beispielsweise zu dem Du- Pont- Kennzahlensystem zeigt sich, dass die BSC mehrere Dimensionen aufzeigt und des weiteren Kausalketten (Ursache- Wirkungszusammenhang der Kennzahlen) vorhanden sind. Auch das französische Konzept des Tableau de Bord berücksichtigt keine systematische oder äußerliche Kausalität.
Des weiteren bietet die BSC die Möglichkeit, Frühindikatoren (wie Qualität und Service-Eigenschaften) sowie Spätindikatoren (wie Kundentreue und Kundenzufriedenheit) zu berücksichtigen.
Zusammenfassung der Kapitel
Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert den Aufbau der Untersuchung, bei der vier gängige Kennzahlensysteme vorgestellt, tabellarisch gegenübergestellt und kritisch auf ihre Chancen und Risiken geprüft werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beschreibt den zunehmenden Veränderungsdruck durch Globalisierung und technologischen Wandel, der Unternehmen zu einer kontinuierlichen strategischen Anpassung zwingt.
2. Vorstellen der traditionellen Kennzahlensysteme: Hier erfolgt eine Definition von Kennzahlensystemen und die Vorstellung spezifischer Modelle wie der Balanced Scorecard, dem Du-Pont-System, dem Tableau de Bord und dem ZVEI-System.
3. Chancen der BSC im Vergleich zu anderen Systemen: Dieses Kapitel arbeitet die Vorteile der BSC heraus, insbesondere die Integration immaterieller Kennzahlen, das Schaffen von Ursache-Wirkungs-Ketten und die Ausrichtung an der Unternehmensstrategie.
4. Risiken der BSC im Vergleich zu anderen Systemen: Es werden Herausforderungen beleuchtet, wie die Komplexität des Systems, die Gefahr der Strategiebehinderung bei falscher Implementierung und die Schwierigkeit der objektiven Messbarkeit weicher Faktoren.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die BSC als sinnvolle Weiterentwicklung traditioneller Systeme, betont jedoch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Auswahl der Kennzahlen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Kennzahlensystem, Du-Pont, ZVEI, Tableau de Bord, Strategische Führung, Unternehmenssteuerung, Finanzperspektive, Immaterielle Kennzahlen, Rentabilität, Controlling, Mittelstand, Ursache-Wirkungs-Beziehung, Leistungsindikatoren, Strategieimplementierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Hausarbeit befasst sich mit einem kritischen Vergleich zwischen der Balanced Scorecard (BSC) und traditionellen betriebswirtschaftlichen Kennzahlensystemen wie dem Du-Pont- oder ZVEI-System.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen eindimensionalen und mehrdimensionalen Steuerungsinstrumenten, die Integration strategischer Ziele in operative Kennzahlen sowie die Abwägung von Chancen und Risiken bei der Anwendung der BSC.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu beurteilen, ob die Balanced Scorecard aufgrund ihrer ganzheitlichen Sichtweise ein überlegenes Managementinstrument im Vergleich zu klassischen, oft rein monetär orientierten Systemen darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse sowie die tabellarische Gegenüberstellung gängiger Kennzahlensysteme unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kennzahlensysteme, eine vergleichende Bewertung ihrer Chancen und Risiken sowie eine tiefere Auseinandersetzung mit deren strategischer Eignung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Balanced Scorecard, Strategische Führung, Kennzahlensysteme, Unternehmenssteuerung und immaterielle Kennzahlen beschreiben.
Warum wird die Balanced Scorecard als "mehrdimensional" bezeichnet?
Im Gegensatz zu eindimensionalen Systemen, die primär auf monetäre Spitzenkennzahlen fokussieren, betrachtet die BSC neben finanziellen Aspekten auch die Kunden-, Prozess- sowie Lern- und Entwicklungsperspektive.
Worin liegen die größten Risiken bei der Implementierung einer Balanced Scorecard?
Zu den Risiken zählen die hohe Komplexität, die Gefahr einer Überlastung durch zu viele Kennzahlen sowie die Schwierigkeit, die "weichen" Faktoren nachhaltig und objektiv messbar zu machen.
Wie unterscheidet sich die Balanced Scorecard vom Tableau de Bord?
Beide Systeme sind mehrdimensional, jedoch ist das Tableau de Bord stärker in der französischen Tradition verankert, während die BSC expliziter die Kausalketten zwischen den vier spezifischen Perspektiven zur Strategieverfolgung nutzt.
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- Christine Scheller (Author), 2008, Balanced Scorecard. Ein kritischer Vergleich zu anderen Kennzahlensystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123008