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Konflikte unter spieltheoretischer Betrachtung - eine Einführung

Title: Konflikte unter spieltheoretischer Betrachtung - eine Einführung

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Rusche (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Mit spieltheoretischen Modellen kann man zahlreiche Konfliktsituation abbilden und analysieren. Inwieweit dies aber im Einzelnen geschieht, dazu
soll es Aufgabe dieser Arbeit sein zumindest einen Einblick zu geben. Dabei wird zuerst
versucht den Begriff des Konflikts aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive
zu definieren sowie eine geschichtliche Entwicklung aufzuzeigen. Hierbei werden ebenfalls die Ursachen
und Eigenarten des Konflikts im ökonomischen Kontext betrachtet. Weitere Punkte sind ebenfalls die üblichen Arten der Konfliktmodellierung , die Untersuchung der Wohlfahrtswirkung des und am Ende eine kritischen Betrachtung der
Modellierung von bewaffneten Konflikten sowie ein kurzer Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 ,,Konfliktheorie”

2.1 Definition

2.2 Geschichte der Betrachtung von Konflikten in der Wirtschaftswissenschaft

2.3 Bereiche der Konfliktanalyse und Eigenarten von Konflikten

2.3.1 Bereiche

2.3.2 Eigenarten von Konflikten

2.3.3 Grunde für die Entstehung von Konflikten

3 Konfliktmodellierung

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Grundlegende Elemente der Modellierung

3.3 Modelle

3.4 Vergleich der Konfliktanalyse mit der Produktionsanalyse (bei der Modellierung)

4 Wohlfahrtswirkungen von Konflikten

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht Konflikte aus einer wirtschaftswissenschaftlichen sowie spieltheoretischen Perspektive, um ein tieferes Verständnis für die Ursachen, die Modellierung und die wohlfahrtsökonomischen Auswirkungen von Konflikten zu schaffen.

  • Definition und historische Entwicklung der ökonomischen Konfliktanalyse
  • Analyse der Ursachen und spezifischen Eigenarten von Konflikten
  • Spieltheoretische Modellierung von Konfliktsituationen
  • Vergleich zwischen Produktionsanalyse und Konfliktanalyse
  • Bewertung der Wohlfahrtswirkungen von Konflikten

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Eigenarten von Konflikten

Bei der Bearbeitung dieser sechs Gebiete der Konfliktanalyse wird deutlich, dass Konflikte einige Besonderheiten im Vergleich zu der ,,normalen” Wirtschaftstheorie aufweisen. Darunter zählt zum einen die unfreiwillige Teilnahme an Konflikten. Während bei Transaktionen in der ,,üblichen” Wirtschaftswissenschaft (also der Produktion von Gütern) der gegenseitige Vorteil im Vordergrund steht und Individuen dieses Geschäft freiwillig eingehen, also jeder selbst entscheidet ob man eine Aktion durchführt, kommt es bei Konflikten darauf an, dass nur einer einen Vorteil erwartet. Hier muss sich nur einer der Beteiligten dafür entscheiden sich das Eigentum eines anderen aneignen zu wollen. Der Angegriffene in diesem Fall kann sich nicht aus dem Konflikt heraus halten, sondern muss sich an diesem ”Krieg“ beteiligen. Tut er dies nicht, hat er quasi schon verloren und muss den Streitgegenstand aufgeben oder riskiert im schlimmsten Fall seine vollständige Zerstörung.

Ein anderes Beispiel ist der Taschendiebstahl. Hier hat das Opfer natürlich nicht die Wahl zwischen bestohlen zu werden und nicht bestohlen zu werden. Der Dieb wird bestimmt nicht vorher fragen, ob jemand damit einverstanden ist. Zwar kann man sich aus dem Konflikt nicht heraushalten, aber unter Umständen hat ein Individuum die Wahl die Seiten zu wechseln, wie es Glazer und Konrad (2002, S.3) beschreiben. Solch eine Mobilität kann natürlich sehr starken Einfluss auf den Konflikt haben. Ein Beispiel für solch ein Verhalten ist in so genannten Überläufern in Kriegen zu sehen, jedes Individuum schließt sich der Seite an, bei der es den größten Nutzen erwartet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die spieltheoretische Betrachtung von Konflikten ein und skizziert den Aufbau der Arbeit von der Begriffsdefinition bis zur Wohlfahrtsanalyse.

2 ,,Konfliktheorie”: Das Kapitel definiert den ökonomischen Konfliktbegriff, beleuchtet dessen wissenschaftshistorische Entwicklung und analysiert Ursachen sowie spezifische Merkmale wie die unfreiwillige Teilnahme.

3 Konfliktmodellierung: Hier wird der Fokus auf die spieltheoretische Modellierung von Konflikten gelegt, wobei verschiedene Modelltypen sowie die Abgrenzung zur klassischen Produktionsanalyse erläutert werden.

4 Wohlfahrtswirkungen von Konflikten: Dieses Kapitel erörtert die negativen direkten und indirekten Kosten von Konflikten sowie die Bedingungen, unter denen Konflikte dennoch eine konstruktive, evolutionsfördernde Rolle spielen können.

5 Schluss: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung der Konfliktforschung in der Ökonomie und thematisiert kritische Aspekte sowie methodische Herausforderungen bei der Modellierung bewaffneter Auseinandersetzungen.

Schlüsselwörter

Konfliktanalyse, Spieltheorie, Konfliktmodellierung, Wohlfahrtsökonomie, Homo economicus, Ressourcenallokation, Rent-Seeking, Eigentumsrechte, Strategische Interaktion, Konfliktursachen, Verteidigungsökonomie, Nash-Gleichgewicht, Strategisches Spiel, Opportunitätskosten, Politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse von Konflikten, insbesondere unter Anwendung spieltheoretischer Modelle, um das Verhalten von Akteuren in Konfliktsituationen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Konflikten, deren geschichtliche Einordnung in die Wirtschaftswissenschaft, die Spieltheorie als Modellierungsinstrument sowie die wohlfahrtsökonomischen Konsequenzen von Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Einblick in die ökonomische Konfliktanalyse zu geben und aufzuzeigen, wie Konflikte als Abweichung von der klassischen Wohlfahrtsökonomie modelliert und bewertet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die spieltheoretische Methodik sowie die Literaturanalyse und einen interdisziplinären Vergleich, um Konfliktphänomene systematisch zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung, die Eigenarten von Konflikten, die methodische Modellierung von Konflikten mittels Spieltheorie sowie deren negative und positive Effekte auf die Wohlfahrt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Konfliktanalyse, Spieltheorie, Ressourcenallokation, Nash-Gleichgewicht und Wohlfahrtsökonomie geprägt.

Wie unterscheidet sich die Konfliktanalyse von der klassischen Produktionstheorie?

Während die Produktionstheorie auf gegenseitigem Vorteil und freiwilligem Tausch basiert, betrachtet die Konfliktanalyse Situationen, in denen Ressourcen zur Aneignung oder zum Schaden des Gegners eingesetzt werden, wobei häufig ein Zwang zur Teilnahme besteht.

Welche Rolle spielt die "Potential Settlement Region" (PSR) in den Modellen?

Die PSR stellt den Bereich dar, in dem eine Pareto-Verbesserung gegenüber der Konfliktlösung möglich ist; je größer dieser Bereich ist, desto eher sind Verhandlungslösungen wahrscheinlich.

Was versteht man unter dem "Paradox of Power"?

Dieses Phänomen beschreibt die Beobachtung, dass die schwächere Partei in einem Konflikt oft einen größeren Anreiz zum Kampf hat und ihre Forderungen durch die Drohung des Schadens relativ deutlicher durchsetzen kann.

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Details

Title
Konflikte unter spieltheoretischer Betrachtung - eine Einführung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Course
Seminar ökonomische Konfliktanalyse
Grade
1,3
Author
Christian Rusche (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V123025
ISBN (eBook)
9783640272990
ISBN (Book)
9783640273249
Language
German
Tags
Konflikte Betrachtung Einführung Seminar Konfliktanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Rusche (Author), 2009, Konflikte unter spieltheoretischer Betrachtung - eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123025
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