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Die Entwicklung des Königsideals in England (757-1216)

Heinrich II. (1154-1189) als Vertreter dieses Ideals?

Title: Die  Entwicklung des Königsideals in England (757-1216)

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Janina Funk (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Das Königtum in England im Mittelalter erweist sich als interessanter Untersuchungsgegenstand, da sich auf den Britischen Inseln das Verhältnis zwischen dem Königtum und der Stellung der Kirche deutlich von den Verhältnissen auf dem Kontinent unterschieden. Während sich auf dem Kontinent durch den Investiturstreit allmählich die Machtaufteilung zwischen weltlicher und klerikaler Herrscher zu regeln versuchte, galt in England noch die traditionelle Stellung des Königs über der Kirche. In einem solchen Staatsverhältnis ist es besonders lohnenswert zu betrachten, wie dann ein solch mächtiger Regent zu stilisieren versucht wurde und welche Eigenschaften einem Idealbild zugesprochen wurden. Anhand der wechselnden herrschenden Dynastien in England haben sich verschiedene Idealtypisierungen ergeben und ich möchte in dieser Arbeit darlegen, inwiefern Heinrich II. diesem Idealtypus entsprach. Dabei werde ich auch auf die mir wichtig erscheinenden königlichen Vorgänger zu sprechen kommen und versuchen ein Idealbild nachzuzeichnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

II. Heinrich II. – eine Regentschaft im Zeichen des Ideals?

1. Erhaltung des Reichs – Heinrich II. als geschickter Regent

2. Bewusste Beeinflussung der Geschichtsschreibung – Propagandamittel der Plantagenets und gesicherter Erhalt ihrer Historie

3. Folgenreicher Interessenkonflikt zwischen König und Kirche

III. Seine Vorgänger – Herausbildung des Königsideals am Beispiel einiger Könige:

IV. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das mittelalterliche englische Königsideal im Zeitraum von 757 bis 1216 und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern Heinrich II. (1154-1189) diesem Idealbild als Herrscher entsprach.

  • Analyse der Regentschaft Heinrichs II. als geschickter Diplomat und Regent.
  • Untersuchung des Einflusses politischer Propaganda und Geschichtsschreibung auf das Herrscherbild.
  • Darstellung des Konflikts zwischen der königlichen Macht und der Kirche.
  • Historische Einordnung anhand der Vorbilder früherer englischer Könige, wie Alfred der Große.
  • Reflektion des mittelalterlichen Ideals des „gebildeten Ritters“ und weisen Herrschers.

Auszug aus dem Buch

1. Erhaltung des Reichs – Heinrich II. als geschickter Regent

Der erste angevinische König Heinrich II. erschuf in seiner langen Regierungszeit ein unglaubliches Reich. Schon durch seine Heirat mit Eleonore von Aquitanien, zwei Jahre vor seiner Thronbesteigung, vereinte er die kontinentalen Besitzungen und später als König erwies er sich als tapferer Krieger (Eroberung des Westen Irlands) und als strategischer Diplomat, der durch geschickte Heiratspolitik und Verhandlungen sein Reich immens vergrößerte. Das Plantagenêt Empire erstreckte sich von Nordhumbrien bis zur Gascogne, von der Mitte Irlands bis zur Auvergne im Süden Frankreichs und repräsentierte eine nie da gewesene Macht. Jedoch muss man berücksichtigen, dass sich dieses Reich noch immer auf dem Konstrukt des Personenverbundsstaates bildete: „Heinrich II. war 21 Jahre alt, als er König wurde und damit Herr eines Königreichs sowie eines Konglomerats unterschiedlicher Herzogtümer und Grafschaften.“ In einem solchen war es nicht nur wichtig für einen starken König, sein Reich mit militärischer Gewalt zu erweitern und erhalten, sondern auch auf diplomatischem Wege das Netz von Verbindungen auszuweiten. Aufgrund seines diplomatischen Talents konnte er dauerhaften Frieden mit dem französischen König erreichen: „Eine Ehe-Absprache sollte die Verbindung festigen: Heinrichs ältester Sohn, Heinrich der Jüngere, wurde mit Margarete, der Tochter Ludwigs verlobt. Das sollte ihm bei der Eheschließung das lange umstrittene normannische Vexin als Mitgift einbringen.“ Die Gebietserschließung seines Reichs auf Basis von Hochzeitsversprechen, die Möglichkeit vielversprechende Ehen zu arrangieren, beruhend auf den Gewohnheitsrechten der Normannen und das Konstrukt des Personenverbandstaates, durch Lehnswesen und Vasallentum gebunden, ermöglichten die Statik in der Regentschaft Heinrichs II..

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das mittelalterliche Königtum Englands ein und legt die Untersuchung von Heinrich II. als Modell für ein zeitgenössisches Königsideal dar.

II. Heinrich II. – eine Regentschaft im Zeichen des Ideals?: Dieses Kapitel beleuchtet Heinrichs politische Erfolge, seine Instrumentalisierung von Geschichte und Propaganda sowie seinen maßgeblichen Konflikt mit der Kirche.

1. Erhaltung des Reichs – Heinrich II. als geschickter Regent: Der Abschnitt analysiert, wie Heinrich II. durch Diplomatie, Heiratspolitik und militärisches Geschick ein weitläufiges, aber auf Personenverbänden basierendes Reich festigte.

2. Bewusste Beeinflussung der Geschichtsschreibung – Propagandamittel der Plantagenets und gesicherter Erhalt ihrer Historie: Das Kapitel beschreibt, wie durch gezielte Auftragsgeschichtsschreibung und Mythenbildung, etwa durch den Rückbezug auf König Arthur, eine Herrschaftslegitimation geschaffen wurde.

3. Folgenreicher Interessenkonflikt zwischen König und Kirche: Hier werden die Ursachen und Konsequenzen der Auseinandersetzung zwischen dem Königtum und dem Klerus, insbesondere unter Thomas Becket, thematisiert.

III. Seine Vorgänger – Herausbildung des Königsideals am Beispiel einiger Könige: Die Autorin untersucht frühere Herrscher, wie Alfred den Großen und die Normannenkönige, als Grundlage für die Definition eines idealen mittelalterlichen Königs.

IV. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Heinrich II. trotz der Konflikte mit der Kirche und dem Adel in wesentlichen Punkten dem zeitgenössischen Idealkönig entsprach.

Schlüsselwörter

Heinrich II., England, Mittelalter, Königsideal, Plantagenet, Thomas Becket, Kirche, Geschichtsschreibung, Lehnswesen, Personenverbundsstaat, Alfred der Große, Herrschaftslegitimation, Diplomatie, Kaisertum, Papsttum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das sich wandelnde Bild des idealen mittelalterlichen Königs in England und prüft anhand der Herrschaft von Heinrich II., inwieweit dieser den zeitgenössischen Anforderungen an einen idealen Herrscher gerecht wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Konsolidierung des angevinischen Reichs, das Verhältnis zwischen weltlicher Herrschaft und kirchlicher Macht sowie die Rolle von Propaganda und historischer Legitimierung in der königlichen Darstellung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein „Königsideal“ des Mittelalters zu definieren und zu analysieren, ob Heinrich II. als Vertreter dieses Idealtypus betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die vorrangig auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, wie den Werken von Gerald von Wales und Walter Map, sowie moderner Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Regierungsweise Heinrichs II., seine Beeinflussung der Geschichtsschreibung sowie die Darstellung der Konflikte zwischen Krone und Kirche, ergänzt durch einen Rückblick auf vorangegangene Könige.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Königsideal, Plantagenet-Dynastie, Verhältnis von Staat und Kirche, Herrschaftslegitimation und die historische Einordnung durch zeitgenössische Chronisten.

Warum spielt die Rolle von Thomas Becket eine so entscheidende Rolle?

Der Konflikt mit Thomas Becket verdeutlicht das Ringen um die Vormachtstellung des Königs gegenüber der Kirche und illustriert, wie Heinrichs harte Hand gegenüber dem Klerus sein Ansehen und seine politische Handlungsfähigkeit beeinflusste.

Inwiefern beeinflusste die Geschichtsschreibung das Bild Heinrichs II.?

Heinrich II. förderte eine gezielte Geschichtsschreibung, die ihn als weisen und gelehrten Herrscher stilisierte, um seine Machtansprüche gegenüber dem Adel und der Kirche zu legitimieren.

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Details

Title
Die Entwicklung des Königsideals in England (757-1216)
Subtitle
Heinrich II. (1154-1189) als Vertreter dieses Ideals?
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Course
Die englischen Könige im Mittelalter
Grade
2,3
Author
Janina Funk (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V123049
ISBN (eBook)
9783640279876
ISBN (Book)
9783640283507
Language
German
Tags
Entwicklung Königsideals England Könige Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Funk (Author), 2006, Die Entwicklung des Königsideals in England (757-1216) , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123049
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